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30.06.2018, 14:39Inaktiver User
AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“
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30.06.2018, 15:22Inaktiver User
AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“
Also, auf die Erfahrung mit einem gebrochenen Sprunggelenk hätte ich wirklich sehr, sehr gut verzichten können
. Ich weiss auch ganz genau, dass ich das nicht noch mal möchte. Nur weiß ich bis heute nicht, wie ich das hätte verhindern können bzw zukünftig kann. Was haben wir also daraus gelernt? Nix...
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30.06.2018, 15:26Inaktiver User
AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“
So oft, wie Du Deine Sprunggelenksverletzung erwähnst, scheint sie Dir aber doch irgendwas gegeben zu haben.
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30.06.2018, 15:35Inaktiver User
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01.07.2018, 12:04
AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“
ich klopfe solche Situationen in der Regel darauf ab, ob da wohl eine Masse an ungünstigen Umständen zusammen kam, von denen jeder einzelne bedeutungslos oder relativ harmlos sein mag - aber halt eben, die Masse, alles kumuliert, alles auf einem Haufen - da kriegt man dann irgendwann das berühmte Fass, das durch den letzten Tropfen zum Überlaufen gebracht wird.
Wobei nicht der letzte Tropfen das Problem ist, sondern die ganzen Tassen und Kannen, die man VORHER ins Fass schüttete. Alles an zu wenig Schlaf zu schlechtes Essen, berufliche Belastung, private Belastung, neue Schuhe die drücken... viele viele Details, die zusammen wirken.
Solche Analysen haben bei mir noch immer aufschlussreiche Hinweise ergeben, was dann zu entsprechenden Verbesserungen führte. Das würde mich doch sehr wundern, wenn das bei dir so gar nicht funktionieren täte.
Inzwischen weiss ich auch recht gut, wie gross der Haufen der Belastungen sein darf, dass es geht, und was zu viel ist. Generell achte ich darauf, nur für ca 70-80% Belastung zu planen; wenn dann unverhoffte Belastungsspitzen dazu kommen, hat es für die dann meist auch noch Platz, ohne dass es mich aus den Socken haut.
Probleme aller Art haben mir sehr wohl sehr viel über meine Grenzen und Fähigkeiten beigebracht. und durch entsprechende Anpassungen meiner Lebensweise die Lebensqualität erhöht.
gruss, barbara
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02.07.2018, 16:50
AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“
Ist es.
Dennoch kann man sich arg täuschen, wenn man jemand nach seinem Gesicht beurteilen möchte.
zB die Augen: ihre Form, ihre Farbe ist genetisch bedingt. Ähnlich ist es mit der Nase.
Oder wenn jemand ein fliehendes Kinn hat..
Man kann nicht von solchen körperlichen Merkmalen auf Charaktereigenschaften schließen.
Nicht jeder Mensch mit großen blauen Kulleraugen ist sanft & harmlos, nicht jedes fliehende Kinn verweist auf einen leicht zu irritierenden Mitmenschen und nicht hinter jeder großen dünnen Nase steckt eine Hexe ;-)..
Wenn, dann kann man bestenfalls Gesichtsausdrücke und Mimik interpretieren..(da gabs doch mal so eine Serie...komm jetzt nicht drauf...mit Mini-Gesichtsausdrücken...war sehr interessant. ..)..oder es versuchen, da manche Menschen ein Pokerface haben.
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02.07.2018, 16:59
AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“
Das mag ja sein und ist wohl bei jedem so.
Aus manchen Erfahrungen wird man klug. Ich denke aber, dass es Erfahrungen gibt, die nicht klug, sondern schwer krank machen (zB Mobbing, Burnout), ja einen sogar umbringen können..
In alles, was so passiert, etwas Positives hineinzuinterpretieren, das halte ich daher für realitätsfern.
Außerdem kann etwas, was uns zustößt, für einen selbst schlimm sein, für einen anderen jedoch das Gegenteil.
Habe ich einen Unfall, der mich arbeitsunfähig macht, ist es für mich eine Tragödie...für meinen Nachfolger am Arbeitsplatz jedoch ein Glücksfall...
Insofern ist auch der Standort entscheidend über die Frage, ob und wie irgendwas für etwas gut war..
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02.07.2018, 17:02Inaktiver User
AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“
@Ruby #206:
Richtig.
Ich kannte eine Frau, die war sehr zierlich, hatte langes Engelshaar, Rehaugen, war stets in verspielte Kleidung gehüllt und sprach mit sanfter Stimme ... stahlharte Sätze knallharten Inhalts. Ich habe nie im Leben jemanden kennengelernt, der selbstbewusster und durchsetzungsfähiger gewesen wäre und so wenig danach ausgesehen hätte.
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02.07.2018, 17:22Inaktiver User
AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“
Hallo Bae,
du gehst scheinbar ganz selbstverständlich davon aus, dass man es immer selber steuern kann. Das ist nunmal nicht der Fall.
Da ist vorher nichts. Kein Fass mit zuwenig Schlaf, keine Belastung, keine Sorgen, nicht mal neue Schuhe. Nichts! Nur mal ein Moment mit Pech. Manchmal hat man dann auch länger was davon.
Es wäre schön, wenn Du das akzeptierst.
Und meine Mutter hat auch ein steifes Sprunggelenk. Nach einem Arbeitsunfall, da ist einfach ein Wagen umgekippt und sie lief in diesem Moment daneben. Sie hatte nur einfach Pech. Seitdem kann sie nicht mehr richtig laufen und damit sind sämtliche Gelenke stärker belastet und manches geht gar nicht mehr. Je älter sie wird, desto stärker sind die Nebenwirkungen, und sie wurde schon BG-behandelt, also sehr gut.
Da es mit jedem Schritt schmerzt, kann sie es auch nicht verdrängen. Soviel Lebensweise kann sie gar nicht anpassen, dass es ihre Lebensqualität erhöhen könnte. Weitere OP's sind nur für Knie und Hüfte hilfreich, aber bergen andere Probleme.
Es nützt echt nichts, darüber rumzuhirnen, was sie damals hätte anders machen könnte. Urlaub? Ok, aber es ist ja nicht das unabwendbare Schicksal des Wagens gewesen, dass er genau an diesem Tag aus einem unbekannten Grund umkippt (auch die BG hat nichts gefunden und die sind sehr gründlich).
Viele Grüße von Kiki
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02.07.2018, 21:58
AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“
man kann nicht alles steuern, aber sehr oft kann man sehr vieles steuern, besonders langfristig. und ich meine, das soll man auch tun, in Form einer moderaten gesunden Lebensweise.
und ja, natürlich kann man einfach Pech haben. Deswegen muss man ein Unglück nicht gleich selbst provozieren durch unkluges Verhalten, wenn es irgend geht. sondern das, was man verhindern kann, auch verhindern, sodass wirklich nur noch da pure Pech übrig bleibt, das man nie beeinflussen kann.
gruss, barbara



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