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  1. Inaktiver User

    AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Trotzdem finde ich, man spürt und sieht wenn jemand ein netter Mensch ist, das macht sich nicht an der Faltenfreiheit fest.
    Hab ich was anderes behauptet?

  2. Inaktiver User

    AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Beobachtungen in meinem Umfeld. Da ist es eben schon so, dass die Leute, die um 1990 auf dem Platzspitz Heroin spritzten und das auch überlebten, heute oft schwer angeschlagen und krank sind aufgrund ihrer Drogenzeit.

    Das ist jetzt ein eher extremes Beispiel, aber ähnliche Geschichten kann dir praktisch jeder erzählen, jeder hat ein paar Narben.

    und Dinge wie eine dauerhaft sitzende Lebensweise mag man noch wegstecken, wenn man jung ist, aber früher oder später - eben in den mittleren Jahren - fangen dann die Probleme an.

    Leute in mittlerem und hohem Alter gibt es ja viele, wenn man mal ein bisschen zuhört, was die so erzählen, hört man ständig solche Geschichten. Es ist eher eine Ausnahme, wenn jemand einigermassen unbeschadet ins mittlere Alter kommt.

    gruss, barbara
    Ok, dann hast Du ein anderes Umfeld als ich.
    Ich selber und mein Umfeld haben andere Probleme.
    Und die Unfälle, die ich meistens erlebe, sind definitiv nicht selbst bestimmt. Hier handelt es sich eher um Autounfälle (Auto oder LKW auf das Opfer am Stauende), Fahrradfahrer die von Besoffenen umgemäht werden, Geröll dass vom Felsen auf Autos gefallen ist, Überschwemmungen bei denen auf der Flucht vor dem Wasser oder beim Ausräumen der Keller die falsche Bewegung oder das Stolpern erfolgte. Öfter Sportunfälle beim Fußball oder Handball (Knie und Bänderrisse), und Umknicken beim Feuerwehreinsatz (oft bei Überschwemmung oder Waldbrand, jedenfalls wenn der Untergrund nicht sichtbar und die Eile groß ist).
    Alles längere Beeinträchtigung oder sogar Todesfälle, aber keine Mitschuld.
    Sich mal am Papier zu schneiden finde ich normal und keinen Unfall.

    Und die Krankheiten sind oft genetisch bedingt oder kommen durch Entzündungen, Viren, Multiresistente Keime im Krankenhaus, Blutvergiftung (Tierbisse), Borreliose, FSMC, Multiple Sklerose, Alzheimer, Demenz, Diabetes 1, Niereninsuffizienz, Krebs, Lungenentzündung, Gehirnschlag, Schlaganfall, Geburtsschäden. Oft auch in sehr jungen Jahren, schon mit 25 oder 30 Jahren, und keinesfalls angegessen oder sonstwie durch die Lebensweise beeinflusst (ok, vielleicht der Förster mit der Borreliose).

    Selten hat ein Raucher Krebs (einer ist an COPD gestorben), einige Freizeit-Sportler hatten allerdings mit Mitte 40 einen tödlichen Herzinfarkt (bei denen hat es niemand erwartet, nicht einmal deren Arzt, bei dem sie z.T. einen Tag vorher waren).

    Das ist meine Erfahrung und mein Umfeld. Ich bin auch nicht frisch geschlüpft.

    Zu Deinen Thesen passen meine Erfahrung jedenfalls definitiv nicht.

    Viele Grüße von
    Kiki

  3. Inaktiver User

    AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“

    Ich finde den Satz gar nicht so verkehrt, auch, wenn ich ihn nicht unbedingt einer anderen Person im "Unglück" servieren würde.

    Passend ist er z.B. bei einer Situation, die als Ende mit Schrecken (besser als Schrecken ohne Ende) bezeichnet werden kann.

    Und ja, viele Dinge sind dazu gut, daraus zu lernen, dass man sowas genau nicht mehr möchte im Leben.

    Für mich geht der Satz in die Richtung "man gewinnt mit jedem Erlebnis an Erfahrung", auch, oder besonders, mit den Unguten. Auch, wenn die sich in der Situation füchterlich anfühlen.

  4. Inaktiver User

    AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“

    Zitat Zitat von Vivi23 Beitrag anzeigen
    Ein Spruch, der mE nur ausdrückt, dass die aussprechende Person nicht in der Lage ist, einfach zu sagen ‚es tut mir leid für Dich‘. Es gibt Dinge zwischen Hinmel und Erde, die sind für nix gut. Und werden es auch nicht durch krampfhafte Sinnsuche.
    Vielen Dank dafür - mir wurde der Spruch mal nach einer Fehlgeburt gesagt, kombiniert mit dem Nachspruch, ich sei ja noch jung genug und ich fand das in dem Moment einfach nur daneben! Finde ich bis heute daneben und ich denke auch, gewisse Leute sollten sich in manchen Momenten einfach mal zurück halten mit sowas und wirklich nur sagen, dass es ihnen leid für denjenigen tut.

  5. Inaktiver User

    AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“

    Hallo FrauE,

    das tut mir sehr leid für Dich, hierbei sogar doppelt!

    Genau das versuche ich ja immer wieder zu beschreiben, dass der Spruch nicht immer passt. Nicht nach der 1., und nicht nach der 9. Fehlgeburt.
    Es gibt echt furchtbar unsensible Menschen, auch in meiner Umgebung.

    Liebe Grüße von
    Kiki

  6. User Info Menu

    AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eben. Manche rauchen ihr Leben lang täglich 80 Zigaretten und werden 100 ohne ein Zipperlein, andere sterben mit 28 an Brustkrebs. Oder nimm den Sport: Wer genetisch nicht dafür angelegt ist, kann trainieren, bis er schwarz wird und wird doch kein Muskelpaket. Und Der Gipfel der dummen Behauptungen ist, im Alter würde man am Gesicht sehen, wie jemand gestrickt ist. Eine Freundin von mir ist der Lachsack in Person und hat trotzdem "Zornes"falte und tief hängende Mundwinkel. Und sie ist bestimmt kein Einzelfall.
    Genauso ist es nämlich. Wer sich auf Äußerlichkeiten verlässt, um jemand einzuschätzen, kann demjenigen bitter Unrecht tun. Man muss sich schon die Mühe machen, jemand richtig kennenzulernen, wenn man (warum auch immer) einem Menschen be"urteilen" will..

    Es ist mit Falten/unfreundlichem Gesicht ähnlich wie mich dick&dünn. Nicht jeder Dicke ist ein unkontrollierter zügelloser Genussmensch, nicht jeder Dünne eine freundlose hyperidsziplinierte verkrampfte Person. Nicht jeder Faltige ist eine Spaßbremse, nicht jedes runde glatte Gesicht eine Frohnatur.....es liegt bei Falten und Speck nämlich ganz viel an den Genen.
    Wäre noch zu betonen, dass man manchmal situationsmässig traurig oder froh ist, ohne dass die Mimikfalten diesem Stimmungswandel irgendwie gerecht werden könnten ;-)

    Wenn ich jetzt, mit 60, in den Spiegel sehe, merke ich, wie unglaublich ähnlich ich meiner Oma bin...aber nur äusserlich. Wir hatten beide ein ganz unterschiedliches Leben und ganz unterschiedliche Einstellungen.

    Dieser Spruch: "wer weiß, wofür das gut war.." nervt mich schon seit Jahren.
    Es gibt Dinge, die sind absolut für GAR NICHTS gut - es sei denn, man versucht verzweifelt irgendwie einen Sinn hinein zu interpretieren..im Großen wie im Kleinen:

    Global gesehen: Wofür sind Kriege gut (absolutly nothing)..Flüchtlingskrisen, Hungersnöte..
    Oder im Kleineren: Unfall, Krebs, Herzinfarkt...
    Noch kleiner: Alltagsärger, Krach...
    Oder im ganz Kleinen: Pickel. Cellulite. Mücken...
    Es gibt so viel Unnützes..

    Wir müssen damit leben..

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    AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielen Dank dafür - mir wurde der Spruch mal nach einer Fehlgeburt gesagt, kombiniert mit dem Nachspruch, ich sei ja noch jung genug und ich fand das in dem Moment einfach nur daneben! Finde ich bis heute daneben und ich denke auch, gewisse Leute sollten sich in manchen Momenten einfach mal zurück halten mit sowas und wirklich nur sagen, dass es ihnen leid für denjenigen tut.
    oh, wie schrecklich und wie taktlos....

  8. Inaktiver User

    AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wichtig ist, was man in der Periode macht, die man hat, wie lang oder kurz die auch sein mag.
    Nein, wichtig ist, dass man zufrieden ist mit dem, was man macht.

    Oder hat irgendwer zu bewerten, was das Leben eines Anderen lebenswert macht?

  9. Inaktiver User

    AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das hängt davon ab wie wir selbst gestrickt sind.

    Eine chronische Schmerzkrankheit, Krebs, Schlaganfälle oder sonstige schwere Krankheiten inklusive Behandlungen hinterlassen nun mal Spuren - gerade im Gesicht.

    Niemand will Zornesfalten und hängende Mundwinkel haben. Wer anderer Menschen Persönlichkeit an solchen Merkmalen beurteilt ohne sonst etwas über sie zu wissen, ist oft selbst ein wenig oberflächlich und schlicht gestrickt.
    Nee, ist es nicht.

    Das Gesicht ist nun mal ganz allgemein gesehen unser Aushängeschild.
    Vielleicht weil da die Augen angesiedelt sind?

    Wir reden bzw. schreiben ja hier nicht von Besuchen auf der Intensivstation.

  10. Inaktiver User

    AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“

    Es ist sehr lieb von Euch, dass es Euch leid tut, allerdings ist das Ganze schon 24 Jahre her, also nicht akut. Aber wenn ich sowas lese und die Erklärungen, wie gut so eine Aussage doch gemeint ist, kann ich das nicht nachvollziehen. Wer Kummer hat, hat erst mal Kummer, auch wenn es z.B. der nicht ergatterte Traumjob ist. Hatte ich auch einmal, ich wollte gefälligst einen Tag drüber heulen, ohne doofe Beschwichtigungen.

    Klar kommt im Nachhinein der Gedanke, dass es eben nicht sein sollte. Den Zeitpunkt sollte sich jeder aber selbst aussuchen dürfen.

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