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29.06.2018, 14:53Inaktiver User
AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“
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29.06.2018, 16:20Inaktiver User
AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“
Ok, dann hast Du ein anderes Umfeld als ich.
Ich selber und mein Umfeld haben andere Probleme.
Und die Unfälle, die ich meistens erlebe, sind definitiv nicht selbst bestimmt. Hier handelt es sich eher um Autounfälle (Auto oder LKW auf das Opfer am Stauende), Fahrradfahrer die von Besoffenen umgemäht werden, Geröll dass vom Felsen auf Autos gefallen ist, Überschwemmungen bei denen auf der Flucht vor dem Wasser oder beim Ausräumen der Keller die falsche Bewegung oder das Stolpern erfolgte. Öfter Sportunfälle beim Fußball oder Handball (Knie und Bänderrisse), und Umknicken beim Feuerwehreinsatz (oft bei Überschwemmung oder Waldbrand, jedenfalls wenn der Untergrund nicht sichtbar und die Eile groß ist).
Alles längere Beeinträchtigung oder sogar Todesfälle, aber keine Mitschuld.
Sich mal am Papier zu schneiden finde ich normal und keinen Unfall.
Und die Krankheiten sind oft genetisch bedingt oder kommen durch Entzündungen, Viren, Multiresistente Keime im Krankenhaus, Blutvergiftung (Tierbisse), Borreliose, FSMC, Multiple Sklerose, Alzheimer, Demenz, Diabetes 1, Niereninsuffizienz, Krebs, Lungenentzündung, Gehirnschlag, Schlaganfall, Geburtsschäden. Oft auch in sehr jungen Jahren, schon mit 25 oder 30 Jahren, und keinesfalls angegessen oder sonstwie durch die Lebensweise beeinflusst (ok, vielleicht der Förster mit der Borreliose).
Selten hat ein Raucher Krebs (einer ist an COPD gestorben), einige Freizeit-Sportler hatten allerdings mit Mitte 40 einen tödlichen Herzinfarkt (bei denen hat es niemand erwartet, nicht einmal deren Arzt, bei dem sie z.T. einen Tag vorher waren).
Das ist meine Erfahrung und mein Umfeld. Ich bin auch nicht frisch geschlüpft.
Zu Deinen Thesen passen meine Erfahrung jedenfalls definitiv nicht.
Viele Grüße von
Kiki
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29.06.2018, 19:39Inaktiver User
AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“
Ich finde den Satz gar nicht so verkehrt, auch, wenn ich ihn nicht unbedingt einer anderen Person im "Unglück" servieren würde.
Passend ist er z.B. bei einer Situation, die als Ende mit Schrecken (besser als Schrecken ohne Ende) bezeichnet werden kann.
Und ja, viele Dinge sind dazu gut, daraus zu lernen, dass man sowas genau nicht mehr möchte im Leben.
Für mich geht der Satz in die Richtung "man gewinnt mit jedem Erlebnis an Erfahrung", auch, oder besonders, mit den Unguten. Auch, wenn die sich in der Situation füchterlich anfühlen.
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29.06.2018, 21:18Inaktiver User
AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“
Vielen Dank dafür - mir wurde der Spruch mal nach einer Fehlgeburt gesagt, kombiniert mit dem Nachspruch, ich sei ja noch jung genug und ich fand das in dem Moment einfach nur daneben! Finde ich bis heute daneben und ich denke auch, gewisse Leute sollten sich in manchen Momenten einfach mal zurück halten mit sowas und wirklich nur sagen, dass es ihnen leid für denjenigen tut.
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29.06.2018, 21:22Inaktiver User
AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“
Hallo FrauE,
das tut mir sehr leid für Dich, hierbei sogar doppelt!
Genau das versuche ich ja immer wieder zu beschreiben, dass der Spruch nicht immer passt. Nicht nach der 1., und nicht nach der 9. Fehlgeburt.
Es gibt echt furchtbar unsensible Menschen, auch in meiner Umgebung.
Liebe Grüße von
Kiki
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30.06.2018, 10:22
AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“
Genauso ist es nämlich. Wer sich auf Äußerlichkeiten verlässt, um jemand einzuschätzen, kann demjenigen bitter Unrecht tun. Man muss sich schon die Mühe machen, jemand richtig kennenzulernen, wenn man (warum auch immer) einem Menschen be"urteilen" will..
Es ist mit Falten/unfreundlichem Gesicht ähnlich wie mich dick&dünn. Nicht jeder Dicke ist ein unkontrollierter zügelloser Genussmensch, nicht jeder Dünne eine freundlose hyperidsziplinierte verkrampfte Person. Nicht jeder Faltige ist eine Spaßbremse, nicht jedes runde glatte Gesicht eine Frohnatur.....es liegt bei Falten und Speck nämlich ganz viel an den Genen.
Wäre noch zu betonen, dass man manchmal situationsmässig traurig oder froh ist, ohne dass die Mimikfalten diesem Stimmungswandel irgendwie gerecht werden könnten ;-)
Wenn ich jetzt, mit 60, in den Spiegel sehe, merke ich, wie unglaublich ähnlich ich meiner Oma bin...aber nur äusserlich. Wir hatten beide ein ganz unterschiedliches Leben und ganz unterschiedliche Einstellungen.
Dieser Spruch: "wer weiß, wofür das gut war.." nervt mich schon seit Jahren.
Es gibt Dinge, die sind absolut für GAR NICHTS gut - es sei denn, man versucht verzweifelt irgendwie einen Sinn hinein zu interpretieren..im Großen wie im Kleinen:
Global gesehen: Wofür sind Kriege gut (absolutly nothing)..Flüchtlingskrisen, Hungersnöte..
Oder im Kleineren: Unfall, Krebs, Herzinfarkt...
Noch kleiner: Alltagsärger, Krach...
Oder im ganz Kleinen: Pickel. Cellulite. Mücken...
Es gibt so viel Unnützes..
Wir müssen damit leben..
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30.06.2018, 10:23
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30.06.2018, 11:02Inaktiver User
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30.06.2018, 11:23Inaktiver User
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30.06.2018, 11:26Inaktiver User
AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“
Es ist sehr lieb von Euch, dass es Euch leid tut, allerdings ist das Ganze schon 24 Jahre her, also nicht akut. Aber wenn ich sowas lese und die Erklärungen, wie gut so eine Aussage doch gemeint ist, kann ich das nicht nachvollziehen. Wer Kummer hat, hat erst mal Kummer, auch wenn es z.B. der nicht ergatterte Traumjob ist. Hatte ich auch einmal, ich wollte gefälligst einen Tag drüber heulen, ohne doofe Beschwichtigungen.
Klar kommt im Nachhinein der Gedanke, dass es eben nicht sein sollte. Den Zeitpunkt sollte sich jeder aber selbst aussuchen dürfen.




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