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  1. User Info Menu

    AW: Konflikte austragen lernen

    Zitat Zitat von Tabea57 Beitrag anzeigen
    Die des Kollegen lass mal liegen - erst dann, wenn Dinge liegenbleiben, bewegen sich Chefs. Vorher verlassen sie sich auf Dich.
    Stimmt so funktionieren leider viele Leute. Deshalb ist reden meist auch überflüssig, sondern nur tatsächliches Handeln hilft.
    In dem Fall: Probleme schaffen, die eh nicht deine sind.

    Dann müssen sich Chef und Mitarbeiter eben mal hinsetzen.
    Du kaufst dir währenddessen ein Eis.

  2. Inaktiver User

    AW: Konflikte austragen lernen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was ist es denn eigentlich, was du befürchtest, wenn du richtig in den Konflikt mit ihm reingingst? Ich meine gelesen zu haben, dass du befürchtest, deine anderen Kollegen (nicht er) hätten dann eine schlechte Meinung von dir. Denkst du das wirklich? und denkst du nicht, die kennen den Kollegen auch und können ihn und dich einschätzen?
    Genau das weiß ich. Aber dann geht eben diese irrationale Sache ab: Ich fürchte zum Einen um die direkte Zusammenarbeit mit dem Kollegen (mindestens die Urlaube müssen wir ja noch miteinander verkaspern), zum Anderen - und hier wird's richtig irre - befürchte ich, dass er insgeheim doch Recht hat und ich zu blöd zum Kapieren bin.
    Zitat Zitat von Tabea57 Beitrag anzeigen
    Warum sollten Chef und Chefchef denn etwas ändern? Nicnacnoc ist doch so lieb und nett und macht das schon - die kriegt das hin.


    Krieg es doch einfach mal NICHT hin! Dann meldet sich Dein Kollege eben langzeit-au, ja und?
    Langzeit-AU bedeutet zusätzliche Arbeit für mich. Und ich habe, als es vor einigen Monaten mal wieder so weit war, mir eine blutige Nase geholt beim Versuch, das anders zu regeln. Da war der Chef mir gegenüber auf einmal knallhart, ich musste machen. Und noch scheue ich davor zurück, das beispielsweise ebenfalls über eine AU auszusitzen oder etwas aufschlagen zu lassen. Verflixte Zwickmühle! Ich habe das zwar später gegenüber meinem Chef angesprochen, der hat aber mehr oder weniger seine Verhaltensweise als normal angesehen und erkannte nicht das Problem dahinter ("Ich kann gegen den Kollegen ja auch nichts tun, da haben Sie nun mal den Schwarzen Peter gezogen..."). Deswegen auch gerade die Bewerbung in eine andere Abteilung.

    Zitat Zitat von Tabea57 Beitrag anzeigen
    Du machst Dir den Kopf Deines Chefs, wenn Du versuchst, die gesamte Arbeit trotzdem zu schaffen. Du wirst aber nicht bezahlt dafür, Dir den Kopf Deines Chefes zu machen - Du wirst bezahlt für DEINE Arbeit.

    Die des Kollegen lass mal liegen - erst dann, wenn Dinge liegenbleiben, bewegen sich Chefs. Vorher verlassen sie sich auf Dich.

    Sagt eine, die das ganze auch kennt - sowohl solche Chefs als auch Dein Problem.
    Deshalb lese ich hier sehr interessiert mit!
    Ich habe Sorge, dass es eben doch auf mich zurückfällt. Beim letzten Mal hat selbst eine offizielle Überlastungsanzeige nur zu Ärger mit dem Chef geführt - obwohl es mir in erster Linie darum ging, mich abzusichern, wenn aufgrund der Dauervertretung doch etwas daneben geht. Kein schönes Gefühl...

  3. Inaktiver User

    AW: Konflikte austragen lernen

    Zitat Zitat von liz1980 Beitrag anzeigen
    Stimmt so funktionieren leider viele Leute. Deshalb ist reden meist auch überflüssig, sondern nur tatsächliches Handeln hilft.
    In dem Fall: Probleme schaffen, die eh nicht deine sind.

    Dann müssen sich Chef und Mitarbeiter eben mal hinsetzen.
    Du kaufst dir währenddessen ein Eis.
    In Bezug auf das anstehende Gespräch werde ich das auch genauso machen. Für mich bedeutet es ja nun Entlastung, und Chef und Kollege dürfen den Rest untereinander verhackstücken. Wobei ich es, wie gesagt, nicht für unwahrscheinlich halte, dass der Kollege dann die nächste AU reinballert und ich wieder ins Geschirr gestellt werde, siehe #22.

    Aber Eis essen ist eine gute Idee.

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    AW: Konflikte austragen lernen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    n - und hier wird's richtig irre - befürchte ich, dass er insgeheim doch Recht hat und ich zu blöd zum Kapieren bin.
    Das verstehe ich nicht ganz.

    Also zusammenfassend: Du bewirbst dich in eine andere Abteilung, weil der Chef dich in der Not nicht deckt.
    Wegen deines Kollegen: Vielleicht macht es jetzt erstmal Sinn, keine Horrorszenarien auszugrübeln. Sondern erst mal in Ruhe abzuwarten, ob dieser Kollege nicht von ganz alleine bischen runterkommt.
    Be a voice not an echo.

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    AW: Konflikte austragen lernen

    Ich glaube, Du hast meinen Chef... Und wir haben auch so ein Faultier bei uns in der Abteilung. Nach ewigem Reden mit Chef und Lösungsvorschlägen mache ich nun meine Arbeit, und wenn dann noch Luft ist, die zusätzliche Urlaubsvertretung oder das, was beim Faultier liegen geblieben ist. Gern auch mal ne Überstunde, wenns zwickt, aber mehr nicht.

    Und zusätzlich eskaliere ich sofort an den Chef, wenn ich merke, dass das Pensum so nicht zu schaffen ist. Chef guckt dann immer so:

    Tja, bevor dann was anbrennt, macht ER das dann. Pech für ihn, wenn er das Faultier nicht ans arbeiten kriegt...
    Zähl mal bis zehn, ich brauch 'ne Stunde Ruhe.

  6. User Info Menu

    AW: Konflikte austragen lernen

    Und noch was: Lass Dich nicht von Deinem Kollegen erpressen. Soll der sich doch krankmelden... Das ist das Problem vom Chef und da würde ich das auch lassen.
    Zähl mal bis zehn, ich brauch 'ne Stunde Ruhe.

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    AW: Konflikte austragen lernen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wobei ich es, wie gesagt, nicht für unwahrscheinlich halte, dass der Kollege dann die nächste AU reinballert und ich wieder ins Geschirr gestellt werde, siehe #22.
    Wenn das Mehrarbeit ist, dann lass dich dafür auch dementsprechend mehr bezahlen.
    Du bist ja kein Pferd, das man morgens aus dem Stall holt und dann vor den Karren spannt.

    Um mal beim Geschirr zu bleiben. :)

    Wenn der Chef sich so einen Mitarbeiter, für den andere Leute arbeiten sollen leisten will, dann muss er sich das auch leisten können. Das ist nicht deine Aufgabe, sondern seine. Und die meisten Chefs, die ich getroffen habe, wollen zwar erstmal wissen, dass man Gegenwehr leistet, haben aber später dann auch Respekt davor.

    (so sollst du das natürlich nicht sagen :))

  8. Inaktiver User

    AW: Konflikte austragen lernen

    Tja, so viele Vorteile ein starres Kündigungsschutzgesetz hat, daso Minderleister eben auch geschützt werden, ist ein großer Nachteil daran. Da hat man als Chef auch wenig Möglichkeiten, das muss man mal ganz klar sagen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Genau das weiß ich. Aber dann geht eben diese irrationale Sache ab: Ich fürchte zum Einen um die direkte Zusammenarbeit mit dem Kollegen (mindestens die Urlaube müssen wir ja noch miteinander verkaspern),
    Vielleicht musst du da auch mal gedanklich ran. Er hat ja kein Problem damit, ein erheblicher Minderleister zu sein und mit den Problemen, die dadurch für andere entstehen, hat er auch keins. Ich würde mich darüber ärgern und der Ärger würde auch dazu führen, dass ich ihn darauf ansprechen würde, dass es hier kein Problem gäbe, wenn er einen ganz normalen Job machen würde und dass ich das auch von ihm erwarten würde. Ärgerst du dich denn nicht und wenn doch, warum führt das nicht dazu, dass du für deine Rechte (auf einen durchschnittlich arbeitenden Kollegen) einstehst?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    zum Anderen - und hier wird's richtig irre - befürchte ich, dass er insgeheim doch Recht hat und ich zu blöd zum Kapieren bin.
    Das verstehe ich nicht? Zu blöd zum Kapieren von was?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Langzeit-AU bedeutet zusätzliche Arbeit für mich. Und ich habe, als es vor einigen Monaten mal wieder so weit war, mir eine blutige Nase geholt beim Versuch, das anders zu regeln. Da war der Chef mir gegenüber auf einmal knallhart, ich musste machen. Und noch scheue ich davor zurück, das beispielsweise ebenfalls über eine AU auszusitzen oder etwas aufschlagen zu lassen. Verflixte Zwickmühle! Ich habe das zwar später gegenüber meinem Chef angesprochen, der hat aber mehr oder weniger seine Verhaltensweise als normal angesehen und erkannte nicht das Problem dahinter ("Ich kann gegen den Kollegen ja auch nichts tun, da haben Sie nun mal den Schwarzen Peter gezogen..."). Deswegen auch gerade die Bewerbung in eine andere Abteilung.

    Ich habe Sorge, dass es eben doch auf mich zurückfällt. Beim letzten Mal hat selbst eine offizielle Überlastungsanzeige nur zu Ärger mit dem Chef geführt - obwohl es mir in erster Linie darum ging, mich abzusichern, wenn aufgrund der Dauervertretung doch etwas daneben geht. Kein schönes Gefühl...
    Vielleicht muss dein Chef auch erst lernen, dass er dem Problem durch Zurückdelegieren nicht beikommt. Vielleicht musst du ihm mehr Druck machen. Du müsstest eigentlich auch nicht mehr leisten als ein durchschnittlicher Mitarbeiter. Dass du mehr machst, besser bist, ist einfach so, da kann er sich glücklich schätzen. Dass du aber nicht unendlich das auffängst, was dein Kollege liegen lässt, damit musst du ihn schon konfrontieren. Er geht da schon auch den Weg des geringsten Widerstands, das bist du. Fordere doch Rückendeckung ein. Sag ihm, dass du beim letzten Mal, als du ihm sagtest, so könne es nicht weitergehen, Rückendeckung von ihm erwartet, aber das Gegenteil bekommen hast. Was hast du zu verlieren, wenn du das höflich und sachlich rüberbringst? Es ist sein Job, sein Team zu führen und für Probleme Lösungen zu finden, nicht deiner.

  9. Inaktiver User

    AW: Konflikte austragen lernen

    @NicNacNoc: Konflike scheuen klingt so negativ. Dabei ist es eigentlich eine sehr positive Eigenschaft, nur dann in einen Konflikt einzusteigen, wenn es auch tatsächlich was zu gewinnen gibt - pick your battles, wie es so schön heißt.
    Genauso. Konflikte austragen lernen heisst, zu lernen, WELCHE Konflikte man austragen sollte - und welche überflüssig sind.

    Die direkte Auseinandersetzung mit deinem Kollegen ist überflüssig, unproduktiv, bringt nichts. In den Konflikt solltest du daher nicht einsteigen.
    Der "richtige" Konflikt hingegen ist jener mit dem lahmar***igen Chef, der es sich sehr einfach macht, das Problem an dich zu rückdelegieren, statt dass er tut, wofür er eigentlich den höheren Lohn bekommt und was sein Job wäre: das Problem sinnvoll zu lösen.

  10. User Info Menu

    AW: Konflikte austragen lernen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    zum Anderen - und hier wird's richtig irre - befürchte ich, dass er insgeheim doch Recht hat und ich zu blöd zum Kapieren bin.
    Was wäre denn dann, wenn er recht hat?
    Ist dein Job dann weg? Würde ein Chef jemanden kündigen der die Erfahrung und die Leistung bringt?

    Oder wüsstest du, dass du dich ins Geschirr spannen lässt.... vielleicht?

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