Ich versuche immer wegzufahren. Weil ich zu Hause auch gammle. Ich habe auch einen stressigen Job mit Pendeln 3 Stunden, macht mir auch Spass. Aber eine andere Umgebung verbunden mit Erholung, Natur tun mir echt gut.
Ansonsten bin ich auch weg davon, meine ganze Freizeit zu verplanen, weil es auch anstrengend wird. Ich brauche auch einfach meinen Gammeltag, selbst, wenn die Sonne scheint. Ich mag es auch, spontan etwas zu unternehmen.
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Ergebnis 11 bis 20 von 38
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10.06.2018, 20:28
AW: .... das Leben vergeuden ....
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10.06.2018, 20:29Inaktiver User
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10.06.2018, 21:11
AW: .... das Leben vergeuden ....
Woher weißt Du, dass sie nicht geistig ausgelastet ist? Sie hat einen stressigen Job, d- h. Auslastung ist offensichtlich genügend da.
Für mich schildert die TE ein Symptom unserer Hochleistunggesellschaft: immer power, immer aktiv, immer beschäftigt. Mir tun all die leid, die sich davon einfangen lassen und nicht mehr in der Lage sind, guten Gewissens nichts zu tun, sondern einfach nur zu entspannen, in den Tag ohne Plan hineinzuleben und die eigenen Batterien so wieder aufzuladen.
Ich weiß nicht, ob es nur an Internet und Co liegt, dass viele Menschen meinen, Sie müssten andere in ihren Aktivitäten übertreffen und sich wert- und nutzlos finde, wenn sie keine "Facebook-relevanten" Aktionen betreiben, keine Superbilder in Twitter einstellen können, nicht nach dem Urlaub im Büro erzählen können, dass sie auf den Mount Everest gestiegen und am Great Barrier Reef getaucht sind.
Ungesund und extrem druckvoll ist dieser selbst auferlegte Stress, um zumindest so tun zu können, dass man der Superpowermensch ist. Kein Wunder, dass so viele an psychsomatischen Krankheiten und Erkrankungen des Herz- Kreislaufsystems leiden, dass Burn-Out an der Tagesordnung ist.
Ich wurde auch gerade gefragt, was ich in meinem 2-wöchigen Urlaub gemacht habe - morgen fange ich wieder an zu arbeiten: ziemlich genau nichts - keine Ahnung, wie die Zeit rumgegangen ist. Aber ich fühle mich sehr entschleunigt und bin tiefenentspannt wie lange nicht mehr.
Aber wenn ich irgendwann nicht mehr arbeite, suche ich mir ein oder mehrere Hobbies. Und wenn ich sterbe, bevor ich in Rente gehe, sterbe ich ohne aktuelle Hobbies. Und? Was soll´s? Ich fühle mich heute nicht gehetzt und im Himmel gibt es sicher kein Gericht, das mich fragt, was ich zu Lebzeiten an Hobbies hatte.
Mein Tip an die TE: such Dir keine Hobbies, solange Du einen stressigen Job hast, sondern erlaube Dir das Nichtstun, wenn Dir danach ist. Mach was Dir gut tut, ohne dass Du Dir das Gefühl einreden läßt (oder selbst einredest), das was Anderes besser wäre. Es ist auch ein Stück Wertschätzung sich selbst gegenüber, wenn man seinen eigenen Rythmus, sein eigenes Leben lebt und nicht meint, dass andere Lebensweisen besser wären.Der Sinn des Lebens ist das Glück.
Und wenn das Glück dich verlässt, lauf hinterher.
Kranich-Frain-Schlamperl-Sternensammlerin-Lebensliebe+Sonnenkranich-?
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10.06.2018, 21:30Inaktiver User
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10.06.2018, 21:37
AW: .... das Leben vergeuden ....
Wenn du einen stressigen Job hast, ist "10 Tage vegetieren" vielleicht genau das, was das Gehirn beantragt hat.
Andere fahren weg, und gammeln dann am Strand rum.
Guck mal, wie viel freie Gehirnkapazität du hast, um dich für Sachen zu interessieren, die nicht "akut überlebensnötig" sind. (Die meisten Leute sortieren Job, Geld und Familie in die Kategorien.)
Ich habe vor einiger Zeit einen netten kleinen Artikel gelesen, daß von uns erwartet wird (von uns selber, anderen, dem Internet, der aufsummierten Gesamtheit unseres Umfeldes) 12 langlaufende Großprojekte gleichzeitig zu stemmen, damit "das Leben nicht vergeudet" ist. Tatsächlich sind aber zwei für Männer ausreichend, und drei für Frauen. Mehr ist Luxus. Drei ist nett, vier ist OK, fünf ist betriebsam, sechs ist ein Streß, sieben führt in Chaos und Zerrüttung.
Anstatt mehr zu machen, weil du irgendwie "mußt" -- kannst du erst mal Platz schaffen und ausschlafen? Oder dir sagen "einen Sch*** muß ich" und Job+irgendwas anderes machen was dir gefällt und damit gut sein lassen (und genug schlafen)?
Wenn dich allerdings auch dein Job, deine Familie/Partnerschaft, und daß Mensch und Hausstand leidlich in Schuß gehalten werden nicht mehr interessieren, sondern du nur noch mechanisch funktionierst, ist das Grund zur Sorge und du solltest vielleicht mit einem Arzt sprechen.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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10.06.2018, 23:20
AW: .... das Leben vergeuden ....
Das mit dem Urlaub finde ich nicht so schlimm, zumindest nicht wenn man sich wirklich qualitativ hochwertig ausruht, also sich selbst entschleunigt, das Handygedaddel einstellt, mal ein Buch liest statt TV Berieselung oder halt einfach schläft.
Das mit den fehlenden Hobbies/ Interessen klingt bedenklicher. Gibt es wirklich gar nicht was dein Interesse weckt?
Falls du in einer größeren Stadt wohnst, wie wäre es dann mal mit einem VHS Kurs? Vielleicht findest du ja da irgendwas das dich anspricht und interessiert.
Oder falls dafür die Zeit neben der Arbeit nicht reicht, wie wäre es dann am Wochenende mit Sport, Museen oder einfach nur mal mit dem Fahrrad in die nähere Umgebung?
Dinge zu tun und zu entdecken gibt es doch immer genug, da braucht es gar kein einzelnes festes Hobby (finde ich persönlich eher langweilig und ist am Ende doch auch mehr oder weniger Alltag).
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11.06.2018, 00:29Inaktiver User
AW: .... das Leben vergeuden ....
Lebensliebe, dafür ein Blümchen
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11.06.2018, 06:45Inaktiver User
AW: .... das Leben vergeuden ....
Hallo Charlie,
wie definierst du "Hobby" ? Für mich fühlt sich das so an, wie wenn du als Hobby nur etwas siehst, was man im Verein betreibt, mit dem man 2 Stunden am Tag beschäftigt ist und wo man auch noch ehrenamtliche aufgaben damit mit erledigen muss. Diese Definition ist falsch.
Hobby ist auch die Hochzeit von Meghan sehen und über das Brautkleid tratschen - und über die Blazer der Kanzlerin und über den beweglichen Kleiderständer namens Melanie Trump - alos Interesse an Kleidung und Promis und ihre Fehltritte in dieser Hinsicht !
Hobby ist auch wenn ich jede Woche eine neue Sache in der Küche ausprobiere - das heisst Rezepte lesen - das geht nebenbei - über Kochen reden - mit Kollegen - Bekannten - einkaufen - kochen.
Also die erste Frage - wenn du Hobby/Interesse/Freizeitbeschäftigung - richtig definierst, was machst du dann bzw. was würde dich interessieren. Auch mit Bekannten abhängen kann ein Hobby sein.
Mir erscheint dein Ansatz - ich bin 40 und arbeite und habe eine Beziehung und keine Kinder - ich brauche ein Hobby - irgendeines - irgendwas um komplett zu sein nicht zielführend. Zuerst kommt das Interesse - dann entwickelt sich das zum Hobby - zhur dauerhaften Freizeitbeschäftigung . oder es kommt ein neues Interesse.
Die Idee Frauen könnten 3 Großprojekte gleichzeitig am laufen haben Männer 2 - also ein drittel weniger - halte ich für falsch - blöde und gefährlich. Das ist nämlich die Begründung, mit der Männer dann auf Hausarbeit verzichten. Auch Frauen sind nicht das, was fälschlicherweise als Multitaskingfähig bezeichnet wird - nämlich ohne Effizienzeinbusse zu sekundenschnellem Taskswitching fähig. Männer und Frauen sind gleichberechtigt- entweder 3 Großprojekte für alle oder 2 - oder fünf oder 15 - das ist einfach Definitionssache, was ein Großprojekt ist. Haushalt - Garten - Hund - Ehemann - Kinder - Ehrenamt - Sport-
Pullover stricken - VHS-Kurse gehen - Verwandtschaft/Bekanntenkreis plus - Beruf mit 10 Projekten ich komme in einem normalen Leben auf 20 Großprojekte die gestemmt werden.Geändert von Inaktiver User (11.06.2018 um 06:45 Uhr) Grund: falsch geschrieben
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11.06.2018, 11:37
AW: .... das Leben vergeuden ....
Es geht nicht ums "können" bei den 2 oder 3, das habe ich vermutlich falsch dargestellt. "Können" bzw "nicht" kommt später. Es geht ums gesellschaftlich akzeptable Minimum, das viel niedriger liegt als uns das Internet und diverse Lifestyle-Blätter gerne glauben machen. Daß von Frauen gesellschaftlich mehr erwartet wird, ist bedauerlich, aber eher etwas, wovon man sich als Frau frei machen sollte (oder als Mann mal veruschen, ob man vielleicht auch Job + Beziehung + Lebensorga schafft und nicht nur zwei davon). Und sich von "ich müßte" freizumachen scheint mir etwas, daß Charly1 in Erwägung ziehen sollte.
(Ich mach Job, Freunde/Sozialleben, Lebensorga, Kreativität und Sport, und das reicht. Da tanzen schon ein paar Engel zu viel auf der Nadelspitze. In stressigen Jobphasen habe ich Lebensorga und Sport fallenlassen.)** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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11.06.2018, 14:04Inaktiver User
AW: .... das Leben vergeuden ....
Bei so einigen läuft ja "Job, Beziehung, Lebensorga" nicht unter Projekt. Das läuft so selbstverständlich mit, da soll man sich dann noch alles mögliche draufpacken.
Neben Job, Beziehung, umfasst meine Lebensorga z.B. 2 Kleinkinder und einen gesundheitlich angeschlagenen Mann. Da pack ich mir doch nicht Sport, Hobbies, Ehrenamt drauf. Ich bin froh, wenn da nur einer kurzfristig zu kurz kommt.
Wenn ich frei hab (oder fünfe grade sein lasse und mir frei nehme), surfe ich rum, gucke anspruchslose Serien/Entertainment - oder gehe schlafen...


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