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Thema: Kein Gruppenmensch....
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26.05.2018, 08:39
AW: Kein Gruppenmensch....
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26.05.2018, 08:41
AW: Kein Gruppenmensch....
Wenn du meinst zu diesen "Rudelabhängen" gehen zu müssen, weil dies vermeintlich erwartet wird, dann musst du ja nicht auf das ganze Rudel blicken, sondern kannst auch dort einfach Einzelgespräche führen. Und dann halt gehen, wenn es dir zu viel wird. Ich vermute mal, dass diese Treffen u.a. auch dazu dienen sollen, dass sich die Leute einfach außerhalb der gemeinsamen Sache etwas besser kennen lernen, was grundsätzlich keine schlechte Idee ist, weil es helfen kann, wenn sich diese Leute dann wieder in der gemeinsamen Sache engagieren.
Es ist für dich vielleicht eine ganz gute Übung zu lernen, zu dir zu stehen. Warum hältst du dich für langweilig? Du musst dich nicht mit anderen messen.
Small talk kann man auch positiv sehen. Mir war das früher auch zu belanglos. Aber heute mache ich das sehr gern, weil das Nonverbale hier viel aussagekräftiger und wichtiger ist als das Verbale. Ich kann übers Wetter reden, und darüber Sympathie und Empathie zum Gegenüber herstellen. Das geht über die Körpersprache, Mimik, Stimme usw. Und die Worte dienen einfach dazu, mich auf das Gegenüber einzuschwingen. Ich kann z.b. testen, ob er mit mir in Sachen Humor übereinstimmt, ich komme mit manchen Leuten über den small talk auch schnell auf eine Klartext-Ebene. Vielleicht geht es dabei dann immer noch übers Wetter. Aber wenn es das nächste Mal zur Sache geht, dann weiss ich schon mehr, wie der tickt, und wie ich mich am besten mit ihm verständige.
Small talk wird oft so als blabla abgetan. Aber eigentlich ist er eine nette, unverfängliche Möglichkeit, Leute besser kennen zu lernen. Und wenn es nicht passt, kommen beide ohne Gesichtsverlust auch schnell wieder aus dem Kontakt raus.Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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26.05.2018, 08:43
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26.05.2018, 08:48Inaktiver User
AW: Kein Gruppenmensch....
Das ist ein guter Hinweis.
Ich würd versuchen die Perspektive zu wechseln, weil es ein bisschen so klingt, als wäre das eine Zumutung unter Leuten zu sein.
Man kann sich aber auch freuen, dass man überhaupt eingeladen ist und die anderen einen gern dabei hätten, und dann eben nicht so sehr fragen wie es einem damit geht, sondern was man beitragen kann und anderen geben, sprich freundlich und interessiert sein am Gegenüber.
Normalerweise muss man dann selbst gar nicht viel tun, es reicht ein guter Zuhörer zu sein, damit einen die anderen angenehm finden. Aber ein gewisses Interesse an seinen Mitmenschen muss schon da sein, und das hat ja wiederum nichts mit der Introvertiertheit zu tun.
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26.05.2018, 09:38
AW: Kein Gruppenmensch....
Ich bin öfter mit bis zu 20 Leuten zusammen und da fühle ich mich wohl und kann das gut 2-3 Stunden mitmachen, ohne das mir langweilig wird. Wenn ich merke es ist genug, dann gehe ich unabhängig davon, ob die anderen bleiben oder auch gehen. Es sind Männer und Frauen zusammen und das ist eine gute Mischung. Nur mit Frauen ist bei mir ein Problem, weil mich die Themen nicht interessieren und ich mich schnell langweile und zu gähnen anfange. Wenn Männer dabei sind, reden sie ganz anders.
Geändert von linsemo (26.05.2018 um 12:21 Uhr)
Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)
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26.05.2018, 11:06
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26.05.2018, 11:17
AW: Kein Gruppenmensch....
Mein Tipp wäre, dir nicht so viele Gedanken zu machen. Am besten ist es, sich locker und gelassen zu fühlen und zu verhalten. Das ist natürlich etwas, was man lernen muss. Ich würde sagen, das ist eine Entwicklung.
Für mich ist es auch eine Herausforderung, mich in großen Gruppen wohl zu fühlen. Schon immer. Ich war mal sehr schüchtern. Ich wirkte aber nie so, weil ich sehr lebhaft bin.
Heute bin ich stolz darauf, die Scheu verloren zu haben. Ich kann überall hin gehen und Kontakte knüpfen. Nicht alle Leute sind kontaktfreudig. Es gibt viele, die so drauf sind wie du. Das merke ich natürlich, kann mich da auch gut rein versetzen. Es ist einfach bequemer, sich mit nur einem zu unterhalten. Und Menschen sind nun einmal bequem.
Meine Lebensqualität hat zu genommen. Für mich hat es sich gelohnt, über meinen Schatten zu springen.
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26.05.2018, 20:12
AW: Kein Gruppenmensch....
Erstens mache ich mir klar, daß das anstrengend wird mit so vielen Leuten, und erlaube mir im Vorfeld schon, "Wenn's nicht mehr geht, gehst du" (und sorge dafür, daß ich es kann). Ich bereite mich mental vor und habe ein paar Handlungsweisen im Kopf, die mir helfen, die Situation zu navigieren. Außerdem plane ich Regenerationszeit ein, am besten am gleichen Abend.
Dann überlege ich mir, "weswegen lohnt sich das für mich?" Kann ja sein, daß ich Musik machen will und nur genervt bin, wenn vorher alle noch schwatzen. Oder ich will *einzelne* Leute finden, die etwas tun, was ich spannend finde *und* mit denen ich auch sonst klarkomme, und die besser kennenlernen, da muß eben erst mal "Schaufensterbummeln". Oder das, was wir zusammen machen, macht mich mehr zu der Person, die ich sein will.
Wenn ich weiß, daß ich da sein *will*, ist es viel leichter, dazusein.
Wenn ich weiß, was ich erreichen will, kann ich darauf achten, es zu tun: Dann habe ich ein Ziel und steh nicht nur dumm rum. (Beim Musikmachen kann ich z.B. dafür sorgen, daß wir anfangen. Beim Leute finden kann ich gucken, wer noch so aussieht als wären ihm hier zu viele Leute, und ihn ansprchen.)
Wenn ich merke, daß es sich *nicht* lohnt, oder nicht genug, kann ich's lassen.
Sich zu sagen, daß man "ganz anders" ist als "alle" anderen, und daß "alle" etwas soundso finden und diesesundjenes für sie einfach isr, ist fast immer a) unwahr und b) unbrauchbar. "People are strange, when you're a stranger, faces look ugly when you're alone". Das sind nicht die Leute, die seltsam sind oder häßlich. Das ist die Brille, die man aufgrund des Abstands, den man nicht überbrücken kann, aufhat. Selbst wenn man diese Brille nicht absetzen kann (ist nicht so leicht) kann man berücksichtigen, daß man sie trägt.
Bei Parties lande ich sehr oft mit den Leuten, denen auch zu viel los ist, in der Küche oder auf der Veranda, und dann entwicklen sich die besten Gespräche. Leider oft erst nach drei Stunden oder so.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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26.05.2018, 20:21
AW: Kein Gruppenmensch....
Ich bin mal dazu übergegangen, das als Studienthema zu betrachten. "Was tun die da? Wie? Warum? Mit welchen Ergebnissen?" Komischerweise wirkt man, wenn man seinen "Außerirdischer auf Studienreise"-Mantel anhat, viel integrierter und zugänglicher und irgendwie intelligenter als wenn man sich denkt, "Gah, was mach ich hier, ihr nervt, ob es mir gelingt, durch die Wand hinter mir zu diffundieren?"
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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27.05.2018, 06:38Inaktiver User
AW: Kein Gruppenmensch....
Wo steht, dass ich überall dabei bin? Die Aufzählung ist exemplarisch. Natürlich wäre mir das alles zu viel überall dabei zu sein.
Religionsgruppen: Methodisten, Freievangelische, Neuapostolische, etc. - i.d.R. Religionsgruppen, in denen du viel mehr persönlich eingebunden bist, als in den großen Kirchen.



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