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23.05.2018, 22:49Inaktiver User
AW: Akademikerinnen und das Backen der ewig kleinen Brötchen
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23.05.2018, 22:53
AW: Akademikerinnen und das Backen der ewig kleinen Brötchen
Hm, das beantwortet nicht so richtig meine Frage, ob Du meinst, jeder könne im Prinzip alles, wenn er nur genug übt.?
Klar, die Zugangsvoraussetzungen für eine Lehre könnte ich bewältigen und vielleicht könnte ich im Endeffekt beispielsweise eine Friseurlehre mit viel Üben mit einem ausreichend abschließen.
Hieße aber nicht, dass ich dann so gut Haare schneiden kann wie meine Friseurin.
Ja, eigentlich bezüglich vieler oder gar aller Fähigkeiten und Fertigkeiten.
In meinem Studiengang wurde und wird sehr restriktiv mit guten Noten umgegangen, ein "sehr gut" ist quasi unerreichbar und ein "gut" außergewöhnlich, gesiebt wird vor dem Examen wenig, so dass man wirklich mit der Angst, durchzufallen in die Prüfungen geht. Ist eklig, aber natürlich schätzt man dann das Erreichte mehr, als wenn die "Zwei" Standard ist.Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist
Intro "Tatsächlich Liebe"
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23.05.2018, 22:53Inaktiver User
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23.05.2018, 23:00Inaktiver User
AW: Akademikerinnen und das Backen der ewig kleinen Brötchen
Für ganz viele Studiengänge braucht es weder-noch, da gibt es weder NC noch sonstige Auswahlverfahren, mit dem Talent und Ehrgeiz zu testen wären. Ich sage ja auch nicht, dass man Geld unbedingt als Zugangsbeschränkung hernehmen sollte, aber es ist halt eine der Möglichkeiten. Für mein zweites Studium musste ich bspw. den GMAT-Test machen, den fand ich in seiner Breite erst mal deutlich schwieriger als alles andere, was ich zuvor jemals in der deutschen Hochschullandschaft gesehen hatte. Vor jemandem, der beim GMAT so hoch scort, dass er z. B. als Nicht-Muttersprachler die Eintrittskriterien für ein Studium in Harvard knackt, habe ich wirklich Respekt (davon war ich meilenweit entfernt, trotz guter Noten in Schule und Studium habe ich das Ding gerade mal so geschafft - ein weiteres Thema, auf das ich so gar nicht stolz bin
, da hätte ich eigentlich andere Erwartungen an mich gehabt). Dagegen war das Abitur eigentlich ein Witz.
Aufgrund der Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern sind Abiturnoten extrem schwer vergleichbar, finde ich. Da ist so ein standardisierter Test schon was anderes.
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23.05.2018, 23:10
AW: Akademikerinnen und das Backen der ewig kleinen Brötchen
Das habe ich nie gesagt, sondern einfach meinen Stiefel durchgezogen (hatte anderes als die Schule im Fokus).
Mir wurde aber viele Jahre danach von Schulkameraden berichtet, dass sie es erstaunlich fanden, mit wie wenig Einsatz ich erfolgreich mein Abi erreichte (war kein 1er-Schnitt).
Ich habe bei meinem Kind andere vor den Kopf gestoßen, weil ich ihre elterliche Hektik nicht nachvollziehen konnte - das hat mich wiederum vor den Kopf gestoßen, weil ich fand, dass sie ihr Kind zwängeln...
ich damit Leute vor den Kopf stoße und wie ich andere, aber auch mich selber damit eigentlich abwerte. Wobei das natürlich bei anderen als Angeberei ankam.
Dass ich andere Eltern mit meinem Laisser-faire ärgerte, habe ich erst später realisiert.
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23.05.2018, 23:11Inaktiver User
AW: Akademikerinnen und das Backen der ewig kleinen Brötchen
Aber das war ja genau mein Punkt: etwas wirklich "können" und für eine bestimmte Sache eine entsprechende Prüfung zu bestehen sind doch zwei ganz unterschiedliche Sachen. Wenn du die Führerscheinprüfung bestanden hast, "kannst" du doch auch nicht wirklich Auto fahren, und ob du es jemals wirklich gut können wirst, steht auf einem ganz anderen Blatt. Trotzdem wird jeder in der Lage sein, den Führerschein zu bestehen. Kennst du denn irgendwen, der das bei ernsthaftem Bemühen und den körperlichen Voraussetzungen dafür nicht spätestens beim zweiten oder dritten Anlauf geschafft hat? Ich jedenfalls nicht.
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23.05.2018, 23:18
AW: Akademikerinnen und das Backen der ewig kleinen Brötchen
Tatsächlich hatte ich zwei Schulfreundinnen, die dreimal durch die Führerscheinprüfung gefallen sind.
Natürlich bin ich nicht der Meinung, dass allein ein Abschluss heißt, dass jemand etwas gut kann. Aber eine Korrelation zwischen einem guten Abschluss und einem guten Können ist doch nicht generell von der Hand zu weisen?
Und den Schluss, dass ein jedweder Abschluss quasi nichts bedeutet, kann ich nicht ziehen, nur weil es Prüfungen, wie die Führerscheinprüfung gibt, die die meisten Menschen mit Fleiß bestehen können.Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist
Intro "Tatsächlich Liebe"
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23.05.2018, 23:27
AW: Akademikerinnen und das Backen der ewig kleinen Brötchen
Das Ding ist:
Vor 30 Jahren konntest du dich auf den Kopf stellen und mit den Füßen wackeln und hast trotzdem - nur allein durch eiserne Disziplin - nie und nimmer mit gutem Ergebnis (aber eher gar nicht) die allgemeine Hochschulreife erreichen können.
Willen und "Ich habe mich doch angestrengt" allein reichte dazu nicht.
Ist halt so.
Wird schon irgendeinen Sinn haben, dass das jetzt anders ist.
Mein Sohn macht jetzt als Reaktion darauf ein Doppelstudium und wird sehr wahrscheinlich promovieren.
Würde ich nicht machen, denn ich war noch nie besonders ehrgeizig.
Ist halt Zeitgeist plus ein Opa (meine Seite) und sein Vater, die sehr ehrgeizig sind.
Noch ganz konkret zum Zitierten:
Jemand kann es noch so wollen und er wird trotzdem nie ein guter Handwerker - Handwerk hat derzeit einen sehr, sehr goldenen Boden in bestimmten Gewerken, kannst du mir glauben.Geändert von Zazu2 (23.05.2018 um 23:33 Uhr)
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23.05.2018, 23:38Inaktiver User
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23.05.2018, 23:47
AW: Akademikerinnen und das Backen der ewig kleinen Brötchen
ja das ist cool.
ich kriegte heute als Feedback, ich habe "gute Fitness" und das freut mich sehr zu hören und ich sehe, das stimmt auch. Es ist sehr ungewohnt, das zu hören, früher im Sportunterricht hat das nie jemand zu mir gesagt. ich kann irgendwie noch nicht richtig glauben, dass es stimmt, obwohl ich im Vergleich mit der Gruppe durchaus sehe, dass ich fitter bin als so einige andere.
gruss, barbara



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