Aber es gibt doch nur zwei Möglichkeiten. Entweder ich erkenne an, dass ich am Problem Verantwortung trage, dann kann ich es abstellen. Das wird nicht von heute oder morgen, geschweige denn 100%ig funktionieren, aber wenn ich wieder darauf angesprochen werde, kann ich sagen: "stimmt, muss ich weiter dran arbeiten" - und es auch tun. Oder ich sehe überhaupt nicht ein, dass ich was ändern muss, der andere muss damit leben. Das sollte man dann aber vielleicht auch so sagen und nicht den Mantel der Rechtfertigung darüber breiten.
Und wie reagierst du, wenn mal wieder eine Sache ist, die er nicht in den Griff bekommt?
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09.04.2018, 14:33Inaktiver User
AW: Was heißt "Verantwortung für sich übernehmen"?
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09.04.2018, 14:40Inaktiver User
AW: Was heißt "Verantwortung für sich übernehmen"?
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09.04.2018, 14:59
AW: Was heißt "Verantwortung für sich übernehmen"?
Ich weiß nicht, ob ich alles verstanden habe. Aber ich mache es so, wenn ich wegen eines 'Vergehens' angesprochen werde, dann kann ich ohne Probleme zugeben, daß ich geschlampt habe, kein Interesse habe, eine faule Socke bin, es in Zukunft sein lasse, es anders machen werde und und und. Ich bin überhaupt kein Rechtfertiger und suche keine Ausreden, wer an dem Dilemma schuld sein könnte. Ich sage es so, wie es ist.
Beispiel: Sprachunterricht, 4 Wochen Pause, in den 4 Wochen habe ich nichts getan, es immer auf den nächsten Tag verschoben und am vorletzten Tag etwas getan. Die Dozentin kennt das, es ist kein Verbrechen
. Im Unterricht merke ich das natürlich. Ich gebe zu nichts getan zu haben und sage auch gleichzeitig, daß mir das nicht mehr passiert, weil ich mich über mich selber ärger. Erfahre aber, daß die anderen auch nichts getan haben. Eine Frau fängt an, dann war das, dann war das und dann war das, sie rechtfertigt sich und ich merke, wie mich das nervt, ich nicht mehr zuhöre und versuche mit den anderen etwas anderes zu reden. Die Frau versucht ihre rechtfertigende Situation ins Lustige zu reden, aber ich melde mich geistig ab, auch weil ich die Körpersprache nicht mehr ertragen kann. Alles nervt mich noch mehr.
Meine Lehre aus der Situation: Wenn ich nicht lerne, habe ich Probleme die Sprache zu lernen, ich schade mir selber und das möchte ich nicht. Ich möchte mich nicht über mich selber ärgern weil ich eine Aufschieberin bin, also werde ich in Zukunft jeden Tag etwas tun. Das habe ich jetzt seit Januar 2017 so gemacht, JETZT werde ich das anders machen.Geändert von linsemo (09.04.2018 um 15:22 Uhr)
Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)
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09.04.2018, 15:14
AW: Was heißt "Verantwortung für sich übernehmen"?
sowas z.B. meine ich: was bitte meinst du mit "Wahnsinn,Verzweiflung"

dass du wahnsinnig verzweifelt bist?
echt, ich steige nicht durch. Magst du nicht mal doch ein konkretes Beispiel benennen?
Ich dachte im Eingangspost erst an sexuelle Untreue etc. aber es scheint mehr in Richtung Unpünktlichkeit, Unordnung zu gehen, oder?
alles sehr undurchsichtig...
schwer zu raten
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09.04.2018, 15:36Inaktiver User
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09.04.2018, 15:37Inaktiver User
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09.04.2018, 15:48
AW: Was heißt "Verantwortung für sich übernehmen"?
Gaslighting?
Oder nur Tüdeligkeit?`
Es kann einen auch die Umgebung ganz entsetzlich darauf trimmen, daß man immer Gründe und Erklärungen und Rechtfertigungen zu liefern hat. Dann kann man nicht damit aufhören so lange man den unterschwelligen Erwartungen des Umfelds entsprechen zu müssen und zu können meint, das braucht einen größeren Befreiungsschlag, und nach dem ist die Beziehung zum Umfeld nicht mehr die gleiche.
Eine Bekannte liefert noch mit Mitte 50 ein Rechtfertigungsdampfgequassel, das man nur als "Deckungsfeuer" klassifizieren kann. Ist familiär bedingt, und sie ist nie von ihrer Familie und dieser Gewohnheit weggekommen.
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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09.04.2018, 15:59
AW: Was heißt "Verantwortung für sich übernehmen"?
Das Rechtfertigungsgequassel ist für manche Leute lustig, sie wissen das genau einzuordnen und ich habe schon erlebt, daß mit Ehrlichkeit und Zugeben, der Spaß an der Sache für diese Leute weg ist. Sie können dann nichts mehr dazu sagen, wie z. B. einen aufs Korn zu nehmen. So ist die Sozialfunktion des Rechtfertigungsgequassels weg. So bin ich ein Spielverderber.
Ich denke, es kommt darauf an, wo man es macht. Wen man weiß zu Hause kommt da nicht gut an, dann sollte man es lassen. Wenn man es bei Menschen macht, die das brauchen, dann ist es so.Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)
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09.04.2018, 16:01Inaktiver User
AW: Was heißt "Verantwortung für sich übernehmen"?
Also ich vertraue ihm schon, dass er sich nicht erinnert, bin nur fassungslos, dass es so einen geringen Stellenwert für ihn hat (oder was auch immer). Ich erinnere mich auch an viele Gespräche nicht, allerdings hilft es mir, sie zusammen zu rekonstruieren, dann erinnere ich mich wieder oder kann zumindest sagen, ja, kann sein. Bei ihm hilft rekonstruieren oft nicht. Letztens meinte er (bei einer unwichtigen Sache, an die er sich nicht erinnern konnte), bei ihm gehen Sachen, die ihn nicht interessieren, da rein und da raus. Das heißt, die für mich wichtigen (und objektiv wichtigen) Sachen gehen auch "da rein und da raus"? Gleichzeitig sagt er, dass es ihn nicht egal ist, dass er es schon wichtig findet etc. Also ca. dasselbe wie mit mir, nur umgekehrt.
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09.04.2018, 16:51Inaktiver User



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