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    Stirnrunzeln Heimweh nach Auszug bei meinen Eltern

    Hallo liebe Community,
    Vorab ich bin 20 Jahre alt und vor 1 1/2 Monaten bei meinem Papa und meiner Stiefmutter ausgezogen.
    Ich habe auf diesen Auszug richtig hingefiebert. Endlich raus zu Hause. Die ersten Tagen gingen um, schön und gut. Dann fing das Heimweh an. Ich war schon oft lange alleine und fahre auch schon länger alleine in der Urlaub. Ich hatte nie Heimweh. Doch jetzt wird es immer schlimmer. Ich habe mit meinen Elteern schon drüber gesprochen und ich darf jederzeit vorbei kommen... ich glaube aber sie sind froh über die Privatsphäre. Das mit dem Heimweh wird imme schlimmer und ich würde am liebsten einfach zurück zu den beiden. Das ist halt nicht so einfach... ich habe mir zwei Katzen zugelegt, da ich früher schon eine hatte, aber meine Stiefmutter allergisch war ging es die letzten Jahr nicht.

    Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich vermisse meine Eltern so sehr und einfach nach Hause kommen und da ist jemand 😭. Ich wäre um jeden Tipp dankbar.
    Liebe Grüße

  2. Inaktiver User

    AW: Heimweh nach Auszug bei meinen Eltern

    Durchhalten! Du schaffst das.

    Dein Heimweh zeigt, dass Du ein schönes und liebevolles zu Hause als Basis hattest bzw. hast.

    Jetzt heißt es 'Zähne zusammen beißen', den Ablösungsprozess wahrnehmen und annehmen, die Flügel ausbreiten und losfliegen.

    Auch wenn es zunächst schmerzt, würde ich Dir raten, Deine Eltern nicht do oft zu besuchen bis Du Dich stabilisiert hast.

  3. User Info Menu

    AW: Heimweh nach Auszug bei meinen Eltern

    Wo und wie wohnst Du?
    Was machst Du, bist Du in einem Umfeld, in dem Du erst neue Leute kennenlernen musst?
    Dann ist das Gefühl von Entwurzelung vielleicht noch größer, als allein bei einem Auszug?

    Meine Parole wäre auch: durchhalten! Und: aller Anfang ist schwer! Es braucht einfach eine Zeit, bis man sich an die neue Lebensform gewöhnt hat.

    Gibt es Wege, das Heimweh-Gefühl zu kompensieren? Das hat bei mir, die trotz großer Reisefreudigkeit und Aushäusigkeit einschließlich Auslandsjahr beim Auszug zum Studium von Heimweh geplagt war, am besten geholfen: abends kochen mit Freunden oder etwas mit anderen unternehmen, im Endeffekt: Familiengbeorgenheit durch Geborgenheit mit/bei Freunden ersetzen und dabei trotzdem die Freiheit gnießen lernen.
    Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
    Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist

    Intro "Tatsächlich Liebe"

  4. Inaktiver User

    AW: Heimweh nach Auszug bei meinen Eltern

    Zitat Zitat von Paula8997 Beitrag anzeigen
    Ich vermisse meine Eltern so sehr und einfach nach Hause kommen und da ist jemand 😭. Ich wäre um jeden Tipp dankbar.
    Dein jetziges Heim muss sich erst zu einem "Zuhause" entwickeln- das ist ein Prozess, der seine Zeit dauert.
    Wer in eine neue Wohnung zieht, braucht immer Zeit um dort so richtig anzukommen. Bei dir sammelt sich also mehr als nur das Heimweh

    Du hast dir Katzen angeschafft und mindestens unbewusst war dir klar, dass MIT ihnen eine Rückkehr nicht mehr so einfach wird.
    Zufall??
    Oder ein Teil von dir hat das, was jetzt da ist, schon kommen sehen und dafür gesorgt, dass du diese Zeit überstehen "musst"?

    Ausziehen bei den Eltern IST ein großer Schritt und es ist absolut zu verstehen, dass diese neue Welt nicht nur toll ist sondern auch Einsamkeit und Alleinsein deutlich macht- sich darin Unsicherheit und Angst finden wird.
    Ich glaube, dass es sehr vielen Menschen so geht- erst kommt man nciht schnell genug raus, dann will man am liebsten zurück krabbeln

    Lass dir Zeit und schau, wie du deine Wohnung noch viel mehr zu deinem Nest machen kannst.
    Bilder aufstellen, Farben, bring Vertrautes hinein (vielleicht noch Möbel aus deinem Zimmer holen).
    Lass die Trauer ruhig dasein- erlebe sie ganz bewusst- und beobachte, wann sich die ganzen Gefühle breit machen. Ich schätze am Abend, wenn man müde ist, genau dann, wenn man in das vertraute Nest einkehren will. Mach dir das klar und finde Rituale, die du vielleicht von zuhause kennst (einen heißen Tee trinken vielleicht).
    Udn besuche deine Eltern.

    Du bist frei und könntest vielleicht auch näher an sie heran ziehen- so das Besuche noch einfacher möglich sind. Du könntest sogar zurück sagt dein Vater-- wirklich wunderbar!

    Lass dir Zeit, alles ist gut
    Das wird schon werden

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    AW: Heimweh nach Auszug bei meinen Eltern

    Hallo Paula,

    die Anderen haben schon wirklich gute Tipps gegeben. Meine Tochter hat sich sogar mit 23 noch schwer damit getan.
    Es ging wohl hauptsächlich um den Punkt "allein" leben.
    Daher ist es wichtig, sich es auch alleine schön zu machen z.B. abends Kerzen anzuzünden und sich etwas Gutes zu essen zu gönnen etc.
    Für's Frühstück am WE vielleicht trotzdem auch zum Bäcker zu fahren für frische Brötchen.
    Bei meiner Tochter hat es ein gutes halbes Jahr gedauert, bis sie sich richtig wohl gefühlt hat. Bis dahin hat sie sich auch viel verabredet.
    Als sie jetzt mit ihrem neuen Partner zusammen gezogen ist, tat es ihr sogar auch ein bisschen Leid, ihr gemütliches Nest wieder aufzugeben !

    Das schaffst Du auch !

    LG
    Larissa

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    AW: Heimweh nach Auszug bei meinen Eltern

    Liebe Paula,

    ich habe die Überschrift gelesen und musste dann einfach hier reingucken. Ich möchte dich mal virtuell drücken

    In deinem Posting erkenne ich mich so ein bisschen wieder :-) Endlich, endlich was Eigenes: und dann - oooooh, jetz bin ich aber alleine, shit. So ging es mir auch ein klein Wenig
    Nur dass ich keine Katzen hatte und da wirklich kein "Angespräch" mehr da war. Da hast du auf jeden Fall schon mal eine tolle Gesellschaft und es ist überhaupt noch "jemand da"

    Lass dir bitte Zeit, um anzukommen in deiner neuen Welt, in deinem neuen Leben, wo du jetzt einiges erst mal so gestalten kannst, wie du es möchtest - aber eben auch herausfinden musst, WIE du es tatsächlich haben möchtest :-) Man "muss" ja plötzlich auch alle Entscheidungen allein treffen, nicht wahr?
    Wichtig ist, dass du dich nicht unter Druck setzt oder dich für das Heimweh blöd fühlst. Es dauert, so lang wie es dauert! Und Heimweh gehört auch dazu und normal - und wenn man ein "Heim" hat, nach dem man "Weh" haben kann, so darf man dafür auch dankbar sein, denn das hat nicht jeder. Es ist also gleichzeitig "schön", dass du Heimweh haben kannst

    Aus eigener Erfahrung kann ich dir mit auf den Weg geben: Geduld. Und tu dir selbst gutes. Und lass das Heimweg ruhig zu, das "darf" jetzt auch so sein Mach es dir schön, mach es dir gemütlich, koch dir heißen Kakao, zünd dir schöne Kerzen an, deck auch für dich alleine den Tisch schön (nicht "für mich allein lohnt es sich ja eh nich" direkt aus der Tüte futtern ) und nach und nach wirst du dir dein eigenes Nest bauen - aber nicht über Nacht. Das ist etwas zum Reinwachsen. Und wenn du wirklich das Gefühl hast, dass du mal wieder "nach Hause" willst und es möglich ist, würde ich hinfahren. Dann nimmt man wieder einen Schwung "Zuhausegefühl" mit und weiß, man hat irgendwo seine Wurzeln, und dann kann man in seinem eigenen Bereich wieder weiterwachsen, bis man irgendwann auch da angekommen ist.

    Hm, jetzt habe ich wohl doch ein wenig Kauderwelsch verfasst :-) Aber vielleicht hilft es dir trotzdem irgendwie.

    Liebe Grüße
    euer Blümchen
    ~ Du bist der Himmel. Alles andere- ist nur das Wetter (Pema Chödrön)~

  7. Moderation

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    AW: Heimweh nach Auszug bei meinen Eltern

    Das ist normal, und eigentlich gut, insofern als das es ja heißt, du mochtest es zuhause.

    Aber man sollte sich nicht zu sehr gegen das Erwachsenwerden wehren. Besuche deine Familie zu geeigneten Zeiten, damit dich nicht ständig das "ich könnte jetzt" zwackt und mentale Energie frißt, und lerne Leute kennen, mit denen du rumhängen und die du einladen kannst.

    Ich hab drei Kreuze gemacht, als ich von zuhause weg war, und bin dann in einer Stadt gelandet, die so weit von meinen auf einmal über die Republik verteilten Freunden weg war, und wo alles falsch war, vom Stein der Gebäude bis zur Farbe des Himmels. Das war ein halbes Jahr lang gar nicht schön, und mich hat nur "immerhin wohnst du nicht mehr bei Muttern, wenn auch an einem gräßlichen Ort" über Wasser gehalten. Dann wurde es besser. Anfangs habe ich mir gesagt, "zwei Jahre, dann ziehe ich wieder in eine anständige Gegend!" Tja. Das war vor 31 Jahren.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  8. Inaktiver User

    AW: Heimweh nach Auszug bei meinen Eltern

    Wie weit lebst du denn von deinen Eltern entfernt? Hast du Freunde in der Umgebung? Arbeitest oder studierst du? Ist die Wohnung gemütlich?

    Ich kann mir vorstellen, dass es ungewohnt ist, dass jetzt niemand da ist, wenn man nach Hause kommt. (Immerhin 2 Katzen). Aber glaube mir, das kann man richtig genießen lernen. Einfach tun, was dir gut tut!

    Wenn es gar nicht mehr geht, kannst du deine Eltern ja bestimmt besuchen und mit der Zeit gewöhnt man sich an die neue Situation und lernt sie zu schätzen.

    Alles Gute!

  9. Inaktiver User

    AW: Heimweh nach Auszug bei meinen Eltern

    Du hast ja schon viele gute Tipps bekommen.
    Wohnst du weit von deinen Elte!)rn weg? Wie wäre es denn, wenn du die beiden mal in dein Reich einlädst - zu einem Kaffeeklatsch, einen gemütlichen Abendessen (was ganz einfaches reicht). Einfach, um dich an das Gefühl zu gewöhnen, dass du jetzt deine Wohnung hast und deine Eltern ihre. Und dass ihr euch sehr freut, wenn ihr euch gegenseitig besucht. Aber eben nur besucht... nicht wieder einzieht

  10. User Info Menu

    AW: Heimweh nach Auszug bei meinen Eltern

    Vielen lieben Dank für die tollen Tipps! Ich werde sie umsetzen.
    Ich wohne in Frankfurt genau wie meine Eltern. Ich bin in 15 Minuten mit dem Auto da. Ich besuche sie auch regelmäßig. Ich habe meine Ausbildung letzten Sommer fertig gemacht und wollte dann einfach nur raus. Ich bin halt leider in einen komplett anderen Stadtteil.. vom der einen Seite auf die andere... hier wohnen einige Freunde von mir, die ich auch regelmäßig treffe. Nach den Treffen denke ich an zu Hause und es macht mich dann nur wieder unendlich traurig.

    Ich habe bei meinen Eltern schon recht selbstständig gelebt, also es das Kochen, Wäsche waschen und alles was dazu gehört ist nichts Neues für mich. Ich habe auch Arbeitsbedingt meine Eltern nicht so oft gesehen. Meine Großeltern wohnen bei meinen Eltern in der Nähe. Ich glaube das ist auch nochmal komisch. Immer wenn was war oder meine Eltern nicht da waren, konnte ich einfach zu Ihnen rüber laufen.

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