Ich weiß nicht, ob es vielen Menschen so geht, aber ich habe seit einiger Zeit das Gefühl, dass ich mich immer mehr von dem Menschen entferne, der ich mal war in früheren Jahren. Jetzt bin ich 51 und wenn ich Fotos von mir mit ca. 30 Jahren sehe, denke ich: das bin ich nicht, das war ich nicht. So fremd fühlen sich manche Lebensphasen an. Bei Kinderbildern kann ich mich ein bißchen in das Lebensgefühl zurückversetzen. Ist das gut oder ist das schlecht? Wer kennt das auch und wie kann man damit umgehen, dass es okay ist und nicht beunruhigend?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 53
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22.03.2018, 21:20
Das Gefühl zu haben, nicht mehr der Mensch zu sein, der man einmal war
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22.03.2018, 21:35
AW: Das Gefühl zu haben, nicht mehr der Mensch zu sein, der man einmal war
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22.03.2018, 21:40
AW: Das Gefühl zu haben, nicht mehr der Mensch zu sein, der man einmal war
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22.03.2018, 21:56
AW: Das Gefühl zu haben, nicht mehr der Mensch zu sein, der man einmal war
Was meinst Du konkret?
Also, was ich finde, dass die Zeit rast. Man kaum zum durchatmen kommt.
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22.03.2018, 22:03
AW: Das Gefühl zu haben, nicht mehr der Mensch zu sein, der man einmal war
Man kann es nicht so gut beschreiben, wie es sich anfühlt. Ich habe immer gewußt, wer ich war, das war wie eine rote Linie und jetzt ist es so weit entfernt, das "Wie-ich-mal-war". Ab wann das so geworden ist, kann ich nicht mal sagen. Es hat auch damit zu tun, dass ich in jüngeren Jahren noch in die Zukunft geguckt habe und ich war sorgloser. Jetzt schaue ich weniger nach vorn, kann nicht mehr alles so unbefangen auf mich zukommen lassen. Das könnte es sein: ich habe meine Unbefangenheit verloren, das kommt auch nicht wieder. Ich hoffe, ich habe das nachvollziehbar beschreiben können.
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22.03.2018, 22:05
AW: Das Gefühl zu haben, nicht mehr der Mensch zu sein, der man einmal war
Hast Du das mal durchgespielt? Was, hätte, wenn .... Und wenn ja, was ist das Ergebnis?!
Ach und was die Zeit generell angeht - die rast immer wahnsinnig schnell - egal was man tut oder nicht, bzw. im Zweifel auch gar nichts tut. Daran würde ich mich mal nicht aufhängen.
ups.... mein Post #6 habe ich abgeschickt, bevor ich deinen #5 gelesen habe ...
Waren wir nicht alle sorgloser in "jungen" Jahren? Ich glaub schon ..... Man war halt freier und das Leben lag einfach vor einem. Heute liegt das Leben eben nicht "nur" mehr vor einem ... da liegt auch ganz viel hinter einem. Ich finde es normal, dass man solche Gedanken hat und sich mit dem auseinandersetzt, wo man steht etc.Geändert von Vienna__ (22.03.2018 um 22:13 Uhr) Grund: ergänzt
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22.03.2018, 22:13
AW: Das Gefühl zu haben, nicht mehr der Mensch zu sein, der man einmal war
Nicht konkret, aber hin und wieder kommen Gedankenspiele.
Früher, als ich jung war, ist mir das Rasen der Zeit nie wichtig gewesen, ich habe das nie so gemerkt wie jetzt.
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22.03.2018, 22:19
AW: Das Gefühl zu haben, nicht mehr der Mensch zu sein, der man einmal war
Aber das ist doch normal! Das wissen wir doch alle.
Wie lange war früher ein Schuljahr z.B. - endlos!
Was ist nun ein Jahr? Nichts - und das ist schon lange so. Kaum ist Weihnachten ist es schon wieder. Man denkt, hach, hab doch gerade erst den Christbaumschmuck weggepackt ... etc. - ist doch immer so.
Ich glaube, da hilft nur eines: So gut es geht, die schönen Momente auszukosten - und in Gedanken behalten.
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22.03.2018, 22:22
AW: Das Gefühl zu haben, nicht mehr der Mensch zu sein, der man einmal war
weißt du warum und durch was dir deine unbefangenheit abhanden gekommen ist ? kannst du das naeher beschreiben ?
und wieso bist du der meinung das kommt nicht mehr wieder ?
mir geht es da ganz anders, ich bin heute viel unbefangener, weil ich viel weniger verantwortung als frueher habe
und dadurch kann ich ganz anders leben und viel mehr mein leben geniessen
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22.03.2018, 22:23
AW: Das Gefühl zu haben, nicht mehr der Mensch zu sein, der man einmal war
Ja, das ist normal.
Es ist nur eigenartig, dass mir eine Veränderung erst jetzt auffällt, das ist ja nicht erst seit gestern, dass man sich von früheren Lebensphasen entfernt hat. Mal sehen, wohin das führt. Ich denke, dass man in späteren Lebensjahren sich wieder mehr an die Kindheit erinnert, wenn man eventuell Enkelkinder hat.


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