Liebe Annajanna!
Ich glaube du wünscht dir einfach, dass dein Freund keine Kinder wöllte, damit du die Verantwortung teilen könntest. Seine prinzipielle Bereitschaft verlangt dir nun die Entscheidung ab und du willst nicht der Buhmann sein.
Du sagst aber auch, wäre er Feuer und Flamme, könnte er dich vielleicht mit anstecken ... auch hier würdest du die Entscheidung lieber abgeben.
Aber mal Hand aufs Herz: Wenn du mit Anfang 30 noch durchgeatmet hast, dass du noch alle Zeit der Welt hast, dann warst du nicht nur froh dich nicht entscheiden zu müssen, ich denke du wolltest einfach nie Kinder.
Glaub dein Thema ist eher die Rechtfertigung und du schiebst deinen Freund vor.. mit DEM geht das ja nicht ... glaub bei einem starken Kinderwunsch ist es zT sogar egal, ob es einen Partner gibt ...
Google doch mal "kein Kinderwunsch" und les dich bissl ins Thema bei Frauen, denen es genauso geht. Vielleicht erkennst du dich wieder :)
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Thema: Will ich Kinder?
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15.03.2018, 18:30
AW: Will ich Kinder?
Geändert von Marge_Simpson84 (15.03.2018 um 18:36 Uhr)
Das tolle an Beziehungen ist ja, dass man zusammen vier Mittelfinger hat.
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15.03.2018, 22:07Inaktiver User
AW: Will ich Kinder?
Danke für die guten Wünsche, schafwolle!
@Marge,
das was Du schreibst deckt sich nahezu 100% mit meiner eigenen Erkenntnis. Hat nur ein bisschen gedauert und Drama benötigt. :-)
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16.03.2018, 00:10
AW: Will ich Kinder?
Liebe Annajana,
Ich mochte nie Kinder und kann vor allem mit kleineren kaum umgehen. War immer sehr merkwürdig, wenn ich doch hin und wieder auf welche aufpassen musste.
Ich hatte auch nie einen Kinderwunsch verspürt in den jungen Jahren, solange ich verheiratet war. Ich ahnte wohl, dass mein Ehemann nicht wirklich zu mir passte.
Und dennoch habe ich Kinder bekommen, weil es sich irgendwie gehörte. Und das ist das beste, was mir im Leben passierte und das einzige, was mir ohne wenn und aber gelungen ist. Allerdings war ich wesentlich jünger, als ich Mutter wurde, als du jetzt bist. Vielleicht geht in jüngeren Jahren vieles doch einfacher.
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16.03.2018, 08:34
AW: Will ich Kinder?
Das passt ziemlich genau auf mich. Die zeit ist vergangen und ich habe nichts vermisst. Nur das ich dann mit anfang 30 mit meinem Mann zusammengekommen bin und der gesagt hat, dass er schon kind/er möchte. Also haben wir einen sohn bekommen. Der ist inzwischen ein toller junger mann, wir lieben ihn, möchten ihn, wo er ja da ist, nicht missen, haben ganz viele schöne erlebnisse im laufe der zeit mit und durch ihn gehabt, aber, auch rückblickend würde ich sagen, wenn er nicht dagewesen wäre, ich würde nichts vermissen. Also diese erfahrungen waren (sind) schön, aber nichts, was ich unbedingt hätte haben müssen. Im grunde weiß ich noch immer nicht, warum man kinder bekommen sollte.
Das trifft auf mich zu und ich denke, auch das ist keine gute voraussetzung für kinder. Es macht mich manchmal traurig, ihn in diese welt gebracht zu haben und nun muß er sehen, wie er klar kommt und hat ja - dann auch wieder, wenns gut laufen sollte, hoffentlich - noch so viele jahre vor sich.
arabeskeGeändert von Arabeske_H (16.03.2018 um 08:42 Uhr)
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
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16.03.2018, 15:41
AW: Will ich Kinder?
Liebe Annajanna,
ich kann Dich sehr gut verstehen
. Diese Entscheidung ist unendlich schwer zu treffen. Es geht mir genauso. Und nein... Klarheit habe ich nicht (mehr) auch nicht im "zarten Alter von 41 Jahren". Ich knabbere da jetzt schon 2 Jahre bestimmt daran herum... gehe in mich hinein, lese viel zu dem Thema, wäge ab... Ja, ich bin sehr verkopft geworden was dieses Thema angeht. Das bringt bei mir vielleicht auch das Alter. Mit Mitte 20 hätte ich diese ganzen Bedenken, "Für und Wider" nicht gehabt...
Mein großes Problem ist eigentlich, dass ich IMMER Kinder wollte. Das wusste ich sehr genau. Ich habe aus diesem Grund nicht studiert und wollte mein Kind auch immer schon sehr früh bekommen...mit Anfang 20, direkt nach der Ausbildung. Nur fehlte mir dazu immer ein Partner, der dies auch schon wollte. Es hieß immer "genieß erstmal dein Leben" und meine Partner wollten zwar "irgendwann mal" oder "vielleicht"... und so plätscherten die Jahre dahin. Selbst meine Mutter machte sich über mich lustig damals und meinte, ich hätte bereits mit 29 Jahren Torschlusspanik gehabt. Mir hat das alles immer sehr weh getan.... Und dann ging meine längste Beziehung damals (6 Jahre) auseinander...und ich wurde mit Mitte 30 nochmal Single. Das hat furchtbar weh getan, weil mein Partner damals die Beziehung beendete, weil er psychisch krank war. Ich fand mich nach langem damit ab... es schmerzte furchtbar, weil ich wirklich Torschlusspanik bekam... was, wenn ich in den nächsten Jahren keinen Partner finde, der auch Kinder möchte bzw. mit dem ich mir Kinder vorstellen kann? Und dann sprach mein ganzes Umfeld von "loslassen". Ich sollte loslassen! Meinen Wunsch, mein Lebensziel... immer hieß es nur loslassen! Und das habe ich dann versucht...mit aller Kraft. Einen "Plan B" für mein Leben entstehen lassen... wo sind MEINE Interessen, was tut MIR gut auch ohne einen anderen Menschen... Ich war in der Zeit viel allein, was auch gut getan hat, weil ich erstens viel geweint habe und zweitens auch so meine Bedürfnisse herausfinden konnte... Ich habe mir den Kinderwunsch regelrecht aus dem Herzen gerissen! Ich habe damals auch meinen Freundeskreis verändert... hatte auf einmal viele jüngere Freunde (da die "bekinderten Freunde" mir bzw. meiner Seele nicht gut taten... ich musste mich da erstmal raustun).
2 Jahre später lernte ich meinen jetzigen Mann kennen, da war ich 36. Letztes Jahr haben wir geheiratet. Und vor ein paar Wochen bin ich 41 geworden. Ich hab so einen tollen Mann, den ich über alles liebe!!! Nur... (!!!!): DER KINDERWUNSCH IST NICHT ZURÜCKGEKOMMEN!!! Und ich frage mich, warum... was um alles in der Welt stimmt nicht mit mir. Der Mann ist sicher der richtige. Er selber ist genauso unschlüssig wie ich. Er sagt, wenn ich Kinder wolle, dann wäre er bereit dazu. Ich sage das gleiche. Aber andererseits fehlt uns momentan einfach nichts... wir sind glücklich so wie es gerade ist. Was mich aber so stutzig macht ist, dass ich ja immer einen Kinderwunsch hatte!! Die meisten schreiben hier ja "ich wusste schon ganz früh, dass ich keine Kinder wollte". Bei mir war das leider so nicht.
Ich habe schon viel über das Thema gelesen... zuletzt das Buch "Kinderwunsch - Das Buch vor der Entscheidung". Das war durchaus interessant und lesenswert...mir aber vielleicht etwas zu sehr "anti" behaftet.
Noch am allerbesten finde ich diese Seite hier Kind ja oder nein? 15 Tipps fur deine Entscheidung ohne Reue - Keinen Fehler Machen Da arbeite ich mich zur Zeit durch... in der Hoffnung, zu einer (für uns) richtigen Entscheidung zu kommen...
Alles Gute für Dich
MadejaLebenskunst ist die Kunst des richtigen Weglassens.
Coco Chanel
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16.03.2018, 15:53
AW: Will ich Kinder?
Das ist für mich sehr interessant zu lesen...danke dafür
Bei mir ist es ja umgekehrt... uns fehlt nichts momentan, wir genießen unser Leben ohne Kind, vermissen nichts... Ich sage mir dann immer, ich kann ja auch "das eine Kind" nicht vermissen, weil ich es nicht kennen- und lieben gelernt habe.
Manchmal sehe ich ein Foto von einem Kind... und dann denke ich "was wäre, wenn das meines sein könnte"...und ich sage zu ihm "ich entscheide mich gegen dich / will dich nicht". Das ist ein Gedanke, der unglaublich weh tut... dem ungezeugten Kind zu sagen "ich will dich nicht".
Verrückter Gedanke vielleicht... aber so ist es nunmal.
Ich weiß inzwischen, dass ich ein sehr ruhebedürftiger Mensch bin, dazu noch hochsensibel... ich habe und liebe meine Hobbies, die ich als Mutter ganz sicher so nicht weiterführen könnte. Ich habe Angst davor, mit meinem Mann "kein Paar" mehr zu sein bzw. kein Paarleben mehr zu haben... Man hört ja oft, dass das Kind über allem steht. Und das möchte ich nicht... ich möchte nach wie vor viel schöne, ungestresste Zeit mit meinem Partner verbringen können.
...und dann kommt wieder das Bild mit dem Kind in meinen Kopf oder eine Nachbarin drückt mir ihr 10 Monate altes Baby in die Arme... dann ist alles wieder genau anders herum...
Diese innerliche Zerrissenheit und Ambivalenz macht mich fertig.Lebenskunst ist die Kunst des richtigen Weglassens.
Coco Chanel
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16.03.2018, 16:37
AW: Will ich Kinder?
Das ist doch Koketterie.
Du schreibst, du bist 41 und hast mit 36 deinen Mann kennen gelernt, der bereit wäre, Kinder mit dir zu bekommen.
Sorry, aber du bist nicht ambivalent, du möchtest keine Kinder.
Sonst hättest du doch in den letzten fünf Jahren entweder eines bekommen oder mit dem Thema abgeschlossen.
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16.03.2018, 16:40Inaktiver User
AW: Will ich Kinder?
Danke für den tollen Link!
Völlig übergreifend für alle Themen gültig und noch nie so toll gelesen:
Viele dieser Ängste haben ja auch eine gewisse Berechtigung. Deswegen sollte man sie ernst nehmen. Wichtig ist, sie aber nicht zur Maßgabe für seine Entscheidung zu machen. Denn Ängste sind ein schlechter Ratgeber.
Warum?
Weil Ängste dazu führen, dass man sich nicht frei für etwas entscheiden kann. Sondern weil sie uns dazu bringen, eine Vermeidungsentscheidung zu treffen. Wenn Angst der Motivator für eine Entscheidung ist, laufen wir vor etwas weg. Wir wollen ein Risiko nicht eingehen, uns einer Situation nicht stellen. Aber wir entscheiden uns nicht für etwas. Vermeidungsentscheidungen machen uns nicht glücklich.
Entscheidungen für etwas sind aber besser, weil wir dann wissen, was wir wollen, was wir uns wünschen. Und das ist es ja, was uns zufrieden macht und zu einem erfüllten Leben führt.
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16.03.2018, 17:10Inaktiver User
AW: Will ich Kinder?
Für mich liest Du Dich so, als hättest du keinen Kinderwunsch abseits von dem "okay, ich hab geheiratet, dann macht man das so".
Ich fände folgenden Gedankengang hilfreich:
a) Stell Dir vor, Du kannst aus welchem auch immer gearteten medizinischen Grund auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen. Mit einer OP oder Behandlung ginge das. Was würdest Du tun?
b) Stell Dir vor, Du kannst aus welchem auch immer gearteten medizinischen Grund definitiv keine Kinder bekommen. Wie geht es Dir mit dem Gedanken?
c) Stell Dir vor, Dein Mann kann keine Kinder zeugen. Was nun?
Sobald der Gedanke Erleichterung brächte, würde ich mich mit dem Kinderwunschthema echt nicht länger herumschlagen. Ich finde es völlig okay, keine Kinder zu haben. Und dieser Drängeldruck von außen, ätzend.
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16.03.2018, 19:09
AW: Will ich Kinder?
Ich habe jetzt nicht alles gelesen.
Ich habe auch jahrelang über diese Frage rumgehirnt.
Dann bin ich das Problem mal andersherum angegangen.
Will ich wirklich keine Kinder? Wäre ich bereit mich sterilisieren zu lassen?
Das konnte ich klar mit nein beantworten.
Und dann haben wir die Verhütung weggelassen


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