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    AW: Will ich Kinder?

    Zitat Zitat von Gedankentiefe Beitrag anzeigen
    Ist so'n Ziehen in der Herzgegend...

    Man kann sich dem Wunsch, zu geben, nicht mehr entziehen.
    Das war bei mir nicht so - weder das eine noch das andere.

    Und meine Frage ist immer "möchtest du als Familie leben?"

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    AW: Will ich Kinder?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Das war bei mir nicht so - weder das eine noch das andere.
    Jeder berichtet hier ja individuell über seine Erfahrungen.

    Und DAS waren meine.

  3. Inaktiver User

    AW: Will ich Kinder?

    Guten Morgen Annajanna!

    Schön, Dich hier wieder im Persönlichkeitsforum zu lesen!

    Ich kenne das, was Du beschreibst:
    Nie ein klassischer Kinderwunsch, aber ich mag Kinder auch mäßig bis wirklich gern, manche jedenfalls, und da ich auch beruflich viel mit ihnen zu tun habe, kann ich mittlerweile wohl auch ganz gut mit ihnen umgehen. Weiß aber auch wirklich, wie anstrengend sie sein können. Säuglinge? Ih bäh! Vor allem aber (denn die Säuglingsphase geht vorbei): Verantwortung für den Rest des Lebens. Aufgabe meiner persönlichen Vogelfreiheit. Beatrix hat das sehr schön beschrieben! Und manchmal hätte ich genau da auch Lust drauf. Aber das wäre eher meine Wunschvorstellung, noch mal Kindheit (mit)erleben zu können.

    Ich bin Mitte 30, also ewig viel Zeit habe ich nicht mehr. Ich hätte kein emotionales/mentales Problem, ein Kind ohne Mann großzuziehen, da ich nicht in klassischen Strukturen großgeworden bin und mir diese auch nie gewünscht habe. Aber ich will halt nicht unbedingt genug ein Kind für mich - und genau das wäre dann ja auch sehr egozentrisch.

    Was ich mir tatsächlich manchmal wünsche: Einen Mann, der mich so sehr liebt und komplett und für immer will, daß er Kinder von mir, mit mir haben will. Für den würde ich dann wohl sogar Kinder bekommen.

    Aber die meiste Zeit bin ich sehr glücklich über meine Freiheit.

    Um Deine Frage zu beantworten, wie man denn nun herausfindet, ob man Kinder will oder nicht: Wenn Du welche wolltest, also unbedingt wolltest, wüßtest Du es. Was ich bei Dir sehe, ist ein optionaler Kinderwunsch mit dem richtigen Mann. Allerdings klingt das für mich schon nach soziokultureller Wunschvorstellung. Haus, Mann, Kind. Wäre das ein Bild, das Du für Dich leben wolltest? Ist es eins, das Du für die Anderen erfüllen willst?

    Noch eine Frage: Wärst Du bereit, Dich an einen anderen Mann mit einem Kind wirklich fest zu binden? Oder möchtest Du eigentlich gar keine so fix fest verbindliche Partnerschaft? Liebst Du Deinen Mann nicht genug, um dich ganz auf ihn festzulegen, oder schätzt Du persönlich Deine Freiheit zu sehr, um Dich auf irgendeinen Mann so festzulegen?

    Und noch bzgl. Deiner Beziehung: Prinzipiell gibt es Männer, die liebt man über alles, aber man sieht sie nicht als Väter. Das verstehe ich. Wobei ich das weniger aus wirtschaftlichen, als eher persönlichen Gründen nachvollziehen kann/könnte. So wie man aus einem berufsmäßigen Abenteurer auch keinen Büroarbeiter machen oder es versuchen sollte. Aber ich lese hier nicht, daß Du Deinen Mann über alles liebst. Ich lese persönlichen Frust, Ärger, Enttäuschung. Und ich bin noch nicht ganz schlüssig, ob Du enttäuscht bist, weil er das gesellschaftliche Bild, das Du oder andere in Deinem Umfeld vom "Wunschpartner" haben, nicht erfüllt, oder ob Du persönlich enttäuscht bist und es in letzter Konsequenz eben doch nicht paßt zwischen euch. Kann, muß aber nicht an mangelnder Liebe liegen. Manchmal reicht Liebe einfach nicht aus.

    Ich wünsche Dir alles Gute und weiterhin gute Selbstfindung!

    Sin
    Geändert von Inaktiver User (15.03.2018 um 07:20 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Will ich Kinder?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist so, dass ich mir meine Beziehung, das Leben, das wir führen usw. gut vorstellen kann auch für die Zukunft, - allerdings nur ohne Kinder.
    Beim Gedanken an Kinder sehe ich meinen Partner einfach nicht als Vater, so leid mir das tut, er ist es nicht.
    Im Grunde genommen geht es nicht um die Kinderfrage sondern Du hast Angst, daß Du Dir eingestehen müsstest, daß anscheinend Deine Beziehung nur ein lauwarmer Kompromiss ist.

    ich muss also für mich klären, ob ich Kinder will. Ich habe keine Ahnung wie das geht.
    Ich kenne jetzt Deinen anderen Strang nicht aber das was Du hier schreibst deutet darauf hin, daß Du sehr wohl Kinder haben möchtest aber nicht mit dem derzeitigen Partner.

    Ganz grob gesagt kann ich mir Kinder schon vorstellen, aber ... und jetzt wird es heikel ... nur, wenn die Bedingungen stimmen. Also wenn das Setting, das Nest, schon da ist. Mein Partner und ich haben ein nettes Leben, aber "so gut", als dass ich Kinder beekommen wollte, ist es nicht (geworden). Ich habe ihm das vor einigen Jahren mal gesagt, was ich braucche, daraus ist leider nix geworden ...
    Du bist selbst für die Bedingungen verantwortlich, das kannst Du nicht auf den Partner abwälzen, egal ob Du es sagst oder nicht. Wenn sowas zentrales nicht harmoniert dann stimmt es einfach nicht, da musst auch nicht weiter rumhirnen.
    Du musst die Bedingungen selbst erzeugen und das fängt schon damit an, das die Kinderfrage ein KO Kriterium bei der Partnerwahl ist und das ist alleine Deine Verantwortung und nicht die des Mannes.



    Also, wie finde ich das raus, ob ich Kinder will?
    Indem Du Dich frägst ob Du diesen Kompromiss weiter leben willst. Indem Du anfängst die Verantwortung für Dein Leben zu übernehmen und Dir einen Partner suchst, bei dem es einfach stimmt.

  5. Inaktiver User

    AW: Will ich Kinder?

    Bei allem Respekt, stecher.... Ich find es ganz schön vermessen, der TE zu einfach zu unterstellen, dass sie doch ein Kind zu wollen hat. Liest du ihre Beiträge? Das ist so ein emotionales Thema - für so gut wie jede Frau. Und es gehört ne Menge Mut dazu, zu sagen „Nö brauch ich nicht“, weil die Gesellschaft irgendwie erwartet, dass man als Frau gefälligst die Erfüllung im Windelnwechseln zu finden hat - ganz grob pauschalisiert.
    Und dann gehst du als Mann her - und unterstellst einfach mal, dass ihre Entscheidung vorgeschoben wäre, weil sie zu feige ist, sich zu trennen. Anstatt ihr das zu überlassen. Schwer genug ist die Frage Kind ja/nein eh, wenn man ambivalent ist!!!

    Echt jetzt, da werd ich fuchsig.

  6. Inaktiver User

    AW: Will ich Kinder?

    Heute morgen war ich eigentlich schon drauf und dran ins Kinderforum zu schreiben "Abschied vom Kinderwunsch", dann habe ich entdeckt, dass hier noch einige Antworten und Fragen warten. Danke dafür.

    Geheiratet haben wir, weil wir dazu Lust hatten. In den Jahren davor hat sich die Frage nie gestellt, aber dann hat es einfach gepasst und wir habens gemacht.

    Gestern Abend war ich total erleichtert, aber ich war auch traurig. Das hätte ich jetzt gerne ins Kinderforum geschrieben. Es ist wirklich so, wie ich es sage, für mich fühlt es sich echt an: Ich liebe meinen Partner, aber ich will mit ihm keine Kinder.

    ich wiederhole mich wahrscheinlich, aber die letzten Monate waren so, dass ich dachte, nach der Hochzeit kommen dann die Kinder. Das hat das Umfeld auch stark suggeriert.
    Ich habe diesen Gedanken bisher nicht hinterfragt, sondern bin dem einfach hinterher gehechelt. Bis ich eben so weit war, meinen Partner für alles verantwortlich zu machen und mich völlig über ihn auszulassen, mich beinahe von ihm zu trennen.

    Was Du, liebe Sin, schreibst, passt schon. Ich bin sehr empfänglich (zumindest unbewusst) für Äußere Erwartungen, will gerne die Brave sein, alles so machen, wie es sich gehört ...

    Ich stelle mir vor, wie es wäre mit einem Mann, der diese Komponenten besser erfüllt als mein jetziger Partner, der also eher in die Versorger-Schiene geht.

    Das Thema Kinder ist bei mir furchtbar Angstbesetzt, das merke ich gerade (endlich!), insofern hätte ich mir auch gewünscht, dass mein jetziger Partner sich in diesem Punkt sicherer zeigt und zum Beispiel alles dafür tut, um meine Ängste zu verringern, - das ist so ähnlich, glaube ich, wie wenn Du schreibst, dass Du Dir einen Mann vorstellst, der unbedingt ein Kind von Dir haben will.

    Fakt ist aber, dass ich mich ohne dieses "ein Kind" viel freier, zufriedener und wohler fühle, mir fällt da wirklich eine riesen Last von den Schultern, ich atme auf und denke so: geiles Leben!
    Wohingegen der Gedanke an Kinder, Muttersein usw. mich, wie gesagt, eher runterzieht, so ganz streng und hart macht, traurig macht(???)


    Ich bin auch traurig, irgendwie, mich davon jetzt zu verabschieden. Ich glaube auch nicht, dass das innerhalb von zwei drei Tagen abgehakt ist. Aber ich möchte das eben schon so gut es geht klären, damit ich mir eben sicher bin, so gut es eben geht.

    Noch mal anders, wobei ich mir auch da evtl. wiederhole:

    Ich hatte nie(!) einen Kinderwunsch - abgesehen von wenigen Tagen, wo ich so dachte, ach ja ... -
    Ich habe in meinen 20ern nie an Kinder gedacht. Irgendwann hatte ich mal die Phase, wo ich - wie viele - gesagt habe: "Wenn ich 30 bin, dann möchte ich welche."
    War dann aber ganz froh mit 30 sagen zu können, ist ja noch unendlich viel Zeit. ;-)

    Mich hat auch eher geärgert, wenn jemand zu mir sagte, man müsse doch jetzt mal aufgrund von biologischen Faktoren, ich habe mich dann sehr unter Druck gefühlt.

    So langsam ist aber keine Zeit mehr, ich spüre kein Ziehen in der Brust, ich will zwar auch geben, aber eben nicht ein eigenes Kind, die Vorstellung allein überfordert mich schon und ich hielte es für fahrlässig, dem Glauben zu schenken, was das Umfeld sagt (was zum Teil sehr reizvoll ist), dass man Kinder niemals wieder loswerden will, wenn sie erstmal da sind.

    Ich finde es auch schade, dass mir diese Erfahrung dann erspart bleibt, dass ich das niemals erleben werde, weil ich schon ein sehr neugieriger Mensch bin. Aber nur aus Neugier Kinder bekommen? Wohl eher nein.

    Und auch wenn ich dem Leben gegenüber recht positiv eingestellt bin, will sagen, so wie es ist mag ich das Leben, auch schon all die Jahre davor, ich fühle mich sicher, komme klar, bin zeitweise übersprudelnd vor Ideen, dann wieder ruhiger ... ich kann mich gut beschäftigen, habe viele Freundinnen und einen sehr lieben Partner ....
    Also ich "liebe" das Leben einfach nicht so sehr, um es jemandem weiter zu schenken. Ich mag meine Zeit hier wohl verbringen, ja, aber eben nicht mehr.

    Mein Partner sagt sowas übrigens auch, was mich zeitweise auch ziemlich aufgeregt hat, weil ich dann immer dachte, wie soll das bitte werden mit so einer Einstellung Kinder kriegen?

    Und insofern, ja, wer weiß, vielleicht, wenn ich jemanden an meiner Seite hätte, der insgesamt lebenslustiger, mutiger wäre als ich, vielleicht würde ich dann auch Ja zu Kindern sagen.
    Aber rein aus mir heraus tu ich das nicht, sonst hätte ich mir, wie gesagt, glaube ich, auch schon jemand anderen gesucht.

    Das festigt sich gerade in mir, ganz neue Erkenntnis und Herangehensweise. - Auch wenn es irgendwie ein bisschen traurig ist.

  7. Inaktiver User

    AW: Will ich Kinder?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei allem Respekt, stecher.... Ich find es ganz schön vermessen, der TE zu einfach zu unterstellen, dass sie doch ein Kind zu wollen hat. Liest du ihre Beiträge? Das ist so ein emotionales Thema - für so gut wie jede Frau. Und es gehört ne Menge Mut dazu, zu sagen „Nö brauch ich nicht“, weil die Gesellschaft irgendwie erwartet, dass man als Frau gefälligst die Erfüllung im Windelnwechseln zu finden hat - ganz grob pauschalisiert.
    Und dann gehst du als Mann her - und unterstellst einfach mal, dass ihre Entscheidung vorgeschoben wäre, weil sie zu feige ist, sich zu trennen. Anstatt ihr das zu überlassen. Schwer genug ist die Frage Kind ja/nein eh, wenn man ambivalent ist!!!

    Echt jetzt, da werd ich fuchsig.

    Mir ist das auch bewusst, danke trotzdem, liebe Beatrix! Ich finde solche Beiträge aber gar nicht so schlimm, weil ich daran auch abklären kann, ob das in mir was bewirkt oder nicht.

    Stechers Worte kamen bei mir nicht so wirklich an. (Nichts für ungut.)

    Dein Beitrag hat was in mir bewirkt. Gesellschaft und Erwartungen ...

  8. Inaktiver User

    AW: Will ich Kinder?

    Liebe Annajanna,

    es freut mich für Dich, Dich so klar und sortiert zu lesen! Ja, Abschiede tun immer weh. Auch Abschiede von Gedanken und Vorstellungen. Aber es ist wirklich voll okay, KEINE Kinder zu wollen.

    Das einzige, was ich traurig zu lesen finde, ist das:

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Also ich "liebe" das Leben einfach nicht so sehr, um es jemandem weiter zu schenken. Ich mag meine Zeit hier wohl verbringen, ja, aber eben nicht mehr.
    Ist das wirklich so? Du liebst das Leben nicht genug? Oder ist das eine Vorstellung von Dir: Frauen schenken Leben - und wenn Du das nicht willst, liebst Du das Leben nicht genug? Oder denkst Du nur: Wie leben hier in so unsicheren Zeiten - wer weiß, wie lange die Erde sich noch so weiterdreht, und in welche Zukunft man ein Kind entließe?

  9. Inaktiver User

    AW: Will ich Kinder?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das festigt sich gerade in mir, ganz neue Erkenntnis und Herangehensweise. - Auch wenn es irgendwie ein bisschen traurig ist.
    so nachvollziehbar deine überlegungen klingen, der traurigkeit würde ich noch nachspüren an deiner stelle.

    denn zumindest ein teil der gründe, dich gegen kinder zu entscheiden, hat was deprimierendes; klingt, also du aufgibst.

    damit meine ich deinen satz, dass du das leben nicht genug liebst.
    und deine unzufriedenheit mit deiner beziehung.

    ganz unabhängig von kindern klingt das so halbgar, und als ob in dem abschied vom kinderwunsch auch der abschied von träumen steckt, ein tolles leben zu haben.

    das wär blöd, finde ich, ob mit oder ohne kinder.

    die stelle, wo du "geiles leben" denkst, gefällt mir viel besser

  10. gesperrt

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    AW: Will ich Kinder?

    Ich bin im Nachhinein so froh, mit Anfang 20 zweimal ungeplant schwanger geworden zu sein (und die Kinder bekommen zu haben). Ich musste mich daher mit diesen Gedanken Kind ja oder nein nicht abplagen. Dagegen sind Schwangerschaft, Geburt und Erziehung ja Kinkerlitzchen.
    Und das meine ich fast völlig ohne Ironie.
    Die Kinderfrage stellt für viele eine solche Herausforderung dar, zum Glück musste ich mich der nicht stellen.

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