Ich habe in den 20ern schlicht und einfach keine Kinder gewollt . Ich schloss es nicht aus dass ich mal meine Meinung änderte. Aber in dem alter war das etwa so fremd und attraktiv für mich wie ein Aufenthalt in Sibirien.
Da hatte ich einfach andere Ziele . Mal ganz davon abgesehen, dass dann in den Sternen gestanden hätte ob ich mein Studium zu Ende bringe. In den 90ern war die Kinderbetreuung im Westen Deutschlands bedeutend schlechter ausgebaut als heute.
Antworten
Ergebnis 141 bis 148 von 148
Thema: Will ich Kinder?
-
23.03.2018, 17:27
AW: Will ich Kinder?
-
23.03.2018, 17:33
AW: Will ich Kinder?
Ich hatte auch andere Ziele....da sei mal ganz sicher.
Tut mir das heute Leid? Nö.
-
23.03.2018, 17:34
AW: Will ich Kinder?
Das stimmt - jetzt mit den verbreiteten KiTas ist das viel einfacher geworden.
Studentische KiTas gibt es aber schon sehr lange.
Wenn du keine Kinder wolltest, dann ist das natürlich ok.
Was ich dagegen nicht verstehen kann, ist, wie sich jemand gar keine Gedanken darüber machen kann.
Und es ist nun einmal so, dass Zeit verstreichen zu lassen bei dem Thema Konsequenzen hat.
"Nicht wollen" hat ja aber auch Abstufungen.
Ob man halt nicht möchte - oder ob man im Zweifel Panik hätte und das Kind nicht als Aufgabe, vor die einen das Leben stellt, annehmen könnte. (dann dürfte man m.E. keinen Sex haben).
-
23.03.2018, 18:04
AW: Will ich Kinder?
An meiner Uni gab es eine lange Warteliste für die paar Plätze in der studentischen Kinderbetreuung.
Bei mir gab es im Leben ein Zeitfenster wo Kinder gewollt haben. Davor und auch jetzt wo ich schon zwei habe, würde mich eine Schwangerschaft schon in Panik versetzen ( jetzt einfach auch aus gesundheitlichen Gründen) .
Nun ich war nie eine Abtreibungsgegenerin und habe immer sehr konsequent verhütet.
Es gibt halt nicht den einzig richtigen Weg .
Und noch was. Wenn man ewig zu einem Thema ambivalent ist, denke ich dass man mit beiden Varianten gut leben kann.
Ich war ja auch eine Weile ambivalent was das Kinderthema betrifft. Heute habe ich zwei Kinder. Ich liebe sie und mag mein Leben.
Aber ich denke, wenn ich keine Kinder bekommen hätte, hät ich auch ein gutes Leben , anders aber nicht unbedingt schlechterGeändert von Wolkenschaf3 (23.03.2018 um 19:49 Uhr)
-
23.03.2018, 20:33Inaktiver User
AW: Will ich Kinder?
Weiß ich nicht. Es hat immer sehr schnell geklappt. Vermutlich wäre ich eine Zeitlang traurig gewesen, vielleicht hätten wir auch ärztliche Hilfe in Anspruch genommen, aber ich käme auch ohne Kinder gut zurecht, bin nicht so der Babyknuddler. Mir hat ja vorher auch nie was gefehlt.
-
28.03.2018, 16:56
-
28.03.2018, 17:10
AW: Will ich Kinder?
habe jetzt nicht gelesen ...hier mein Senf dazu:
Das denke ich auch. ich habe auch Jahre meines Lebens verhirnt bezüglich des Themas Kinder ja nein. Heute weiß ich, wenn ich nicht so verhirnt gewesen wäre, hätte ich früher Nägel mit Köpfen gemacht. Das Warten auf die richtige Eingebung kann einen am Handeln hindern und was hat man dann davon? Eine passive Entscheidung (laufen lassen und sich gar nicht entscheiden bzw. weiter verhüten) ist auch eine Entscheidung.
Ich sehe es so: Sobald man verhütet, will man kein Kind. Würde man schwanger werden wollen, würde man die Verhütung weglassen. So lange man verhütet und damit eine klare Entscheidung gegen ein Kind trifft, ist man eben GEGEN ein Kind.
Die Ambivalenz sehe ich ambivalent: Es ist gut, dass man abwägt und keine leichtfertige Entscheidung trifft. Sich aber ewig lange mit der Frage auseinandersetzen, das zermürbt doch auch.
Mir war hilfreich folgender Spruch.... man bereut nicht, was man getan hat, sondern das, was man nicht getan hat.
Ich denke, wenn man sich selbst in ferner Zukunft sieht und weiß, dass man mit der Entscheidung gegen ein Kind unglücklich wäre, dann wäre das ein guter Grund für eine pro Entscheidung. Wenn man weiß, man würde dann auch ganz zufrieden und gut leben können, kann man es sein lassen.
Was mich bei der Gedankenmacherei stört, ist, dass das Gefühl zu kurz kommt. All das Abwägen..... das Nachdenken...
Was ist denn mit dem Gefühl? Was fühlt man? Was sagt die eigene Intuition? Ich hab es meist so gehalten, dass wenn ich vom Kopf her nicht weiter wusste, ich mich auf mein Gefühl eingelassen habe. Das war mir meist der bessere Wegweiser.
Mit 40+ würd ich vielleicht das Schicksal entscheiden lassen.... Die Chance, dann noch schwanger zu werden, ist eh nicht mehr wie in früheren Jahren. Wenn es dann passiert, wäre es schön, wenn nicht, dann wär es auch gut.
Aber auch das wäre eher "pro" Entscheidung. Wenn einem dieser Gedanke schon Angst oder Beklemmungen auslöst, dann hat man sich innerlich dann doch wohl schlicht dagegen entschieden. Was ja auch okay wäre.
Man kann sich das selbst auch eingestehen, dass man Angst vor der endgültigen Entscheidung hat und aus diesem Grunde keine eindeutige Entscheidung treffen möchte oder kann... Nur ein Gedanke. Wenn ich gegen etwas oder ambivalent bin, dann tendiere ich ja zu einer Seite. Diese Tendenz hat dann wahrscheinlich auch einen triftigen Grund.Geändert von Mailine (28.03.2018 um 17:17 Uhr)
-
28.03.2018, 17:35
AW: Will ich Kinder?
Genaus so ist es mit Ü40 und noch schlimmer! Es ist doch auch verständlich. Wenn Frau mit 40+ ein Kind bekommt, dann ist sie schon mehr als 20 Jahre erwachsen und macht ihr eigenes Ding. Sich dann plötzlich auf ein hilfloses kleines Wesen komplett umzustellen und all die Marotten, die Frau im Laufe ihres Erwachsenseins so aufgebaut hat, mit dem Mama sein in Einklang zu bringen.....

Ich weiß, dass ich mit 20irgendwas viel entspannter gewesen wäre. Man macht sich ständig einen Kopf um hundert Eventualitäten und möchte ständig alles absichern. So verkopft.
Zu dem anderen Thema, ob Pekip, und der Druck von aussen: man kann sich super von allem abgrenzen. Keine muss zum Pekip hecheln oder Babyschwimmen oder sonst was. Das entscheidet man doch selbst, ob man das möchte und niemand sonst. Ausprobieren kann man und wenn es einem nicht gefällt, dann lässt man es.
bei Diesen Gründen denke ich, das sind eher vorgeschobene Gründe. Man kann sich den Kopf darüber immer noch zerbrechen, wenn ein Baby da ist, dann kann man überlegen, ob man Kurse besucht.
Das aber vorher in die Entscheidungsfindung hinein zu nehmen, finde ich nicht zielführend. Es lenkt doch eher ab vom eigentlich Thema, nämlich ob man Kinder will.
ich lese hier und in anderen Strängen viel von Argumenten gegen Kinder. Was ich vermisse, sind Gründe FÜR Kinder. Wo sind die Gründe für Kinder? Gibt es denn keine?
Diesen Ansatz empfind ich als zielführender, stimmiger und positiver. Wenn ich Gründe gegen Kinder suche, dann ist ja eigentlich alles klar?
Was ist mit: Baby-Lachen, Geborgenheit schenken...
Der Wunsch, ein kleines Menschenwesen auf seinem Weg zu begleiten...
Lachen mit Kindern
Strahlende Kinderaugen
Weihnachten mit Kindern..
eigene Werte leben, vorleben vermitteln und weitergeben
Spaß mit seinem Kind haben
gemütliche Vorlesestunden, gemeinsames Basteln, Malen...
In der Natur toben
Drachen steigen lassen
einen Marienkäfer mit seinem Kind gemeinsam beobachten
Für ein Kind da sein, wenn es einen braucht (in Zeiten von Krankheit)
Staunen, wenn das eigene Kind auf seinen eigenen kleinen Beinlein anfängt zu laufen.
Überrascht sein, wie sich die Stimme des eigenen Kindes anhört
Den Charakter des eigenen Kindes kennenlernen und staunen und staunen und stauen...
Dem Kind zeigen, wie die Welt funktioniert... Kinderfragen beantworten...
Abends mit seinem Kind im Arm einschlafen und einfach glücklich sein.
POSITIVES sehen.Geändert von Mailine (28.03.2018 um 17:44 Uhr)


Zitieren


