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  1. Inaktiver User

    AW: Partner mag nicht, was ich vorhabe ...

    Danke euch.

    Es kristallisiert sich gerade für mich raus:

    1. Was steckt dahinter, warum tut er das?
    2. Wie wichtig ist es (mir), einen Partner zu haben, der mich vorbehaltlos unterstützt?


    Ich kann hier immer nur von mir sprechen, nicht wirklich von ihm. Aber was @Lizzy1234 geschrieben hat, stimmt schon irgendwie. Ich "mache" einfach, während er gerne und lange überlegt und dann ist die Chance dahin.
    Muss leider auch gerade feststellen, dass wir schon ein paar Vorfälle hatten, die mir auch im Nachhinein noch immer mal wieder sauer aufstoßen, weil wir "wegen seinen Bedenken" schon ein paar tolle Chancen verpasst haben. (Urlaub, Wohnung ... - einfach zu lange gewartet.)

    Ich kann also nicht erkennen, dass dieses Zögern irgendwelche Vorteile mit sich gebracht hätte. Vielleicht bin ich da aber auch gerade betriebsblind.

    Was ich an ihm schätze, ist, dass er mich gerade in unseren ersten Jahren wirklich total bedingungslos geliebt und unterstützt hat (etwas, worin ich ihn derzeit nicht wieder erkenne), er hat mir damals das Vertrauen gegeben, was ich selber nicht hatte, und das tat total gut. Er war damals so ein sicherer Hafen, wo ich ankern konnte.
    Jetzt will ich neue Ufer ansteuern und habe eher das Gefühl einer Zollbehörde gegenüber zu sitzen, die mir ständig die Ausfahrt verbietet.

    Ja. Was steckt dahinter?

    Ihr habt ja ein paar Vermutungen geäußert ... wie gesagt, ich kann hier nur für mich sprechen. Ich erhoffe mir aber, dass er das für sich vielleicht klären kann, da er ja ebenfalls ein Coaching beabsichtigt.

    Übrigens ...
    Vor ein paar Tagen - und das ist nach all den Jahren nicht leicht zu schreiben oder gar zu denken - habe ich zumindest ganz klar "gefühlt", dass ich nicht mit jemandem zusammen sein möchte, der mich in meinen Plänen und meiner Selbstentwicklung so sehr bremst.
    Das war, ohne, dass ich es jetzt beschreiben möchte, einfach keine "Kleinigkeit" mehr, kein leichtes Ausbremsen oder eine Mahnung zur Vorsicht, sondern ein emotionaler Tritt in die Magengegend.
    Mit so jemandem möchte ich nicht zusammen sein.
    Das habe ich ihm auch so gesagt.
    Und daher sein Entschluss, ebenfalls zu einem Coach zu gehen.



    Kurzum: Ihr habt schon Recht, ich sollte mich am besten auf mich und meine Pläne besinnen, nicht auf ihn. ... Ich wünsche mir nur mehr "Klarheit", glaube ich. Gerade ist das alles sehr verworren, mal ganz doof gefragt: "Wann" wäre denn der Zeitpunkt gekommen zu sagen, jetzt ist alles wieder gut oder jetzt muss ich definitiv mal eine Entscheidung treffen?

  2. User Info Menu

    AW: Partner mag nicht, was ich vorhabe ...

    mir sind beim Lesen zwei Dinge in den Kopp geschossen:

    es ist gut, wenn der Partner ein Korrektiv sein kann, so wie das zio beschrieben hat,

    es ist gut, wenn der Partner Unterstützung gibt im Sinne von Zuspruch (vielleicht fehlt dir das von deinem Partner?)

    Die beiden Dinge sinds für mich persönlich, die ich als sehr hilfreich finde , wenn ich etwas auf die Beine stellen will.

    Das andere habe ich allerdings öfter kennen gelernt: die Bremse, deren Gründe mehr im Partner liegen als in meinen Aktionen. z.B. weil er Angst vor Veränderungen hat, oder neidisch ist, oder einfach unzufrieden und planlos in der eigenen Situation.

    Da kommt es dann darauf an, wie bereit ist er zur Selbstreflektion, also ist da Bewegung möglich, oder nur Sperre.

    Grundsätzlich sind viele Ideen von mir nie in die Tat umgesetzt worden, weil ich alleine war und mir das unterstützende Umfeld gefehlt hat. Es ist also schon so, dass es das einfach bei manchen Dingen braucht, bzw. es einfach hilft.

    Andererseits hat dein Partner aber auch Recht damit, wenn er sagt, dass dies oft als Ausrede fürs eigene Scheitern herhalten muss.
    Wenn der Partner allerdings tatsächlich (mental oder auch aktiv) gegen einen arbeitet, dann kostet das zusätzlich Kraft, die woanders fehlt. Dann wirds Zeit zu akzeptieren, dass der eigene Weg nicht mehr mit dem des Partners identisch ist.

    In allem geht es also um die Balance, ums genaue Hinschauen, worum es sich denn nun wirklich handelt. Und die Übergänge von Konstruktiven zum Negativen sind fließend. Das ganze lebt daher sehr stark von der Qualität eurer Kommunikation.

    Und noch was habe ich aus meinen Veränderungszeiten mitgenommen: in diesen Momenten ist man letztlich immer allein, d.h. die Entscheidungen, die musst du für dich treffen. Menschen können dich nur unterstützen oder behindern, aber dir die Entscheidungen nicht abnehmen. Und Veränderungen werden nur was, wenn ich voll und ganz mir meine Entscheidung erarbeite, sie fälle und dann zu ihr stehe - auch wenn sie sich als Irrweg erweist. Aber bekanntlich bereut man ja nur die Fehler, die man nicht gewagt hat zu machen
    Geändert von Amelie63 (24.02.2018 um 10:18 Uhr)
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  3. Inaktiver User

    AW: Partner mag nicht, was ich vorhabe ...

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen

    In allem geht es also um die Balance, ums genaue Hinschauen, worum es sich denn nun wirklich handelt. Und die Übergänge von Konstruktiven zum Negativen sind fließend. Das ganze lebt daher sehr stark von der Qualität eurer Kommunikation.

    Und noch was habe ich aus meinen Veränderungszeiten mitgenommen: in diesen Momenten ist man letztlich immer allein, d.h. die Entscheidungen, die musst du für dich treffen. Menschen können dich nur unterstützen oder behindern, aber dir die Entscheidungen nicht abnehmen. Und Veränderungen werden nur was, wenn ich voll und ganz mir meine Entscheidung erarbeite, sie fälle und dann zu ihr stehe - auch wenn sie sich als Irrweg erweist. Aber bekanntlich bereut man ja nur die Fehler, die man nicht gewagt hat zu machen
    Danke für die Zusammenfassung. Seh ich ganz genau so.

    Wertvoll für mich ist das hier zitierte: Kommunikation und für-mich-Entscheidungen-treffen.

    Gerade hatten wir ein gutes Gespräch. Gerade nehme ich auch wahr, dass er teilweise wirklich etwas "klotziges" hat, was ich aber auch allzu gerne nutze, um so zu tun, als wäre ich da irgendwie dran festgebunden.

    Immer wieder führe ich mir auch gerade vor Augen, dass es nicht die Aufgabe meines Partners ist, dass ich mir selbst vertraue. (!!!)


    Alles andere wird wohl mal wieder die Zeit - und die aufmerksame Beobachtung - zeigen.

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    AW: Partner mag nicht, was ich vorhabe ...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    1. Was steckt dahinter, warum tut er das?
    2. Wie wichtig ist es (mir), einen Partner zu haben, der mich vorbehaltlos unterstützt?
    zu 1.: wenn Du das verstehst, dann kannst Du seine Reaktionen gut oder zumindest besser einschätzen

    zu 2.: was nutzt einem ein Partner, der jedes noch so abwegige Hirngespinst vorbehaltlos unterstützt? Will man so einen Ja-Sager wirklich an der Seite wissen?
    life is all about
    finding people who
    are your kind of
    CRAZY

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    AW: Partner mag nicht, was ich vorhabe ...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    "Das ist total unmoralisch, was Du vorhast."
    (...)
    Mein Partner: "Jetzt mach Dir doch nichts vor."
    Sind das wörtliche Zitate oder Verkürzungen deinerseits?

    Ich finde nicht, dass ein Partner alles gut finden muss, was ich mache und wenn er ernsthafte Bedenken hat würde ich sogar erwarten, dass er als Korrektiv funktioniert, wenn ich mich gerade in etwas verrenne.

    Aber dabei erwarte ich schon, dass der Partner mir wohlgesinnt ist und Kritik konstruktiv und wertschätzend vorbringt. Die obigen Zitate klingen für mich missgünstig und abwertend, damit hätte ich ein Problem.

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    AW: Partner mag nicht, was ich vorhabe ...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Jetzt will ich neue Ufer ansteuern und habe eher das Gefühl einer Zollbehörde gegenüber zu sitzen, die mir ständig die Ausfahrt verbietet.
    ich bleib dabei: der kann es nicht verknusen, dass du erfolgreicher und fitter bist als er.

    Oder wie Amelie es ausführlicher und besser erklärt: "Das andere habe ich allerdings öfter kennen gelernt: die Bremse, deren Gründe mehr im Partner liegen als in meinen Aktionen. z.B. weil er Angst vor Veränderungen hat, oder neidisch ist, oder einfach unzufrieden und planlos in der eigenen Situation.

    Da kommt es dann darauf an, wie bereit ist er zur Selbstreflektion, also ist da Bewegung möglich, oder nur Sperre."
    see you on be friends online!

  7. Inaktiver User

    AW: Partner mag nicht, was ich vorhabe ...

    @Ullalla

    Pfffffffff.... gute Frage!
    Ich kenne das von Freundinnen, die teilweise sehr, sehr unterstützend sind, dass das einfach wahnsinnig gut tut. Und von ihm kenne ich es ja eigentlich auch.
    Trotzdem hast Du natürlich Recht, es wäre bescheuert, wenn jemand immer nur zu allem Ja und Amen sagt. Und in Beziehungen kommt es nun mal vor, dass man auch nicht einer Meinung ist.


    @guerteltier

    Die Zitate sind natürlich stark verkürzt, insbesondere das "unmoralische" hat sich aber fast genau so zugetragen. Natürlich gab es mehr Worte usw, aber der Moment, wo es kippte, als ich also merke: Irgendwas ist hier gerade nicht gut ... der war ungefähr so, wie dort beschrieben.
    Kann sehr gut sein, dass wir da schlicht ein Kommunikationsproblem haben.


    @Rotweinliebhaberin

    Ja, das kann auch sein.
    Ich finde, dass es - gerade in unserer längeren Partnerschaft - auch Aufgabe des Partners (in diesem Falle von mir) sein darf, diesbezüglich ein wenig Geduld zu zeigen. Ich habe mich die letzten Monate wirklich sehr verändert ... und gerade sind wir als Paar an einem Punkt, wo das auch ihn zu verändern beginnt.

    Ich hoffe einfach, dass mein Schwung ihm auch etwas Auftrieb verleiht ... genauso wie sein "Festhalten" mich ab und zu noch mal wieder etwas unsanft auf den Boden zurück führt.

    Was ich auf jeden Fall nicht mehr will, ist, dass ich das Gefühl bekomme, er hält mich zurück. Bzw. wenn ich das denke, dass es dann eher dazu führt, dass ich es trotzdem mache (zumal wenn von ihm keine konkreten, sachlichen Gründe kommen, sondern nur so ein "ich mag nicht" oder "unmoralisch" (was übrigens nicht stimmte)).

    Ich kann also für mich in dieser Situation jetzt lernen, dass ich wirklich voll und ganz auf mich vertraue und meinem Partner nicht mehr die "Verantwortung" dafür (ab)gebe.
    Er kann diese Freiheit vielleicht nutzen, um sich mehr um sich zu kümmern und ... selber so toll zu werden, dass er mir nicht mehr neidisch sein braucht. (Manchmal habe ich auch diesen Eindruck. Ja.)


    Es ist aber alles in allem, ein ziemlicher Mix und Wust aus ganz vielen verschiedenen Faktoren. Ihr habt mir auf jeden Fall sehr geholfen, da etwas Klarheit rein zu bekommen.
    Für mich ganz wesentlich:
    Ich muss mich auf mich konzentrieren. Mal wieder.
    Engergie von ihm weg, hin zu mir.
    Irgendwie ist es immer dasselbe.

    Danke euch!

  8. Inaktiver User

    AW: Partner mag nicht, was ich vorhabe ...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Jetzt will ich neue Ufer ansteuern und habe eher das Gefühl einer Zollbehörde gegenüber zu sitzen, die mir ständig die Ausfahrt verbietet. [...]
    [...]
    Das war, ohne, dass ich es jetzt beschreiben möchte, einfach keine "Kleinigkeit" mehr, kein leichtes Ausbremsen oder eine Mahnung zur Vorsicht, sondern ein emotionaler Tritt in die Magengegend.
    Mit so jemandem möchte ich nicht zusammen sein.
    [...]"Wann" wäre denn der Zeitpunkt gekommen zu sagen, jetzt ist alles wieder gut oder jetzt muss ich definitiv mal eine Entscheidung treffen?
    Du hast Dich bereits entschieden. Oder?

    Falls ich richtig liege: Beende es nicht erst in zwei Jahren. Schone Deine Kraftreserven - und schütze Dich. Sich zu erholen wird länger dauern, um so länger Du doch die Schuld immer wieder auch bei Dir suchst und hoffst und redest und wartest - und Dich ausbremsen läßt und selbst zurücknimmst.

  9. User Info Menu

    AW: Partner mag nicht, was ich vorhabe ...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Engergie von ihm weg, hin zu mir.
    Genau.
    Kann man sowieso nur jeder Frau hier empfehlen.
    see you on be friends online!

  10. Inaktiver User

    AW: Partner mag nicht, was ich vorhabe ...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du hast Dich bereits entschieden. Oder?

    Falls ich richtig liege: Beende es nicht erst in zwei Jahren. Schone Deine Kraftreserven - und schütze Dich. Sich zu erholen wird länger dauern, um so länger Du doch die Schuld immer wieder auch bei Dir suchst und hoffst und redest und wartest - und Dich ausbremsen läßt und selbst zurücknimmst.
    Ich übernehme für sein Verhalten nicht die Verantwortung. Aber es ist mein Aufgabe, mich zu schützen, mein Ding zu machen usw. Also ich übernehme für mich die Verantwortung (nicht die Schuld). Ich gebe ihm gerne Zeit, das zu begreifen, aber was diese spezielle Reaktion anbelangt, da ist für mich eine klare Grenze erreicht. Also ... sagen wir mal so, sollte das noch mal vorkommen, dann werde ich mich wohl für ein paar Tage zurückziehen müssen und mir sehr genau überlegen, ob ich wirklich bereit bin, das mitzumachen.

    Generell gilt aber: Einmal in Keinmal und mein Partner ist ja zum Glück kein Holzkopf, sondern ein ziemlich intelligenter Typ, der auch über ein gesundes Reflexionsvermögen verfügt. Und der, glaube ich, gut mitbekommen hat, dass das für mich eine echte Grenzüberschreitung war.

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