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Thema: Besser spät oder nie?
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22.02.2018, 17:00Inaktiver User
AW: Besser spät oder nie?
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22.02.2018, 19:56Inaktiver User
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22.02.2018, 19:56Inaktiver User
AW: Besser spät oder nie?
Ich finde auch nicht, daß jeder Mensch zwingend eine große Entfernung zwischen sich, seine Eltern und seine Kindheit sowie Kindheitsheimat bringen muß, sich also im Sinne von Entfremdung abnabeln, um erwachsen zu werden.
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22.02.2018, 19:57Inaktiver User
AW: Besser spät oder nie?
Hat ja niemand gesagt, dass man sich dort nicht wohlfühlen „darf“. Aber daneben gibt es x Gründe, hinzufahren, die nicht direkt im Zusammenhang mit „wohlfühlen“ stehen müssen: Langeweile;Pflichtbewusstsein; nicht loslassen können; nichts mit sich anfangen zu wissen; Freundschaften nicht schließen oder halten können; Unfähigkeit, eigene Veränderung einzuleiten (andere Wohnung in der gleichen Stadt o. ä.). Bei keinem dieser Gründe löst ein Umzug in die Heimat das dahinter liegende Problem - es verschiebt es nur auf später.
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22.02.2018, 20:03Inaktiver User
AW: Besser spät oder nie?
Weil man irgendwann lernen muss, mit sich selbst klar zu kommen und sich selbst auszuhalten. Freunde und Verwandte kommen und gehen, da hast du weniger Einfluss drauf, als manchen lieb ist. Nur du selbst bist deine eigene Konstante in deinem Leben - also sollte man lernen, mit sich selbst glücklich zu sein. Und das geht am besten mit dauerhaftem Abstand - zumindest emotional. Den hat die TE aber nicht.
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22.02.2018, 20:09Inaktiver User
AW: Besser spät oder nie?
Mag sein, aber es beschleunigt den Vorgang nun mal deutlich und verhindert, dass man sich selbst was vormacht. Erwachsensein heißt: da ist keiner, der sich mal eben schnell um dich kümmert, weil er gerade um die Ecke ist. Das muss man als Erwachsener schon allein hinkriegen. Kopftätscheln hilft nicht dauerhaft.
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22.02.2018, 20:11Inaktiver User
AW: Besser spät oder nie?
Auf jeden Fall.
Aber gerade deshalb würd ich doch in einer Stadt wohnen wollen wo ich mich wohlfühle.
Ich seh das völlig personenunabhängig, sagte ich schon. Es gibt sicher in Bielefeld oder Chemnitz reizende Menschen, dennoch wär ich persönlich dort todunglücklich, da könnte ich noch so liebenswerte Menschen kennen.
Ich hab hier niemand gekannt als ich hergezogen bin - ich wollte aber partout hier leben, und freu mich über 30 Jahre später noch, dass ich hier in dieser Stadt lebe. Der Stadt wegen.
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22.02.2018, 20:28
AW: Besser spät oder nie?
Ich kann mir vorstellen, dass der Freund, solange die Kinder noch studieren (zu Hause wohnen?), an allem "alten" festhält. Danach beginnt für ihn ein neuer Lebensabschnitt. Dann kann er mal schauen, wo er steht, was er will, was ihm gut tut.
Da er nicht mehr 30 ist, werden ihn Veränderungen anstrengen, erst recht solche, die nicht selbst begeistert gewählt sind.
Also erstmal Devise: Vermeidung.
Ich hoffe aber sehr, dass er bei reiflicher Überlegung doch sehen wird, dass er von dir nicht erwarten sollte, dass du dein Leben lang nun dort lebst, wo sein Haus steht und sein Job ist. Das sollte andersherum auch möglich sein, es sei denn, er verändert sich in die Arbeitslosigkeit hinein oder sonstige wilde Verschlechterungen, die er nicht wollen kann.
Wie stehst du zum Thema "Wochenendbeziehung"?
Oder "muss" es ein zusammen leben mit gemeinsamer Wohnung/Haus sein, 7 Tage die Woche?
Übrigens bin ich selbst eine "zurück in die Heimat gegangene", allerdings ohne einen Freund zurück zu lassen. Mir hat der Schritt gut getan, aber oft habe ich auch Sehnsucht nach der anderen Stadt. Wo es viel mehr Möglichkeiten gab, viel mehr Interessantes... Aber nach einem Besuch neulich war dieser Film dann auch durch. Ist mir inzwischen viel zu hektisch und anstrengend, die große Stadt. Mir reichen gelegentliche Besuche voll und ganz.
Freundes-/Bekanntenkreis habe ich neu kennen lernen dürfen. Viele von früher, die ich näher kannte: Weg. Es bleibt aber ein großes Reservoir an Bekannten, durch Schule, Hobby, Eltern, Bruder...younameit.
Also man kommt gut zurecht, und fühlt sich zuhause. Und mit den Jahren kommen immer mehr Leute hinzu, ist klar.
Daß ich hier in Mutters Nähe bin, ist in ihrem Alter sowieso total wichtig (über 80). Ich wäre, wohnte ich nicht hier, permanent auf Achse. Das ist im Krankheitsfall gar nicht machbar, es sei denn man nimmt gleich Urlaub.
Den Aspekt finde ich nicht unwichtig.
Meine Gedanken dazu. Noch unvollständig.
The original Karla
est. 2006











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22.02.2018, 20:46Inaktiver User
AW: Besser spät oder nie?
Threadstartertin,
momentan ist der Zeitpunkt sehr günstig für dich, um einen Arbeitsplatz in deiner Heimatstadt - bei deiner Heimatstadt zu suchen.
Die Stadt ist nicht mehr dieselbe die du verlassen hast - um zu studieren usw. . Aber auch du bist nicht mer dieselbe, die außerhalb der Heimat studiert hat. Also - es könnte zwischen euch beiden sehr gut passen !
Du hast den Kontakt gehalten, hast die Veränderungen gehsehen - auch das sricht dafür, den Schritt zu wagen.
Frag dich doch, wo du sterben möchtest - in deiner Heimat oder in einer Stadt, zu der du keinen Bezug hast. Du sollst natürlich die nächsten 45 Jahre noch nicht sterben - aber das ist mal ein Ansatz um für dich eine gute Entscheidung zu treffen.
Und - ich kenne genügend Menschen, die um die ganze Welt gerannt sind um sich von der Heimat und der Familie und der Verwandtschaft usw. abzunabeln - und die das doch nie geschafft haben. Abnabeln ist ein innerlicher Prozeß - keine Entfernung.
Ich glaube, dir könnte es über die Jahr in deiner Heimat gutgehen. Dir alles gute
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23.02.2018, 10:09Inaktiver User
AW: Besser spät oder nie?
@Saily: Da hast du sicherlich einen wichtigen Punkt angesprochen! Klar, hatte ich immer irgendwie gehofft, die letzten Jahre, durch einen Partner etwas mehr "Heimatgefühl" entwickeln zu können. Mein Wunsch war es, jemanden kennenzulernen und mit diesem dann zusammen zu ziehen. Das ist nun momentan zwar theoretisch möglich. Möchte aber weder in dem Haus meines Partners einziehen, weil es das gemeinsame Haus seiner Ehe war. Sicherlich spielt dies auch eine Rolle, dass ich nun (vielleicht aus Trotz
) alles hin schmeißen will...
Zur Zeit lebe ich 16 Jahre in meiner neuen Stadt, davor habe ich jedoch fast 30 Jahre an den Orten meiner Kindheit verbracht. Ursprünglich wollte ich ja auch nur dort so lange bleiben, wie das Studium gedauert hätte...nun kam aber alles ganz anders
Wenn ich aktuell durch die Einkaufsstraßen meiner Studienstadt laufe, fühle ich mich trotzdem mehr als "Gast", wie als Einheimischer...dies ist anders, wenn ich durch die Fußgängerzone meiner Heimatstadt bummle. Da ich in einer sehr begehrten Stadt/Umgebung studiert habe, sind die Mieten entsprechend hoch und für mich als kleine Angestellte fast unbezahlbar geworden. Viele würden mich um meinen jetztigen Wohnort beneiden (ich lebe da, wo andere Urlaub machen
) und für verrückt erklären, wenn ich das aufgeben würde, zugunsten einer weniger attraktiven Stadt (mein Heimatort). Dafür sind dort die Mieten noch im Rahmen meiner Möglichkeiten

@Veranoazul: Guter Gedankenanstoß! Die Fragen stelle ich mir z.Zt. auch....Es würde mir zumindest das Dableiben erleichtern, wenn mein Freund mit mir zusammen eine neue Wohnung sucht. Ob ich glücklicher bin, wenn ich zurückkehre? Es ist durchaus im Rahme des Möglichen, dass ich dann nicht nur meinen Freund vermissen werde...ein Risiko bleibt es so oder so
Danke dir hilfskonstruktion für deine Worte...fühle mich dadurch verstanden
ganda55: Genau so! Die Wurzeln waren stark und ich habe sie mit gewalt rausgerissen, weil ich unbedingt mit Ende 20 etwas neues wagen wollte...vom Verstand her. Mein Herz ging zwangsläufig mit und hat sich dann ausgesöhnt, als ich relativ schnell neue Freunde gefunden hatte. Dies sind aber nun mehr oder weniger nicht mehr so oft "verfügbar". Die meiste Zeit verbringe ich mit meinem Partner, der eben nicht bereit ist, für mich einen Neustart zu wagen
Auf der einen Seite war es bei mir auch so, wie von dir beschrieben. War offen für neue Leute, neue Landschaften...usw. Wollte die Vergangenheit hinter mir lassen und meinen Horizont erweitern. Es hat mir ja auch gut getan, aus dem alten Trott der Heimat auszusteigen und "andere" Welten zu entdecken. Als Studentin habe ich das genießen können und war mir sicher die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Durch einige Erlebnisse der letzten fünf Jahre, wurde dieser Eindruck aber geschmälert. Und heute laufe ich durch den aktuellen Ort und mir fallen Sachen auf, die mich stören
Abstand habe ich schon, vielleicht sogar emotional. Viele Jahre war ich total auf mich alleine gestellt...als Single und ohne nähere Verwandte in der neuen Stadt. Da war ich auf mich zurückgeworfen und einen engen, innigen Kontakt zu meinen Eltern hatte ich nie. Es war für die Beziehung zu meinen Eltern, die nicht immer konfliktfrei war, sicher besser, dass ich weiter weg gezogen bin
Sehr gut zusammen gefasst! Mein Problem ist bestimmt auch da gegründet, dass ich nie wirklich hier leben wollte und nur wegen dem Studium weggezogen bin. Der Traum Ort liegt ganz wo anders...und ist unabhängig von Freunden oder Verwandten
Hallo Karla48: Das sind zwei gute Aspekte, die du da rausgegriffen hast
Meine Eltern sind beide schon Ü70, zum Glück noch sehr mobil und gesund. Wenn sich dies ändern würde, hätten wir alle ein Problem. Weil ich eben zu weit weg wohnen, um täglich anreisen zu können. Allerdings zweifle ich gerade daran, ob mein Freund einen neuen Lebensabschnitt mit mir beginnen will, sobald die Kinder endgültig aus dem Hause sind
Danke! Dir auch alles Gute
Meine Schwester gehört zu diesen Menschen, die sogar einen ganzen Kontinent gewechselt haben und trotzdem nie glücklich geworden sind. Auch sie erwägt oft, wieder nach Germany zurückzukehren. Nein, das kann ich klar beanworten: Sterbe möchte ich in meiner jetzigen Umgebung nicht. Spätestens wenn ich in Rente bin, würde ich wegziehen...allerdings dann auch nicht mehr in meine alte Heimat, sondern an die Nordsee (momentan wohne ich in Süddeutschland)



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