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  1. Inaktiver User

    AW: Umgang mit abwegigen Theorien

    Nun, mein Lebenskonzept ist glücklicherweise eines solcher größerer individueller Freiheit - und dafür auch Verantwortung.

  2. gesperrt

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    AW: Umgang mit abwegigen Theorien

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nun, mein Lebenskonzept ist glücklicherweise eines solcher größerer individueller Freiheit - und dafür auch Verantwortung.
    Was genau daran ist ein Glück, wenn es dazu führt, dass man Süchte so betrachtet, als ob die Person, die süchtig ist, das freiwillig macht und auch anders hätte entscheiden können, wo es ja bekanntlihc eben nicht der Fall ist?

    Leben ist nun mal grösstenteils unkontrollierbar.

    Was selbstverständlich nicht dagegen spricht, das zu kontrollieren, was man tatsächlich kontrollieren kann - aber halt auc hzu akzeptieren, dass man so viel gar nicht kontrollieren kann. Schon gar nicht die wichtigen, grossen Dinge.

    gruss, barbara

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    AW: Umgang mit abwegigen Theorien

    Zitat Zitat von Marzipanschwein Beitrag anzeigen
    über diesen Rechtsausleger der Esoterik
    Im esoterischen Bereich finden sich vielerlei solcher Ansätze. Kenn ich alles durch meine Schwester.
    Luise Hay z.B. ist auch so eine Vertreterin, die z.B. Bücher darüber geschrieben hat, welche Körperstellen wie erkranken, wenn Dinge symbolhaft in deinem Leben falsch laufen. Keine Ahnung, also hast du z.B. Nackenschmerzen heißt das symbolisch, du hast ein altes Problem noch nicht aufgelöst.
    Dass die Nackenschmerzen auch einfach banal durch ein schlechtes Kopfkissen oder einen alten Bürostuhl entstanden sind, ist dann wohl zu einfach.

    Ich bin z.B. davon überzeugt, dass wir auch unseren Körper ein Stückweit lenken können. Wenn ich z.B. spüre, dass ich in Stress komme, tagelang nur am Hetzen bin, schlecht esse, wenig schlafe und mich an Tag 4 mies fühle, spüre ich, okay, jetzt muss ich mal gegenwirken, sonst mach ichs einer Erkältung leichter. Ebenso kann ich eine heranziehende Erkältung durch gezielte Gegenmaßnahmen vielleicht noch verhindern.

    Bei kleinen Kindern sieht man das sehr schön. Sie tendieren häufig dazu, krank zu werden, wenn sie gestresst sind. Mich fasziniert häufig, wie heilend da einfach nur Körpernähe, Kuscheln, in den Arm nehmen etc. für die Kinder ist. Wie beruhigend.

    Dennoch: Manchmal hat man sich einfach ein Mistvirus irgendwo eingefangen und der Körper kämpft. Oder man hat eine genetische Vorbelastung.

  4. Inaktiver User

    AW: Umgang mit abwegigen Theorien

    Volle Zustimmung @ Blue!

    Mit dem Zusatz: Natürlich sind viele Krankheiten auch psychosomatisch. Oftmals hängen Körper und Psyche aber auch auf den ersten Blick nicht sichtbar zusammen. Mir ist hängengeblieben, was eine Physiotherapeutin mal zu mir sagte, als ich zu ihr meinte, meine Schulterschmerzen kämen immer bei Streß. Sie meinte: "Klar - dann verkrampfen Sie sich und ziehen die Schultern hoch." Altes genetisches Muster. Fight or Flight - oder eben Schutzhaltung, sich klein machen, den Kopf einziehen.


    Bzgl. Süchten: Nun, es gibt genug Menschen, die mit dem Rauchen aufhören. Es gibt auch genug trockene Trinker. Und sogar Ex-Junkies. Die haben es wohl am schwersten, weil deren Droge(n) Körper und Gehirn (am heftigsten und schnellsten) kaputtmacht. Und weil sie am meisten aus dem sozialen Raster fallen.

    Ach ja, und die meisten Menschen haben sogar irgendwann bewußt mit dem Konsum angefangen. Freie Willensentscheidung in den allerhäufigsten Fällen.

    Gut, jetzt könnten wir natürlich philosophisch oder auch gehirnwissenschaftlich über die Existenz eines freien Willens diskutieren. Aber dann ist unser Leben sowieso müßig, wenn wir es wirklich von diesem Standpunkt aus leben wollen.

  5. gesperrt

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    AW: Umgang mit abwegigen Theorien

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Im esoterischen Bereich finden sich vielerlei solcher Ansätze.
    in der Politik finden sich noch viel mehr solcher politisch rechtsgerichteter Ansätze, was aber auch niemanden daran hindert, auf andere Weise Politik zu treiben.

    Keine Ahnung, also hast du z.B. Nackenschmerzen heißt das symbolisch, du hast ein altes Problem noch nicht aufgelöst.
    Dass die Nackenschmerzen auch einfach banal durch ein schlechtes Kopfkissen oder einen alten Bürostuhl entstanden sind, ist dann wohl zu einfach.
    Auch ein schlechtes Kissen oder ein schlechter Stuhl kann ein "altes Problem" sein. Das sind doch keine Widersprüche oder Gegensätze. und gerade was den schlechten Stuhl betrifft: gute Stühle kosten ein Vermögen, da hat man schon einige Themen von wegen Wertschätzung, Selbstliebe etc drin, wenn man dem Symptom "Nackenschmerzen" nachgeht und eine Lösung sucht. Das muss man sich schon wert sein, mehrere Hundert Euro für einen Stuhl zu zahlen.

    und ja, selbstverständlich ist es sinnvoll, bei Problemen nicht nur die körperlich-materiellen Aspekte zu prüfen, sondern ebenso die mentalen, die emotionalen, die spirituellen Aspekte - und dort zu handeln, wo es am vielversprechendsten scheint.

    Das kann auf "ich brauch einen vernünftigen Stuhl" rauslaufen, aber auch auf andere Dinge.



    Ich bin z.B. davon überzeugt, dass wir auch unseren Körper ein Stückweit lenken können. Wenn ich z.B. spüre, dass ich in Stress komme, tagelang nur am Hetzen bin, schlecht esse, wenig schlafe und mich an Tag 4 mies fühle, spüre ich, okay, jetzt muss ich mal gegenwirken, sonst mach ichs einer Erkältung leichter. Ebenso kann ich eine heranziehende Erkältung durch gezielte Gegenmaßnahmen vielleicht noch verhindern.
    Was in der Regel mit Begriffen wie "Achtsamkeit" oder "Selbstliebe" umschrieben wird. ist doch in Ordnung, das zu tun. und überhaupt nicht abwegig.

    Genauso wie es nicht abwegig ist, unter Umständen einem Familienmitglied oder guten Freund zu sagen "ich glaube, du hast Stress, ein bisschen Ruhe und eine Tasse Tee würden dir gut tun."

    gruss, barbara

  6. gesperrt

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    AW: Umgang mit abwegigen Theorien

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oftmals hängen Körper und Psyche aber auch auf den ersten Blick nicht sichtbar zusammen
    Dafür gibt's ja noch den zweiten, dritten, vierten... hundertsten... Blick.



    Bzgl. Süchten: Nun, es gibt genug Menschen, die mit dem Rauchen aufhören. Es gibt auch genug trockene Trinker. Und sogar Ex-Junkies. Die haben es wohl am schwersten, weil deren Droge(n) Körper und Gehirn (am heftigsten und schnellsten) kaputtmacht.
    Die Ex-Junkies in meinem Bekanntenkreis finden, Nikotinentzug ist der schwierigste Entzug.

    Aber auch da gilt: viele brauchen mehrere Anläufe, es muss auch der richtige Moment kommen, damit ein Entzug klappt, man muss sich durch mehrere Schichten an Problemen und Ausreden und Selbstlügen arbeiten, bis es klappt... das ist völlig normal, dass das dauern kann, und dass eben nicht jeder, der heute suchtfrei ist, auch vor zehn Jahren hätte suchtfrei sein können.

    Die Annahme "der könnte auch anders" ist falsch. Nein, kann er nicht. Nicht jetzt, nicht heute.

    Ach ja, und die meisten Menschen haben sogar irgendwann bewußt mit dem Konsum angefangen. Freie Willensentscheidung in den allerhäufigsten Fällen.
    Alkohol und Tabak sieht man oft im sozialen Umfeld, das ist einfach immer da. und wenn man als Teenie zu rauchen anfängt, um in der Clique sozial mitzuhalten, oder um eine eigene Misere zu vergessen....nein, das hat mit Freiheit nicht allzu viel zu tun.

    Ob man eine Neigung zu gewissen Drogen hat, auch nicht - manche Leute könnte man vollstopfen mit Drogen, das Einzige, was sie davon kriegen, ist ein dummer Schädel. Die haben einfach das Glück, dass sie auf Drogen nicht ansprechen. Andere sprechen darauf an und kriegen ein schönes Erlebnis. Die haben dann einfach Pech, diese Neigung zu besitzen.

    hat alles nicht das Geringste mit persönlicher Schuld zu tun.

    Mehr Verantwortung, als das Beste aus dem Leben zu machen, das man eben gerade unter gegebenen Umständen machen kann - kann man nicht machen.

    Und es ist ein Fehler, von sich selbst (und den Dingen, die einem selbst leicht fallen) auf andere zu schliessen. Denen fällt anderes leicht, und anderes schwer.

    gruss, barbara

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    AW: Umgang mit abwegigen Theorien

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Im esoterischen Bereich finden sich vielerlei solcher Ansätze. Kenn ich alles durch meine Schwester.
    Luise Hay z.B. ist auch so eine Vertreterin, die z.B. Bücher darüber geschrieben hat, welche Körperstellen wie erkranken, wenn Dinge symbolhaft in deinem Leben falsch laufen.
    Na ja, ich kann irgendwie auch verstehen, warum solche Theorien so attraktiv sind. Sie sind so schön einfach und irgendwie zumindenst auf den ersten Blick einleuchtend


    Ich bin z.B. davon überzeugt, dass wir auch unseren Körper ein Stückweit lenken können. Wenn ich z.B. spüre, dass ich in Stress komme, tagelang nur am Hetzen bin, schlecht esse, wenig schlafe und mich an Tag 4 mies fühle, spüre ich, okay, jetzt muss ich mal gegenwirken, sonst mach ichs einer Erkältung leichter. Ebenso kann ich eine heranziehende Erkältung durch gezielte Gegenmaßnahmen vielleicht noch verhindern.

    Bei kleinen Kindern sieht man das sehr schön. Sie tendieren häufig dazu, krank zu werden, wenn sie gestresst sind. Mich fasziniert häufig, wie heilend da einfach nur Körpernähe, Kuscheln, in den Arm nehmen etc. für die Kinder ist. Wie beruhigend.

    Dennoch: Manchmal hat man sich einfach ein Mistvirus irgendwo eingefangen und der Körper kämpft. Oder man hat eine genetische Vorbelastung.
    Ja, ganz sicher, aber ich glaube, dass dieses "Stückweit" ziemlich begrenzt ist. Dafür habe ich in den letzten Jahren zu viele junge Menschen kennengelernt, die immer gesund gelebt haben und trotzdem Krebs bekommen haben. Trotzdem finde ich schon, dass man an diesem "Stückweit" arbeiten sollte.

    Was Süchte betrifft, gibt es sicher Leute die mehr dortzu tendieren als andere, aber ich finde auch, dass unser Wille nicht zu unterschätzen ist. So hat sich mein Vater aus einer jahrzehntelangen Alkoholabhängigkeit befreit (natürlich mit Hilfe von Fachleuten) und dafür gebührt ihm mein grösster Respekt.

  8. gesperrt

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    AW: Umgang mit abwegigen Theorien

    Zitat Zitat von Marzipanschwein Beitrag anzeigen
    Na ja, ich kann irgendwie auch verstehen, warum solche Theorien so attraktiv sind. Sie sind so schön einfach und irgendwie zumindenst auf den ersten Blick einleuchtend
    Was mich betrifft, so hat sich vieles ,das gemeinhin unter dem Etikett "Esoterik" läuft, auch auf den dritten, fünften und hundertsten Blick bewährt, sowohl in seiner Kohärenz als theoretisches Konzept, wie auch in Bezug auf die Nützlichkeit in der praktischen Anwendung.

    Ich wäre ja schön blöd, so wertvolle und nützliche Werkzeuge aus rein ideologischen Gründen abzulehnen.

    Ja, ganz sicher, aber ich glaube, dass dieses "Stückweit" ziemlich begrenzt ist.
    Für Leute, die grundsätzlich gesund sind und diese Gesundheit bis ins hohe Alter erhalten wollen - ist dieses "Stückweit" ein sehr grosses Stück.

    Wer, aus welchem Grund auch immer, ein ernsthaftes akutes Problem hat - da ist der Handlungsspielraum deutlich geringer.

    aber ich finde auch, dass unser Wille nicht zu unterschätzen ist. So hat sich mein Vater aus einer jahrzehntelangen Alkoholabhängigkeit befreit (natürlich mit Hilfe von Fachleuten) und dafür gebührt ihm mein grösster Respekt.
    Einen starken Willen ist nicht etwas, was man ebenso mal im Onlineshop bestellt, wenn man zu wenig davon hat. Wer wenig Wille hat, muss andere Wege finden als willensstarke Menschen.

    und ob man zu reinen oder andern Gruppe gehört, ist reines Glück. kein Verdienst, aber auch keine Strafe.

    gruss, barbara

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    AW: Umgang mit abwegigen Theorien

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Was mich betrifft, so hat sich vieles ,das gemeinhin unter dem Etikett "Esoterik" läuft, auch auf den dritten, fünften und hundertsten Blick bewährt, sowohl in seiner Kohärenz als theoretisches Konzept, wie auch in Bezug auf die Nützlichkeit in der praktischen Anwendung.
    Was denn zum Beispiel?

  10. Inaktiver User

    AW: Umgang mit abwegigen Theorien

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Einen starken Willen ist nicht etwas, was man ebenso mal im Onlineshop bestellt, wenn man zu wenig davon hat. Wer wenig Wille hat, muss andere Wege finden als willensstarke Menschen.

    und ob man zu reinen oder andern Gruppe gehört, ist reines Glück. kein Verdienst, aber auch keine Strafe.
    Na das ist ja mal schön bequem.

    Wollen tun die meisten Menschen irgend etwas. Das Essentiellste ist der Wille zum Leben. Manchmal auch der Wille, nicht mehr zu leben. Aber einfach nicht mehr wollen wollen und willenlos ins ewige Nichts transzendieren - das geht eben nicht. An dem Paradox hat sich Schopenhauer die Zähne ausgebissen...

    Willenskraft ist also nicht das Problem. Problematisch ist es, wenn zu viele andere Dinge unseren eigentlichen Willen überlagern, so daß wir ihn gar nicht mehr fühlen können. Wenn dem andere Dinge gegenüber stehen, Zwänge, Verstrickungen, Ängste...

    Aber letztlich läuft es darauf hinaus in Abwandlung eines Spruches zu Angst und Mut: Willenskraft - oder eher: das wirkliche Wollen einer Sache - ist nicht die Abwesenheit von Ängsten, Hindernissen, Bequemlichkeiten. Sie ist die Erkenntnis, daß das angestrebte Ziel wichtiger ist, als alle Hindernisse schwerwiegend sein können. So wichtig, daß selbst das Scheitern auf dem Weg dahin besser und notwendiger ist, als es nicht zu versuchen.

    Willenskraft ist auch keineswegs mit Disziplin gleichzusetzen. Disziplin kann helfen - ebenso aber auch eine große Liebe zum Ziel oder auch nur zum Weg.

    Manchmal sind Ängste größer, viel größer, als unser Zutrauen zu uns selbst. Und manchmal stehen auch schlicht wirklich objektiv unüberwindbare Hindernisse zwischen uns und unseren Träumen.

    Aber das Argument: "Ich hab halt nicht genug Willenskraft" als Begründung für "Ich muß es gar nicht erst versuchen und mich anstrengen" - das zieht nicht.
    Und die Energie, die manche Menschen darauf verwenden, daß sich in ihrem Leben NICHTS ändert, um ungesunde Muster und Strukturen aufrecht zu erhalten, um im Gefängnis ihres Jammerns zu bleiben - die ist nicht zu unterschätzen. Und manchmal kostet das Aufrechterhalten dieses Korsetts sogar mehr Kraft. Willen ist nicht das Problem. Der ist da nämlich durchaus da. Nämlich zum Festhalten am Vertrauten. Daß das natürlich so nicht offen gesagt und häufig von den Betreffenden auch nicht gesehen wird - geschenkt.

    Und dann gibt es da übrigens noch eine physiologische Komponente: Willenskraft hängt im Gehirn irgendwie mit Kohlenhydraten zusammen. Das erklärt, warum Diäten so schwer durchzuhalten sind. Aber Abnehmen kann trotzdem jeder. Ja, jeder. Und das muß nicht mit eiserner Disziplin (als Interpretation von Willenskraft = Härte gegen sich selbst) sein. Man kann das Stück Kuchen nachmittags, wenn die leeren Kohlenhydratspeicher Alarmsignale geben, auch einfach einkalkulieren. Oder abends eben noch 30 Min. auf den Crossi gehen.

    Sin

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