vielleicht muss man es als Akt der Hilflosigkeit sehen. "Wir" haben es heute nicht mehr besonders gut drauf, solche Dinge aushalten zu können. Und das Umfeld weiss oft einfach nicht, wie es reagieren soll.
Ist zwar trotzdem blöd, so eine Reaktion, aber vielleicht ist es kräftesparender, einfach nicht drauf einzusteigen und auf Durchzug zu stellen 'a la "ich muss dann mal wech.."
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25.02.2018, 11:00
AW: Umgang mit abwegigen Theorien
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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25.02.2018, 11:02
AW: Umgang mit abwegigen Theorien
Ich bin durchaus ein gläubiger Mensch. Jesus und seine Lehre, das sagt mir zu. Aber never ever würde ich es wagen, mich einzumischen, hat jemand eine ernsthafte Erkrankung. Da von Schuld auch nur im Ansatz zu sprechen, finde ich schrecklich zynisch, respektlos und unfair. Und am Ende würde ich mich eher der Wissenschaft und einem guten Arzt verschreiben als es beim Beten zu belassen.
Man sagt, der Glaube gibt Kraft. Dabei ist es wohl nicht so wichtig, welchen Glauben du hast. Sondern allein dieses Gefühl von Sinnhaftigkeit, dass da "oben" ? jemand ist, der uns gut will, eine gute Kraft, eine gute Energie (dies nur soweit, sorry für OT).
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25.02.2018, 11:03
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25.02.2018, 11:13
AW: Umgang mit abwegigen Theorien
ich vermute, dass "normal" gläubige Menschen vielleicht sogar besser dafür gerüstet sind, auch einfach mal was auszuhalten, was nicht in ihrem Wirkungskreis ist. Das Positive in der Religiösität sehe ich zumindest in der Fähigkeit über das eigene kleine Ego mal hinaus zu gehen (wobei ich Religiösität hier sehr weit fasse)
Ich habe es so verstanden, dass der Mann die Schuldzuweisung auch mehr aus dem Buch "Krankheit als Weg" zog und weniger aus dem Glauben. Wobei ich das Buch grundsätzlich nicht verkehrt, sondern einfach nur immer wieder als falsch verstanden sehe. Eigentlich gehts da eher um Selbstwahrnehmung und Achtsamkeit, und nicht um Schuldzuweisungen und einfache Antworten. Ich hab aber auch schon erlebt, dass das völlig fehltinterpretiert wurde.
Ich hatte mal eine Freundin, die auch auf grund des Buches anfing, zu pseudopsychologisieren. Ich habe das Buch eher wie der Umgang mit Traumbildern verstanden. Da gibt es auch kein "das ist das Bild - und das ist die Antwort". Leider werden solche Ansätze gerne genutzt von Menschen, die mit ihrer eigenen Hilflosigkeit nicht klar kommen und/oder ein einfaches Weltbild brauchen.
Das zeigt schon, dass Diskutieren nichts bringt, sie werden ihre Welt verteidigen und am besten lässt man sie ihnen einfach. Nur - wie schon gesagt, dann müssen sie sich halt auf das entsprechende soziale Umfeld zurück ziehen. Das muss man ihnen dann halt auch zugestehen.Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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25.02.2018, 16:25
AW: Umgang mit abwegigen Theorien
Das ist in der Tat furchtbar.
Abwegig und eigenartig finde ich allerdings, wie viele Leute wie schnell eine Botschaft in der Richtung hören von "du bist schuld!" - wo davon gar nicht die Rede ist, sondern es einfach reininterpretiert wird.
Von Dahlke habe ich diverse Bücher gelesen, von persönlicher Schuld ist da nie, nimmer und nirgendwo die Rede (es ist von dem Konzept die Rede, was im Christlichen "Erbsünde" genannt wird. hat mit persönlichem Fehlverhalten genau gar nichts zu tun. ) Wieso ihm aber genau dies immer vorgeworfen wird... wird mir wohl ewig ein Rätsel bleiben.
Stimmt, was ein Grund ist, warum ihc meine Probleme und Sorgen nur mit sehr ausgewählten Leuten bespreche, weil ich nichts davon habe, zu meinem Problem, das ich sowieso schon habe, noch die überbordende Emotionalität anderer Leute drauf gepackt zu bekommen. In meinem konkreten Fall waren das aber nur selten Leute mit einer Diskussion rund um Schuldfragen. Einen zu belasten, kriegen auch nicht-Esos wunderbar hin. und das , klar doch, mit den allerbesten Absichten.V.a. weil die Betroffenen ihre Kraft ja nun wirklich für was anderes brauchen, anstatt sich gegen solch ein destruktives Gelaber wehren oder zumindest abgrenzen zu müssen.
ich kann, besonders auch für gesunde Leute, Seneca sehr empfehlen, um sich mit der Möglichkeit des eigenen Ablebens auseinanderzusetzen. Früher oder später kommt das ja für uns alle.und sich dann ganz unabhängig von den Heilungschancen sehr real mit der Möglichkeit des eigenen Ablebens konfrontiert zu sehen.
Aber klar doch. Menschen, denen nichts heilig ist, misstraue ich. Die sind wie Fähnchen im Wind, heut mal so und morgen wieder ganz anders... was soll ich mit so einem Menschen denn Ernsthaftes tun können? Da kann man sich ja auf gar nichts verlassen.Mit Gläubigen diskutiere ich sowieso nicht, denn das ist ein Widerspruch in sich. Gläubige müssen immer einen Kern haben, der absolut sakrosankt ist und an den sie nichts kommen lassen.
Wenn ich, als Person mit grossem Interesse an Komplementärtherapie, gelegentlich mit Schulmedizinern rede, kriege ich allzu oft genau dieses Gefühl vermittelt: Schulmedizin ist super, top, genial und überhaupt, und alle, die das anders sehen, kriegen so einen Blick oder Worte ab, als ob sie geistig behindert wären. im besten Fall. Im schlechtesten Fall wird es zu ausgewachsenen Tiraden eskaliert.Es wird dem Gegenüber vermittelt "nur ich bin ok, du bist schief gewickelt und damit eben nicht ok".
nun ja, zum Glück kann man aus Arztpraxen auch rausgehen. Gewisse Diskussionen lohnt es sich wirklich nicht zu führen.
gruss, barbara
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25.02.2018, 16:28
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25.02.2018, 22:52
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25.02.2018, 22:55
AW: Umgang mit abwegigen Theorien
Genau, Blue, das ist geschmacklos, aber vor allem empathielos!
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26.02.2018, 11:15
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26.02.2018, 11:22




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