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    Ich weiß nicht was ich machen soll...

    Liebe Forum-Gemeinde,

    Ich stehe gerade echt vor einer Zwickmühle und weiß wirklich nicht was ich machen soll. Es hat indirekt etwas mit meiner Persönlichkeit zu tun, also falls der Thread hier falsch ist, bitte verschieben.

    Und zwar habe ich gerade ein gefühlt massives Problem mit meinen Verein. Vor ca. 3 Jahren sind mein Mann und ich in diesen Ort gezogen, welcher sehr ländlich ist. Hauptgrund für den Umzug Beruf meines Partners. Da ich in meiner alten Heimat in einer Sportart sehr aktiv war, wollte ich dies auch in der neuen Umgebung auch ausüben. Zudem dachte ich mir, lerne ich so am schnellsten neue Leute kennen.

    Also, den Vorstand kontaktiert und in den Verein eingetreten. Gleich in die ersten Mannschaft gekommen. Am Anfang des Jahres vor genau drei Jahren standen Neuwahlen an. Da man keinen zweiten Vorstand innerhalb des Vereines gefunden hat, habe ich mich breitschlagen lassen, dies zu tun.

    Als ich den Posten angetreten habe, habe ich immer betont (ich war gerade frisch mit dem Studium fertig), dass ich nicht weiß, wieviel Zeit ich für den Verein haben werde. Jetzt im Moment gehe es gut, (da zu dem Zeitraum arbeitslos) aber da ich nicht wusste, wie sich meine berufliche Laufbahn entwickle, kann ich nicht sagen, wie es dann um meine Zeit steht. Zudem hatte ich auch Mann und Kind zu diesem Zeitpunkt schon daheim und diese wollen doch auch ab und zu Zeit mit mir verbringen. Es kann also sein, dass ich manche Events nicht mitmachen kann. Vorstand hat mir versichert, dies wäre kein Problem und somit habe ich den Posten angenommen.

    Das erste Jahr war auch kein Problem. Wie gesagt, ich war arbeitslos (ungewollt) und konnte meine ganze Kraft und Energie in den zweiten Vorstand stecken. Aber ich wollte ja nach dem Studium arbeiten und habe dann vor ca. 3 Jahren ein tolles Jobangebot auf den Tisch liegen. Eine Traumstelle für jemanden nach dem Studium, zwar befristet, aber es war mir erstmal egal. Die Stelle war aber in der Bundeshauptstadt unseres Bundeslandes und somit musste ich zwangsweise jeden Tag einfach 100 km pendeln. An Umzug war wegen meiner privaten Situation nicht zu denken. Es war sehr anstregend, aber mit genug Homeoffice-Tagen war es gut auszuhalten. Durch die Pendelei und Vollzeitarbeit hatte ich aber schlussendlich weniger Zeit für den Verein. Ich dachte, es war so abgesprochen und wäre kein Problem. Aber ein paar Menschen im Verein war es trotzdem zu wenig, was ich machte.

    Ich habe es so stehen lassen, habe aber immer öfters mit den Gedanken gespielt, mit der Vorstandschaft nach der Wahlperiode aufzuhören. Konkret wurde mein Aufhörgedanke letztes Jahr, als ich schwanger wurde. (Baby kommt Ende Februar) Grundstück haben wir auch gekauft, wir werden also auch in naher Zukunft bauen. Ich weiß also im Moment, dass ich die nächsten Jahre sehr anstregend und stressig sein werden. Deshalb habe ich im letzten Jahr immer wieder mal erwähnt, dass ich mit der Vorstandschaft aufhören werde. Meine Aussagen wurden aber vom ersten Vorstand nicht ernst genommen (O-Ton: Sehen wir schon wie es dann im Dezember/Januar ist), bis mir bei der letzten Sitzung wirklich der Kragen geplatzt ist. Ich gesagt habe, dass mir das zuviel wird, dass ich den Posten so nicht ausführen kann. Daraufhin waren die alle erstmal verdaddert dagehockt, haben rumgenöhlt, warum das ausgerechnet bei mir sooooooo ein Problem dastelle, bei xy wäre Familie/Beruf und Verein auch kein Problem gewesen, aber endlich haben Sie mein Anliegen verstanden. (So dachte ich zumindest)

    Leider ist die Geschichte nicht zu Ende. Bis jetzt hätte ich weiterhin in den Verein gehen können, meinen Mannschaftsport ausüben können und gut wäre es gewesen. Nun hat mich mein Vorstand aber nochmals gefragt, weil kein anderer Mumm hätte, ob ich das nochmals machen könnte.

    Ich habe mit sehr deutlichen Worten abgelehnt, aus oben genannten Gründen. Jetzt spiele ich mit den Gedanken, den Verein ganz zu verlassen. Grund: Ich weiß, dass ich jetzt mit dem Vorstand „verschissen“ habe. Er ist eine Person, welche alles sehr schnell persönlich nimmt. (Nochmals, ich wohne sehr ländlich und da ist es wirklich so, ich übertreibe nicht) Ich kenne ihn gut genug, dass ich weiß, er wird mir diesen „Frevel“ nicht verzeihen. Ich persönlich fühle mich nicht mehr wohl in meine Haut bzw. in diesem Verein, weil ich echt ein Problem damit habe, dass man mich nicht so annimmt wie ich bin.

    Nun meine Frage: Soll ich jetzt gleich Nägel mit den Köpfen machen und den Verein verlassen? Problem kann dann sein, dass wir dann „sozial“ etwas geächtet werden im Dorf. Wir werden sowieso von der Seite etwas angeschielt, weil ich Vollzeit arbeiten gehe. Ich möchte nicht, dass halt mein Sohn darunter leidet. Oder noch etwas Gras über die Sache wachsen lassen und später aus dem Verein austreten? Beide Varianten haben etwas für sich, meiner Meinung nach. Ich stehe nun hier bin wirklich ratlos, weil ich das so auch in dieser Form nicht kenne und erlebt habe.

    Gruß moonlady90

  2. Inaktiver User

    AW: Ich weiß nicht was ich machen soll...

    Hä?
    Warum lässt du es so eskalieren?

    Wenn du das Amt niederlegen will, dann mach das schriftlich, so, wie die Statuten des Vereins es verlangen, und gut. Weder brauchts dazu eine Eskalation noch einen geplatzten Kragen noch sonst irgendetwas. Auch kein kompletter Austritt. Auch bei der Rückfrage, ob du denn nicht bereit wärst, nochmals ein Jahr dranzuhängen, genügend die sachlich-freundliche Antwort: "nein, ich habe mich entschieden, das nicht mehr zu machen" und fertig.

    Übe deinen Sport weiter aus und lass den Vorstand Vorstand sein.

  3. Inaktiver User

    AW: Ich weiß nicht was ich machen soll...

    ein wenig mehr selbstbewusstein bitte....

    du legst schriftlich dein amt nieder.
    und diskutierst auch nicht mit anderen darüber. wozu auch?

    ich habe den eindruck, dass du dich gerne "belabern" lässt. deswegen überhaupt das amt.
    nein, die zeit des diskutierens ist vorbei. treff deine eigenen entscheidungen und ziehe sie durch. ohne diskussionen!

    natürlich gehst du auch weiterhin zu deinem sport.

    kopf hoch und brust raus!

  4. Inaktiver User

    AW: Ich weiß nicht was ich machen soll...

    Genau.

    Es ist leider eine weit verbreitete Krankheit, oft gerade bei Frauen, die eigenen, legitimen Entscheide un-be-dingt begründen zu wollen.

    Nein, muss man nicht. Man muss nicht begründen, weshalb man ein Amt nicht mehr ausüben will. Man will nicht mehr, das reicht.

  5. Inaktiver User

    AW: Ich weiß nicht was ich machen soll...

    kannst du noch mal dein eingangspost überarbeiten?
    meines erachtens stimmt da was mit der zeitlichen abfolge nicht....

  6. Inaktiver User

    AW: Ich weiß nicht was ich machen soll...

    und man muss damit leben, dass einen nicht jeder leiden kann

    der mann wird dir nichts tun. du wirst sehen, dass nichts passiert.
    im besten fall spricht er nicht mehr mit dir
    vielleicht bist du zu harmoniesüchtig?

  7. Inaktiver User

    AW: Ich weiß nicht was ich machen soll...

    sozial geächtet. wie sich das anhört....
    wieviele einwohner hat das dorf, 100?
    dann wäre ich allerdings auch vorsichtig

  8. User Info Menu

    AW: Ich weiß nicht was ich machen soll...

    Das ist ja ganz klasse, dass du gefragt worden bist , ob du noch weiter im Vorstand arbeiten würdest. Ich sehe da sehr viel Wertschätzung für dich , viel Anerkennung. Die Leute sind mit dir zufrieden, finden es gut, so wie du es machst. Also von der Seite hast du Entgegenkommen, du bist gern gesehen und willkommen.

    Vielleicht solltest du dir das mal ganz klar vor Augen führen. Möchtest du wirklich auf diese überwiegend positive Rückmeldungen für dich verzichten und nach den wenigen Leuten schielen, die dir gegenüber kritischer sind? Alle müssen dich nicht mögen, so etwas gibt es nur in Kitschromanen - und auch da ist immer ein Neider Gegenspieler. Und im realen Leben wirst du auch immer Neider haben, das ist so. Das haben alle, aber denen muss man sich ja nicht ergeben.

    Oder ist es dir wirklich ganz und gar unmöglich deine Position zu behalten und weiter im Verein mitzuspielen und mit zu arbeiten? Was wäre dann die Konsequenz? Könntest du dir das eher für dich vorstellen? Ohne den Verein, ohne diese Leute, ohne diesen Sport am Ort ?

  9. Inaktiver User

    AW: Ich weiß nicht was ich machen soll...

    Zitat Zitat von Alwa Beitrag anzeigen
    Das ist ja ganz klasse, dass du gefragt worden bist , ob du noch weiter im Vorstand arbeiten würdest. Ich sehe da sehr viel Wertschätzung für dich , viel Anerkennung. Die Leute sind mit dir zufrieden, finden es gut, so wie du es machst. Also von der Seite hast du Entgegenkommen, du bist gern gesehen und willkommen.
    das ist schon seit jahrzehnten bekannt, dass niemand mehr vereinsarbeit machen möchte.
    schreibt die te ja selbst, dass sie es nur gemacht hat, weil niemand sonst da war.

    von wertschätzung kann keine rede sein. das ist die pure not dieses vereins. die haben schlichtweg keine leute.

  10. User Info Menu

    AW: Ich weiß nicht was ich machen soll...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    das ist schon seit jahrzehnten bekannt, dass niemand mehr vereinsarbeit machen möchte.
    schreibt die te ja selbst, dass sie es nur gemacht hat, weil niemand sonst da war.

    von wertschätzung kann keine rede sein. das ist die pure not dieses vereins. die haben schlichtweg keine leute.
    Genau so ist es. Kurz bevor ich in den Verein gekommen bin, gab es einen großen Krach zwischen den Vorstand und seinem Liebling. Dieser Liebling ist ziemlich einflussreich im Dorf und hat da einen gehörigen Keil dazwischen getrieben. Ich vermute deshalb "traut" sich auch keiner mehr diesen Job zu machen, weil keiner sich mit der "Bienenkönigin" verscherzen möchte.

    Mich mag man leider auch nicht so. Ich bin von Natur aus ein ironischer Mensch. Das kommt innerhalb dieser Gemeinschaft nicht wirklich gut an. Wurde auch ab und zu thematisiert und ich habe das auch zurückgefahren. Aber dennoch gewinne ich mit meiner Art keinen Blumenkopf. (Deshalb, ich kann leider nicht so sein wie ich bin)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    sozial geächtet. wie sich das anhört....
    wieviele einwohner hat das dorf, 100?
    dann wäre ich allerdings auch vorsichtig
    Ein bisschen mehr wie 100 schon, aber es ist nicht sonderlich groß. Hier kennt jeder jeden und es wird getrascht ohne Ende. Alte Dorfgemeinschaft halt, ohne großen Zustrom von "Neulingen". Mir ist ja die soziale "Ächtung" eigentlich egal, aber ich möchte nicht dass mein Sohn drunter leidet. Und das kann halt wirklich passieren dass er da in der Schule blöd angemacht wird.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Genau.

    Es ist leider eine weit verbreitete Krankheit, oft gerade bei Frauen, die eigenen, legitimen Entscheide un-be-dingt begründen zu wollen.

    Nein, muss man nicht. Man muss nicht begründen, weshalb man ein Amt nicht mehr ausüben will. Man will nicht mehr, das reicht.
    Sollte man meinen, wenn man sagt, man mag nicht mehr, dass es ohne Begründung läuft. Aber wenn man immer wieder sagt, ich mag nicht mehr und es wird immer reagiert ala: "Mäuschen, rege dich mal wieder ab, du machst es schon!" dann passiert es halt, dass mir zumindest der Kragen platzt. Und ja, ich fange dann an mich zu rechtfertigen. Aber ich habe mich schon weiterentwickelt. Früher hätte das nochmals gemacht, aber jetzt bin ich schon so "selbstbewusst" zu sagen: "Sorry Leute, ich kann nicht, bitte ohne mich!" (Bzw. Jetzt erst recht)

    Ich habe wegen meiner Schwangerschaft den Sport pausiert und er hat mir im Moment nicht wirklich gefehlt. Langfristig will ich diesen aber wieder ausüben. Aber die Frage, die sich mir stellt: Unbedingt in diesen Verein? Im Moment sträubt sich da alles bei mir. Ich kann, nachdem unser Haus steht, problemlos in einen anderen Verein wechseln, welcher dann nur noch 100 m Luftlinie von unserem Haus entfernt ist. Möglichkeiten gibt es genug für mich den Sport auszuüben. Zudem es dann mehr Sinn macht, sich in diesen Verein zu engagieren, weil wir dann langfristig in diesen Ortsteil leben, und mein Mann und Sohn in diesen Ortsteil auch schon ihrere Vereine haben. (Diese Art von Vereinen gibt es leider nicht in jeden Ortsteil, meinen schon)

    Ich weiß, das klingt alles nach großen Bauerntheater, aber es ist leider gefühlt ein Bauerntheater.

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