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  1. gesperrt

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    AW: No pain = no gain?

    Zitat Zitat von Waldhexi Beitrag anzeigen
    Allerdings unterschätzt Du die Wachstumsschmerzen mehr ganz gewaltig.
    Hängt ja auch nichts dran zB für eine Person mittleren Alters mal eben wegen einem neuen Job in eine andere Stadt zu ziehen...
    Da sind wir doch wieder bei der Kernfrage: no pain - no gain oder ohne Fleiß kein Preis

    Wenn es Arbeit in der nächsten Stadt gibt, dann darf der Stellenwechsel kein Tabu mehr sein. Entweder geht es mit Pendeln oder man nimmt sich ein Zimmer oder man zieht um. Wo ist das Problem?

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    AW: No pain = no gain?

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Da sind wir doch wieder bei der Kernfrage: no pain - no gain oder ohne Fleiß kein Preis

    Wenn es Arbeit in der nächsten Stadt gibt, dann darf der Stellenwechsel kein Tabu mehr sein. Entweder geht es mit Pendeln oder man nimmt sich ein Zimmer oder man zieht um. Wo ist das Problem?
    Ja, da sind wir doch ganz nah beieinander.

    Für eine alleinstehende Person ist das sicherlich leichter als für eine Frau mit "Anhang ". Das ist auch wirklich schwer zu verallgemeinern.
    Unverletzbarkeit ist das Privileg der verkommenen Seele.
    Nicolás Gómez Dávila

  3. gesperrt

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    AW: No pain = no gain?

    Zitat Zitat von Waldhexi Beitrag anzeigen
    Den Begriff mit der "heiligen Unzufriedenheit" finde ich sehr interessant.
    Wie ich es das verstehe beschreibt das so die Grautöne zwischen Aktiver Zielsetzung und erzwungener Veränderung qua "Schicksalsschlag " .

    Meinst Du das so?
    Heilige Unzufriedenheit ist ein ganz eigenes Ding. Manche mögen sie auch "Midlife Crisis" nennen - man hat auf der "muss man machen"-Liste alles erfüllt und abgehakt, aber hat den vagen, aber dennoch drängenden Eindruck, da muss noch mehr sein. Aber was?

    Ich denke schon - wenn man sich in diesem Moment nicht auf die Suche macht nach dem "mehr", sondern einfach den Alltagstrott à la Hamsterrad weiter ausführt, wird diese Stimme dringender und drängender und wird auch Synchronitzitäten - also sinnvolle Zufälle - auslösen. Nicht unbedingt angenehme Zufälle. Aber sinnvolle im Sinne von, sinnvoll für den nächsten Entwicklungsschritt dieses Menschen.

    Wer freiwillig mitmacht, hat es leichter. So zumindest meine Erfahrung.

    gruss, barbara

  4. gesperrt

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    AW: No pain = no gain?

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Wenn es Arbeit in der nächsten Stadt gibt, dann darf der Stellenwechsel kein Tabu mehr sein. Entweder geht es mit Pendeln oder man nimmt sich ein Zimmer oder man zieht um. Wo ist das Problem?
    Das Problem ist, dass ich erwerbstätig bin, um mein Leben zu finanzieren; es ist nicht der Zweck meines Lebens, erwerbstätig zu sein.

    Menschen sind keine Roboter.

    Wer sich regelmässige 14-Stunden-Tage um die Ohren schlagen will, kann das ja tun, aber soll bitte nicht erwarten, dass dies als normaler Standard gesehen wird.

    gruss, barbara

  5. Inaktiver User

    AW: No pain = no gain?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Weil es immer hunderte von Leuten gibt, oft in Medien gefeiert, die mit dem gleichen durchgekommen sind, was man bei dem Bekannten, der kein Bein auf den Boden bringt, als Resultat von Dummheit sieht. Risiken eingegangen. Optimistisch gewesen. Mehr gewollt. Der eigenen Taffness oder dem eigenen Charisma oder Talent vertraut. Jeden Tag auf der Autobahn sehe ich hundert Leute, die jeden Tag damit durchkommen, zu fahren wie der letzte Henker. Eine Menge Leute bekämpfen ihre ständigen Kopfschmerzen mit Paracetamol, ohne sich die Leber zu zerlegen.

    Dann gibt's natürlich noch die Leute, die dumm geboren sind und keine Gelegenheit hatten, was dazuzulernen. Die jetzt als "selber schuld" zu bezeichnen wirkt mir aber auch nicht wirklich stimmig.
    Die Grenzen sind natürlich fließend. Wir alle gehen jeden Tag Risiken ein, größere und kleinere. Man kann es aber schon so sehen, dass jemand eine (Mit-)Schuld an seinem Tod oder seiner Verletzung trägt, wenn er ein großes, allgemein bekanntes Risiko eingegangen ist. Wer heute noch 30 Zigaretten und mehr am Tag raucht, weiß doch, dass er damit sein Risiko immens steigert, an Krebs zu erkranken und/oder früh zu sterben, ebenso der, der ungesichert und unerfahren auf sein Dach steigt. Nur weil andere damit durchkommen, heißt es ja nicht, dass das Risiko nicht mehr besteht. Wenn ich das Risiko falsch einschätze, bin ich schon auch selbst schuld, egal ob andere damit durchkommen.

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    AW: No pain = no gain?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Heilige Unzufriedenheit ist ein ganz eigenes Ding. Manche mögen sie auch "Midlife Crisis" nennen - man hat auf der "muss man machen"-Liste alles erfüllt und abgehakt, aber hat den vagen, aber dennoch drängenden Eindruck, da muss noch mehr sein. Aber was?

    Ich denke schon - wenn man sich in diesem Moment nicht auf die Suche macht nach dem "mehr", sondern einfach den Alltagstrott à la Hamsterrad weiter ausführt, wird diese Stimme dringender und drängender und wird auch Synchronitzitäten - also sinnvolle Zufälle - auslösen. Nicht unbedingt angenehme Zufälle. Aber sinnvolle im Sinne von, sinnvoll für den nächsten Entwicklungsschritt dieses Menschen.

    Wer freiwillig mitmacht, hat es leichter. So zumindest meine Erfahrung.

    gruss, barbara
    Oha also habe ich das wohl noch vor mir. Habe Kolleginnen die sich gerade damit herumschlagen und zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Ich bewundere oft wie ehrlich, kompromisslos und aktiv diese Frauen werden.

    Dieses freiwillige Akzeptieren der Zeitqualität finde ich allgemein ganz spannend. Etwas worin ich mich übe aber noch viel Luft nach oben habe.

    Mich bei Ereignissen, die meine Pläne durchkreuzen oder meinen Trott stören eben nicht zu ärgern sondern versuchen das Beste daraus zu machen, sind so triviale Beispiele wie ausgefallene Züge, abgesagte Termine, Kinderkrankheiten und und und.
    Unverletzbarkeit ist das Privileg der verkommenen Seele.
    Nicolás Gómez Dávila

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    AW: No pain = no gain?

    Ja, ich glaube, gerade geht es so ein wenig um die Frage:

    "Schuld suchen" versus "Verantwortung übernehmen".

    Verantwortung übernehmen klingt bei Waldhexi an, wenn sie sagt, dass sie sich von den äußeren Problemchen nicht vom Ziel abbringen lassen will, sondern versucht "das beste daraus zu machen".
    "Schuld suchen" klingt an, wenn von "Heiliger Unzufriedenheit" die Rede ist.

    Ich fasse noch mal zusammen: intrinsisch Motiviert, Ziele im Blick behalten, nötige Ressourcen bereitstellen, bei Problemen Verantwortung übernehmen (nicht Schuld suchen).


    Jetzt hab ich gleich mal ein Beispiel und bin gespannt, was ihr dazu sagt:
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.

  8. gesperrt

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    AW: No pain = no gain?

    Zitat Zitat von Susisa Beitrag anzeigen
    "Schuld suchen" klingt an, wenn von "Heiliger Unzufriedenheit" die Rede ist.
    Nein!

    Wie kommst du denn darauf... heilige Unzufriedenheit hat nicht das Geringste mit Schuld zu tun.

    gruss, barbara

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    AW: No pain = no gain?

    Neulich saß ich mit meiner Cousine zusammen, die ich alle Jubeljahre mal sehe. Wir haben ein ganz gutes Verhältnis. Sie hat eine Freundin, die ich oberflächlich kenne, eine nette junge Frau, die aber auch ein wenig in ihrer eigenen, etwas verwöhnten Welt lebt. (Kommt aus sehr gutem Hause).

    Besagte Cousine, Conny, erzählte nun von einem Erlebnis mit dieser Freundin, nennen wir sie mal Julia.

    Conny und Julia machen beide eine Ausbildung in der Gastro-Branche (seit letztem Sommer). Sie waren auf einer Weihnachtsfeier mit ihren Auzubi Kollegen in einem Restaurant. Alle lachten und scherzten und es floss auch ein wenig mehr Alkohol.
    Dann passierte "es".
    Julia wollte noch ein Bier (oder so) und weil kein Kellner kam (oder das zu lange dauerte) steckte sie die Finger in den Mund und ... pfiff. Ganz laut und durchdringend.

    Das Ende vom Lied war, dass ... ja, was meint ihr, was ist da passiert? :)
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.

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    AW: No pain = no gain?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Nein!

    Wie kommst du denn darauf... heilige Unzufriedenheit hat nicht das Geringste mit Schuld zu tun.

    gruss, barbara
    Doch!

    Unzufrieden kann man eigentlich nur sein, wenn man die Verantwortung für seine Lage abgibt = sich selbst als Opfer sieht.

    --- Oder erkläre noch mal, was genau "heilige Unzufriedenheit" bedeutet.
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.

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