Antworten
Ergebnis 71 bis 80 von 180
Thema: Minimalismus
-
21.12.2017, 08:51
AW: Minimalismus
-
21.12.2017, 08:53
-
21.12.2017, 08:55
AW: Minimalismus
Wow. Danke!
Alles, was ich besitze, besitzt mich? Ich glaube, diesen Satz muss ich noch etwas bewegen. Bei (bestimmten) Gegenständen gelingt mir der Nachvollzug dieses Gedankens natürlich gut. Aber inwiefern besitzen mich Konventionen?
O man, da sägt eine ganze Menge in mir herum. Viel Andeutung, einige Ahnung, wenig Konkretes. Ich mach mal einfach weiter damit und schaue, wohin das führt. Wenig(er) impulsiv zu sein, bewusst innezuhalten - das stresst sehr!!
-
21.12.2017, 08:58
AW: Minimalismus
Ist nicht katzig angekommen

Strenge mir selbst gegenüber. Hm... Beim Essen? Wenn ich das so weiter laufen ließe, würde ich irgendwann dick und rund und krank werden; besser ginge es mir dann sicher nicht.
Strenge im Lebenssinne, ja kommt möglicherweise nahe. Bin ich sehr streng? Ist Struktur Strenge? Denn ich mag klare Strukturen, auch im menschlichen Miteinander.
-
21.12.2017, 09:55Inaktiver User
-
21.12.2017, 09:58
AW: Minimalismus
Bei Fotos bin ich tatsächlich minimalistisch geworden: Ich mache kaum noch welche. Die wenigen, die ich schieße, werden regelmäßig durchgesehen, ob ich sie brauche. Brauche ich sie, kommen sie auf den Rechner mit einem Untertitel und mittlerweile auch Datum, damit ich mich später daran erinnere, und zuletzt in ein Album. Da können auch nur zwei Fotos in einem Album sein. Der Rest wird gelöscht - dann habe ich wieder freien Speicherplatz.
Videos habe ich nur die, die mir zugeschickt werden. Ich entscheide von Zeit zu Zeit, ob ich sie aufheben möchte oder löschen kann. Viele werden dann wieder gelöscht.
Papierkram ist noch meine Baustelle. Hier bin ich meiner Flut immer noch nicht wirklich Herr geworden. Auch hier gilt: Muss ich es aufheben? Dann kommt es in den entsprechenden Ordner unter dem Register x. Möchte ich es aufheben? Dann kommt es in einen anderen Ordner. Am besten ist für mich, wenn es weg kann: Papierkorb.
Ein gewisser Abstand zum Wegwerfen tut gut.
Was effektiver ist: gleich entscheiden, was mit dem Papier wird. Dann sammelt sich kein Haufen an.
Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen. Zu viel davon ist ungesund.
Wenn du übermäßig ist, dann belohnst du dich selbst. Eventuell geht es auch darum, dich mit einer Speckschicht vor den Widrigkeiten des Lebens zu schützen.
Guck mal in deinem Inneren nach, wofür du dich belohnen musst und wie du das tun kannst, indem du auf Belohnungsfuttern verzichtest. Eine heiße Schokolade zum Beispiel oder ein ausgefallener Tee tun dir auch gut und haben nicht so viele Kalorien wie Chips und co.
Konventionen sind uns von den Eltern, Verwandten und der Gesellschaft mitgegeben, um das Leben in der Gemeinschaft zu erleichtern.
Z.B. ist Schwarz bei einer Beerdigung üblich. Wenn du nun bei einer Anzeige liest, dass bitte kein Schwarz getragen und keine Blumen gekauft werden sollen, dann ist das in erster Linie schockierend. Auf den zweiten Blick ist es aber gut. Traurig sind die Menschen ohnehin. Geld für Blumen fürs Grab ist hinausgeworfenes Geld. Lieber spendet man es für einen guten Zweck, den der Verstorbene bestimmt hat oder was ihm am Herzen lag, z.B. für ein Hospiz oder fürs Tierheim.
Auch du hast gewisse Konventionen gelernt, die du hinterfragen solltest. Ein Beispiel haben wir ja schon gehabt: das Geschenk zu Weihnachten. Muss es immer ein Gegenstand wie die Vase 4988968864 sein? Wie wäre es mit dem Geschenk, die Mutter zum Essen einzuladen und ihr einen kleinen Blumenstrauß anstelle zu überreichen? Oder etwas, was sie aufbraucht, z.B. eine besondere Marmelade oder ein Stück teure Seife?
-
21.12.2017, 09:59
AW: Minimalismus
Geändert von wildwusel (21.12.2017 um 10:33 Uhr)
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
-
21.12.2017, 10:02
-
21.12.2017, 10:06Inaktiver User
AW: Minimalismus
Ich habe zig Stunden vorher diesen Gedanken geschrieben, darauf bist du mit keinem Wort eingegangen. Also nehme ich an (!), dass du es nicht verstanden hast. Deswegen habe ich gefragt, ob ich an meiner Formulierung arbeiten muss.
Wo ist da die Kritik?
Der Anlass, es anzunehmen, war deine Formulierung, die darauf schließen lässt, dass du diesen Gedanken zum ersten Mal so liest.
P.S. Aber gut, hat sich ja geklärt, du hattest einfach keine Lust mir zu antworten. Dann lag es nicht an meiner Formulierung, alles paletti.
-
21.12.2017, 10:11
AW: Minimalismus
Bei meiner riesigen Schublade daheim voller Kindheits-, Jugend- und sonstiger Fotos habe ich schon daran gedacht, sie auch sehr kritisch durchzuschauen, und was bleiben soll zu digitalisieren. Vielleicht behalte ich die wenigen ganz alten Bilder, weil auch etwas in der Hand zu haben etwas hat... Wird eine Heidenarbeit.
Das denke ich auch.
Noch bin ich schlank. Aber das wird wohl nicht ewig so sein, wenn ich jedes Mal über das Nutellaglas stolpere, das zwischen mir, der Küche und dem Sofa steht. Manchmal ist mir sogar schlecht, aber es muss trotzdem noch ein Löffel sein. Das finde ich sogar beim Naschen selbst schräg.
Oft denke ich: Ufff, wieder einen Tag geschafft, und jetzt erst einmal was Leckeres!
Ja, bei uns herrschte ein strenges Regime. Ich habe das immer gehasst, tue das heute noch - und doch finde ich darin auch Struktur und Halt, vermutlich hat das etwas mit dysfunktionaler Vertrautheit/Geborgenheit/Gewohnheit zu tun. Gefällt mir nicht, aber es ist ja manchmal wie es eben ist.



Zitieren
