Das ist der Punkt: Minimalismus zeigt sich nicht primär im Entrümpeln, sondern im Gar-nicht-erst-anschaffen.
Ich denke mir gelegentlich, wenn ich mit vollgestopften Taschen ins Haus gehe, "das muß auch alles wieder raus."![]()
Das ist jetzt aber eine Diskussion um Geschmack, oder?
"Zwölftonmusik! Reine Verschwendung! Wer braucht denn 12 Töne? Mir reicht Pentatonik!"![]()
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Thema: Minimalismus
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20.12.2017, 14:45
AW: Minimalismus
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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20.12.2017, 14:59Inaktiver User
AW: Minimalismus
Mir ging es da nicht mal um Geschmack. Meinerseits war das reine Klugscheißerei.

Nebenbei werden Töne überbewertet: 4'33
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20.12.2017, 15:18
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20.12.2017, 15:21
AW: Minimalismus
Das stimmt natürlich. Wobei als Grund, nur etwas "schön" zu finden, mir zu wenig wäre. Dann könnte ich ja auch weiter dem Konsum frönen. Ist auch einfach nur schön, meistens. Etwas bewusst nicht zu tun, einem Impuls bewusst nicht nachzugeben, auch wenn es Selbstlimitierung ist, hat möglicherweise einen Mehrwert.
Geändert von rochester (20.12.2017 um 15:22 Uhr) Grund: P.S. war für Chryseis
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20.12.2017, 15:29
AW: Minimalismus
Einfach = meaningful life (Wie übersetzt man das so, dass es korrekt wiedergegeben ist?)
Gegen Konsum habe ich auch nichts, will ich nichts haben, so lange mir das eine Bedeutung gibt, die über reine Kompensierung hinausgeht, und ich will auch nicht mehr haben um des haben Wollens willen.
Hatte ich ganz massiv, und ich habe das Klischee voll bedient, ich hätte überhaupt nichts anzuziehen
Der Gegenstand, den ich entsorgt habe, war nicht Luxus im Sinne von wertvoll, sondern im übertragenden Sinne Luxus. etwas, das nur einen ideellen Wert hatte, heute nicht mehr, heute Müll, hätte auch niemand haben wollen.
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20.12.2017, 15:31
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20.12.2017, 16:05
AW: Minimalismus
Dazu musst du aber zunächst wissen, was du wirklich brauchst und wo die Kompensierung bei dir beginnt.
Ist das Paar Schuhe Nummer 29 tatsächlich dem Sport geschuldet, damit deine Füße sicher sind oder deiner Lust am kompletten, richtigen Outfit für den Sport entsprungen?
Wo beginnt deine Selbstbelohnung mit Kaufen und was leistest du dir bevorzugt? Spürst du die Grenze zwischen benötigt und Kaufrausch? Wie kannst du sie wieder spüren? Kannst du nein sagen und den Kauf verschieben? Wie kannst du dich von deiner Kauflust ablenken?
Das sind alles Fragen, die man sich erst stellt, wenn man wie du und ich einmal richtig Inventur im Zuhause gemacht haben. Erst jetzt fällt uns auf, wie viele Dinge wir uns als Belohnung gekauft haben. Dabei können wir uns auch anders belohnen.
Und dahin umzuschwenken ist ohne Nachdenken schwierig.
Geschenke mit ideellem Wert sind die schlimmsten. Ich habe auch eine Weile gebraucht, bis ich kapiert habe, dass ich unwillkommene Geschenke entsorgen darf. Am liebsten mache ich das über ein Tauschregal oder den Flohmarkt.
Deswegen ist für mich ein aktueller Wunschzettel für die Feiertage die Basis. Ganz hoch im Kurs stehen bei mir Dinge, die ich verbrauchen kann wie Lebensmittel. Dann sammelt sich nichts Unnötiges mehr an.
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20.12.2017, 16:10Inaktiver User
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20.12.2017, 16:21
AW: Minimalismus
Du suchst danach, nach deinem Gefühl zu leben. Und Gefühle auszudrücken ist schwer, da du ja einen Teil von dir preisgeben musst, damit im Zweifel auch gegen Konventionen verstößt und dich gegen die Gesellschaft stellst. Aber ich sage dir, nur wenn du das ausdrückst, und danach suchst du ja, was du willst, dann kehrt eine große Zufriedenheit ein. Sage, ich möchte keine Geschenke mehr, ich miste aus, ich trenne mich von alten Gedanken und alten Sachen... Denn alles was du besitzt, besitzt dich.
Du wirst eine Befreiung erfahren, das Leben wird sich leichter anfühlen und du wirst nach Orten, Erlebnissen und Menschen suchen (und diese auch finden), die diese Weise mit dir teilen.
Alles Gute.
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21.12.2017, 08:50
AW: Minimalismus
Bei den Klamotten ist mir das recht schnell klar geworden. Bei der Wohnungseinrichtung ist es das auch, obwohl ich da noch dabei bin (wie das Beispiel mit diesem Gegenstand, der mir über Gebühr Gedanken gemacht hat).
Wie du auch schreibst: die ideellen Werte sind die schlimmsten.
Oder Sachen wie Fotos, Videos, Papierkram jeglicher Art.
Gerade merke ich, wie wichtig mir Genussessen geworden ist. Meistens nachts, wenn ich endlich aufs Sofa falle. Da kann ich kaum widerstehen, und die Ahnung ist da, dass ich kompensiere. Minimalismus im Essen mag Sinn machen, aber wenn es um Missbrauch von Essen geht, dürfte ja eher das Überlegen, was ich kompensiere, zielführender sein. Oder?
Aber genau darauf komme ich gerade überhaupt nicht



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