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Thema: Minimalismus

  1. Moderation

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    AW: Minimalismus

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Das ist schade. Wegwerfen von guten Sachen ist Verschwendung von Ressourcen.
    Das ist der Punkt: Minimalismus zeigt sich nicht primär im Entrümpeln, sondern im Gar-nicht-erst-anschaffen.

    Ich denke mir gelegentlich, wenn ich mit vollgestopften Taschen ins Haus gehe, "das muß auch alles wieder raus."

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eben nicht. Dann bist du bei den typischen Ambiente-Esoterikern und bei verkaufsfördernder Hintergrundmusik, die sich das Minimal-Prinzip zu nutze gemacht haben. Ganz besonders triefend ist White Noise, wenn du minimalistisch ins Universum zurückkrabbeln willst.
    Das ist jetzt aber eine Diskussion um Geschmack, oder?
    "Zwölftonmusik! Reine Verschwendung! Wer braucht denn 12 Töne? Mir reicht Pentatonik!"
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  2. Inaktiver User

    AW: Minimalismus

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Das ist jetzt aber eine Diskussion um Geschmack, oder?
    "Zwölftonmusik! Reine Verschwendung! Wer braucht denn 12 Töne? Mir reicht Pentatonik!"
    Mir ging es da nicht mal um Geschmack. Meinerseits war das reine Klugscheißerei.

    Nebenbei werden Töne überbewertet: 4'33

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    AW: Minimalismus

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    So ein Musikstück z. B.

    Diese Musikart gibt es allerdings auch in Fröhlicher.
    Da höre ich mal in Ruhe hinein. Danke für den Link!

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    AW: Minimalismus

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Die Natur haßt ein Vakuum.
    Das stimmt natürlich. Wobei als Grund, nur etwas "schön" zu finden, mir zu wenig wäre. Dann könnte ich ja auch weiter dem Konsum frönen. Ist auch einfach nur schön, meistens. Etwas bewusst nicht zu tun, einem Impuls bewusst nicht nachzugeben, auch wenn es Selbstlimitierung ist, hat möglicherweise einen Mehrwert.
    Geändert von rochester (20.12.2017 um 15:22 Uhr) Grund: P.S. war für Chryseis

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    AW: Minimalismus

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Bei einem einfachen Leben sind die wichtigsten Aspekte des Lebens abgedeckt: Essen, Kleidung, Wohnen, Unterhaltung. Reine Konsumdinge sind Ausnahmen.
    Einfach = meaningful life (Wie übersetzt man das so, dass es korrekt wiedergegeben ist?)

    Gegen Konsum habe ich auch nichts, will ich nichts haben, so lange mir das eine Bedeutung gibt, die über reine Kompensierung hinausgeht, und ich will auch nicht mehr haben um des haben Wollens willen.

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Das Problem mit dem vollen Kleiderschrank hatte ich noch nie. Das kenne ich tatsächlich nur aus Erzählungen von Freunden, Bekannten, Familie.
    Hatte ich ganz massiv, und ich habe das Klischee voll bedient, ich hätte überhaupt nichts anzuziehen

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Das ist schade. Wegwerfen von guten Sachen ist Verschwendung von Ressourcen.
    Der Gegenstand, den ich entsorgt habe, war nicht Luxus im Sinne von wertvoll, sondern im übertragenden Sinne Luxus. etwas, das nur einen ideellen Wert hatte, heute nicht mehr, heute Müll, hätte auch niemand haben wollen.

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    AW: Minimalismus

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Auf dein Beispiel übertragen: du merkst deine Mutter will dich manipulieren ihr etwas zu schenken. Du erkennst die Manipulation. Du kannst dich entscheiden ihr etwas zu schenken - obwohl du die Manipulation erkennst - weil du weißt es macht dir eine Freude und du sie genug magst um ihr eine Freude machen zu wollen. Du schenkst dann mehr aus deinem freien Willen heraus und kannst dann das ganze vielleicht auch positiver sehen.

    Kröte schlucken klingt so gegen deinen Willen und so negativ. Versuch mal es für dich positiv umzudeuten, ob sich dann für dich auch etwas ändert.
    Oh, das klingt gut. Ich habe mich schon sehr gewunden in einer Art Opferrolle.
    Aber so betrachtet hat es etwas noch Aktiveres, etwas Positives.

    Danke

  7. gesperrt

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    AW: Minimalismus

    Zitat Zitat von rochester Beitrag anzeigen
    Gegen Konsum habe ich auch nichts, will ich nichts haben, so lange mir das eine Bedeutung gibt, die über reine Kompensierung hinausgeht, und ich will auch nicht mehr haben um des haben Wollens willen.
    Dazu musst du aber zunächst wissen, was du wirklich brauchst und wo die Kompensierung bei dir beginnt.
    Ist das Paar Schuhe Nummer 29 tatsächlich dem Sport geschuldet, damit deine Füße sicher sind oder deiner Lust am kompletten, richtigen Outfit für den Sport entsprungen?
    Wo beginnt deine Selbstbelohnung mit Kaufen und was leistest du dir bevorzugt? Spürst du die Grenze zwischen benötigt und Kaufrausch? Wie kannst du sie wieder spüren? Kannst du nein sagen und den Kauf verschieben? Wie kannst du dich von deiner Kauflust ablenken?
    Das sind alles Fragen, die man sich erst stellt, wenn man wie du und ich einmal richtig Inventur im Zuhause gemacht haben. Erst jetzt fällt uns auf, wie viele Dinge wir uns als Belohnung gekauft haben. Dabei können wir uns auch anders belohnen.
    Und dahin umzuschwenken ist ohne Nachdenken schwierig.

    Zitat Zitat von rochester Beitrag anzeigen
    Der Gegenstand, den ich entsorgt habe, war nicht Luxus im Sinne von wertvoll, sondern im übertragenden Sinne Luxus. etwas, das nur einen ideellen Wert hatte, heute nicht mehr, heute Müll, hätte auch niemand haben wollen.
    Geschenke mit ideellem Wert sind die schlimmsten. Ich habe auch eine Weile gebraucht, bis ich kapiert habe, dass ich unwillkommene Geschenke entsorgen darf. Am liebsten mache ich das über ein Tauschregal oder den Flohmarkt.

    Deswegen ist für mich ein aktueller Wunschzettel für die Feiertage die Basis. Ganz hoch im Kurs stehen bei mir Dinge, die ich verbrauchen kann wie Lebensmittel. Dann sammelt sich nichts Unnötiges mehr an.

  8. Inaktiver User

    AW: Minimalismus

    Zitat Zitat von rochester Beitrag anzeigen
    Oh, das klingt gut. Ich habe mich schon sehr gewunden in einer Art Opferrolle.
    Aber so betrachtet hat es etwas noch Aktiveres, etwas Positives.

    Danke
    Hm, sind meine Beiträge wirklich zu knapp formuliert? Soll ich hier Maximalismus ansetzen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe nochmal über Geschenkesituation nachgedacht. Ich glaube, wenn ich davon ausgehe, dass derjenige sich über ein Geschenk freut und enttäuscht ohne wäre, dann würde ich dieser Freude wegen schenken. Dann würde es mich auch nicht ärgern, weil es meine aktive Entscheidung dafür wäre.

    Was rochester quält, ist ja nicht das Geschenk, sondern das Gefühl, gegen seine Werte zu handeln und sich zu verbiegen.

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    AW: Minimalismus

    Du suchst danach, nach deinem Gefühl zu leben. Und Gefühle auszudrücken ist schwer, da du ja einen Teil von dir preisgeben musst, damit im Zweifel auch gegen Konventionen verstößt und dich gegen die Gesellschaft stellst. Aber ich sage dir, nur wenn du das ausdrückst, und danach suchst du ja, was du willst, dann kehrt eine große Zufriedenheit ein. Sage, ich möchte keine Geschenke mehr, ich miste aus, ich trenne mich von alten Gedanken und alten Sachen... Denn alles was du besitzt, besitzt dich.
    Du wirst eine Befreiung erfahren, das Leben wird sich leichter anfühlen und du wirst nach Orten, Erlebnissen und Menschen suchen (und diese auch finden), die diese Weise mit dir teilen.
    Alles Gute.

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    AW: Minimalismus

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Dazu musst du aber zunächst wissen, was du wirklich brauchst und wo die Kompensierung bei dir beginnt.
    Bei den Klamotten ist mir das recht schnell klar geworden. Bei der Wohnungseinrichtung ist es das auch, obwohl ich da noch dabei bin (wie das Beispiel mit diesem Gegenstand, der mir über Gebühr Gedanken gemacht hat).

    Wie du auch schreibst: die ideellen Werte sind die schlimmsten.
    Oder Sachen wie Fotos, Videos, Papierkram jeglicher Art.

    Gerade merke ich, wie wichtig mir Genussessen geworden ist. Meistens nachts, wenn ich endlich aufs Sofa falle. Da kann ich kaum widerstehen, und die Ahnung ist da, dass ich kompensiere. Minimalismus im Essen mag Sinn machen, aber wenn es um Missbrauch von Essen geht, dürfte ja eher das Überlegen, was ich kompensiere, zielführender sein. Oder?

    Aber genau darauf komme ich gerade überhaupt nicht

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