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  1. Inaktiver User

    AW: Hochsensible Menschen - Erfahrungen!?

    Zitat Zitat von Roxy_Music Beitrag anzeigen
    Wieso "negative Berichte"? Und wieso gestehst du mir nicht zu, bestimmte Perspektiven auf sich selbst, das Leben und die anderen als egozentrisch empfinden ?
    Doch, aber den Schluss, dass "HSP" so sind, gestehe ich dir nicht zu. Sondern die HSPs, deren Berichte (weil sie Probleme haben) du gelesen hast.

  2. Inaktiver User

    AW: Hochsensible Menschen - Erfahrungen!?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aha- da haben wir es... von nichts anderem sprach ich.

    Wenn du es als "für die anderen"interpretierst, dann ist das einzig dein- ich habe das nicht gemeint.
    Und wo schrieb ich das? Es ist aber nun einmal so, dass das Raumnehmen ebenso aneckend sein kann wie die Beweglichkeit.

    Wieso sollte man so beschrieben werden, wenn man die Bedürfnisse der anderen erfüllt?? eher ist man das Schaf und wird aus-genutzt.
    Ganz und gar nicht. Das hat nämlich überhaupt nichts devotes, serviles, speichelleckerisches oder die Motivation, anderen gefallen zu wollen. Wie von Zauberhand weisst Du aber so viel über den anderen, und zwar auch von Dir eigentlich völlig Fremden, dass es Dir sehr leicht fällt, ihm das zu geben, was ihm gerade gut tut. Ausnutzen kann man mich nicht - ich bin viel schneller und alles andere als der Depp vom Dienst. Das ist auch nicht gemeint. Es geht darum, dass es mitunter sehr herausfordernd sein kann, das, was man von anderen empfängt von dem zu trennen, was man selbst empfindet. Das führt dazu, dass diese anderen sich in Deiner Gegenwart wunderbar fühlen, Du aber irgendwann bemerkst, dass an der Sache etwas nicht so ganz für Dich stimmt.

    Ich musste erst LERNEN, meine eigenen Bedürfnisse zu sehen und abzugrenzen, mich als erwachsenen Menschen tatsächlich kennen lernen, und zwar nicht erst, wenn das Unbehagen in mir mir gar keine andere Wahl mehr liess als mich nach Kräften zu distanzieren.

    Seit ich das kann - und ich geniesse das ungeheuer - bin ich für andere "schwieriger". Das wird von guten Freunden machmal auch so direkt geäussert, und sie verstehen dann gar nicht, warum ich mich so darüber freue, wenn sie finden, dass ich "komisch" bin.

    Im übrigen - da gehts schon los- sollte NIEMAND nur den Bedürfnissen anderer folgen.
    Total wurscht ob HSP oder nicht.......ich mache da keine Unterscheidung.
    Ach?! Das sind ja bahnbrechend neue Erkenntnisse!

    Du hast es aber immer noch nicht begriffen. Es geht nicht darum, den Bedürfnissen anderer zu FOLGEN in Form eines bewussten Aktes, sondern darum zu lernen, die Empfindungen zu differenzieren. Das ist etwas GANZ anderes.

  3. Inaktiver User

    AW: Hochsensible Menschen - Erfahrungen!?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du hast es aber immer noch nicht begriffen. Es geht nicht darum, den Bedürfnissen anderer zu FOLGEN in Form eines bewussten Aktes, sondern darum zu lernen, die Empfindungen zu differenzieren. Das ist etwas GANZ anderes.
    Vielleicht können es wirklich nur Menschen verstehen, die es selbst schon erlebt haben: dass man fremde Gefühle von eigenen nicht unterscheiden kann (automatisch) und erst bewusst differenzieren lernen muss.

  4. User Info Menu

    AW: Hochsensible Menschen - Erfahrungen!?

    Ich lese den Strang mit einem richtigen Spannungsgefühl in mir und danke Euch für Eure Beiträge. Festgestellt habe ich z. B., dass ich noch eine Menge zu diesem Thema lernen muss. Ja, meine Bedürfnisse kenne ich (jedenfalls meistens), habe aber echt ein Problem, mich z. B. nicht zu schämen, wenn ich eine Auszeit, Ruhepause usw. benötige. Da ist dann wieder dieses 'stell Dich nicht so an' , was mich meine ganze Kindheit geprägt hat. Und ich merke gerade, wie wütend mich es macht, dass immer noch ie alten Kindheitsmuster so wirken.
    Jemand (?) hat geschrieben, dass Hochsensible oft eine schwierige Kindheit hatten. Und die Begründung klingt absolut logisch. Wo hast Du das gelesen? Ich würde gern mehr darüber wissen.

    Für mich ist hochsensibel oft mehr Fluch als Segen.
    Ich bin überzeugt, dass Menschen, die vieles gar nicht wahrnehmen, es einfacher im Leben haben. 'Ach, DAS habe ich gar nicht gehört! '--- Exe, ganz oft. Und ich habe es gehört, und mich für meinen damaligen Mann fremdgeschämt, weil z. B. die hämische Bemerkung genau ihm galt.
    Mir fehlt z. B. die Fähigkeit, etwas auszublenden. Gespräche in öffentlichen Verkehrsmitteln, nach Nachbartischen im Restaurant... Das fühlt sich an, als ob das Gehirn gleichzeitig in menhreren Ebenen arbeitet. Ich merke es, wenn mein jetziger Mann mir versichert, von all dem nichts mitbekommen zu haben. Eigentlich logisch, dass ich dann viel eher als er "hinüber" bin und eine Ruhepause benötige.

    Jedenfalls danke für Eure Denkanstöße.

  5. Inaktiver User

    AW: Hochsensible Menschen - Erfahrungen!?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht können es wirklich nur Menschen verstehen, die es selbst schon erlebt haben: dass man fremde Gefühle von eigenen nicht unterscheiden kann (automatisch) und erst bewusst differenzieren lernen muss.
    Da magst Du Recht haben, Polysonne. Es ist auch gar nicht so leicht, es so zu beschreiben, dass es verständlich und nachvollziehbar wird und vor allem NICHT überheblich klingt. Gleiches gilt für die Hochbegabung, die auch durchaus kein Zuckerschlecken sein muss.

    Es ist wie es ist.

  6. Inaktiver User

    AW: Hochsensible Menschen - Erfahrungen!?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da magst Du Recht haben, Polysonne. Es ist auch gar nicht so leicht, es so zu beschreiben, dass es verständlich und nachvollziehbar wird und vor allem NICHT überheblich klingt. Gleiches gilt für die Hochbegabung, die auch durchaus kein Zuckerschlecken sein muss.

    Es ist wie es ist.
    Bei HSP und Hochbegabung überschneiden sich viele Symptome (zumindest laut Kriterienliste). Aber immerhin ist die HB messbar, dagegen bleibt HSP immer noch eine Selbst-/Fremdeinschätzung.

    Aber im Parallelstrang von Antithese habe ich versucht zu beschreiben, wie es sich anfühlt, ich kopiere es mal hier rein.

    "Zu den fremden Gefühlen - wenn ich irritiert feststelle, dass ich starke Emotionen verspüre ohne erkennbaren Auslöser, dann fange ich an zu suchen, wessen Gefühle es sein könnten. Und meistens fällt es mir recht schnell ein, in wen ich mich unbewusst reingefühlt habe. In dem Moment verschwindet die starke Intensität und ich erkenne sie als fremde Gefühle. "

  7. Inaktiver User

    AW: Hochsensible Menschen - Erfahrungen!?

    Etwas gemessen, eingewertet, nach bestimmten Kriterien in einer Schublade versenkt zu haben erleichtert die Dinge allerdings auch nicht notwendigerweise.

  8. Inaktiver User

    AW: Hochsensible Menschen - Erfahrungen!?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Etwas gemessen, eingewertet, nach bestimmten Kriterien in einer Schublade versenkt zu haben erleichtert die Dinge allerdings auch nicht notwendigerweise.
    Es erleichtert das Verstehen, warum man anders als die meisten sind. Warum man anders denkt, andere Dinge sieht, andere Schlüsse zieht... Warum man sich häufig nicht zugehörig fühlt, warum sich die anderen in eigenen Augen unlogisch verhalten, warum viele anscheinend zu kurz denken. Usw usw usw. Doch, mit hat das Etikett sehr geholfen.

  9. User Info Menu

    AW: Hochsensible Menschen - Erfahrungen!?

    sorry, doppelt
    Geändert von Bauschundbogen (07.12.2017 um 21:59 Uhr) Grund: sorry, doppelt

  10. User Info Menu

    AW: Hochsensible Menschen - Erfahrungen!?

    Liebe JumaThurman,

    Du hast nach Erfahrungen nach Beziehungen mit Hochsensiblen gefragt und nolens volens eine Menge über die Bedürfnisse und Befindlichkeiten von Hochsensiblen erfahren..

    Ich hatte früher eine (enge, aber platonische) Freundschaft zu einer hochsensiblen Frau und sie - immer mal wieder, im Nachblick noch mehr - als anstrengend empfunden. Folgende "Stolpersteine" haben sich ergeben:
    - gemeinsame Unternehmungen: sehr oft waren Restaurants, Konzerte, Märkte etc. zu viel, zu lang , zu laut, zu stinkig...
    - die (gefühlte) Notwendigkeit, Äußerungen vor dem Absenden zunächst auf Anstößigkeiten, Verletzungspotential etc. abklopfen zu müssen
    - eine gewisse Egozentrik. Das meine ich erstmal wertfrei als "primäre Fokussierung auf eigene Befindlichkeiten und Bedürfnisse" (vielleicht wird mal als HSP irgendwann so, wenn die Welt konsequent das eigene Wohlbefinden mit Füßen tritt und sich niemand sonst darum kümmert - einer ausgewogenen Beziehung ist es trotzdem hinderlich)
    - eine klare Rollenverteilung (der weniger Sensible ist zuständig für die "Drecksarbeit")
    - eine implizite Aufforderung zum Kotau vor dem vermeintlich differenziertem, verfeinerten Empfinden
    Kurzum: ich wurde gefühlt im Kontakt immer enger und leiser (mein Ding, ich weiß, aber es tat mir nicht gut)

    Liebe TE, ich lese aus deinen Postings (auch im Parallelthread) eine starke Verunsicherung darüber, wie Beziehungen funktionieren. Und dazu mit jemandem, der qua "Diagnose" (vermeintlich) besondere Rücksichtnahme braucht.
    Mach dich bitte nicht klein
    Du bist noch lange kein Bauerntrampel, nur weil du nicht jede Erbse spürst.

    Alles Liebe Für Dich!
    B&B
    (hochbegabt, aber meines Wissens nicht hochsensibel)
    Geändert von Bauschundbogen (07.12.2017 um 22:19 Uhr)

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