@Antithese: jetzt mal als Moderatorin gesprochen: wenn das, was du diskutieren möchtest, nicht P.I. ist - und du hast ja im Eingangsbeitrag bereits geschrieben, dass du dir unsicher bist, ob der Begriff passt - dann finde ich es ok, wenn du dein Thema noch mal präzisierst und hier dann das besprochen wird, was dein Anliegen ist. Das wäre dann auch nicht off-topic.
Wenn es aber darum geht - dann ist es gut, dass das geklärt wird, damit der Strang auch in deine Richtung läuft![]()
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Ergebnis 11 bis 20 von 25
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05.12.2017, 14:33
AW: Anfälligkeit für projektive Identifizierung?
that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
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05.12.2017, 14:52Inaktiver User
AW: Anfälligkeit für projektive Identifizierung?
@maryquitecontrary
Danke, dass du darauf geachtet und nachgehakt hast.
Mein Thema ist an sich wirklich nur die Übernahme/Identifizierung fremder Gefühle. Also projektive Identifikation.
Damit das auch deutlich bleibt, werde ich meine anderen Beiträge mal eben kürzen. Sonst greift das noch jemand auf, obwohl das eigentlich ot ist.
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05.12.2017, 14:57
AW: Anfälligkeit für projektive Identifizierung?
Liebe Antithese
das klingt alles sehr leistungsorientiert, getreu dem Motto, Anerkennung und positives Feedback muss man sich verdienen. Dazu passt auch, dass du nicht in der Lage zu sein scheinst, ein Kompliment für Figur Aussehen etc als etwas positives zu sehen. Damit meine ich nicht, dass du das ebenso sehen musst, wie derjenige, der das Kompliment macht, aber normalerweise ist ein ehrliches Kompliment doch etwas Positives!
Die Aussage, dass negatives Feedback ehrlicher ist, erschüttert mich ein wenig. Negatives ungefiltertes Feedback samt Ferndiagnosen von psychischen Problemen (siehe Beispiel Eingangsposting) sind vor allem eines: unverschämt. Der Sprecher zeigt dadurch, dass er sich für kompetenter hält als er ist (sonst wäre er Fachmann geworden) und einen traurigen Mangel an Manieren. Das hat alles nicht zwingend mit Ehrlichkeit zu tun! Woher willst du wissen, dass nicht beispielsweise Neid die Triebfeder seiner Aussagen sind?
Ich glaube, dass deine inneren Glaubenssätze einer Revision bedürfen. Ich finde mich in Teilen in deinen Aussagen wieder. Du darfst mir daher eines glauben: glücklich wird man so nicht. Es wird immer einen geben, dem deine Leistungen nicht genug sind so dass du dich noch mehr anstrengen muss. Es wird auch immer jemanden geben, der meint, die eine verbraten zu müssen. Es ist tödlich, sich solche Schuhe immer anzuziehen!
Auf der anderen Seite versagst du dir manche Leichtigkeit, indem du positives Feedback so stark filterst und in Teilen nicht gelten lässt.
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05.12.2017, 15:14Inaktiver User
AW: Anfälligkeit für projektive Identifizierung?
@tuerkisblau
Pardon, ich hatte meine Antwort an dich geändert (um nicht zu sehr vom Thema abzukommen) - das hat sich mit deiner Antwort überschnitten.
Aber ich fände es jetzt auch doof, deine Antwort als ot abzubügeln. Es kann auch sein, dass das letztlich alles indirekt zusammenhängt.
Ok, dann lege ich hiermit als neues Thema fest, dass es um a) Projektive Identifikation und b) um das Thema Glaubenssätze gehen soll.
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05.12.2017, 15:14Inaktiver User
AW: Anfälligkeit für projektive Identifizierung?
@tuerkisblau
Zumindest dürfte man meistens etwas vorher tun müssen bzw. etwas getan haben irgendwann in der Vergangenheit, worauf sich die Anerkennung/das positive Feedback bezieht.
Ich finde das widersprüchlich, dass ich einerseits ein Kompliment nicht als etwas Positives sehen muss, deiner Ansicht nach, aber du dann feststellst, dass ein ehrliches Kompliment normalerweise "etwas Positives ist".
Komplimente zur Figur kenne ich, weil die Person ein sexuelles Interesse an mir hatte oder mein Figurtyp einfach in ihr persönliches "find ich attraktiv"-Schema gefallen ist. Damit hat die Person bei ihrem Kompliment nicht gelogen, aber warum das allgemeingültig nun etwas Positives sein soll, verstehe ich nicht. Umgekehrt denke ich auch nicht, dass meine Ansicht zur Figur anderer für die von sonderlicher Relevanz wäre bzw. etwas Positives sein muss, nur weil mir deren Figurtyp gefällt.
Was den Leistungsaspekt angeht:
Für die Figur kann man generell leistungsmäßig viel tun. Ebenso für das Aussehen generell.
Ich tue dafür kaum was (Sport mache ich aus anderen Gründen) und habe da genetisch einfach etwas Glück gehabt, nicht zu gut und nicht zu schlecht auszusehen und keine Vorliebe fürs Rauchen etc. zu haben. Damit falle ich optisch weder in die eine, noch in die andere Richtung unangenehm auf. Das finde ich persönlich damit sehr ideal.
So an sich hast du damit recht. Nur habe ich das aus irgendeinem mir unbekannten Grund vorübergehend trotzdem so als "eigenes" übernommenen in dem Moment. Das fand ich selbst verwirrend, als das abgeklungen ist. (Vorher habe ich das als "zu mir gehörig" wahrgenommen ein Stück weit und mich selbst so gesehen. Ein Stück weit statt komplett, weil mein Verstand mir gewissermassen noch gesagt hat, dass das Unsinn ist und diese Ferndiagnose überhaupt nicht seriös ist usw.. Trotzdem war das so vorübergehend, dass ich mich so wahrgenommen habe, als wäre das wahr, was derjenige mir da gesagt hat.)
Ja, das ist ungünstig für die eigenen Belange.
Außer emotional überhaupt nicht anwesend zu sein in so einem Moment, ist mir aber auch noch nichts eingefallen, wie sich sowohl das Phänomen "projektive Identifizierung" aber auch eigene ungünstige gefühlsmäßige Reaktionen auf Zuschreibungen anderer komplett verhindern lassen könnten.
Dass mit dem emotional nicht anwesend sein ist grds. so ein automatisch einsetzender Zustand , aber das habe ich nur bei bestimmten Personen bzw. wenn ich im Vorfeld weiß, dass mich eine Situation erwartet, in der ich emotional nicht emfänglich sein sollte.
Bei dem Typen, der eine Beziehung mit mir "erzwingen" wollte aus dem Eingangsbeispiel, ist diese gefühlsmäßige Trennung verspätet als abrupter Auto-Cut passiert. Das war vermutlich wegen der emotionalen Erpressung bzw. Übergriffigkeit; das ist bei mir mal irgendwann in der Kindheit entstanden, um meine Großmutter und je nachdem mein älteres Geschwister zu ertragen ohne Schaden zu nehmen (anders gesagt: Leute, die gerade Zugriff auf mein Innerstes bzw. meine Gefühle nehmen wollen aus unguten Gründen). Nur war da die "Übertragung" (?) schon eingetreten bei dem Eingangsbeispiel mit dem Typen, auch wenn ich das nicht gezeigt habe im Kontakt mit ihm (das wäre ja tödlich gewesen im übertragenen Sinne, wo er mich gerade mit allen Mitteln zu manipulieren versucht hat; da muss der nun echt nicht auch noch wissen, dass ich mich gerade innerlich so fühle, wie er mich seinerseits emotional sieht). Das hing mir dann hinterher nach - aber das lässt sich ja dann in Ruhe sortieren.
Das weiß ich nicht. Ich denke am Ende des Tages ist immer entscheidend, wie man sich selbst fühlt und sieht; positives Feedback kann einen erreichen innerlich, muss aber nicht. Wenn man dazu anders fühlt, eben nicht positiv, ist das positive Feedback zynisch gesagt im Endeffekt bedeutungslos. Auch wenn ich nicht sagen würde, dass es sinnlos ist.
Aber es wäre da wenn eher an einem selbst, dazu anders zu fühlen anstatt dass andere da gewissermaßen in ein Fass ohne Boden Blumen reinwerfen. Solange man nicht so fühlt, ist es ein Fass ohne Boden.Geändert von Inaktiver User (05.12.2017 um 16:11 Uhr)
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05.12.2017, 16:18Inaktiver User
AW: Anfälligkeit für projektive Identifizierung?
Ich habe nicht konkret von Glaubenssätzen gesprochen (dieses Wort auch nicht verwendet)- ich habe es anders gemeint.
ich bin mir nicht sicher, ob ich deine Zeilen richtig verstanden habe.
Ich hatte verstanden- laut EP- dass du das, was andere über dich sagen- so sehr zu "deinem" wird, dass du dich auch so verhälst.
Für mich hat sowas überhaupt nichts mit "Gefühlsübertragung" zu tun.
Entweder ich hab jetzt dein EP total missverstanden oder mir fehlt jetzt noch ein Stück zum Verstehen.
Gut- und was ist dann der Grund?
Und wenn du ihn nicht wissen solltest- wie kannst du dann sicher sein, dass es die Zugehörigkeit nicht ist?
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05.12.2017, 22:20Inaktiver User
AW: Anfälligkeit für projektive Identifizierung?
@kenzia
Wie hast du es gemeint?
Jein. Vom Prinzip her fast richtig, aber es ist kein generelles Problem, dass ich habe und es geht auch nicht nur um verbale Zuschreibungen von Eigenschaften.
Ich meinte Ausnahmesituationen bzw. Einzelfälle, in denen da wohl wirklich ein Gefühl/Empfinden auf mich übertragen wurde - zusätzlich zu verbalen Zuschreibungen - und ich dieses Empfinden (und damit auch begleitend) diese gefühlten wie verbal getätigten Zuschreibungen übernommen habe für kurze Zeit. Die verbalen Zuschreibungen spielen eine untergeordnete Rolle, sind aber nicht unwichtig, denke ich. Nur hat sich das Ganze primär auf Gefühlsebene abgespielt.
Es ist was anderes gewesen, als wenn der andere etwas gesagt oder gemacht hätte und ich darauf emotional nur mit meinen eigenen Gefühlen reagiert hätte.
Ich will auch nicht behaupten, dass ich das alles komplett richtig wahrgenommen habe und man das alles trennscharf auseinander halten kann zu jeder Zeit, ob das nun Übertragung von fremden Gefühlen, erfolgreiche Manipulation von mir mit (meinen) eigenen Gefühlen dadurch bei mir im gewünschten Sinne des anderen gewesen ist oder komplett eigene Gefühle/Wahrnehmungen, die ich fälschlicherweise als fremde Gefühle wahrgenommen habe, gewesen sind, aber mir ist es jedenfalls so vorgekommen in dem Moment.
Es ist aber nicht so, dass ich in meinem Empfinden generell so leicht davon beeinflussbar bin, was mir jemand sagt. Auch nicht bei nahestehenden Menschen.
Was der Grund ist, weiß ich nicht genau.
Dass mit dem Zugehörigkeitsbedürfnis passt für mich nicht zu der Rahmensituation, in der das stattgefunden hat.
Aber dieses Eingangsbeispiel mit dieser Behauptung, ich hätte eine Persönlichkeitsstörung und das Motiv A (mit dem damit implizierten Empfinden A), ist zugegeben nicht gut geeignet. Dieses Ereignis verstehe ich persönlich auch selbst nicht.
Ich hatte in meiner ersten, von mir wieder rausgenommenen Antwort, mehr zu dem 2. Erlebnis mit diesem Typen, der mich zu einer Beziehung "nötigen" wollte, geschrieben. Das dürfte anschaulicher sein.
In diesem anderen Beispiel ging es um einen relativ neuen Bekannten, den ich zufällig kennengelernt hatte, und mit dem sich ein anfangs auch recht lockerer, netter Kontakt ergeben hat (so eine Mischung aus freundschaftlich-bekanntschaftlich). Der hatte eigentlich mehr gewollt bzw. war am Anfang etwas verliebt gewesen nach zwei, drei Treffen (hat aber nichts gesagt), aber ich habe das Thema dann angesprochen (weil ich das wirklich nur bekanntschaftlich gesehen habe) und er hatte nach Bedenkzeit gesagt, dass das für ihn ok wäre, wenn es beim status quo bleibt. Es war an sich offen und gut geklärt, wie jeder den Kontakt sieht.
Das Problem war nur, dass er irgendwann später der Ansicht war, nun einen Anspruch auf eine Partnerschaft mit mir erworben zu haben. Das kam später raus, als ich ein Treffen abgesagt hatte, weil ich erkrankt war (Erkältung). Da hat er mich umgehend angerufen und wollte, dass ich mich rechtfertige, weil er der Ansicht war, dass das eine Ausrede wäre, dass ich krank wäre und nicht könnte. Darauf hatte ich keinen Bock und fand das schräg. Er hat daraus dann ein Problem bzgl. unseren Kontaktes generell rausgemacht. Es kam dann raus, dass er meinte, dass er ja praktisch mit mir zusammen wäre als Partnerschaft. Den Zahn habe ich ihm gezogen und außerdem gesagt, dass ich den Kontakt nicht fortsetzen möchte, weil ich mich damit nicht wohl fühle (weil das immer deutlicher wurde, dass er seine Beziehungswünsche nie aufgegeben hat. So ist für mich keine Freundschaft möglich und ich werde auch ungerne angelogen bzw. finde ich besonders diese "hintenrum-Tour" abstoßend.)
Er wollte sich dann nochmal treffen mit mir, weil er so besser Abschied nehmen könnte, wie er meinte. Außerdem hatten wir gegenseitig noch je ein, zwei PC-Spiele ausgeliehen (nichts Wertvolles). Ich hatte ein komisches Gefühl, aber habe das damals so gesehen, dass dieses Treffen ok ist, wenn danach Ruhe ist.
Bei dem Treffen an besagter Straße abends war er dann sehr durch den Wind und ziemlich übergriffig emotional-verbal und manipulativ, wobei ich nicht den eindruck hatte, dass ihm bewusst war, was er da gerade versucht. Es ging ihm erst darum, mich umzustimmen, auch mit emotionaler Nötigung, als das nicht zog, hat er mich beschimpft und gesagt, dass ich seine erste Liebe verpfuscht hätte, es ihm wegen mir schlecht gehen würde, er so schnell nicht nochmal ein Mädchen mit meiner Figur fände und ich ja nicht mehr die Jüngste wäre und mir das gut überlegen sollte (wir waren beide damals 20), ich ihn verarscht hätte, ich angeblich gesagt hätte, dass ich mit ihm zusammen sein möchte plus weitere Sachen gesagt hätte, die er als Beweis gesehen hätte, dass ich auch eine Partnerschaft mit ihm wollen würde - nur kann ich diese Sachen nachweislich nie gesagt haben und habe das auch nie gesagt; er hat das frei erfunden oder muss irgendwie den Verstand verloren haben bzgl. der Realitätswahrnehmung - keine Ahnung. Gefühlskalt und bindungsgestört war ich in seinen Augen natürlich auch, weil ich seine Gefühle nicht erwidert habe (so seine Darstellung) und er hat durch provokative Unterstellungen versucht, mehr über mein Sexualleben herauszufinden, obwohl ihn das überhaupt nichts anging. Für ihn war das so, dass ich gestört sein müsse psychisch, wenn cih mit ihm keine Beziehung wollen würde.
Im Grunde hat er die ganze Zeit nur irgendwelche Knöpfe bei mir zu drücken versucht, aber das zieht nicht bei mir und sowas vom Muster her kannte ich da bereits von einem älteren Geschwister sowie meiner Großmutter. Letztlich habe ich das Gespräch und zugleich den Kontakt an sich beendet und bin nach Hause gefahren. Irgendwann später hat er mir per sms Monate danach kindische Drohungen geschickt. Das fand ich aber eher sehr kindisch und hilflos wirkend von ihm, als beeindruckend oder beängstigend.
In dem Gespräch war es eben so, dass ich mich irgendwie plötzlich tatsächlich wie "die Böse" bzw. gefühlskalt und gestört gefühlt habe; das schwappte so rüber - er stand ja genau vor mir und hat sich ereifert (auch wenn er sich nicht wirklich getraut hat, allzu ausfällig zu werden). Er war eher emotional übergriffig, manipulativ sowie sehr labil plus hochemotional in dem Moment. Eben sehr neben der Spur.
Dass bei mir der Grund kein Bedürfnis nach Zugehörigkeit ist, mache ich daran fest,dass dieses übertragene Empfinden, dass ich gefühlskalt bzw. "böse"/gestört wäre, mit dazu geführt hat, dass es mir leicht gefallen ist und in dem Moment sogar geholfen hat, den Kontakt umgehend endgültig zu beenden mit dem Gespräch auf dieser Straße. Wir waren ursprünglich immerhin mal gute Bekannte und im gewissen freundschaftlichen Sinne hatte ich ihn vorher gemocht; eigentlich wirkte der eher schüchtern und unsicher im Kern - dafür hatte ich auch wiederum ein gewisses Verständnis generell, also mich stört sowas nicht per se. Das kam für mich sehr überraschend diese anderen Seiten, wobei ich irgendwann am Anfang mal ein ungutes Gefühl beiseite geschoben hatte, weil ich das nicht greifen konnte und sicher auch eigene Macken habe - sowas muss also nicht zwangsläufig etwas mit dem anderen zu tun haben. (Gelernt habe ich daraus auch, aber mir ist danach und auch davor nie wieder so jemand begegnet, zum Glück).
Mein eigenes Gefühl in dem Moment war, dass ich eine Mischung aus geschockt bzw. gelähmt/überrumpelt war über das, was da gerade vor sich ging bzw. was er gemacht hat und wie er wirklich getickt hat. So als ob ein Vorhang fällt und man mit dem Bühnenbild nie gerechnet hätte, auch wenn man es gleichzeitig vom Verstand her genau erfasst und analysieren kann, was man da sieht und was gerade abläuft. Später war ich vor allem ziemlich wütend.
Dieses mit dem sich böse fühlen, könnte auch einfach von einem schlechten Gewissen gekommen sein. Aber dieses andere Gefühl mit dem sich gestört fühlen und gefühlskalt, das kam nicht von mir. Habe ich jedenfalls nicht so erlebt. Aber ich weiß es auch nicht. das ist insgesamt sehr verwirrend gewesen auf emotionaler Ebene und war weg, als ich wieder alleine war.Geändert von Inaktiver User (05.12.2017 um 22:53 Uhr)
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06.12.2017, 16:35Inaktiver User
AW: Anfälligkeit für projektive Identifizierung?
Hallo Antithese,
ich hab nach wie vor das Gefühl, dass ich bei dem Thema schwimme und wir nicht wirklich von demselben reden. Daher jetzt nur zu wenigem ein paar Gedanken:
Wir alle haben alles an Gefühlen in uns, was es gibt.
Und kein Mensch kann einem anderen Menschen Gefühle "übertragen"-- sowas geht nicht!
Es können immer nur unsere eigenen Gefühle zum "klingen" gebracht werden. Sonst könnten wir doch den Menschen unseres Herzens ganz schnell Verliebtheit "übertragen"- ach......was wäre das schööön

Was Gefühle auslöst-- ist sehr vielschichtig und multicausal.
Es kann ein Satz sein, der auslöst- ein Gedanke- ein Geruch- eine Körperbewegung, selbst ausgeführt oder bei einem anderen beobachtet, oder oder oder........
Schutz in der von dir beschriebenen Situation fänd ich sehr passend zu deiner Reaktion- noch dazu erzählst du von Wiedererkennen aus deiner Lebensgeschichte........was da alles in dir abläuft ist riesig viel und sicher nicht schnell zu durchschauen.
Ob also diese Situation jetzt zu deinem Beispiel passt- ich weiß es nicht- klingt für mich weniger danach.
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06.12.2017, 17:41Inaktiver User
AW: Anfälligkeit für projektive Identifizierung?
Das dürfte letztlich an mir liegen.
... Aber ich weiß leider auch nicht, wie ich das präziser beschreiben könnte und kann auch sein, dass die beiden Beispiele etwas verschiedenes beschreiben bzw. das was anderes ist, als projektive Identifizierung. Von der Beschreibung her fand ich das aber am treffensten dafür. Dass man etwas in sich fühlt, das eigentlich der andere fühlt bzw. von dem kommt gefühlsmäßig. Kann davon unabhängig auch sein, dass ich Stimmungen bzw. Gefühle bei anderen zu stark wahrnehme je nachdem und davon dann innerlich zu sehr überrollt werde/davon mein eigenes Empfinden geplättet wird für einen kurzen Moment.
Vielleicht sind das auch einfach die Spiegelneuronen, die das alles zu verantworten haben, oder ich habe das einfach falsch wahrgenommen bzw. da was durcheinandergebracht. Das könnte auch sein.
Meines Wissens nach und meiner Erfahrung nach kann man spüren, was in anderen gefühlsmäßig vorgeht und fühlt das selbst ein wenig mit. Den Spiegelneuronen sei Dank - oder auch nicht*. Das meine ich mit "Gefühl übertragen".
Das ist sicher eher die Ausnahme, dass man das so deutlich spürt und davon so geplättet ist bzw. das wiederum eigene Gefühle in einem auslöst, aber mir ging es da so in dem einen Beispiel.
*= Ich könnte da jedenfalls gut drauf verzichten.Geändert von Inaktiver User (06.12.2017 um 17:48 Uhr)
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06.12.2017, 18:36Inaktiver User
AW: Anfälligkeit für projektive Identifizierung?
@kenzia
Die Gefühle werden natürlich nicht wirklich übertragen. Aber es werden Gefühle in einem zum Klingeln gebracht, die sonst nicht aktiv wären. Und wenn man nicht aktiv aufpasst, erkennt man nicht, dass es nur Spiegeln ist.
Das ist aber hauptsächlich bei hochsensiblen Menschen so.



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