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  1. Inaktiver User

    AW: Therapie beenden oder was sagen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich halte es weiterhin für sehr gewagt spekulativ die These aufzustellen, dass dies von Therapeuten im Therapieprozess so gewünscht sei.
    Wenn sich ein Klient in den Therapeuten verliebt und man kann damit arbeiten - warum sollte man dieses Mittel nicht anwenden?

  2. Inaktiver User

    AW: Therapie beenden oder was sagen?

    Ich habe mich auf das bezogen was Du geschrieben hast:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich frage deshalb, weil es oft vorkommt, dass sich Therapierende in ihre Therapeuten verlieben. Das wird -je nachdem- sogar gewünscht. Allerdings nicht aus "unkoscheren Gründen" sondern weil damit gearbeitet werden kann- professionell.
    Insofern wäre nun der exakte Wortlaut samt Situation sehr wichtig.
    Das dies "gewünscht" sei habe ich noch nie gehört. Den Vorschlag des Therapeuten halte ich, wie gesagt, für "schräg", unprofessionell und nicht nachvollziehbar. Selbst wenn die Hintergründe für diese Aussage nicht bekannt sind, läuten bei mir sämtliche Alarmglocken, denn es gibt nunmal auch Mißbrauch in der Therapie. Es ist gar nicht so selten, dass Therapeuten die professionelle Distanz verlieren, sich zu ihren Klienten hingezogen fühlen und auf eine persönliche Ebene gehen.
    Die möglichen Verstrickungen die sich daraus ergeben können, kann man meiner Meinung nach nicht mit dem Verursacher lösen und bearbeiten.
    Deswegen halte ich auch Deine Aussage "man könne doch dann professionell mit diesen Gefühlen arbeiten" für naiv.
    Geändert von Inaktiver User (13.12.2017 um 19:09 Uhr)

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    AW: Therapie beenden oder was sagen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich halte es weiterhin für sehr gewagt spekulativ die These aufzustellen, dass dies von Therapeuten im Therapieprozess so gewünscht sei.
    Die Psychoanalyse alter Schule arbeitet so. Durch die Abstinenz des Therapeuten soll eine Atmosphäre geschaffen werden, in der Gefühle, die eigentlich anderen wichtigen Bezugspersonen gelten, auf den Therapeuten übertragen werden und so stellvertretend bearbeitet werden können (als neben der sog. "Übertragungsliebe" auch Wut, Trauer, Sehnsucht....),

    Diese (u.U. sehr starken) Gefühle sind also durchaus gewünschter Teil des therapeutischen Prozesses, dürfen aber keinesfalls ausagiert (d. h. irgendwie in die Tat umgesetzt) werden, sondern werden "gedeutet" (im Gespräch da verortet, wo sie eigentlich hingehören).

    Ich verstehe die "Erlaubnis" des Therapeuten, sich ruhig in ihn zu verlieben, als (vielleicht ungeschickt formulierten) Disclaimer, dass "sowas" durchaus passiert , er es nicht persönlich nähme und sich die TE dadurch bloß nicht ins Bockshorn jagen lassen soll.
    Geändert von Bauschundbogen (13.12.2017 um 19:19 Uhr)

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