Wie kommst Du darauf, dass dies sogar "gewünscht" sein könnte? Woher hast Du das?
Um Umkehrschluß würde das heißen bestimmte Themen können nur bearbeitet werden, wenn sich Klient in Therapeut verliebt? Auf ähnliche Weise hat der Therapeut der TE argumentiert...Allerdings nicht aus "unkoscheren Gründen" sondern weil damit gearbeitet werden kann- professionell.
Ich halte dies für nicht hilfreich und schon gar nicht professionell.
Um sich ein besseres Bild machen zu können sicherlich.ich würde gerne konkreter wissen, wie das abgelaufen ist.
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03.12.2017, 18:56Inaktiver User
AW: Therapie beenden oder was sagen?
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03.12.2017, 19:08
AW: Therapie beenden oder was sagen?
Braucht man dafür weitere Informationen? Ich finde das in allen denkbaren Varianten hochgradig unprofessionell. Und dass das erwünscht sein soll und gang und gäbe, das habe ich noch nie gehört. Meine Mutter ist Psychologin, und das wäre mir gänzlich neu.
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03.12.2017, 19:24Inaktiver User
AW: Therapie beenden oder was sagen?
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03.12.2017, 20:15Inaktiver User
AW: Therapie beenden oder was sagen?
Dieses Phänomen- sich in den Therapeuten verlieben- ist breit bekannt und kann wunderbar genutzt werden.
Hier greift die Übertragung und es gibt viele Ansätze dazu.
zB, dass aus der - gerade bei langen Therapien- enstandenen Nähe Liebe entsteht und/oder kindliche Liebesgefühle als Erwachsene verstanden werden und in der Therapie nun endlich heilend bearbeitet werden können.
Alternativ kann diese Liebe als Mittel zur Distanzierung genommen werden (in dem Fall entwickelt sich Liebe damit ich die Therapie beenden kann, weil Liebe für mich eine Bedrohung ist). Das passt übrigens grad sogar gut zusammen- Liebe entsteht, man "kriegt den Therapeuten ja doch nicht" und sieht einen Grund, sich zu trennen.....- falls das hier zutrifft, wäre es bilderbuchmäßig
Ob es NUR so geht- kann ich nicht sagen.
Aber ich kann mir vorstellen, dass dieser Zugang zur Heilung schon eine besondere Qualität besitzt.
Hilfreich oder professionell ist vielleicht nicht die Offenlegung- wobei die bis ins Letzte ja gar nicht statt gefunden hat-- bzw WAS genau gesagt worden ist-- wir wissen es nicht!
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03.12.2017, 20:22Inaktiver User
AW: Therapie beenden oder was sagen?
Um eine gute Einschätzung abzugeben- ja - braucht es durchaus alle Informationen.
Wenn Deine Mutter Psychologin ist, dann wird sie dir sicher dazu einiges sagen können.
Männer verlieben sich genauso in ihre Therapeutin- nur kommt das schlicht seltener vor weil weniger Männer in die Therapie gehen.
Im übrigen kommt es nicht immer vor und auch eher bei langen Therapien.
Und nochmal- ohne die ganz genaue Beschreibung der Situation, würde ich nichts dazu sagen.
Vor allem die Ehering-Definition und der Wunsch nach Therapie-Ende wegen dem Ehering......klingt einfach nur seltsam auf mich.
Avancen oder Aufforderungen zu einer Beziehungen hat der Therapeut ja offenbar nicht gemacht. Das lese ich zumindest nicht dabei heraus.
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03.12.2017, 21:29
AW: Therapie beenden oder was sagen?
Gerade weil, wie Kenzia schon gesagt hat, es in der sogenannten Übertragung zwischen Klient und Therapeut zu starken Gefühlen kommen kann, die auch erotische Wünsche seitens des Klienten umfassen können, besteht ja für Therapeuten das Abstinenzgebot, das weiter oben schon angesprochen wurde.
Der Klient muss in dem geschützten Rahmen der therapeutischen Beziehung auch in tiefe Gefühle hineingehen können und dennoch die Sicherheit haben, dass der Therapeut zu seinem Besten handelt und das Gefälle in der Beziehung niemals ausnutzt, schon gar nicht sexuell.that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
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03.12.2017, 23:17
AW: Therapie beenden oder was sagen?
Kenzia, weil du dieses erwähnst. Die TE spricht hier von mehreren Jahren Therapie. Wieviel mehrere Jahre sind scheibt sie nicht. Wer macht schon viele 'Jahre hintereinander Therapie. Für mich liest sich das fast so, da die TE "Systemisch und Spaltung" erwähnt, da es damit wahrscheinlich sehr um (psychische) Beziehungsprozesse handelt, welche die TE aufgedröselt haben möchte oder bearbeiten möchte vielleicht sogar in Richtung Rollenspiele und event. dieses System Familienaufstellungen verwendet wird? Wer geht denn in Systemisch? Dabei geht es doch hauptsächlich , wie ich so weiss um Beziehungskonstruktionen?
Allerdings müsste dann wirklich der Therapeut die Situation als solche auch für die TE begreiflich machen und sie es verstehn. Naja, vielleicht schreibt die TE noch etwas dazu. Sind ja sehr wenig Informationen, welche du auch hinterfragen möchtest.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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03.12.2017, 23:55
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04.12.2017, 05:50Inaktiver User
AW: Therapie beenden oder was sagen?
Auch, wenn du mary nun angeschrieben hast, möchte ich dazu gerne etwas beitragen.
Wenn wir davon ausgehen, dass bei langer Therapie Liebe in einer bestimmten Phase entstehen kann- oft entsteht (und ist nicht ein Therapeut für manche Menschen DER Mensch, dem man mehr Vertrauen, Offenheit, Nähe und Verbindung entgegen bringt, als jemals zuvor?) dann kann es doch sein, dass der Therapeut aufgrund seiner Einschätzung/Wissens spürt, dass die Klientin genau DAS bräuchte- es sich aber "verwehrt".
Ich kann mir nicht vorstellen, dass so eine Äußerung aus dem Nichts entsteht. Es gibt mti Sicherheit einen inhaltlichen Zusammenhang.
Und womöglich hat in einem Gespräch dazu der Therapeut gesagt "wenn du Liebe spürst, dann lass es zu- verliebe dich ruhig in mich-- ja selbst, wenn erotische Gedanken aufkommen- lass es zu".
Und um nicht mehr zu offenbaren- um den Prozess nicht durch zuviel Aufklärung und Analysieren zu gefährden- wird nicht mehr gesagt oder erklärt.
Daran- kann ich nichts Unprofessionelles erkennen.
Noch dazu, ist Verlieben kaum etwas, was aufgrund von Aufforderung "einfach entsteht"-- dann bräuchten wir keine Partnerbörse mehr
Es braucht die ganze Geschichte um es einzuordnen und Genauigkeit im Erzählen- vorher ist es wirklich schwer zu sagen, was dieser Therapeut gemacht hat oder es zu bewerten.Geändert von Inaktiver User (04.12.2017 um 07:40 Uhr)
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04.12.2017, 06:04Inaktiver User
AW: Therapie beenden oder was sagen?
Bestehen unsere psychischen Probleme nicht alle aus "Beziehungsprozessen"? (ausgeklammert sind hier schwerwiegende psychischeErkrankungen- zB Stoffwechselstörungen, die eine medikamentöse Einstellung erfordern).
Wo findet sich der Mensch losgelöst und frei von anderen Menschen? Jede Situation ist eingebunden in ein Leben, in Situationen, Geschehnisse und damit besteht immer ein Beziehungsprozess zu einem oder mehreren Menschen.
Der Systemische Ansatz hat genau das im Blick- das der Mensch ein Teil eines Größeren Systems ist.
Es ist ein anderer Blickwinkel auf den Menschen und sein Leben- seine Probleme und seine Lösungen.
So alt ist der systemische Ansatz noch nicht und ich glaube dennoch, dass heutzutage kein Therapeut mehr daran vorbei kommt- wenn nicht als konkrete Ausbildung dann im Inhalt eingeflochten.
Diese Sicht erweitert den Rahmen gewaltig - es macht einen Unterschied ob ich mir nur den Menschen ansehe oder die Systeme, in denen er sich bewegt.




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