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  1. Inaktiver User

    AW: Kein Selbstwertgefühl - ich bin ein schuldiger, böser, schlechter Mensch.

    Meine Worte sind weder "unbedacht" noch hart. Außerdem: nicht mein Problem! Und auch nicht deins.

  2. Moderation

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    AW: Kein Selbstwertgefühl - ich bin ein schuldiger, böser, schlechter Mensch.

    Hierzu möchte ich eine moderative Anmerkung machen:

    Die User haben sich an die AGB und die Netiquette zu halten, darüber hinaus ist es auch nicht in Ordnung, bei sensiblen Themen mit dem Holzhammer zu formulieren. Darauf achtet die Moderation; entsprechende Beiträge können auch von anderen Usern per Meldebutton gemeldet werden.

    Auf der anderen Seite sind die User zunächst einmal auch selbstbestimmt und selbstverantwortlich, wenn sie persönliche Themen hier einstellen.

    In dieser Balance sollte sich die Diskussion bewegen.

    Gruß, Mary/Moderation
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

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    AW: Kein Selbstwertgefühl - ich bin ein schuldiger, böser, schlechter Mensch.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    P.S. Und deine Ausprägung der sprichwörtlichen "Borderliner-Wut" finde ich erschreckend. Trotzdem ist sie mMn nichts weiter als das: Ein Teil des Problems. Du hast das Problem. Aber du bist es nicht. Warum also solltest du nicht liebenswert sein?
    Ich selbst habe nicht Borderline, sondern ADHS - in einigen Symptomen ähneln sich diese Störungen.
    So dieses: "Du bist nicht das Problem, du hast es nur."
    Gefühlsmäßig ist mir das in dem Moment, in dem das Problem DA ist, einfach nicht bewusst. Der Verstand weiß es, aber er ist klein und machtlos gegen das Gefühl, dass man das Problem IST bzw. dass das Problem mich vollständig ausfüllt. Dieses Denken und Fühlen lähmt furchtbar bzw. beschert mir einen Tunnelblick. Vielleicht ist es bei der TE ähnlich.

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    AW: Kein Selbstwertgefühl - ich bin ein schuldiger, böser, schlechter Mensch.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Im Alltag versuche ich das provozieren so gut ich kann zu reflektieren und zu unterlassen. Manchmal sage ich aber einfach unüberlegt Dinge, die furchtbar nach hinten losgehen oder will unbewusst einfach Hass säen (z.B zu einem dickeren Mädchen in einer Vorlesung "Ich habe Cola Light gekauft weil ich lieber Krebs bekomme als fett werde", "Ich bin wirklich froh dass meine Eltern so wohlhabend sind und ich immer so viel Geld habe", "Zum Glück hat deine Tante Krebs, je mehr Leute in meinem Umfeld betroffen sind desto mehr erlange ich subjektiv gefühlte statistische Gewissheit, dass es mich nicht trifft", "Du bist nicht hässlich, aber um dein Gesicht klassischen Schönheitsstandards anzupassen müsstest du mit ca. 20.000€ kalkulieren" "Oh, plötzlicher Kindstod? Ein bisschen Schwund ist immer.")
    , @Polysonne:Muss man jemanden, der so was wie obiges äußert, deiner Meinung nach mit Samthandschuhen anfassen? Ich finde, nein.
    Heute trägt jeder selbstmitleidige und [editiert] hinz und Kunz seine Persönlichkeitsstörung wie einen Persilschein mit sich rum. [editiert]
    Geändert von maryquitecontrary (21.11.2017 um 14:13 Uhr) Grund: Verstoß gegen die AGB Punkt 13.1

  5. 21.11.2017, 23:07


  6. 21.11.2017, 23:19


  7. Inaktiver User

    AW: Kein Selbstwertgefühl - ich bin ein schuldiger, böser, schlechter Mensch.

    Niemand muss sich Liebe verdienen. Jeder Mensch ist es wert, geliebt zu werden. Jeder! Auch du.

  8. Inaktiver User

    AW: Kein Selbstwertgefühl - ich bin ein schuldiger, böser, schlechter Mensch.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Liebe red_gillian,
    Ich weiß, dass ich mir in erster Linie liebevoll begegnen müsste.
    Allerdings glaube ich, dass ich keine Liebe verdient habe. Ich kann mich sehr schwer lieben, so lange ich so viel Niedertracht und Hass in mir spüre (das klingt so theatralisch, aber ich finde momentan wirklich keinen anderen Weg von diesen Gefühlen weg.
    Ich weiß, dass du das weißt ^^ nur die Umsetzung ist so schwer, nicht?
    Und mir ist auch dein "ich habe keine Liebe verdient" vollkommen klar. Trotzdem schadet es nichts, wenn man gesagt bekommt, dass man liebenswert ist. Auch wenn man das nicht annehmen kann - man hört/liest es auf jeden Fall und in irgendein Eck deines Inneren sickert es auch ein.
    Und es hilft auf dem Weg, wenn man sich selbst nicht lieben oder auch noch nicht mal akzeptieren kann, wenn man jemanden hat, der das für einen tut. Du hast da jemanden, deinen Freund - pass gut darauf auf, dass er nicht einer Wutattacke zum Opfer fällt - aber auch das weißt du.

    Zu meinem Nickname: Er hat mir gefallen, ich hab ja auch eine sehr sanfte, verletzliche Seite.
    Ist mir klar :)

    Ansonsten gebe ich mir aber sehr große Mühe, gemocht zu werden.
    Was, sorry, in etwa genauso kontraproduktiv ist wie deine Aussetzer. Es hilft dir vielleicht nach außen, nach innen hilft es dir kein Stück. Du hast sattsam Therapieerfahrung, deshalb weißt du bestimmt auch, dass es darum geht, dein "Innen", deine in Scherben zersplitterte Persönlichkeit, zu einem Ganzen zusammenzusetzen. Und jedes Ganze hat auch Ecken und Kanten, Seiten, die nicht so überaus sympathisch und liebenswert sind - und wenn man gemocht werden will, neigt man dazu, die Ecken und Kanten zu verstecken - und das "Innen" bleibt zersplittert.

    Ich brainstorme mal ein bisschen wild in die Gegend, vielleicht findest du darin einen Denkanstoß:

    Ich glaube, es geht erst mal um dich und weniger um "die anderen" (ausgenommen deinen Freund). Und ich glaube außerdem, dass mehr Arbeit an und mit deinem "Ich" förderlicher für den Umgang mit anderen sein könnte als wenn du den Umgang mit anderen an erste Stelle setzt.
    Schau dir an, was dein Freund in dir sieht - Stichwort "Das bist nicht du". Stimmt. Das bist nicht du. "Du" bist noch gar nicht fertig, "du" bist noch im Werden. Und glaube ihm, wenn er Liebenswertes und Wertvolles in dir sieht. Mach dir sein "Das bist nicht du" zu eigen, wenn dich wieder eine Wutattacke überfällt, oder die Unsicherheit, wenn dir jemand zurückhaltend begegnet (du weißt, dass es für das Seelenheit anderer förderlich ist, wenn sie lieber vorsichtig mit dir umgehen). Mach ein "Das bin noch nicht ich" aus den Seiten, die du an dir nicht magst und von denen du weißt, dass sie ihren Ursprung in der Vergangenheit haben. Schaff dir einen "Vergangenheitsraum" in dir, wo diese Seiten ihren Platz haben. Du musst sie nicht töten, sie gehören zu dir - aber du brauchst sie nicht mehr. Sie können ein Zimmer für sich haben und ihren Ruhestand genießen ^^.

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    AW: Kein Selbstwertgefühl - ich bin ein schuldiger, böser, schlechter Mensch.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    Zu meinem Nickname: Er hat mir gefallen, ich hab ja auch eine sehr sanfte, verletzliche Seite. Ihr dürft euch nicht vorstellen dass ich im Alltag um mich schieße und alle vergraule, ich habe nur regelmäßig meine Aussetzer, bei denen ich anderen vor den Kopf stoße. Ansonsten gebe ich mir aber sehr große Mühe, gemocht zu werden.
    Ich wüsste gar nicht, wie das geht, etwas grundsätzlich machen oder zu sein, damit man von anderen wirklich gemocht wird. In Einzelfällen weiss ich das. Aber so ins Schwarze hinein, von anderen Menschen gemocht zu werden, nur weil es mich gibt, stelle ich mir schwierig vor.

    Liebe Akzent,

    Manchmal vermisse ich das, seit ich mich anpasse und gefallen will, begegne ich immer wieder Menschen die genau spüren, dass etwas mit mir nicht stimmt und sich zurückhalten - das verletzt mich jedes Mal und ich werde wütend (und denke mir, hätte ich sie gleich von mir abgestoßen wäre ich jetzt nicht gekränkt...dabei weiß ich dass das alles so nicht funktioniert!)
    Ist schwierig, wenn Menschen sich zurückhalten, mit denen du Kontakt haben möchtest. Auf der anderen Seite, darfst du nicht vergessen, dass man dir erstmal im Normal Fall gar nichts ansieht, weder deiner Ausraster noch deine Bösartigkeit, wenn du nicht angreifst.

    Also Zurückhalten ist nicht immer Ablehnung, sondern vielleicht sogar ein vorsichtiges Annähern.
    Vielleicht bist du in diesen Momenten zu wenig gefordert, das macht dich eher wütend, und nicht die Zurückhaltung an sich, denn da kann du agieren, davon hält dich niemand ab, musst halt darauf achten, "wie".
    Kommt auf weitere Begegnungen darauf an. Und da vermute ich mal so, legst du noch keinen besonderen Wert.

    So in dem Sinn: "Was heute nicht ist, muss Morgen nicht sein. Wenn es beim ersten Mal nicht funktioniert, dann brauche ich es überhaupt nicht."


    Ja, die Balance halten ist tatsächlich das Schwerste. Manchmal kann ich schöne Sachen kaum ertragen und habe auch hier das Bedürfnis, sie kaputtzumachen (s. meinen letzten Post - dabei liebe ich meinen Freund über alles. Ich denke, es handelt sich bei all dem um Zwangsgedanken).
    Ja, klar, weil du meinst, die schönen Dinge sind nicht für die Dauer. In deinem Prozess von Zerstörungsgedanken und Wiedergutmachung. Mitunter ein Zwangsgedankenprozess. Nur vergiss nicth, manche Dinge, die man zerstört, sind wirklich nicht wiederherzustellen. Behalte dir die schönen Dinge, versuche es. Du kennst doch beide Seiten, so kannst du doch besser abwägen.

    Und vielleicht kannst du auch abwägen, dich nicht so wichtig zu nehmen, im Kontakt mit anderen Menschen. (Und andere auch nicht) Erst , wenn du mit jemandem wirklich ein gemeinsames Thema hast, oder gemeinsame Zuneigung, dann ist ein Umgang leichter, aus verschiedenen Gründen.
    Geändert von Akzent (24.11.2017 um 23:19 Uhr)

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



  10. Inaktiver User

    AW: Kein Selbstwertgefühl - ich bin ein schuldiger, böser, schlechter Mensch.

    Liebe samtreh,

    ich glaube, du bist auf einem sehr guten Weg, leider ist er trotzdem lang und steinig. Du hast echt ein schweres Los gezogen...

    Die Flashbacks (deine Erinnerungen, die sich so frisch und lebendig anfühlen) gehören leider auch zu deiner Erkrankung dazu, aber du hast den richtigen Umgang damit gefunden - Eis oder stumpfe Gegenstände, ich habe noch vom Igelball gehört. Es muss schon eine deutliche Wahrnehmung sein, ein leichter Schmerz, um dich ins Hier und Jetzt zu bringen. Auch dich auf die Atmung zu konzentrieren, kann bestimmt helfen.

    Was den Selbsthass angeht, vielleicht ist es wirklich eine Frage der Zeit, bis du durch den Nachhalleffekt durch diese Phase durch bist. Versuche dich nicht zu sehr da reinzusteigern und dich auch da auf deine körperlichen Empfindungen zu konzentrieren.

  11. Inaktiver User

    AW: Kein Selbstwertgefühl - ich bin ein schuldiger, böser, schlechter Mensch.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Manchmal vermisse ich das, seit ich mich anpasse und gefallen will, begegne ich immer wieder Menschen die genau spüren, dass etwas mit mir nicht stimmt und sich zurückhalten - das verletzt mich jedes Mal und ich werde wütend (und denke mir, hätte ich sie gleich von mir abgestoßen wäre ich jetzt nicht gekränkt...dabei weiß ich dass das alles so nicht funktioniert!)
    Dann war es ja genau die richtige Entscheidung von diesen anderen Leuten, Abstand zu dir zu halten.

    Jedenfalls lese ich da kein Interesse deinerseits an den anderen als Person an sich. Nur, dass du etwas von ihnen bekommen möchtest ("gefallen wollen" + gespiegelt bekommen, dass du ok bist) und dich dafür verstellst und wütend auf die wirst, wenn du das nicht bekommst. ... Dass die anderen dich meiden, wenn sie das spüren/merken bzw. durchschauen, ist sehr gesund von denen.
    Geändert von Inaktiver User (25.11.2017 um 13:48 Uhr)

  12. User Info Menu

    AW: Kein Selbstwertgefühl - ich bin ein schuldiger, böser, schlechter Mensch.

    Liebe Samtreh!

    Ich habe mir Deinen Eingangsbeitrag durchgelesen und mich danach gefragt, was Deine Wut ausgelöst haben könnte.

    Ich weiß nicht, ob es wichtig ist, aber beim Lesen blieb ich vor allem an dieser Formulierung hängen:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meine Mutter hatte eine schwere postnatale Depression mit Wahnvorstellungen, aber sie haben stets ihr Bestes gegeben. Eigentlich wollte sie mehr als ein Kind, aber es war so schwierig mit mir dass ich Einzelkind blieb.
    Fühlst/fühltest Du Dich schuld an ihrem Zustand oder glaubst Du, dass Du unbewusst das Gefühl vermittelt bekommen hattest, dass Du an ihren Problemen durch Deine Geburt, durch Deine Existenz schuld gewesen bist?

    Kann sein, dass das unwichtig ist, dann ab in die Tonne mit meinem Gedanken. Aber wenn ich mir das so vorstelle, da ist ein unschuldiges kleines Baby, das Wärme, Aufmerksamkeit und Liebe, Liebe und nochmals Liebe braucht und die Mutter ist absolut nicht in der Verfassung, das dem kleinen, hilflosen und von ihr abhängigen Wesen zu geben, dann könnte ich mir schon vorstellen, dass hier der Samen für eine nicht greifbare, verzweifelte Wut gesetzt wird.

    Liebe Grüße
    Zio

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