zaubermaus, was sagst du denn zu den ganzen vorschlägen, die wir dir gemacht haben?
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 23
-
13.11.2017, 16:20Inaktiver User
AW: Anerkennung für mich fehlt mir so!!!
-
13.11.2017, 16:53Inaktiver User
AW: Anerkennung für mich fehlt mir so!!!
Ich denke ich werde mal ins Altenheim gehen und nachfragen
Sie haben ja dort auch eine Tagesbetreuung.
Meine Näherrei reicht vielleicht mal für einen Stand am Weihnachtsbasar. Oder Ostermarkt.
Euere Anregen find ich gut. Ich scheue feste Verpflichtungen. Aber ohne gehts nicht.
-
13.11.2017, 17:23
AW: Anerkennung für mich fehlt mir so!!!
Hallo Zaubermaus,
es ist aller Ehren wert, dass Du etwas machen möchtest. Ich will Dich auch nicht in Deinem Elan stoppen. Ich habe aber Zweifel, ob gerade für einen Menschen mit Depressionen Arbeit im Altenheim das Richtige ist. Auch wenn Du nicht in der Pflege arbeitest, sondern "nur" Besuchsdienste machst.
Ich komme durch meinen Beruf regelmäßig in Altenheime. Und selbst als Nicht- Depressive können einen die Schicksale dort runterziehen, wenn man nicht genügend Abstand hat.
Ich würde mir evtl. etwas anderes suchen, gerade im Hinblick auf Deine Depression. In größeren Städten suchen Grundschulen und Kitas oft "Lesepaten". Du triffst Dich 1 mal in der Woche mit einem Kind um gemeinsam kleine Texte zu lesen.
Du musst Dich in diesem Kontext nicht mit schweren Krankheiten, Sterben und Tod auseinandersetzen. Was im Altenheim immer der Fall ist, auch wenn man es nur "am Rande" mitbekommt.
Bei einer Kirchengemeinde werden oft auch Helfer gesucht.
-
13.11.2017, 17:24
AW: Anerkennung für mich fehlt mir so!!!
Ich bin seit 12/2016 zu Hause, kurz vor der Rente. Ich habe mir als Beschäftigung u. a. einmal pro Woche eine Vorlesestunde in einem Kindergarten gesucht. Mehr als eine Stunde geht nicht, weil einem dann der Mund in Fuseln herunterhängt
.Von Kindern bekommt man Zuwendung. Sie hören zu, fragen, sitzen dir fast auf dem Schoß, freuen sich, wenn du kommst. Mir gibt das sehr viel.
Einmal in der Woche habe ich englisch und einmal französisch bei der VHS, damit das Hirn in Bewegung bleibt
.
Überall ist es egal, ob ich arbeiten gehe, durchstarte oder sonst etwas. Bei der VHS sind sowieso fast alle in Rente.Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)
-
13.11.2017, 17:32
AW: Anerkennung für mich fehlt mir so!!!
Ich habe auch noch einen Vorschlag: Werde Hundegassigänger beim örtlichen Tierheim.
1. Du erfährst auch Zuwendung durch die Tiere.
2. Die Tierpfleger sind meist riesig froh, wenn sich jemand einmal die Woche einem Langzeitinsassen erbarmt und ihn an die frische Luft bringt.
3. Hunde können für seelische Stabilität sorgen: Therapie: Wie Hunde depressiven Menschen helfen konnen - WELT
LG TeepeeIch kann, weil ich will, was ich muss.
-
13.11.2017, 17:40
AW: Anerkennung für mich fehlt mir so!!!
Das kann aber auch schwierig werden, je nachdem wie der Hund so gestrickt ist, da braucht man schon Hundeerfahrung. Es sind nicht immer die gleichen Hunde, die man ausführt. Es gibt schwierige Hunde, mit denen man ohne Hundeerfahrung nur schwer zurecht kommt.
Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)
-
13.11.2017, 18:07
AW: Anerkennung für mich fehlt mir so!!!
Bringst Du denn diesen 450 Euro Job in direkten Zusammenhang
mit dem Rückfall?
Fühlt sich denn der Gedanke an ein Ehrenamt wirklich gut für Dich
an?
In der Klinik hat man Dir geraten, gut auf Dich zu achten. Nun ja, ist
naheliegend. Was genau meinte man aber mit diesem Rat?
Wie schätzt Du selbst Deine Belastbarkeit ein?
-
13.11.2017, 20:03Inaktiver User
AW: Anerkennung für mich fehlt mir so!!!
Ich geb zu das meine Belastungsgrenze zwar höher ist als vor zwei Jahren. Aber der Brüller ist es nicht. Aber es ist besser und ich bin dankbar dafür. Und ich arbeite weiter an mir. Im Januar kann mein Therapeut eine neue Therapie beantragen.
Bin also zuversichtlich.
In der Klinik haben sie mir gesagt, dass der 450 Euro Job in dem Versicherungsbüro ( nix mit Verkauf nur Büroarbeit) noch zu anstrengend für mich gewesen sei.
Vielleicht wäre echt ein VHS Kurs das Vernünftigste. Feste Termine keine Weltuntergang wenn ich mal nicht kann. Vielleicht was Kreatives muss mal Infos holen.
Ich versuch echt nicht in Selbstmitleid zu verfallen. Aber manchmal ist es halt frustrierend.
-
13.11.2017, 20:51Inaktiver User
AW: Anerkennung für mich fehlt mir so!!!
Also nichts gegen die VHS, aber ich seh eigentlich nicht, wo da so die Anerkennung von außen herkommt. Ich glaube, Anerkennung von außen bekommt man, wenn man was für andere tut, in welcher Form auch immer. Da kannst du am besten selbst überlegen, wo du dich einbringen willst und wie. Wenn du gut in Bürotätigkeiten bist, kannst du vielleicht einem gemeinnützigen Verein bei den Bürotätigkeiten helfen oder eben Kindern oder Senioren vorlesen, in der Kleiderkammer vom Sozialkaufhaus was sortieren, was auch immer.
Alternativ könntest du auch überlegen, im Chor zu singen. Lautes Singen schüttet nachweislich Serotonin aus, das hilft dir. Oder bei einer Laienspielgruppe mitmachen.
Irgendwie fest einbringen musst du dich aber immer bei solchen Dingen, mehr oder weniger.
-
14.11.2017, 07:32Inaktiver User
AW: Anerkennung für mich fehlt mir so!!!
Anerkennung kann einem selbst dann fehlen, wenn man sowohl einen Beruf als auch Familie oder wenigstens eines von beiden hat. Auf andere Menschen ist oft kein Verlass. Die schätzen einen nur, solange man funktioniert und so ist und lebt wie sie. Lebt man in anderen Verhältnissen, wird man abgeschoben oder bekommt zumindest zu spüren, dass man bestenfalls eine Randfigur darstellt und nicht wirklich dazugehört.
Man sollte daher immer versuchen, mit sich selbst befreundet zu sein. Dazu gibt es ein gutes Buch von Melanie Wolfers "Freunde fürs Leben...". Anerkennung durch andere besser gar nicht mehr anstreben. Sie zu erhoffen, ist der sicherste Weg, enttäuscht zu werden und sich selbst unglücklich zu machen. Dinge tun, weil sie einem selbst gefallen, und daraus innere Befriedigung schöpfen, darauf kommt es an. Wenn noch ein paar andere Menschen davon profitieren, umso besser.
Ansonsten würde ich an deiner Stelle einen der Vorschläge hier aufgreifen, der mich psychisch am wenigsten überfordert. Sprichst du auch in der Therapie über dein Gefühl der mangelnden Anerkennnung? Vielleicht kannst du mit dem Therapeuten ab Januar noch weitere Ideen entwickeln.Geändert von Inaktiver User (14.11.2017 um 07:39 Uhr)


Zitieren

