@ maryquitecontrary:
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18.01.2018, 23:07
AW: Heimat, Konitnuität, Geborgenheit ist am wegbrechen
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19.01.2018, 07:03
AW: Heimat, Konitnuität, Geborgenheit ist am wegbrechen
Oh ja, das ist ein grosser Brocken.
Mich hat die Erfahrung gelehrt: doch, das Universum ist tatsächlich freundlich. Es gibt die Abgründe, aber die Angst vor den Abgründen ist schlimmer als der Abgrund selbst. Und ja, man wird aufgefangen, gehalten, gestützt.
Wenn man nur mal betrachtet, wie menschliche Körper funktionieren: 99.99999% aller Prozesse finden absolut unbewusst und automatisch statt - ohne dass man aktiv eingreifen oder steuern muss. einfach so. Mit dem Rest des Lebens ist das ähnlich.
Das wäre wohl nicht schlecht, hier mal ein paar andere Ideen zu testen...Ansonsten komme ich mir vor wie Kain in der Bibel. Ich soll keinen Erfolg haben, obwohl ich nichts schlimmes gemacht habe. Ich bin verflucht. Grundlos.
Stimmt grundsätzlich schon, aber solche "kurzen Momente" können auch mal zehn oder dreissig oder fünfzig Jahre dauern. Und nur, weil es auch mal zu Ende sein wird, heisst ja nicht, dass man den schönen Moment von Gemeinsamkeit nicht geniessen darf oder soll.weiß ich dabei schon genau, sie begleiten mich nur einen kurzen Moment, ein kleines Stück weit in meinem Leben. Man kann nichts festhalten, alles zerrinnt.
Es gibt Krankheiten, da ist die Therapie belastender und schlimmer als die Krankheit selbst.Wahrscheinlich stehe ich mir mit diesen Gefühlen selbst im Weg, für mich befriedigende Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. Aber ich möchte mich damit schützen.
Wäre es denkbar, dass dir dein alter Schutz inzwischen nicht mehr dient, sondern mehr Belastung ist als Hilfe?
Ich mag die Stoiker - Seneca zum Beispiel - die lehren, mit der Vergänglichkeit des Lebens klar zu kommen.Als ich von der Familie, bei der ich nach der Schule für ein Jahr gelebt habe weg musste, das war so schlimm, ich habe Jahre gebraucht da drüber hinwegzukommen. Das möchte ich nie mehr erleben.
Mir scheint, dass wer den Schmerz nicht akzeptieren kann, den Trennungen mit sich bringen - Trennungen, die notwendigerweise kommen werden, früher oder später - dass man dann auch nur so halbwegs lebt.
Man kann sich aber auf Trennungschmerz durchaus einlassen, sich vorbereiten, sie psychisch stärken dafür.
gruss, barbara
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19.01.2018, 07:09
AW: Heimat, Konitnuität, Geborgenheit ist am wegbrechen
Gemeinsame Projekte? Ehrenamt? Sport....?
Doch doch, da habe ich schon viele Freunde gefunden. Ohne riesige Protzkarre.
Sieht, als ob ich das Glück hätte, nicht allzu gut auszusehen *g*Gut aussehenden Frauen nutzt ihr Aussehen auch nichts wenn sie männliche Kumpels vorziehen oder besser mit ihnen können, da die ihr nur an die Wäsche wollen.
Das mit den langen Haaren liesse sich schnell durch den Einsatz einer Schere lösen, falls gewünscht.Mit 50 habe ich immer noch das gleiche Problem wie mit 20: Bombenfigur und lange Haare.
mein Beileid.Ich kenne niemanden mehr, der Freunde hat. Niemanden.
Zum Glück ist das nicht die einzige verfügbare Realität. Irgendwie schaffe ich es seltsamerweise immer wieder, interessante Menschen kennen zu lernen, die nicht nur Saufen und Fernsehen im Kopf haben.Was ist das für eine Welt geworden....na diese Welt eben, das ist die Realität. Auf die Realität da draußen vor den Türen, hat kein Mensch mehr Bock drauf.
gruss, barbara
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19.01.2018, 08:06Inaktiver User
AW: Heimat, Konitnuität, Geborgenheit ist am wegbrechen
[editiert]
Liebe TE,
höre auf hier zu tippen! Das bringt Dir nichts.
Das ist mal als Abwechslung ganz gut, aber dann lache drüber. Alle sind hier und haben Langeweile.
Löse Dich endlich vom Elternhaus. Das ist Deine Baustelle. Du kannst doch nicht an Muttis Rockzipfel hängen, nur weil Du keine gescheiten Leute kennenlernst. Du hast die 40 überschritten, das kann noch ganz lange dauern, bis Dir was übern Weg läuft. Nimm es einfach so hin.
Das geht Millionen so wie Dir, sonst gäbe es diese Internetforen doch gar nicht.
Hau ab jetzt und mach Sport, geh spazieren, geh in Bibliotheken! Setz Dich ins Cafe und beobachte, was da alles vorbeiläuft.
Kopp hoch und durchatmen. Fertig.Geändert von xanidae (19.01.2018 um 17:42 Uhr) Grund: AGB Verstoß editiert
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19.01.2018, 08:38Inaktiver User
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19.01.2018, 09:40
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19.01.2018, 17:51
AW: Heimat, Konitnuität, Geborgenheit ist am wegbrechen
Das wäre auch mein Vorschlag. Hinzukommt, dass es auch nette Menschen über 60 gibt. Außerdem dauert es manchmal länger bis sich stabile Kontakte außerhalb des Ehrenamts/Sport/Hobby bilden. Meine Freundin hat über ihr Hobby (Alpenverein) gute Kontakte gefunden, die sich aber erst so nach 2 Jahren auch in andere Bereiche ihres Lebens ausbreiteten. Mit zweien geht sie nun regelmäßig reisen. Altersgruppe 40 +/- 10 Jahre.
Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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19.01.2018, 20:19Inaktiver User
AW: Heimat, Konitnuität, Geborgenheit ist am wegbrechen
Was ich nicht verstehe: warum tust du dir so schwer damit, deine Zeit zu füllen? Oder ist dein Arbeits-Ort ein 500-Seelen-Dorf? Leerlauf wie du ihn beschreibst kenne ich gar nicht 🤔.
Als ich für meinen ersten Industriejob ein paar hundert km weggezogen bin und dort niemanden kannte, habe ich mir als allererstes die ganze Woche mit fixen Terminen zugekleistert - Sport, Hobby, VHS-Sprachkurs. Jeden Abend was anderes. Und ich bin bewusst mit Ende 20 noch mal in eine WG gezogen - war eine super Zeit, wir hatten viel Spaß.
Da dir dein Job ja recht gut gefällt: kannst du da nicht mehr Verantwortung übernehmen, dich fortbilden oder sonstwas? Irgendwas, das dich WIRKLICH fordert? So dass du am Ende nicht mehr so viel Zeit zum Grübeln hast?
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19.06.2018, 22:43
AW: Heimat, Konitnuität, Geborgenheit ist am wegbrechen
Update:
Meine Mutter hat das Haus verkauft. Mit ght es nicht gut damit. Ich bin immer noch hin- und hergerissen. Seit einiger Zeit mache ich Psychotherapie. Die Psychologin sagte, es wäre doch nichts schlechtes oder ungewöhnliches daran, wenn ich gerne in meiner alten Heimat wohnen würde. Ich könnte doch dorthin zurückziehen, wenn das wirklich mein Wunsch wäre. Ich habe geheult und gesagt, das wäre mein allergrößter Wunsch. Danach habe ich die Mietpreise dort gecheckt (prima, es gibt ab und zu sogar Fachwerkhäuser zu mieten) und durchgerechnet, dass ich mit Arbeitszeit reduzieren auf 4 Tage die Woche und davon 1 Tag Heimarbeit finanziell gut zurechtkäme. Und war ein paar Tage glücklich.
Dann kamen Zweifel. Dann verhielten sich meine Eltern mal wieder übergriffig klammernd und mir fiel ein, als ich vor 20 Jahren ein Dorf weiter von ihnen gewohnt habe, wie sehr sie sich in mein Leben einmischen wollten und wie wir damals so zerstritten waren wie nie. Ich dachte daran, dass ich meinen schönen Garten an meinem Arbeitsort, in den ich so viel Liebe und Mühe gesteckt habe, aufgeben müsste. Und fühlte mich bei dem Gedanken am Arbeitsort direkt ansatzweise daheim. Wollte gerne dort bleiben. Außerdem fand ich heraus, dass man bei uns nur von zuhause arbeiten darf, wenn man Kinder unter 14 Jahren oder Leute mit einer Pflegestufe zu betreuen hat.
Eine Woche später verkündete ich obiges der Psychologin. Sie meinte, fein, dann sei ich mir ja jetzt im Klaren. Mit mehr Bekannten oder gar Freunden wäre dazu dann das Sahnehäubchen, aber ich würde dazu ja sehr viel tun und es sei halt sehr, sehr schwierig, irgendwann ergäbe sich schon was. Ein paar Tage war ich glücklich, suchte am Arbeitsort nach einer anderen Wohnung, in der man Tiere halten darf und es von den Gegebenheiten ic her möglich ist. Und dann begannen wieder die Zweifel zu nagen.
Ich sitze hier in einem fetten Ballungsgebiet und verdiene leichtes Geld, und in der Heimat stehen Häuser leer und verfallen. Ich sitze den ganzen Tag in einem scheiß Büro und kann mir nicht vergeben, dass ich nicht verhindert habe, dass das Haus unserer Familie in fremde Hände gefallen ist. Dass ich meinen Traum, was mir immer wichtig war im Leben, nicht verwirklichen konnte (In der Heimat, Fachwerkhaus, Tiere, Freunde). Oder will. Ich könnte ja, will aber anscheinend doch nicht. Z.B. Arbeitszeit auf 3 Tage die Woche reduzieren und dann 450-€-Job in der alten Heimat. Also Möglichkeiten ließen sich finden, aber warum habe ich es dann nie getan? Ich bin total bekloppt. Mein Körper hat seit der ganzen Sache auch rapide nachgelassen, ich habe tausend Zipperlein bekommen, die teilweise kein Arzt erklären kann und so viele graue Haare, dass es den Leuten auffällt. Ich will das aber auch so. Ich fühle mich alt, weil ich keine Richtung mehr habe, in die ich gehen kann. Weil ich nicht geschafft habe, meine Ziele zu verwirklichen. Oder es nicht schaffe, von falschen Zielen abzulassen, ich weiß es nicht.
Ich habe schon mehrmals geträumt, dass ich mich am Haus meiner Großeltern vorbeischleiche, um den dahinter liegenden Garten zu bestellen. Der Apfelbaum steht noch da. Seit dem Tod meines Großvaters (in Realität in 1992) hat sich keiner um ihn gekümmert. Ich fange an, ihn zu schneiden. Dann muss ich schnell fortlaufen, weil die jetzigen Besitzer kommen und mich sonst erwischen.
Ich kann mir das nicht verzeihen, ich hätte irgendetwas tun müssen, damit der Verkauf nie erforderlich gewesen wäre (nicht von dort wegziehen, Familie gründen, für die ich das Haus dann hätte brauchen können).Geändert von Dauerkultur123 (19.06.2018 um 22:56 Uhr)
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20.06.2018, 19:08Inaktiver User
AW: Heimat, Konitnuität, Geborgenheit ist am wegbrechen
Wer sagt denn, dass Homeoffice nicht auch für Nicht-Eltern geht? Solange dazu nichts im Arbeitsvertrag festgehalten ist, ist das eine individuelle Vereinbarung. Wenn du die Info nicht von deinem direkten Vorgesetzten bekommen hast, würde ich mal höflich um ein Gespräch bitten. Reden hilft so gut wie immer.
Darüber hinaus ist das Thema mit dem Verkauf des Hauses zwar schmerzlich, aber „durch“- du kannst da nichts mehr machen. Die gute Nachricht ist, dass du jetzt mal in Ruhe überlegen kannst, was so deine Prämissen für die nächsten 20 Jahre sind - was brauchst du wirklich, um zufrieden zu sein, und wie kommst du da hin. Am besten möglichst bald konkrete Schritte mit dir selbst vereinbaren, sonst wird das nämlich nichts bzw bleibt nur Kopfkino.Geändert von Inaktiver User (20.06.2018 um 19:15 Uhr)


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