Guten Abend, liebe Community,
habe mich hier vor einiger Zeit angemeldet und hoffe, ich bin im richtigen Forum gelandet. Ich habe schon seit ein paar Jahren(?) immer mal wieder die Gedanken, mein Leben "umzukrempeln" ... aber irgendwie habe ich es noch nicht geschafft.
Es geht nicht um die großen Dinge - Partnerschaft, Beruf, Wohnort, Freunde das ist soweit alles okay, auch wenn ich letztere gerne öfter sehen würde - sondern um wichtige und wesentliche Kleinigkeiten:
- Wie gestalte ich meine Freizeit?
- Wie gesund lebe ich?
- Wie ist meine innere Einstellung?
- Im weitesten Sinn also: wie gehe ich eigentlich mit mir selber um?
Seit ein paar Wochen geh ich deswegen zu einem Coach - und nachdem wir ein paar große Dinge ab- bzw. angearbeitet haben, fühle ich mich langsam dazu bereit, mich der konkreten Umsetzung zu widmen.
Doch da tut sich auch schon die erste große Hürde auf: Ich habe gemerkt, so traurig das sich vielleicht anhört, dass ich mir im Grunde ziemlich egal bin.
Dieses "egal" ist nicht so groß, dass ich mich völlig gehen lassen würde, nein. Aber es ist schon so groß, dass ich kaum die Disziplin aufbringe, die nötig wäre, um dafür zu sorgen, dass es mir gesundheitlich besser geht, dass ich aktiv werde, dass ich Spaß habe, dass ich von mir aus etwas tu, was über Job und Haushalt hinaus geht und was mir selber zu Gute kommt. - Stichwort: sich gut fühlen.
Ich würde diesen Strang gerne nutzen zum Austausch und für mich als kleinen roten Faden für die nächsten Wochen ..., vielleicht geht oder ging es ja jemandem von euch auch so? Wie habt ihr (sorry) den Ar... hochgekriegt? Was musste passieren, damit es "klick" machte?
Liebe Grüße
Comsai
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06.11.2017, 20:43Inaktiver User
Lernen "gut" mit sich zu leben.
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06.11.2017, 21:37Inaktiver User
AW: Lernen "gut" mit sich zu leben.
Änderungen benötigen Energie und Geduld. Wozu der Aufwand, wenn Du im Großen und Ganzen zufrieden bist?
Von einem Coach, der mich mit der Umsetzung meiner Coachingziele alleine läßt, würde ich das Honorar zurückfordern. Nicht, dass ich mich betreffend meine Lebensführung jemals an einen Coach wenden würde. Lieber stecke ich die Nase in mein Lieblingsbuch zum Thema Selbstoptimierung namens "Ich bleib so Schei##e wie ich bin".
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06.11.2017, 21:39
AW: Lernen "gut" mit sich zu leben.
Wenn du die Disziplin hättest, was würdest du denn dann machen (wollen)?
Wovon träumst du?
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06.11.2017, 22:05
AW: Lernen "gut" mit sich zu leben.
Mein System ist, mir jene Dinge auszusuchen, von denen ich sinnvollerweise annehmen kann, dass ich sie regelmässig machen werde.
Als ich wieder mit Sport anfangen wollte, weil ich das Empfinden hatte, dass meine Knie etwas schwächelten, habe ich als erste Massnahme jeden Tag eine Kniebeuge gemacht, und zwar immer dann, wenn ich einen bestimmten Gegenstand für die Nacht in seine Schublade legte.
Das war eine winzige Veränderung, aber ich schaffte es, sie längerfristig durchzuziehen, und das legt die Basis für neue Veränderungen.
Ich eignete mir immer neue gute Gewohnheiten an, und zwar immer jene, die mir gerade am leichtesten fiel. Auf lange Sicht macht das einen sehr grossen Unterschied.
gruss, barbara
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07.11.2017, 00:04Inaktiver User
AW: Lernen "gut" mit sich zu leben.
Ok.
Was ist denn so schlimm an „egal“?
Warum muss immer alles irgendwie verbessert werden? Vielleicht ist es ja genauso perfekt, wie es ist?
Vielleicht bist ja DU, liebe TE, perfekt, genauso wie du bist?
Wozu besser werden? Wozu weniger egal?
Rauchst du? Nimmst du rostige Messer und rammst sie dir in die Augen, weil es eh egal ist? Haust du dir immer wieder den Kopf gegen die Wand? Wäschst du dich nicht? Intravenöse Drogen? Straßenstrich?
Was ist so schlimm an dir, dass geändert werden muss???
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07.11.2017, 06:18Inaktiver User
AW: Lernen "gut" mit sich zu leben.
Du fragst dich: wie gehe ich eigentlich mit mir selber um? und scheinbar denkst du- "nicht gut genug". Und deinen Fokus auf einige Themenbereiche gelegt.
Nun- wenn es um DICH geht, dann gehört dazu, dass du DIR zuhörst!
Momentan scheinst du aber merh auf deine Gedanken zu hören als auf dein Inneres, welches offensichtlich nicht meint, das die Zeit für Motivation ist
Eines ist immer dasselbe- was wir unbedingt wollen- das setzen wir um.
Schau hin, wo deine Leidenschaften liegen- musst du dich da überzeugen oder Motivationswege suchen?? wohl kaum
Du scheinst dir "egal" zu sein- ein anderes Wort ist dafür ist gleichgültig.
Also etwas extra für dich tun ist genauso gut und gültig wie das zu lassen..........für mich klingt das nach ausgewogen, stimmig und nicht "behandlungsbedürftig"
Du machst vielleicht einiges, was dir gut tut ohne dir dessen bewusst zu sein.
Dennoch hast du einen Coach aufgesucht und möchtest offensichtlich ja doch "was tun".
Ich würde an deiner Stelle genau DEM folgen- was denn der tatsächliche Motor für diesen Weg ist?
Fehlt dir vielleicht Sicherheit, Vertrauen in dich und deinen Weg, den du in deinem Leben gehst?
Was war die Situation, in der du entschieden hast, du möchtest was im Hier und Jetzt ändern?
Irgendwas passt für dich nicht sonst wärst du bei keinem Coach.
Und wenn der bisher eingeschlagene Weg keine Früchte trägt, dann ist das - zumindest jetzt- wohl nicht der Weg, der "gerufen" hat..
Vom Kopf und vom Denken ein wenig weggehen......, dann wird sich sehr gut spüren lassen, um was es dir geht.
Schon alleine DAS du beim Coach bist zeigt, dass du dich um dich kümmerst. Werde dir klar, was du schon alles FÜR dich tust. Wir übersehen das gerne und werten uns minderwertig- obwohl alles gut ist - Inventur wäre dann mal gut (was ist alles für mich in meinem Leben?)
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07.11.2017, 06:20
AW: Lernen "gut" mit sich zu leben.
mir geht es da ähnlich wie TT: womit geht es dir so schlecht, dass du was ändern willst/musst?
Oder ist es eher so, dass du glaubst, diese Dinge ändern zu müssen, weil "man" das eben so macht? Weil du Normen vor den Augen hast, wie gesundes Leben und eine sinnvolle Freizeitgestaltung (angeblich) auzusehen haben?
Wenn du die Disziplin nicht hast, um was zu ändern, dann ist vielleicht der Leidensdruck ja einfach nicht groß genug? Ist ja grundsätzlich nicht schlecht.
Ansonsten befasse dich einfach mal mehr mit Wahrnehmung/Achtsamkeit. Dazu gibt es inzwischen ja viel Literatur und Übungen. Vielleicht kommst du dir dann mehr auf die Schliche, was eigentlich hinter deinem Wunsch nach diesen Veränderungen steckt? Letzlich machst du das ja schon, indem du merkst, dass du mit deiner Beziehung zu dir selbst nicht zufrieden bist.Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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07.11.2017, 07:15Inaktiver User
AW: Lernen "gut" mit sich zu leben.
Was mir grad noch auffiel... Wieso setzt du in deinem Strangtitel das Wort GUT in „“ ? Merkwürdig.
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07.11.2017, 08:34
AW: Lernen "gut" mit sich zu leben.
Das hört sich für mich danach an, als wenn du kein gutes Selbstbild von dir hast. Entsprechend ist es verständlich, dass es für dich eine Herausforderung ist, dir etwas Gutes zu tun. Wie solltest du dir auch was Gutes tun, wenn du glaubst, dass du es nicht verdient hast? (Bitte korrigieren, wenn ich falsch liege.)
Ich möchte da meinen Vorschreiberinnen zustimmen. Da hilft es nur, die eigenen Gewohnheiten zu ändern und mal zu gucken, ob du nicht mit dem zufrieden sein kannst, was du hast und bist.
Hast du mal daran gedacht, abends aufzuschreiben, wofür du dankbar bist oder was dich glücklich gemacht hat?
Dankbarkeit, Achtsamkeit und Mitgefühl für dich selbst könnten ein Schlüssel sein, um dir selbst zu helfen.
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07.11.2017, 08:59Inaktiver User


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