Ach. Zeitangaben.
Bleib mir weg mit Zeitangaben.
Es mag Leute geben, für die funktionieren Zeitangaben, bei mir funktionieren die nie. Immer, wenn ich mir so einen super Plan mit Zeitangabe zurecht gelegt hatte... passieren plötzlich eine Menge andere Dinge, die zuerst erledigt werden müssen (ja, sie müssen - geht nicht anders. Die Alternative wäre die Vollblockade, auch schon x mal durchexerziert) - also verzichte ich auf Zeitangaben.
ich plane eher Prozesse als Ergebnisse. "ich geh zwei Mal wöchentlich trainineren" kann ich mir sehr gut vornehmen und das auch umsetzen. "Bis Datum X bringe ich Leistung Y" - nö. Irgendwie sträubt sich mein ganzes Wesen gegen solche Vorsätze, und die Selbstsabotage läuft zu Hochtouren.
Erfahrungsgemäss kommt alles irgendwann, aber es kommt halt, wenn es kommt. Wenn ich ältere Wunschlisten betrachte - also was ich in meinem Leben ändern will - so ist zehn Jahre später eigentlich immer alles eingetroffen. ok, fast alles. Aber es kommt halt, wenn es kommt, und wenn die Zeit reif ist, macht es dann auch zackbumm und es ist da, und zwar schöner, besser, cooler als ich es mir je hätte vorstellen können.
gruss, barbara
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Ergebnis 51 bis 60 von 109
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08.11.2017, 08:56
AW: Lernen "gut" mit sich zu leben.
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08.11.2017, 08:57Inaktiver User
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08.11.2017, 08:58
AW: Lernen "gut" mit sich zu leben.
@Himiko:

Ich bin zum Beispiel jemand, die mit Zielen nicht wirklich viel anfangen kann. Ziele machen mich nervös, panisch und lähmen mich, sodass ich gar nicht mehr anfange, etwas zu tun. Und dabei spielt es keine Rolle, wie groß das Ziel ist.
Natürlich müssen Pflichten erledigt werden, aber wenn etwas nicht unbedingt nötig ist und ich auch keine Lust dazu habe, mache ich es nicht.
Wenn ich statt des Abwaschens gerade viel mehr Lust auf ein heißes Bad verspüre, weil ich weiß und auch fühle, dass mich gerade DAS gerade sehr glücklich macht, dann mach ich das. Dann bleibt das dreckige Geschirr halt stehen. Ich habe noch genug im Schrank und es läuft mir nicht weg. Irgendwann, das weiß ich, kommt dann der Punkt, wo ich denke, so jetzt ist das Geschirr dran und dann stört es mich auch nicht, dass ich vielleicht 30 oder 40 Minuten dafür brauche.
Und gerade mit solchen kleinen Dingen fängt es doch schon an. Es muss nicht immer ein großes Projekt sein, manchmal helfen schon klitzekleine Dinge im Alltag.
Wie hier schonmal jemand sagte, so ein "Gratitude Log", wo man täglich Dinge aufschreibt, die einen glücklich gemacht haben oder die besonders schön waren... Oder schlicht und einfach ein stinknormales Tagebuch führen.
Ich hatte jahrelang das Gefühl, dass mir irgendwas fehlte, dass ich mich verändern muss, um der Mensch zu werden, der ich sein wollte. Aber weißt du was? Ich war dieser Mensch schon längst. Ich musste einfach nur lernen, wieder einen Freund in mir zu sehen und dann war es plötzlich ganz leicht, auch wieder auf mich selbst zu hören und dem nachzugehen, was ich wirklich aus meinem Inneren heraus wollte und brauchte und nicht, wovon andere der Meinung waren, dass ich sie brauchte. Denn dazu sind wir Menschen einfach zu verschieden...
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08.11.2017, 08:58Inaktiver User
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08.11.2017, 09:01
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08.11.2017, 10:15
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08.11.2017, 10:17
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08.11.2017, 10:19
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08.11.2017, 10:25
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08.11.2017, 10:34Inaktiver User
AW: Lernen "gut" mit sich zu leben.
Das geht mir aber ganz genau so. Ich reagiere auf jede Form von Druck / fester Vorgabe von außen (selbst, wenn von mir selbst gesetzt) mit Verweigerung. Funktioniert aber gar nicht so schlecht: wenn ich alle anderen Dinge erledige, die ich tun könnte, nur um nicht XYZ laut Plan zu machen, ist das ja auch effektiv.

Das funktioniert für mich manchmal auch gar nicht schlecht bei ToDo-Listen: nicht das Unangenehmste erledigen, sondern erst mal den ganzen etwas weniger schlimmen Kram. Beim Unangenehmsten einfach abwarten, bis etwas anderes kommt, das noch unangenehmer ist. Nur eine Frage der Zeit... so arbeitet sich auch alles ab.



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