Mein Prozess war wie der Deine. Es war nicht "ah, jetzt habe ich es begriffen, setze es um, und alles kam sofort super toll und ich lebte bis in alle Ewigkeiten glücklich". Es war eher "sieh an, Strolinka beginnt was zu begreifen, na testen wir doch mal noch ein paar Runden, ob sie es wirklich begriffen hat, da nochmal ein Test und da und da - und auch wenn Strolinka noch ein paar Mal weinen und trotzig rumstampfen muss".
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07.11.2017, 14:41
AW: Lernen "gut" mit sich zu leben.
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07.11.2017, 14:41
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07.11.2017, 14:45
AW: Lernen "gut" mit sich zu leben.
Genau so. Es war auch für mich so, als ob irgendwas von Außen immer wieder versuchte, mich in Altes zurückzuziehen. Merkwürdig das.
Lustig war auch die Spiegelerfahrung. Ich muss heute noch lachen, wie mein heutiger Mann - nach meiner Renovierung - das erste Mal auf einen kurzen Sprung in meiner damaligen Wohnung vor der Tapete stand und vollkommen nüchtern-sachlich meinte: "Also SO ne Blümchentapete, die hab ich grad bei mir im Haus runtergerissen." Und ich innerlich so: "Hmpf?" (Muss nicht erwähnen, dass er ein Entrümpelungs- und Renovierungsproblem hatte, oder??!!...Arsch auf Eimer sag ich nur).
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07.11.2017, 14:52
AW: Lernen "gut" mit sich zu leben.
Oh, krass. Ich hatte gerade einen Gänsehaut-Moment. Genau so war das bei mir. Ich hatte genau dieses Gefühl, und habe mit Trotz und Wut reagiert: Wieso will mich was in das Alte zurückziehen, wenn ich es doch begriffen habe??
Im Nachhinein denke ich, es ging darum, dass ich meinen Boden stärke, also das, was ich begann, zu begreifen, auf soliden Boden zu stellen. Nachdem ich mich ein paar Mal immer wieder für die neuen Erkenntnisse entschieden hatte, trotz äusserer "Gefahren/Versuchungen", da wurde das Leben netter mit mir und hörte auf, mich in Versuchung zu locken. Dann begann es zu laufen.
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07.11.2017, 14:55Inaktiver User
AW: Lernen "gut" mit sich zu leben.
Hallo Blue!
Das liest sich so locker leicht Zack Bumm, was Du schreibst. Magst Du vielleicht mal einen Ratgeber schreiben? Ich würde ihn sicher lesen.
Konkrete Ziele kann ich jetzt noch nicht festlegen. Aber ich werde diesen Strang weiter im Auge behalten und zu gegebener Zeit darauf zurück kommen. Im Prinzip bin ich auch schon mitten im Prozess. Wohnung ausmisten habe ich beispielsweise schon durch und auch von den Rückschlägen kann ich ein kleines Liedchen singen.
Gerade hilft mir die Erkenntnis, dass ich mich in den letzten Tagen leider wieder aus den Augen verloren habe (Stichwort: Inneres und Äußeres).
Insofern würde ich, als ganz grobes Ziel, eventuell schon mal vorformulieren, dass ich "irgendwas" brauche, damit mir DAS nicht so schnell wieder passiert. Denn das scheint mir doch die Grundlage von allem zu sein, ein gutes Gespür für sich selber und seine Vorhaben zu haben und(!) zu behalten.
Ich lasse mich da leider schnell von wegbewegen, da ist dann alles andere wichtiger oder "besser" ...
Es ist im Prinzip wie ein Teufelskreis: Ich bewege mich von mir weg durch Umstand xy, was dazu führt, dass ich ungern(er) auf mich selber gucke (weil ich mich dann nicht mag), was dazu führt dass kleineres Ereignis "z" mich ebenfalls weiter weg zieht und so weiter.
Also für mich, eigentlich ganz klar, ist erstmal wichtig, (wieder) so eine Grundhaltung mir selber gegenüber aufzubauen und - vor allem - aufrecht zu erhalten. Dazu ist zum Glück auch der Coach da.
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07.11.2017, 14:57
AW: Lernen "gut" mit sich zu leben.
Mich motiviert der Leidensdruck, das ist dann auch sehr konkret:
"Ich will nicht mehr, daß die Katzen alles runterschmeißen, und auf rumliegendes Zeug pinkeln!"
=> für alles einen Platz gefunden, und jeden Abend aufgeräumt. Schon war's ordentlich.
"Ich will nicht mehr gefühlt die ganze Zeit knapsen und sparen und doch immer im Dispo sein!"
=> angefangen, HHB zu führen. Gelernt, Geld da auszugeben, wo es am meisten Freude macht, und da einzusparen, wo es am wenigsten weh tut. Schon war Geld da.
"Ich hab Rückenschmerzen *satt*!!"
=> Sportprogramm geben lassen und durchgezogen. Schon waren die Schmerzen weg.
"Ich seh aus wie eine Vogelscheuche, und mir zu sagen, 'Ich warte mit allem, bis ich mal dünn bin' hat 30 Jahre nicht funktioniert."
=> Ich kaufe mir anständige Klamotten und laß mir die Haare schneiden. Schon sah's besser aus.
Und so weiter.
Geändert von wildwusel (07.11.2017 um 15:15 Uhr)
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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07.11.2017, 14:59Inaktiver User
AW: Lernen "gut" mit sich zu leben.
Es war auch für mich so, als ob irgendwas von Außen immer wieder versuchte, mich in Altes zurückzuziehen. Merkwürdig das.Es ist im Prinzip wie ein Teufelskreis: Ich bewege mich von mir weg durch Umstand xy, was dazu führt, dass ich ungern(er) auf mich selber gucke (weil ich mich dann nicht mag), was dazu führt dass kleineres Ereignis "z" mich ebenfalls weiter weg zieht und so weiter.
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07.11.2017, 15:03
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07.11.2017, 15:06Inaktiver User
AW: Lernen "gut" mit sich zu leben.
Wildwusel,
sehr schöne Beispiele. Leidensdruck funktioniert bei mir leider nicht. Da mach ich dann höchstens mal einen auf totes Kaninchen oder so. - Werde aber mal drüber nachdenken, vielleicht ist ja doch was dran.
Ich muss, fürchte ich, wirklich tiefer ansetzen: Beziehung zu mir selbst verbessern und vor allem auf die "Fallen" rings um mich rum aufpassen.
Jetzt geht es zum Coach.
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07.11.2017, 15:09
AW: Lernen "gut" mit sich zu leben.
Wenn Du das gleiche Gefühl hast wie Blue und ich beschrieben haben, Comsai, dann geht es tatsächlich darum, Deinen Leidensdruck so gross zu machen, bis Du wirklich nicht mehr anders handeln kannst (was wildwusel oben mit Leidensdruck beschrieb), also Dich so oft und so viel zu schärfen, bis Du Deine Lektionen wirklich verinnerlicht hast und keinen für Dich falschen Versuchungen mehr nachgibst.



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