Super, Cassie. Hat ja geklappt mit dem Zitieren.
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04.11.2017, 15:20
AW: Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit, oder doch?
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04.11.2017, 15:21
AW: Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit, oder doch?
Danke! Bisschen umständlich ist es schon?
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04.11.2017, 15:22
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04.11.2017, 15:24
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04.11.2017, 15:26
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04.11.2017, 15:31
AW: Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit, oder doch?
Aha. Ich dachte schon, du hast gar keine Kinder. Denn wenn die einmal schreien, dann kann man ja nicht viel tun.
Man kann zwar daran arbeiten, dass sie merken, dass das Schreien nichts bringt. Aber das dauert ja auch so seine Zeit. Man muss selber lernen konsequent zu bleiben.
In der Zwischenzeit braucht man gute Nerven.
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04.11.2017, 15:33
AW: Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit, oder doch?
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04.11.2017, 15:36
AW: Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit, oder doch?
Ich denke nicht, daß man das kann.
Durch das, was man in der Kindheit lernt, entsteht das Bild der Welt und die Persönlichkeit, die in dieser Welt leben kann.
Man müßte nicht nur Gewohnheiten fallen lassen, sondern un-lernen und neu lernen, alles aufgeben, was man über selbst und Menschen weiß, und das geht nicht, man kann sich nicht zu einem unbeschriebenen Blatt machen.
Wenn man eine Wolldecke mit einem Riß drin hat, kann man den vorsichtig zunähen, oder mit einer Sicherheitsnadel feststecken, oder einen Flicken draufnähen, oder den Riß ignorieren und damit leben, daß es zieht, aber man kann die Decke nicht machen wie vor dem Riß war.
Entsprechend kann man auch das Leben und die Pesönlichkeit "nur" flicken.
Aber das Leben und die Persönlichkeit sind sowieso Patchwork. Jede Erfahrung ändert sie, jede Krise macht sie an einer Stelle fadenscheinig, jede bewältigte Krise macht einen Flicken drauf, und das Gesamtwerk wird oft gar nicht so schlecht.
Man kann die Zeit nicht zurückdrehen. Man kann die Vergangenheit verstehen, aber auch das dreht die Zeit nicht zurück. Nur die Zukunft kann man in eine andere Richtung lenken. Dazu ist "Vergangenheit verstehen" nur ein kleiner Schritt. Wenn man weiß, wie die Risse in die Wolldecke kommen, kann man verhindern, daß es wieder passiert Ein weiterer Schritt ist, zu wissen, was man will -- und was man nicht mehr will. Ohne ein Ziel hat man keine Richtung. Und dann muß man's tun. Man muß rausfinden, wie, man muß es sich vorstellen, es üben, damit man es umsetzen kann, und es dann umsetzen, und üben, und umsetzen und üben....
Denn die ganze Altlast ist ein Teil von einem selbst, den man nicht entfernen kann. Man muß etwas neues drübernähen, und da man nicht mehr so schnell lernt wie ein Kind, dauert das. Jahre. Jahrzehnte, Für immer. Sollte man trotzdem tun, sonst wird's nicht besser.
Die "Abschlußprüfung", wieder in der gleichen Situation zu sein wie damals, mit den gleichen Leuten, die einen auf die gleiche Weise behandeln, die seinerzeit das dysfunktionale Verhalten ausgelöst hat, und sich weigern, ein anderes Verhalten zu akzeptieren und wahrzunehmen, schafft fast niemand. Man darf sich da nicht auf Gefühl und Instinkt verlassen. Die sind Gewohnheitstiere. Man muß zurücktreten, im Kopf jemand anders sein, ihnen wie Harry Potter eine Patronus entgegensetzen, der unbeeindruckt ist von ihrem Versuch, ihre Welt in Ordnung zu bringen, indem sie einem zu dem machen, den sie von einem erwarten.
Je seltener man mit Leuten zu tun hat, die einen nicht sehen, sondern ihr jahrzehntealtes Bild von einem, desto besser für die eigene Entwicklung, und desto mehr hat man die Chance, ein neues Bild der Welt und der Menschen und des Selbst zu erlernen.
Aber wenn es mal wieder den lang bekannten Bach runtergeht, sollte man den erkennen, und abspringen. Etwas anderes tun, sich mental einen Eimer kaltes Wasser über den Kopf schütten, ein anderes Gesicht annehmen, einen Patronus beschwören, oder das Weite suchen.
Immer mal wieder "auffrischen" ist gut, aber mußt du noch mehr verstehen, oder wäre vielleicht eine Verhaltenstherapie (wie hört sich's an, wenn es kommt, was kann ich dann tun, wie tue ich es?) oder eine ganz andere Therapieform sinnvoller?
Es ist nicht ganz hoffnugnslos. Wenn du Mesnchen, selbst denen, die blind für dich sind, weil sie dich zu kennen glauben, anders entgegentrittst, müssen sie ihr Verhalten in irgendeiner Weise ändern. Manchmal zum besseren. Niemand, auch lästige Leute, lebt gerne mit dauerhafter Mißbilligung, oder mit jemandem, aus dem sie nicht schlau werden.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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04.11.2017, 15:40Inaktiver User
AW: Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit, oder doch?
Kinder brauchen Grenzen und das von der frühen Kindheit an.
Enkelsohn Nr. 1, gleich zwei Jahre alt, weiß genau, dass er nicht auf das Sofa klettern soll ... er versucht es dennoch mit dem Blick auf die Eltern oder mich und sagt: "Nein, nein ...".
Nach einer Ermahnung unterlässt er aus dann auch.
Enkelsohn Nr. 2, ebenfalls demnächst zwei Jahre alt (sie sind keine Geschwister), weist jeden Besucher darauf hin, dass die Schuhe vor der Wohnungstür ausgezogen werden müssen, indem er zeigt und sagt: "Aus. Schuhe."
PS: Es geht bei den Kindern der TE um Teenager, also deren Geschrei lässt sich durchaus "abstellen".
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04.11.2017, 15:48Inaktiver User
AW: Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit, oder doch?
Liebe Cassie,
Dein Thema beschäftigt auch mich sehr und ich stelle mir oft dieselben Fragen wie Du.
Gerade kann ich mich noch nicht so einbringen, ich schreibe später dann mehr, aber in diesem Moment möchte ich unbedingt ein Blümchen an Wildwusel hierlassen, deren gesamten Beitrag ich sehr wertvoll finde.
Für Dich, liebe Wildwusel
Später dann mehr von mir.


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