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Thema: Stress - immer hausgemacht?
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01.11.2017, 09:07Inaktiver User
AW: Stress - immer hausgemacht?
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01.11.2017, 09:18
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01.11.2017, 09:31Inaktiver User
AW: Stress - immer hausgemacht?
Sehr interessant, maryquitecontrary.
Es gibt Menschen, bei denen hat man den Eindruck, dass sie sich permanent auf diesem Level bewegen und durch Freizeitstress dafür sorgen, dass sie davon auch nicht runter kommen, obwohl sie sichtbar erschöpft sind.
Warum funktioniert die normale Stress-Regulierung bei solchen Menschen nicht? Wirkt da schon das Angstsystem? Diese Menschen rennen im Hamsterrad bis zum Burn out.
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01.11.2017, 09:36Inaktiver User
AW: Stress - immer hausgemacht?
Ja das ist die spannende Frage. Wenn Mensch - ich bin da wohl das Paradebeispiel - völlig aufgeht in der Tätigkeit, den Job mit Liebe macht und durch den fast permanenten Flow-Zustand, in den einen ja der "gute Stress" befördert, gar nicht merkt, wie die Reserven leer werden, teilweise essen und trinken vergisst... Und erst am Abend merkt, wie leer man geworden ist...
Die Balance zu finden - ein noch zu erlernendes Kunststück... für mich zumindest.
@mary
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01.11.2017, 09:52Inaktiver User
AW: Stress - immer hausgemacht?
So lange dir das am Abend noch bewusst wird.....
Wenn du den "Flow-Zustand" empfindest, bist du sicher noch innerhalb der Stresstoleranz.
Natürlich gibt es fast in jedem Job Stresszeiten oder Deadlines, die einem zu schaffen machen. Normalerweise versucht man dann, wenigstens in der Freizeit gegenzusteuern.
Aber es gibt Leute, bei denen hat man den Eindruck, dass sich auch ihre Freizeit mit Zusatzstress voll packen - sie organisieren, reisen, sind permanent mit ihrem Smartphone beschäftigt und machen auch dann weiter, wenn sie längst massive Schlafstörungen haben. Schlimmstenfalls versuchen sie dann, mit Alkohol gegen zu steuern.
Was ist da passiert und wie kommen sie da wieder raus?
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01.11.2017, 10:14
AW: Stress - immer hausgemacht?
Adrenalin wird traditionellerweise über muskuläre Bewegung abgebaut. Dies findet aber allzu oft nicht statt. Siehe zum Beispiel fluchende Autofahrer, super gestresst, aber mehr als sein bisschen Fuchteln und Rumschimpfen liegt grad nicht drin an Aktivität.
Ebenso hat die moderne Welt unendlich viele kleine bis winzige Stressquellen, die sich aber akkumulieren. Und ja, wenn man permanent den Tunnelblick hat, kann man in einen Teufelskreis geraten, weil man rundherum nichts mehr wahrnimmt.
gruss, barbara
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01.11.2017, 10:19Inaktiver User
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01.11.2017, 12:31Inaktiver User
AW: Stress - immer hausgemacht?
Das mag von außen so aussehen, aber das heißt ja nicht, dass die Person das auch so negativ empfindet. Schlafen wird sowieso überbewertet, und es gibt Nationen, die trinken jeden Tag Alkohol, ohne dabei eine signifikant niedrigere Lebenserwartung zu haben. Die Leute sind alle erwachsen, jeder kann das für sich selbst entscheiden.
Die andere Frage ist, wie sehr sich Job und Freizeit gegenseitig beeinflussen. Spätestens im mittleren Management machen viele Leute Freizeitaktivitäten nicht unbedingt „nur“ der Freizeit willen, sondern auch, weil sie sich an der einen oder anderen Stelle einen beruflichen Nutzen versprechen. Das sind dann diejenigen, die sich noch eine Schippe mehr auf den Terminplan packen. Aber warum auch nicht - großvolumige Deals einzutüten macht auch mehr Spaß, als mit Tante Erna Kaffee zu trinken oder im Park Veilchen zu zählen.
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01.11.2017, 12:35Inaktiver User
AW: Stress - immer hausgemacht?
Es hat ja auch niemand gesagt, dass Wettkampf-Sport ein Ponyhof ist
. Aber es gibt trotzdem genügend Leute, die das alles parallel hinkriegen, ohne mit 50 tot von Stuhl zu fallen. Es erfordert aber Disziplin, Zeitmanagement und gute Selbsteinschätzung. Die sollte man als ambitionierter Sportler ja ohnehin haben.
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01.11.2017, 12:59
AW: Stress - immer hausgemacht?
Mit "Streß ist immer hausgemacht" begibt man sich auf ganz dünnes Eis.
Ja, Überlastung ist das Ergebnis von vielen einzelnen Prioritätenentscheidungen. Man kann jede einzelne dieser Entscheidungen anders treffen. Aber Prioriäten haben Gründe, und alternative Enscheidungen können sehr kostspielig (in jedem Bereich) werden.
Selbst bei Überlastung kann Perspektive helfen, sich weniger gestreßt zu fühlen. Es kann aber auch sein, daß die eigene Perspektive korrekt ist: Eine Sache ist objektiv so. Oder man liegt falsch, aber streßbedingt ist man nicht imstande, die Perspektive zu wechseln.
Was helfen kann, ist, den größten (negativen) Stressor zu identifizieren ("Mein Leben könnte so schön sein, wenn nicht...") und an dem zu arbeiten.
Regelmäßige Erholungszeiten einbauen ist auch gut, wenn man es kann. Erholungszeiten können sogar Zeiten sein, wo man eine ganz andere *Art* von Streß hat als sonst. Oder Zeiten, wo man nur am Fenster sitzt und der Welt beim sich-drehen zuguckt. Hauptsache anders.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **



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