Ich hab nicht alles gelesen, aber: Natürlich wirds im hier unter "Persönlichkeit" persönlich. Oder warum sonst eröffnet man ein Thema? Wie willst du denn (wenn auch nicht im Kennenlernforum) über einen gebundenen Mann "diskutieren", wenn du kaum was darüber schreiben kannst/willst? Und ich denke Meinungen sind unabhängig vom Forum.
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Ergebnis 41 bis 50 von 71
Thema: Guten Morgen!
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30.10.2017, 13:07
AW: Guten Morgen!
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30.10.2017, 14:23
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30.10.2017, 20:40Inaktiver User
AW: Guten Morgen!
Ich nenne ihn Hugo. Innerer Schweinehund. Zähes Biest. Und ein gutes Gefühl, wenn man es geschafft hat, ihn von der Couch zu locken...
Eben. Die große Frage, an der ich auch noch tüftele, ist ja: mag Hugo nun lieber Würschtl oder rohes Fleisch, um sich zu bewegen? Ich weiß es nicht. Manchmal glaub ich, das Mistviech ist Veganer und will obendrein nur koscheres... und sowas hab ich einfach nicht im HausIch weiß auch: wenn ich dann mache, kann ich das, schaffe ich das, und wenn ich erst mal wieder richtig drin bin, macht es sogar Spaß.
Ja. Adrenalin bewegt. Je weniger Bewegung desto weniger Adrenalin. Also noch weniger Bewegung. Und immer in Bewegung zu bleiben macht dann Motorschaden, weil man es nicht schafft, das Öl zu wechseln. Dann läuft der Motor heiß. Blöd. Also doch immer mal ne Pause, aber wohldosiert, damit das Adrenalin nicht einstaubt...Ich dachte lange, die Lösung wäre: weniger. Aber je mehr Druck ich rausnehme oder eher vermeide, desto größer die Abwehr.
Zauberwort Balance... wie kriegt man die? Und lässt sich Hugo dadurch beeindrucken?Hm - verständlich? Insgesamt ist mein Leben nicht zu voll - es ist zu leer. Ich versuche aber häufig, es mit Ersatz-Dingen zu füllen, die aber gar nicht die Qualität haben, als lebensfüllende Dinge zu existieren. Und dabei werde ich dann manisch und ungesund in meinen Strukturen.
Jetzt wird das doch alles wieder so persönlich.
nur so gibt es Katharsis. Gratis sogar.
Wusste ich...Du hattest ja gefragt, warum ich den Strang eigentlich aufgemacht habe, liebe ThirdThought: Die Wahrheit ist: Ich wollte über den Mann reden resp. schreiben.

Lass fließen. Sei einfach du. Und dann schau, was er draus macht. Nicht offensiv aber zugewandt und sexy sein. Den Rest müsste er erledigen, wenn er will. Das können die auch, die anständigen Männer. Einer meiner Verflossenen ist dann mal, nachdem wir -gute Freunde die wir waren- bei einem Glas Wein dann doch die Lippen nicht voneinander fern halten konnten, prompt aufgesprungen und hat anderweitig für klare Verhältnisse gesorgt. Dann war die Sache gar nicht mehr kompliziert, bis sie dann anders kompliziert würde... lang lang ist's her...
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30.10.2017, 21:45
AW: Guten Morgen!
Vielen herzlichen Dank!!!

Ich habe bzw. hatte in der Familie ein Problem mit übergriffigen Ratschlaggebern, deshalb habe ich über das Thema wirklich seeehr gründlich nachgedacht. Denn die kamen natürlich auch mit dem Anspruch daher, dass sie es ja nur gut meinen etc. Es hatte aber wohl in der Tat sehr oft eher was mit ihnen und ihren Bedürfnissen zu tun, was sie mir empfahlen. Mir ging es zunehmend besser, als ich mich traute, auf mich selbst zu hören und halt in Kauf zu nehmen, dass sie mich beratungsresistent und unmöglich fanden.
(Und mir deshalb für mein weiteres Leben die allerschlimmsten Dinge prophezeiten...)
Das mit dem Fließen lassen war nicht von mir, sondern von TTT (hat allerdings meine absolute Zustimmung
).
Bzgl. Thema Druck: ich glaube im Nachhinein, dass ich es selbst unterschätzt habe, welcher Druck auf mir lastete dadurch, dass ich mich quasi „selbst entworfen“ habe. Ich habe nur gesehen, dass ja eine Menge Selbstbewusstsein dazu gehört, sich das zu trauen (und das ist ja auch so), aber nicht bemerkt, wie sehr ich doch den Anspruch an mich hatte, wenn ich schon auf mich selbst höre, es dann auch „richtig“ zu machen. Welchen Druck auf mich das erzeugte. Und wie viel (im Rückblick weitgehend unnötige) Zweifel dabei waren und wie viel Kraft die mich gekostet haben.
Ich war auch eine ganze Weile arbeitslos und konnte das sehr schwer akzeptieren, weil ich dachte: „Wenn ich schon den Anspruch habe, das alles selbst zu bestimmen, dann sollte doch wenigstens die Existenzbasis funktionieren? Und wenn sie das nicht tut, heißt das dann nicht, dass ich es doch irgendwie falsch mache?“
Ich habe trotzdem weiter meine Entscheidungen selbst getroffen, aber die Zweifel haben es mir unnötig schwer gemacht. Heute sehe ich das viel entspannter und denke, dass diese Zeit für meine Entwicklung immens wichtig war, Basisfunktionalität hin oder her. (Aber hinterher ist man ja immer schlauer.) Heute denke ich, ich hätte einfach mehr Geduld mit mir haben sollen. (Aber das ist eben schwierig in einer Welt, in der „Zeit Geld ist“.)
Eigentlich ist es m. E. eine natürliche Eigenschaft menschlichen Lebens, dass wir alle auch mal durch Täler müssen. Doch das Problem ist, dass genau das gern als irgendwie verdächtig angesehen wird. Wenn Du darauf bestehst, Deine eigenen Entscheidungen zu treffen, sind die Leute meist noch tolerant im Sinne von „Naja, ist zwar irgendwie seltsam, aber wenn Dich das glücklich macht...“
- solange es Dir gut dabei geht. Doch sobald Du ein Problem hast, werden Dir plötzlich alle Deine bisher milde belächelten Abweichungen auf´s Butterbrot geschmiert. „Ja, wenn Du xyz machst, dann kann es Dir ja auch nicht gutgehen. Selber schuld.“ Und das Wissen darum kann auch ziemlichen Druck erzeugen...
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@Sternenfliegerin: Ganz tolles Bild mit dem Captain!
Ich glaube, das klaue ich mir auch, wenn Du erlaubst...
Dazu fällt mir nur so ein völlig unpragmatisches Himiko-Grundsatzdingens ein...
Guck einfach, ob Dir das was sagt:
Vielleicht schaffst Du eine Leere, weil Du Platz haben willst für etwas Neues? Für – ich sag mal: ein neues Lebensgefühl? Das Du gerade am Kreieren bist und das Du irgendwie mit dem Mann verbindest. Und wehrst Dich deshalb so dagegen, Dein Leben mit „Altem“ zu füllen? (oder: auch deshalb, denn das könnte ja auch einfach nur ein Teil der Erklärung sein.)
Andere Menschen können einem bestimmte Seiten bewusst machen, wachrufen, anregen, die man an sich selbst überhaupt noch nie wahrgenommen hat, die man an sich erst kennenlernen muss. Zumindest am Anfang kann man das „alleine“ (noch?) nicht im Bewusstsein halten, die Verbindung dazu nicht halten, man braucht den anderen Menschen, um mit diesem neu entdeckten Teil in Kontakt zu bleiben. Um ihn allmählich besser kennenzulernen, wachsen und gedeihen zu lassen und herauszufinden, wie man ihn (aus)leben kann.
Wenn ich mir vorstelle, wie es sich anfühlen würde, etwas zu bekommen, was ich möchte, dann können die Gefühle fast so stark sein wie „in echt“. Ich kann so auch Dinge fühlen, die ich genau so noch nie gefühlt habe. Nur durch meine Vorstellung. "Neue" Gefühle. Von sexuellen Phantasien (die ja bekanntlich sehr handfeste körperliche Auswirkungen haben können
) kennt das wohl jeder. Aber es funktioniert eben auch im nicht-sexuellen Bereich. Voraussetzung ist allerdings, dass man diese Gefühle nicht abwertet als „nicht gut genug“ oder sich sagt: „Ich könnte dieses Gefühl haben, wenn nur das und das passieren würde.“ Das ist Quatsch: Du hast das Gefühl ja schon. Das heißt nicht, dass es nicht womöglich wirklich schön wäre, wenn das und das passieren würde. Aber meiner Erfahrung nach hilft es dafür sogar eher, das Gefühl schon in der Phantasie zugelassen zu haben. Dann bin ich in der Realität entspannter, und es ist viel mehr möglich...
Deshalb: Möglicherweise ist „über den Mann sprechen und schreiben“ (fühlen, denken, träumen etc.) für dieses Leere-Problem ein besserer Lösungsversuch von Dir, als Dir bisher klar ist. Du erträumst Dir etwas Neues in Deinem Leben. Vielleicht? ("Erträumen" heißt hier soviel wie "durch Vorstellen erschaffen / ins Leben rufen".)
Bezüglich der Frage, ob das hier im Forum auf Dauer funktioniert, da bin ich allerdings ähnlich skeptisch wie Du – trotz gezielter Forumswahl. Ich verstehe sehr gut, welchen Diskussionen Du aus dem Wege gehen willst - ich müsste die auch nicht zum dreiundrölfzigsten Mal lesen. Aber das ist hier halt kein Wunschkonzert...
We are born to be happy, not perfect.
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30.10.2017, 22:26Inaktiver User
AW: Guten Morgen!
Hm... nee, das ist kein Schweinehund. Ich bin ja insgesamt nicht so überzeugt von diesem Konzept, aber nein: in meinem Falle ist es keiner. Für mich bedeutet der innere Schweinehung die Personifizierung von: "Ach nee, ich hab keine Lust, und kalt ist draußen auch, ich bleib lieber auf dem Sofa vorm Fernseher hocken mit Keksen und Kakao." Das hat aber eine ganz andere Qualität als das, was ich meine. Und das ist auch nicht das, was mich wenn ausbremst. Die Gegenwehr in mir ist deutlich größer, heftiger, psychisch und dann aber auch physisch spürbar.
Das trifft es für mich wiederum sehr gut! Wobei es sicher nicht nur Adrenalin ist - aber ja, genau in die Richtung!Ja. Adrenalin bewegt. Je weniger Bewegung desto weniger Adrenalin. Also noch weniger Bewegung. Und immer in Bewegung zu bleiben macht dann Motorschaden, weil man es nicht schafft, das Öl zu wechseln. Dann läuft der Motor heiß. Blöd. Also doch immer mal ne Pause, aber wohldosiert, damit das Adrenalin nicht einstaubt...
Zauberwort Balance... wie kriegt man die?
Wusste ich...
Ich bin nicht "einfach fließen lassen" - ich bin: "ran an den Mann!"Lass fließen. Sei einfach du. Und dann schau, was er draus macht. Nicht offensiv aber zugewandt und sexy sein. Den Rest müsste er erledigen, wenn er will. Das können die auch, die anständigen Männer. Einer meiner Verflossenen ist dann mal, nachdem wir -gute Freunde die wir waren- bei einem Glas Wein dann doch die Lippen nicht voneinander fern halten konnten, prompt aufgesprungen und hat anderweitig für klare Verhältnisse gesorgt. Dann war die Sache gar nicht mehr kompliziert, bis sie dann anders kompliziert würde... lang lang ist's her...
Ist nicht so, daß ich das nicht durchaus schon bei ihm probiert hätte. Ach... es läuft trotzdem nicht so verkehrt. Also ja: Ich bin ich - und warte zu, soweit ich dazu fähig bin.
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30.10.2017, 22:36Inaktiver User
AW: Guten Morgen!
Also mein Hugo... der kann bei Vollmond schon mal auch mutieren... dann wird der zum Wer–Schweinehund mit fiesen, spitzen, blutgetränkten Zähnen, scharfen Klauen und einem Knurren und Heulen, dass mir Hören und Sehen vergeht und ich bewegungsunfähig bin. Ich kauer mich dann bibbernd in ein Eck und warte, bis Vollmond rum ist
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30.10.2017, 22:40Inaktiver User
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30.10.2017, 22:46Inaktiver User
AW: Guten Morgen!
Es ist schön, daß Du Deinen Weg gefunden hast!

Und genau das ist aber ein Punkt, der mich immer wieder verwirrt und verunsichert, denn ich bin da, denke ich, anders... und bin immer wieder erstaunt, wenn andere Menschen so anders sind als ich, und neige dazu, ihnen zu glauben, was sie sagen... aber das führt jetzt irgendwie zu weit, und klingt mir dann auch zu arrogant... nee, ich mag da jetzt nicht urteilen. Das klingt jetzt alles irgendwie doof.
Ich weiß - da habe ich unsauber/durcheinander geantwortet.Das mit dem Fließen lassen war nicht von mir, sondern von TTT (hat allerdings meine absolute Zustimmung
).
Da hast Du ein anderes Druck-Thema als ich. Nochmals: Schön, daß Du das für Dich geschafft hast! Das klingt wirklich nach einem anstrengenden, aber auch erfolgreichen Weg!Bzgl. Thema Druck: ich glaube im Nachhinein, dass ich es selbst unterschätzt habe, welcher Druck auf mir lastete dadurch, dass ich mich quasi „selbst entworfen“ habe. Ich habe nur gesehen, dass ja eine Menge Selbstbewusstsein dazu gehört, sich das zu trauen (und das ist ja auch so), aber nicht bemerkt, wie sehr ich doch den Anspruch an mich hatte, wenn ich schon auf mich selbst höre, es dann auch „richtig“ zu machen. Welchen Druck auf mich das erzeugte. Und wie viel (im Rückblick weitgehend unnötige) Zweifel dabei waren und wie viel Kraft die mich gekostet haben.
Nein - das trifft es bei mir nicht. Die Leere ist schon sehr, sehr viel länger da, und mal fühle ich sie stärker, mal schwächer. Das hängt auch daran, wie sehr ich mich gerade beruflich-persönlich mit meiner Existenz identifiziere. Es ist mal mehr, mal weniger mein Leben, sozusagen. Tatsächlich bin ich aber insgesamt nicht ausgelastet. Mein ganzer intellektueller, hm, Background? Ressourcen? Das liegt schon viel zu lange brach. Freundschaften und soziale Kontakte sind ein anderes schwieriges Thema. Auch da sieht es je nach Lebenssituation mal besser, mal schlechter aus. Und auch je nach meinem Bedürfnis, mich gerade einzuigeln.Dazu fällt mir nur so ein völlig unpragmatisches Himiko-Grundsatzdingens ein...
Guck einfach, ob Dir das was sagt:
Vielleicht schaffst Du eine Leere, weil Du Platz haben willst für etwas Neues? Für – ich sag mal: ein neues Lebensgefühl? Das Du gerade am Kreieren bist und das Du irgendwie mit dem Mann verbindest. Und wehrst Dich deshalb so dagegen, Dein Leben mit „Altem“ zu füllen? (oder: auch deshalb, denn das könnte ja auch einfach nur ein Teil der Erklärung sein.)
Der Mann... ach, da ist eben einfach seit langem mal wieder jemand, in den ich verknallt bin. Aber das ist jetzt auch nicht so aufregend neu und beängstigend an sich. Nur wenn er sich auch einließe...
Und seht es mir nach, das waren eigentlich schon zu viele Details...
Insgesamt aber hat auch diese Diskussion hier in der BriCom dazu geführt, daß ich mich gerade sehr ich fühle - und häufig ist es ja gar nicht so, daß sich im Außen viel ändern muß, häufig bedarf es nur eines anderen inneren Gefühls, einer anderen Haltung, damit sich alles auf einmal ganz anders anfühlt. Und derzeit ist es gut.
Ich wünsch euch allen einen schönen Abend!
Sin
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30.10.2017, 22:49Inaktiver User
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31.10.2017, 07:50Inaktiver User



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Wo war jetzt noch mal das Problem?

