@TTT:
Sehr gerne geschehen, liebe Sin! Ist nur die reine Wahrheit...
Ich habe selbst sehr viel Erfahrung mit Angst, oder eigentlich im Plural: Ängsten aller Art. Hätte ich Zeit, würde ich wahrscheinlich einen Himiko-typischen ellenlangen Beitrag zum Thema verfassen.Aber eigentlich müsste ich arbeiten, bin also „illegal“ hier...
Deshalb etwas kürzer:
1. Ich würde versuchen, genau nachzuspüren, wo und wie sich die Angst in meinem Körper zeigt (Kloss im Hals, „schlecht“, Lähmungsgefühle, Zittern, Unruhe etc. etc.), wann und wodurch sie sich verändert, stärker oder schwächer wird etc. Und dann diese Information näher betrachten, manchmal klärt sich dadurch schon was.
2. Ich würde mir klar machen, dass die Angst ein Angebot ist. Sie ist (hoch)gekommen durch eine Veränderung (Verliebtsein). Du kannst Dich immer wieder neu entscheiden, ob Du Dich für diese Veränderung öffnen willst oder nicht und auch wie weit jeweils. Du hast die Wahl.
Die Angst ist nicht neu. Sie ist (so wie Du das beschreibst, wäre ich mir da sehr sicher) schon länger in Dir drin, irgendwo, und Du hast bis jetzt mit ihr in einer bestimmten Weise gelebt. In irgendeiner Form war sie schon da, sie hat sich Dir aber nicht als Angst gezeigt. Dass sie das jetzt tut, gibt Dir die Wahl. Du kannst wieder zurück, wenn Du willst. Nicht ganz unverändert natürlich, nicht ohne Schmerzen, nicht ohne Bedauern. Aber Du könntest mehr oder weniger wieder zu der alten Art zurückgehen, in der Du mit ihr bisher umgegangen bist, wenn Du wirklich willst. Du sagst:
Ich kann mir darunter durchaus was vorstellen. Möglicherweise irre ich mich, aber ich glaube, ich habe was Ähnliches gemacht. „Do-it-yourself“-Persönlichkeit...
Wenn Du das geschafft hast, glaubst Du ernsthaft, so eine blöde Angst kann das alles durcheinanderwerfen, wenn Du das absolut nicht willst? Ich glaube das nicht.![]()
Aber vielleicht kannst Du mit der Angst zusammenarbeiten. Vielleicht könnte es sich lohnen, diese Angst und das, was sie Dir zu bieten hat, mal genauer anzuschauen. Das ist unangenehm – aber möglicherweise ist das, was Du dadurch gewinnen kannst, langfristig die Mühsal und das Unangenehme wert? Guck doch einfach mal.Wie gesagt, ich glaube, zurück kannst Du immer. Und Verliebtsein ist ja auch schön - selbst dann, wenn es Angst macht... (Finde ich zumindest.)
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Ergebnis 31 bis 40 von 71
Thema: Guten Morgen!
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29.10.2017, 19:07
AW: Guten Morgen!
We are born to be happy, not perfect.
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30.10.2017, 08:21Inaktiver User
AW: Guten Morgen!
Guten Morgen zum Zweiten!
Ich überlege seit gestern abend, was ich darauf (noch) antworte...
@ ThirdThought: Noch was zu "Liebe durch Leistung" - das ist gar nicht so sehr ein Männerthema. Ich hab es nur (auch) zu einem gemacht. Hat mäßig funktioniert. Und steht aktuell gar nicht oder kaum mehr auf dem Spielplan. Ich hab das nur als Beispiel genannt im obigen Kontext. So für Dinge, die mir durchaus bewußt sind - wo aber das Bewußtsein allein gar nichts dran ändert. (Egal, ob man nun weiß, das das aus der Kindheit kommt, und wie es sich heutzutage äußert, oder nicht.) Und auch die Frage ist, ob man immer was dran ändern muß.
Und wenn ich das hier schon schreibe: Das ist eben ein (!!!) Aspekt meiner Kindheit. Und lange kein ausschließlicher. Gerecht wäre es, von "auch(!!!) Liebe durch Leistung" zu sprechen. Und noch gerechter wäre es, zu schreiben, daß ich mir das durchaus auch selbst ausgesucht habe. Im Prinzip gegen (!) den Willen meiner Mutter. Weil Leistung und persönliche Anstrengung nämlich etwas ist, das man steuern kann. Und daß ich mir immer (mehr) im Laufe meiner (vor allem) Unizeit MentorInnen gesucht habe, zu denen ich auch eine persönliche Bindung hatte, weil ich von der Motivationsstruktur her so funktioniere.
Dazu könnte ich jetzt noch viel schreiben und reflektieren - neige aber zu: "So bin ich eben." Und nicht unglücklich damit.
Soviel vielleicht auch noch zu Himikos tollen Beiträgen
Im Fließen lassen bin ich mäßig gut - natürlich werf ich mich selbst in die Waagschale und tue, was ich kann, um zu bekommen, was ich will. Wenn mir was wirklich wichtig ist allemal. Aber ja: ansonsten muß ich letztlich auch warten. Oder vielmehr: weiterleben. Wir werden sehen.
Danke!!!
Auch zum ganzen Rest, ich kann das nur nicht alles zitieren.
Darüber habe ich nachgedacht... Auch über eine PN, die ich zu dem Thema erhielt - und die leider durch die Löschung nun weg ist, tut mir leid!
Prinzipiell bewerte ich Angst gar nicht negativ. Also lange nicht immer. Kann sich auch äußerst positiv wie Prüfungsaufregung anfühlen, die durchaus häufig vorfreudig ist. Also auch.
Und: Angst hindert mich nicht, zu tun, was ich wirklich tun will. Also nicht jede/die Art von Angst.
Ich fürchte, ich habe zwei Sachen in der Beschreibung vermischt. Zum einen, diese Art Streß-Panik-Anfälle - die mittlerweile sehr, sehr selten sind, weil mein Leben viel entspannter geworden ist. Tatsächlich neige ich dazu, mich reps. mein Leben zu voll zu knallen, weil ich gerne Superfrau wäre - und das ja wohl das Mindeste ist, was ich von mir erwarten kann. (
) Und auch, weil ich mich gerne intensiv spüre. (Ja, natürlich weiß ich, was ich da schreibe.) Aktuell ist es im Wesentlichen aber recht entspannt. Es gibt ein paar Faktoren, die mich stressen - manche kann ich ändern, andere nicht. Ich arbeite daran, die zu ändern, die sich ändern lassen. Manches dauert aber seine Zeit - und dann bin ich momentan einfach noch so unwillig, manches anzupacken, obwohl es nur unangenehm ist und unangenehmer wird, es liegen zu lassen.
Ich könnte mehr zu diesen Streß-Panik-Anfällen schreiben - aber ganz ehrlich: ich mag mich da gerade nicht reindenken. Hat wie gesagt was vom Klaustrophobiker im menschenvollen Fahrstuhl bei Hitze, Schweißgestank und schlechter Kaufhausmusik.
Und zum anderen eher - allgemeine Angst und Abwehr. Weglaufen wollen. Auch.
Vor allem ist beides eine Reaktion auf Überforderung und zuviel Druck von außen - und ich hatte lange genug zuviel Druck und habe ihn mir auch selbst gemacht. Gleichzeitig auch gesucht - ich mag Druck und Struktur. Bis es eben ins Gegenteil kippt.
Mittlerweile bin ich schon eine ganze Zeit aus der Mühle raus. Und nun reagiere ich mit absoluter Verweigerung oder eben massivem Streß auf neuen/akuten Druck. Das kann aber auch nervig und hinderlich sein. So Minimalanforderungen ans Funktionieren stellt mein Leben schon. Also arbeiten und Geld verdienen zum Beispiel wäre nicht so verkehrt.
Und deswegen fragte ich auch nach Bewältigungsstrategien.
Jetzt mischt sich das schon wieder in meiner Beschreibung...
Hm, ich fürchte, jetzt mache ich damit neue Fässer auf...
Ja, vielleicht.Ich kann mir darunter durchaus was vorstellen. Möglicherweise irre ich mich, aber ich glaube, ich habe was Ähnliches gemacht. „Do-it-yourself“-Persönlichkeit...

Und nein, ich renne nicht weg. Siehe oben.
Liebe Grüße
Sin
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30.10.2017, 08:55
AW: Guten Morgen!
Solange man unter dem Strich mehr rauskriegt als reinsteckt, ist das ja in Ordnung. Für Neugierige mag es lohnenswert sein, mal zu gucken, was genau man denn rauskriegt, dass es all den Ärger überwiegt - muss ja was Wichtiges und Wesentliches sein, damit man sich das antut.
De Moment, wo es so unangenehm wird, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht mehr passt, wird dann schon von selbst kommen - wenn er kommt. Dann ist es auch noch früh genug, sich darum zu kümmern und neue Wege zu suchen.
halt das Naheliegende: sich der eigenen Kräfte und Kapazitäten bewusst sein, und entsprechend planen. und sich selbst eine genügende Dosis sowohl von Stress und Druck, aber auch von Entspannung und Ruhe gönnen.So Minimalanforderungen ans Funktionieren stellt mein Leben schon. Also arbeiten und Geld verdienen zum Beispiel wäre nicht so verkehrt.
Und deswegen fragte ich auch nach Bewältigungsstrategien.
man kann in Extreme gehen, aber man muss nicht. Wenn der Alltag und das Lebensnotwendige weitgehend dramafrei und solide verläuft, kann man sich die intensiven und extremen Gefühle dort gönnen, wo sie auch richtig Spass machen.
gruss, barbara
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30.10.2017, 09:30Inaktiver User
AW: Guten Morgen!
Liebe Original-Sin,
ich habe Dich gerade eben erst wiederentdeckt und freue mich wirklich darüber,
schön, daß Du wieder da bist und unsere Worte Dich offensichtlich zurücklocken konnten.
Du hast so eine Art, manches auszudrücken, die mich sehr berührt, manchmal sitze ich hier und denke: "Ich hätte es gar nicht in Worte gefaßt, aber genau so empfinde ich das".
Komisch, so lese ich das gar nicht.
Sondern eher so:
Ich kenne mich und meine Verletzlichkeiten sehr genau, deren Auslöser und meine Reaktionen.
Da aber numal ich mit mir lebe, gestehe ich mir zu, alles in genau meinem Tempo und auf meine Weise anzugehen, denn ich bin dann auch wieder diejenige, die mit allen Auswirkungen umgehen muß.
Gerade Sin ist für mich eine der Nutzerinnen hier, bei der ich sogar sehr die Bereitschaft wahrnehme, ab und zu sehr tief in sich hineinzuschauen, auch auf das Schwierige.
Daß man dafür sein eigenes Tempo braucht, soweit Kraft und Kapazitäten und "Lust" reichen, finde ich logisch.
In Sins erstem Strang hatte ich sofort ein sehr intensives Bild-
Ihr wißt ja, ich "arbeite" gerne mit Bildern, weil diese oft besser angenommen werden können als der konkrete Bezug.
Liebe Sin, Du schriebst:
Deine Worte haben sofort meine Bilderschau angeworfen.Und weil vermutlich einige hier jetzt eine Therapie vorschlagen werden: Nein. Die paar (wenigen) Anläufe, die ich hatte, reichen mir, um zu sagen: Das ist nicht mein Weg. Entweder haben sie mich nicht erreicht oder nur destabilisiert. Ich muß mit mir selbst klarkommen, und allgemein funktioniert das sehr gut. Ich habe mich mühsam genug zusammengebastelt, ich lasse mich nicht wieder auseinandernehmen.
Mein Bild war das eines großen Motorbootes, dessen Maschinenraum nur der Kapitän/Eigner erfolgreich betritt, weil er der Einzige ist, der über lange Jahre Erfahrungen mit der speziellen Mechanik des Motors gemacht hat, der weiß, wo er ruckeln muß, wo was austauschen, ölen etc.
Maschinisten heuern an und ab, werden im Akutfall dazugerufen,
fangen an, sich in genau diesen speziellen und relativ komplizierten Maschinenraum einzuarbeiten, der sowieso nicht der DIN-Norm entspricht, sondern aufgrund der besonderen Gegebenheiten einzigartig ist.
Bei einer Maschine würde ich zickig schreiben, wer Motoren kennt, weiß, was ich meine
, aber da es ja einen anderen Bezug hat, schreibe ich lieber speziell
.
Maschinisten kommen dann auch gut voran, sind ja vom Fach, aber wenn man nicht das Glück hat, einen exzellenten, verläßlichen, langjährigen Maschinisten zu haben, der ständig mit auf Fahrten ist, dann muß der Captain tatsächlich selbst ran,
denn nur er ist immer dabei, immer im Dienst und immer zuständig. Ist schließlich sein Boot.
Und nun nochmal rein praktisch zu akuten Panik-Momenten, weil Du ja Ideen sammeln wolltest:
Ich habe das zum Glück nur extrem selten -
(meist, weil ich vorher emotional abblocke und dichtmache, also Panik gar nicht erst hochkommen lasse), aber mir helfen da sensorische Dinge wie (je nach Moment und Möglichkeiten) Hände eiskalt abspülen oder mit starkem Strahl duschen und danach die Haut richtig rubbeln.
Oder z.B. im Büro als ersten Schritt nassen, klaten Waschlappen in den Nacken und Hände abkühlen.
Wenn draußen Schnee liegt, diesen in die Hände nehmen, bis man ihn fast schmerzhaft spürt, solche Sachen.
Dazu wie geschrieben Zitronengras- oder Melissenöl, die ich als Raumduft möglichst häufig benutze, um so eine beruhigend-belebende Atmosphäre zu schaffen.
Gibt es für Dich Musik als Anker?
Lieblingslieder, welche, die Dich sofort in eine bestimmte Stimmung bringen?
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30.10.2017, 09:57Inaktiver User
AW: Guten Morgen!
Liebe Sternenfliegerin,
vielen, vielen Dank für Deine Worte!
Das berührt mich auch sehr und sehr positiv, denn wenn mir eines wirklich, wirklich wichtig ist im Leben, dann Ehrlichkeit, gerade auch zu mir selbst! (Deswegen treffen mich manche anderen Postings auch so, und ja, klar kann man dann sagen: wunder Punkt getroffen. Stimmt, aber nicht, weil der eigentliche vermutete wunde oder eher blinde Punkt getroffen worden wäre.) Und ich freue mich, wenn manche mich so lesen, wie ich mich selbst wahrnehme. Danke dafür!
Sehr schönes Bild mit dem Boot...
Danke auch für die praktischen Tips! Kaltes Wasser hilft, das stimmt! Überhaupt Kälte bei mir. Musik: ja. Für manche Stimmungen hab ich da was...
Danke Dir!
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30.10.2017, 09:59Inaktiver User
AW: Guten Morgen!
@ Bae: Deine pragmatische Art gefällt mir!

Vielleicht neige ich ja doch ein bißchen mehr zu Drama
- aber das klingt sehr schön geerdet.
Übrigens öffne ich gerade endlich ein paar Briefe...
Nichts mit rotem Stempel drauf (sinnbildlich gesprochen), aber mal die Schlamperei in der Ablage aufräumen... Ich weiß, daß es nix Wildes ist, aber ich fühle mich doch besser und befreiter, wenn ich es endlich tue.
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30.10.2017, 10:02Inaktiver User
AW: Guten Morgen!
Zuviel von allem... zuviel Druck, zu viel Raum, zuviel Anforderung, zuviel Leben???
Wenn man es geschafft hat, das Hamsterrad hinter sich zu lassen, verfällt man ganz schnell ins Beißen, wenn das Gefühl des Getriebenseins, der Fremdbestimmung wieder aufkommt. Der Organismus wehrt sich, weil er das nie wieder haben will.
Blöd nur, dass das irgendwie zum Leben dazu gehört.
Annehmen, dass das Beißen, dem vielleicht das, was du Panik nennst (ich werd da ja sofort grantig und wütend, wenn Druck von außen kommt), vorausgeht, einfach dazu gehört - und dich davor schützt, je wieder ins Hamsterrad einzusteigen? Danke sagen?
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30.10.2017, 10:08
AW: Guten Morgen!
danke :-)
Vermutlich hatte ich einfach schon so viel Drama, dass ich die Nase voll habe von dem Blödsinn, ich finde Drama einfach nur noch doof anstrengend und sonst gar nichts mehr. (ich übe gerade, wie man eine neue Beziehung dramafrei aufgleist und führt. Ich bin ja total Anfängerin in der Disziplin. Aber doch, das hat was. Ich mag es.)Vielleicht neige ich ja doch ein bißchen mehr zu Drama
- aber das klingt sehr schön geerdet.
Aber das hätte mir vor fünf oder zehn Jahren auch keiner erzählen müssen, ich hab auch so manchen Kelch bis zur Neige geleert. Und dann nochmals nachgeschenkt. und nochmals.
ja, Zeug erledigen ist gut für die psychische und physische Gesundheit, in der Tat. könnte ich auch wieder mal machen, jetzt wo du es sagst...Ich weiß, daß es nix Wildes ist, aber ich fühle mich doch besser und befreiter, wenn ich es endlich tue.
gruss, barbara
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30.10.2017, 10:14Inaktiver User
AW: Guten Morgen!
Hm, ja, irgendwie so oder auch andersrum...
Mal was Konkreteres: Ich habe mich vorm Staatsexamen ziemlich tot gemacht. Und auch exzellent bestanden - also gelohnt hat es sich zumindest. Nun bin ich raus aus der akademischen Mühle. Nicht ganz ohne Trauer, aber das Thema habe ich mittlerweile ganz gut verarbeitet. Hat bald ein Jahrzehnt gedauert.
So, nun hatte ich vor ein oder zwei Jahren eine kleine Fortbildung - in einem ganz anderen Bereich. Auch eher so ein zweites oder drittes Standbein / Interesse, und intellektuell nun auch keine immense Herausforderung. Aber alles in mir hat sich gewehrt. Ich habe in der Woche ein paar Kilo zugenommen, vom Alkohol abends ganz zu schweigen - und wollte mehrfach schmeißen.
Dann habe ich mich ein Wochenende hingesetzt, gelernt, nachdem ich erst mal wieder drin war, hat's mir richtig Spaß gemacht, die Prüfung war ein Fest, und natürlich habe ich exzellent bestanden.
Im Endeffekt also alles okay - aber das ist schon nervig, wenn die Belastung vor der eigentlichen Belastung schon zur Belastung wird, oder irgendwie so. Wenn die Abwehrmechanismen so früh anspringen, daß sie nicht als gesundes Regulativ funktionieren, sondern mich hindern, etwas anzupacken, das ich gerne anpacken möchte, mich sabotieren oder es mir unnötig schwer machen.
Ich weiß auch: wenn ich dann mache, kann ich das, schaffe ich das, und wenn ich erst mal wieder richtig drin bin, macht es sogar Spaß.
Ich dachte lange, die Lösung wäre: weniger. Aber je mehr Druck ich rausnehme oder eher vermeide, desto größer die Abwehr. So wie jemand, der sich, um Angst zu vermeiden, immer weiter ins Haus zurückzieht, bis er es gar nicht mehr verläßt - und schon Angst/Abwehr verspürt, wenn es klingelt. Es geht mir aber draußen besser!
Hm - verständlich? Insgesamt ist mein Leben nicht zu voll - es ist zu leer. Ich versuche aber häufig, es mit Ersatz-Dingen zu füllen, die aber gar nicht die Qualität haben, als lebensfüllende Dinge zu existieren. Und dabei werde ich dann manisch und ungesund in meinen Strukturen.
***
Jetzt wird das doch alles wieder so persönlich.
Du hattest ja gefragt, warum ich den Strang eigentlich aufgemacht habe, liebe ThirdThought: Die Wahrheit ist: Ich wollte über den Mann reden resp. schreiben.
Konnte/wollte das aufgrund der Kompliziertheit der Geschichte und aus Anonymitätsgründen und auch, weil ich keinen Bock auf die Diskussion über gebundene Männer, Männer-Frauen-Bild und dergleichen hatte, nicht offen und direkt im Kennenlernforum tun. *Hust!* 
Liebe Grüße
SinGeändert von Inaktiver User (30.10.2017 um 10:22 Uhr)
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30.10.2017, 10:19Inaktiver User
AW: Guten Morgen!
Und ich bin immer heilfroh und erleichtert und fühle mich gleich viel besser, wenn ich mitbekomme, daß es nicht nur mir so geht und andere Menschen auch Blödsinn machen, wie total harmlose Briefe nicht zu öffnen und rumzuschlampen und überhaupt...

Und ja: Drama ist nett - ohne kann aber deutlich netter sein. Durchaus auch meine Erfahrung der letzten Jahre. Viel Erfolg dabei!




Deshalb etwas kürzer:
Wie gesagt, ich glaube, zurück kannst Du immer. Und Verliebtsein ist ja auch schön - selbst dann, wenn es Angst macht... (Finde ich zumindest.)
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