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  1. Inaktiver User

    AW: Was tun bei Zukunftsangst?

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    Ich halte es daher für legitim (und da können jetzt gerne alle über MICH herfallen), wenn ein Paar unter diesen Umständen nicht zusammen lebt, und der finanziell schwächere Partner HartzIV beantragt (was in dem Fall vielleicht nicht greift, aber nur als grundsätzliche Überlegung).
    Sehe ich auch so.

  2. Moderation

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    AW: Was tun bei Zukunftsangst?

    Zitat Zitat von Josyfine Beitrag anzeigen
    Ich werd jetzt hier wohl auch gesteinigt - aber ich empfinde diese Ängste hier als Jammern auf höchstem Niveau.
    Ich habe die Theorie, daß die Summe der Ängste immer gleich ist. Als wenn es eine Quote dafür gäbe . Nur was man damit macht, kann man ändern.

    @cere_bellum:

    Und was man damit macht, ist teils erlerntes Verhalten (Erfrahrung und Vorbilder), und teils das Maß, in dem man Möglichkeiten hat (hast du) und sich ihrer bewußt ist. (Wenn man den Eindruck erweckt, seine Möglichkeiten abzutun, das kann den "Jammern auf hohem Niveau"-Effekt erzeugen.)

    Generell, he mehr man mit Leuten unterwegs ist, die Ängste haben, die sich dem Leben hilflos ausgeliefert fühlen, und je mehr man selber die Erfahrung macht, daß nichts gelingt und nicht schiefgehen darf, desto mehr Ängste sammeln sich.

    Deine Eltern scheinen ja schon ganz gut darin zu sein, ihre eigene Befindlichkeit zu projizieren. Ist dein Anspruch an "Erfolg im Leben" (Ramafamilie) für dich der Gegenentwurf dazu? Die Position im Leben, wo du denkst, "jetzt bin ich in Sicherheit, jetzt brauche ich niemanden mehr, der mir zuhört oder mich tröstet, weil ich keine Schwäche mehr habe?" Oder nur die, wo du sicher bist, nie wieder die Unterstützung deiner Eltern zu brauchen ? Etwas bewiesen zu haben?

    Laß es. Sicherheit ist gut, Unabhängigkeit ist gut, aber nicht, um etwas zu beweisen, und es gibt kein "Jetzt bin ich ganz bestimmt sicher!" im Leben. Keine Schwäche zu haben ist unrealistisch. Niemanden zu brauchen ebenso. Sowas passiert mal temporär, aber mehr versehentlich. Man legt sich die Latte zu hoch und wird gehetzt. (Ist ein zusätzcliches Studium um "den Horizont zu erweitern" etwas, daß dein Leben besser macht? Oder machst du es, weil du dich gehetzt fühlst?)

    Du schreibst, daß du jetzt versuchst, für deinen Freund, das zu sein, was deine Eltern nicht für dich waren, als du ein Kind warst. Auch da: Laß es. Du bist nicht seine Mutter. Er ist kein Kind (und schon gar nicht deins). Du bringst da was in die Beziehung, das nicht funktionieren kann. Du kannst ihn nicht immer tragen und auffangen. Du kannst nicht seine Probleme lösen oder sein Leben leben. Vielleicht erscheint dir das sehr verlockend es zu versuchen, weil er so viel "braucht", was du ihm aus der Mutterrolle heraus geben kannst, und damit deine eigene Biographie aufwarbeiten. Aber das ist, wie du selber siehst, ein Schwarzes Loch.

    Wie andere auch würde ich sagen, deine größte Baustelle ist, die Beziehung zu deinem Freund so zu ändern, daß ihr euch gegenseitig stützt und guttut, und nicht eure jeweiligen Schwächen füttert. (Was hier mein Eindruck ist.) Versuch mal, den Kopf aus dem aktuellen Sumpfloch zu heben. Eine anstrngende Situation, die immer und immer wieder in die Verlängerung geht, die jede Hoffnung enttäuscht, die immer besser werden "müßte" und es nie wird, macht komplett betriebsblind. Auch für dich könnte eine professionelle Beratung oder Therapie vermutlich hilfreich sein, um deine Gedanken zu ordnen und deine Optionen zu betrachten.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  3. Moderation

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    AW: Was tun bei Zukunftsangst?

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    Ich halte es daher für legitim (und da können jetzt gerne alle über MICH herfallen), wenn ein Paar unter diesen Umständen nicht zusammen lebt, und der finanziell schwächere Partner HartzIV beantragt (was in dem Fall vielleicht nicht greift, aber nur als grundsätzliche Überlegung).
    Im Prinzip ja... aber solange er noch studiert, wird das nichts, und wenn er krank ist, ist das sehr gefährlich -- da geht schnell mal ein Termin oder ein Papier verloren, und dann hat man das Schlamassel. Das ist die Stelle, wo ich sagen würde, "da kann die Freundin was machen": Ihm dabei helfen, die Post aufzumachen, Termine einzuhalten, und Gespräche zu bezeugen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Was tun bei Zukunftsangst?

    Jammern hieße für mich persönlich, dass man nur redet über sein Problem, aber nicht bereit ist, aktiv etwas dagegen zu unternehmen. Hier habe ich den Eindruck, man ist offen für Veränderung und aktives Handeln.

  5. Inaktiver User

    AW: Was tun bei Zukunftsangst?

    Hallo cere-bellum,

    mir scheint, es geht mehr um die Angst, das Leben nicht bewältigen zu können.

    Und du für dich- kämst super im Leben zurecht- wenn du jedoch die Belastungen von deinem Freund mitträgst......ist das auf Dauer zuviel- wäre es für jeden zuviel!

    Dreh - und Angelpunkt scheint dein Freund zu sein.
    Er hat als Partner einen Beitrag zu leisten und genau der wird- zumindest bis jetzt nicht erfüllt.
    Für mich liest es sich auch so, dass du weder Vertrauen noch Zuversicht in ihn hast (übrigens vollkommen zu verstehen, wenn sich alles immer wieder verschiebt).

    Unterstützung und Zustimmung hättest du gerne von den Eltern- ich gehe davon aus, dass du schon vorher wusstest, wie sie sind und du wenig erwarten kannst?
    Warum sollten deine Eltern dich als bedürftig und emotional nach Unterstützung erkennen, wenn du schon seit Jahrzehnten "die Starke" bist, die es denen zeigt und unabhängig ist!?

    Für mich, bist du gar nicht auf "deinem Weg" sondern du rennst irgendwo rum.......verschleuderst damit gute Lebensenergie und kommst nach den Jahren an deine Grenzen.

    Eine konkrete Lösung kann dir niemand anbieten- die musst du selbst in dir finden.
    Ich würde dir dazu professionelle Unterstützung empfehlen.
    Lerne, dich ansehen- dich erkennen und dann nach deinem Wollen und Können auszurichten.
    Dein Leben sind nicht nur Eisenbahnschienen- die starr sind-- sondern es ist ein Weg, auf dem man mal rechts, mal links gehen kann......es ist sozusagen alles möglich. Deine Möglichkeiten sehen allerdings gerade sehr begrenzt aus.
    Insofern wäre ein Öffnen für diesen Blick sehr helfend.

    Schau dich um - überall gibts LEbensberatung, Coaching und lass dich dort unterstützen.
    Lass das los, was dich bisher angetrieben hat und finde deine Kraft in dem, was du wirklich willst.

    Alles Gute für dich
    kenzia

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