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  1. User Info Menu

    AW: Wie sieht man jemandem an, ob er betrunken ist?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ... Wie sieht man das von Weitem, wenn man noch keine glasigen Augen erkennen kann und denjenigen auch nicht kennt (wie er sich nüchtern verhält)?
    Hm, schwierig, würde ich sagen.
    Denn wenn man jemanden gar nicht kennt, schaut man ihn auch nicht
    wirklich bewusst an. Es ist einfach irgend jemand, auf den man allerdings
    auch nicht fokussiert mangels Bezug.

    Aus der Nähe kann (!) dann, neben den glasigen Augen, ein unaufmerksamer,
    gewissermaßen "unwacher" Blick ein Hinweis sein.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich frage mich auch, ob's man mir ansieht. Ich glaube nicht (angeblich nicht), aber ich fühle mich (innerlich) sehr enthemmt.
    Du meinst, auch diejenigen, die Dich besser kennen, nehmen keinerlei
    Unterschied wahr? Wenn diese Leute selbst nicht nüchtern sind, dürfte
    eine objektive Aussage schwierig sein.

  2. Inaktiver User

    AW: Wie sieht man jemandem an, ob er betrunken ist?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und zwar bevor man näher mit ihm zu tun hat? Ich hab öfter die Erfahrung gemacht, dass jemand einen anderen als betrunken identifiziert hat, der für mich aber vollkommen normal aussah. Bei Nachfrage heißt es immer "das sieht man doch"...
    Ich behaupte, dass die Person, die behauptet, das zu können, in wohl der Hälfte der Fälle daneben lag.
    So was ist völlig unqualifiziert.

    - Nicht jeder, der schwankt, hat Alkohol intus. Sondern dafür gibt es x mögliche Gründe, angefangen bei Medikamenten, über tiefen Blutdruck bis hin zu MS ist vieles möglich.
    - Nicht jeder mit roter Nase und roten Wangen hat Alkohol intus. Fieber, kalte Aussentemperaturen, Ekzem ... vieles ist möglich
    - nicht jeder mit glasigem Blick hat Alkohol intus. Erneut: Fieber, Medikamente, durchwachte Nacht .......
    - Nicht jeder mit verwaschener Aussprache hat Alkohol intus. Wiederum: Medikamente, tiefer Blutdruck, MS oder andere neurologische Erkrankungen, Behinderung aufgrund eines Schlaganfalls, durchwachte Nacht ......

    Diese "Schnellbe- und -verurteilung" eines Menschen auf die Ferne geht in meinen Augen gar nicht.

  3. Inaktiver User

    AW: Wie sieht man jemandem an, ob er betrunken ist?

    Couperose, Lallen, Schwanken, zittrige Hände, innere Unruhe, ungewöhnliches Verhalten, Aggressivität, Alkoholgeruch.

    Bei Lallen und unsicherem Gang ohne Alkoholgeruch wäre ich allerdings äußerst vorsichtig. Das kann nämlich auch ein Diabetiker sein, der stark unterzuckert ist. In dem Fall würde ich im Zweifel immer sofort einen Notarzt rufen. Unterzuckerungen können im schlimmsten Fall tödlich enden. Das wissen viele Menschen nicht. Wenn derjenige noch bei halbwegs klarem Bewusstsein ist, muss er schnellstens Traubenzucker nehmen oder Cola (mit richtigem Zucker!) trinken. Wer aber schon nicht mehr schlucken kann, der kann an Traubenzucker-Täfelchen ersticken. In solchen Fällen wäre auch Traubenzucker in fester Form gefährlich. Dann muss schnellstens Glucose (flüssiger Traubenzucker) gespritzt werden.

    Bei Erbrechen, Bewusstlossigkeit und Aceton-Geruch der Atemluft (ähnlich wie Äpfel oder Nagellack) liegt der umgekehrte Fall vor: Überzuckerung, diabetisches Koma. Auch dann muss sofort der Notarzt gerufen und eine Behandlung mit schnell wirkendem Insulin (Alt-Insulin) eingeleitet werden. Anderenfalls besteht Lebensgefahr.

    Auch ein Schlaganfall kann mit ähnlichen Symptomen wie eine Unterzuckering bzw. Trunkenheit verbunden sein. Dann zählt jede Minute. Sofort den Notarzt rufen!
    Geändert von Inaktiver User (25.10.2017 um 08:57 Uhr)

  4. User Info Menu

    AW: Wie sieht man jemandem an, ob er betrunken ist?

    Bei dem Thema fällt mir ein Erlebnis ein:

    Ich trinke nie Alkohol, einzige Ausnahme sind ein- oder zweimal ein paar Pralinen mit Alkohol.

    Allerdings habe ich immer wieder mal das Problem, dass meine Hände zittern. Entweder, wenn ich nervös bin oder auch einfach nur so - gerade morgens.

    Ich war beim Arzt, um meinen Blutdruck kontrollieren zu lassen. Es war eine Assistenzärztin, die neu in der Praxis war. An dem Tag hatte ich wieder das Händezittern. Sie hat mich gefragt, ob ich das öfter habe. Ich schilderte die Situation, hatte aber den Eindruck, dass sie ein Alkoholproblem bei mir vermutete. Sie hat dann gemeint, sie würde gerne mal meine Leberwerte untersuchen. Ich stimmte zu und es war natürlich alles ok.


    LG, BNH2009

  5. Inaktiver User

    AW: Wie sieht man jemandem an, ob er betrunken ist?

    Auch, wenn's off topic ist: Den Avatar finde ich total knuffig, Binneuhier2009!

  6. User Info Menu

    AW: Wie sieht man jemandem an, ob er betrunken ist?

    @Schallotte



    LG, BNH2009

  7. Moderation

    User Info Menu

    AW: Wie sieht man jemandem an, ob er betrunken ist?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und zwar bevor man näher mit ihm zu tun hat? Ich hab öfter die Erfahrung gemacht, dass jemand einen anderen als betrunken identifiziert hat, der für mich aber vollkommen normal aussah. Bei Nachfrage heißt es immer "das sieht man doch"...
    Da würde ich in dem Fall mal sagen, "Woran siehst du das?"

    Es ist meist besser, sich der Ungewißheit bewußt zu sein als sich in Gewißheit zu wiegen, die falsch sein kann. Wenn du zu jemandem ins Auto steigst, solltest du ihm vertrauen, daß er nicht getrunken hat, und nicht menschliches Promillemeßgerät spielen. Wer im Supermarkt auf einmal rumeiert wie 2 Promille und dann umfällt, kann einen Herzanfall oder Unterzucker haben. Wer anfängt, in Gesten und Aussprache fahrig zu werden, kann getrunken haben, oder hungrig oder müde sein (oder alles drei). Wer penetrant nach Alkohol riecht, kann eine Fahne haben, oder ein penetrantes Rasierwasser/Parfüm. Wer unmotiviert im Sitz einschläft, hatte vielleicht zu viel Bier, wahrscheinlicher aber zu wenig Schlaf. (Versuche mit Fahrsimulatoren ergeben, daß Schlafmangel und Alkoholpegel ähnliche Auswirkungen haben). Händezittern können Schäden durch zu viel Alkohol sein, oder hoher Blutdruck/Betablocker. Vergeßlichkeit kann der Suff sein, Demenz, ADS, oder Desinteresse.

    Wenn einer in oder vor der Kneipe oder auf einer Party an einem nicht-Wasserglas hängt, mit den Augen überfokussiert ("stiert"), die Gesten etwas zu groß und die Stimme etwas zu laut werden, dann ist die *wahrscheinlichste* Erklärung, "hat einen in der Krone."

    Qualifizierte Leistungstrinker können noch mit Promillewerten, wo sich Normalos am Boden festhalten müssen, ganz normal agieren.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Wie sieht man jemandem an, ob er betrunken ist?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Da würde ich in dem Fall mal sagen, "Woran siehst du das?"
    Ich würde denjenigen fragen, wenn mir schon allein diese Frage bei jemandem in den Sinn kommt. Sozusagen und es mir aus irgendwelchen Gründen wichtig erscheint, wie zum Beispiel eine Autofahrt.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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    AW: Wie sieht man jemandem an, ob er betrunken ist?

    Wieso muss man eigentlich wissen, ob irgendjemand mit dem man eigentlich nix zu tun hat, Alkohol getrungen hat? (Ausgenommen vielleicht der Busfahrer oder wenn ich mit jemanden im Auto mitfahren soll)
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  10. User Info Menu

    AW: Wie sieht man jemandem an, ob er betrunken ist?

    Zitat Zitat von ylli Beitrag anzeigen
    Die Hand zitterte manchmal minimal, aber nicht besonders auffällig. Ich kenne Menschen, die keinen Alkohol trinken und deren Hand mehr zittert.
    Zitat Zitat von Binneuhier2009 Beitrag anzeigen
    Allerdings habe ich immer wieder mal das Problem, dass meine Hände zittern. Entweder, wenn ich nervös bin oder auch einfach nur so - gerade morgens.
    Es ist keine Antwort aufs Thema, aber mal so am Rande:
    Ich habe einen essentiellen Tremor von meinem Vater geerbt, Zittern der Hände. Er hat sich nie untersuchen lassen. Für mich war es schlimm zu sehen, als er mit dem Kopf stark zitterte. Zu der Zeit war bei mir schon etwas bemerkbar. Ich wurde schon zu Zeiten als Alkoholikerin bezeichnet, als ich noch nie welchen getrunken habe.

    Seit neuestem wird der Tremor durch Medikamente verstärkt. Ich versuche bereits, dies zu entschärfen, ohne dass es gesundheitlich wieder schlimmer wird.

    Die schlimmste Erfahrung vor einigen Monaten war eine Kündigung in der Probezeit, die unter anderem mit dem Zittern begründet wurde. Als ich erklären wollte, kam "Sie brauchen sich nicht zu rechtfertigen". Die Kündigung war schon enttäuschend, aber diese Begründung hat mich richtig runtergezogen.

    Was ich damit sagen will: Zittern u.ä. bedeutet noch lange nicht, dass man es mit einem Alkoholiker zu tun hat. Das schrieben hier ja schon einige.

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