@Trolll: Mein Beitrag war ernst gemeint. Ich finde es hammer, was du geleistet hast. Ich war selbst in der PR, kenne also die Kreativbranche ein bischen und weiß, wie hart es ist, sich da jahrelang als Unternehmerin zu behaupten. Und du hast da Hürden überwunden, da braucht man jede Menge Biss und Können.
Ich bleib dabei. Also wenn das kein Grund zum Feiern ist, dann weiß ichs auch nicht.![]()
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Ergebnis 41 bis 50 von 55
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18.10.2017, 15:18
AW: "Und der Nabel der Welt bin ich!"
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19.10.2017, 06:56Inaktiver User
AW: "Und der Nabel der Welt bin ich!"
@Trolll
Interessanter Mechanismus... ich hab nämlich in @blue2010's Posting auch nur Anerkennung, Respekt und die Aufforderung zum sich-mal-wieder-feiern gelesen. Und war dann hochgradig überrascht, wie DU drauf reagiert hast. Mal reinfühlen, wenn du magst...
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19.10.2017, 08:12Inaktiver User
AW: "Und der Nabel der Welt bin ich!"
Die Zahl der Angeber, die ich aus beruflichen Zusammenhängen kenne, hält sich noch in erträglichen Grenzen. Ich kenne aber aus dem verwandtschaftlichen Umfeld eine Angeberfamilie, die ich noch wesentlich unangenehmer finde als gewisse Arbeitskollegen, obwohl ich sie nur alle paar Jahre sehe. Die E-Mails und ab und zu Postkarten zwischendurch reichen mir schon aus, um mich genervt zu fühlen. Leider sind es typische Neureiche, die nichts anderes zu tun haben, als mit dem, was sie in ihrem Leben beruflich, privat und materiell ereicht haben, vor anderen dick aufzutragen, aber die Begabungen und Erfolge anderer entweder kleinzureden, übermäßig zu kritisieren oder einfach komplett zu ignorieren. Sehr unsympathische Zeitgenossen, die ständig im Mittelpunkt stehen müssen.
Ich kenne außerdem durch meine Arbeit zwei sehr gut situierte Frauen, die materiell und immateriell alles haben, was man sich nur wünschen kann. Eine ist sogar Tochter eines Multimillionärs. Großindustrielle. Die Familie kann sich alles leisten, was man für Geld kaufen kann. Mit diesem Hintergrund hätte sie ohne weiteres in den Hochadel einheiraten können. Dennoch geben diese beiden Frauen damit nicht an. Das Thema kommt gar nicht zur Sprache, das haben sie nicht nötig. Dass die eine Dame aus superreicher Familie stammt, habe ich selbst durch puren Zufall herausgefunden. Sie selber spricht nie darüber, sondern passt sich ihrem Umfeld an, ist hilfsbereit, höflich und auf angenehme Weise selbstbewusst.
Bei der anderen Dame war ich neulich eingeladen. Sie verdient schon recht gut, ihr Mann noch deutlich besser. Dolles, sehr modernes Haus in bester Lage mit allen Finessen. Kann ohne Weiteres 1 Mio. Euro oder mehr wert sein. Mehr, als die meisten Menschen - auch ich - in ihrem Leben je haben werden. Dennoch gibt sie nicht damit an, macht auch keine Hausführungen zum Protzen. Sie sorgt lieber dafür, dass die Gäste sich wohl fühlen. Absolut nichts dagegen zu sagen. Wer da noch meckert, ist wirklich neidisch.
Die schlimmsten Erfahrungen habe ich mit den typischen Neureichen gemacht, die es leider teilweise auch in meinem familiären Umfeld gibt. Die würden ziemlich blöd aus der Wäsche gucken, wenn sie die beiden o.g. wirklich wohlhabenden Damen und ihr privates Umfeld kennen lernen würden. Da würde dann auch wieder alles abgewertet, auf ziemlich boshafte Art und Weise, das weiß ich.Geändert von Inaktiver User (19.10.2017 um 08:35 Uhr)
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19.10.2017, 08:37
AW: "Und der Nabel der Welt bin ich!"
@Blue - Dann habe ich dir mit meinem letzten Post unrecht getan, entschuldige.

Dein Lob kam mir so unangemessen überschwänglich vor. Jetzt hätte ich deine Mimik dazu gebraucht, um es richtig einzuordnen.
Tatsächlich empfinde ich aber schon so etwas wie Neid: Wenn Menschen, deren Verhalten (monologisieren) ich als NoGo empfinde, trotz alledem bei Anderen großes Interesse erzeugen und Menschen anhaltend anziehen ('Menschenmagnet'). Meine Beobachtung.
Das stellt für mich die Dinge auf den Kopf und lässt mich an meiner Wahrnehmung zweifeln.
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19.10.2017, 08:39Inaktiver User
AW: "Und der Nabel der Welt bin ich!"
Verstehe ich, geht mir genauso. Ich denke dann immer: Wie kann man solche angeberische Unsympathen auch noch interessant finden? Eigentlich müsste sie jeder rechtschaffene Mensch doch links liegen lassen oder ihnen mal tüchtig die Meinung geigen. Bescheidenheit und Rücksichtnahme stehen nicht mehr hoch im Kurs. Wer sich so verhält, wird unterschätzt und übersehen. Es sei denn, gewisse Besitztümer, die er hat, sprechen für sich. Leider. Gerecht kann ich das auch nicht finden.
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19.10.2017, 08:39Inaktiver User
AW: "Und der Nabel der Welt bin ich!"
bitte löschen, war doppelt.
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22.10.2017, 17:24
AW: "Und der Nabel der Welt bin ich!"
Haha.
wie lustig..


Warum willst du dann überhaupt Menschen treffen?
Wenn dich ihre Geschichten nicht interessieren, sind sie dir doch total egal.
Und damit bist du haargenau der Mensch für den du nur die 'Anderen' kennst,
Jemand, der dir eine Geschichte anvertraut also, ist nur an sich interssiert?
Mehr als drei Sätze tust du dir nicht an?
Dann wundert mich das hier nicht und auch nicht dass es so bleibt:
Nur bitte, nehme das keinesfalls als Norm oder etwas Positives, womit sich mensch büsten könnte...
Wenn man den Menschen überdrüssig ist - was ich mehr als gut nachvollziehen kann -, kann man das auch annehmen und auf sich beruhen lassen. 3 Sätze aber sind nicht zu viel. Überhaupt gar nicht.
Ich liebe es die Geschichten anderer zu hören.
Sie interessieren mich, weil mich mein Gegenüber interessiert.
Also ist Zuhöen kein Akt der Bemühung, Entbehrung oder ein großzügiges Geschenk an sie,
sondern ein schlichter Akt, der auf Freiwilligkeit und Spaß beruht. Und ich habe es nie bereut.
Schweigsame Menschen, die unentwegt in ihrem Stillen Kämmerchen ihre aktuelle Mitmenschen beurteilen kann ich dafür weit weniger vertragen. Die empfinde ich als die wahren Egositen.
Just sayin..Geändert von KaoriNight (22.10.2017 um 18:30 Uhr)
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22.10.2017, 17:48
AW: "Und der Nabel der Welt bin ich!"
Ein gutes Zeichen.
Als ich diese Zeiten hatte war ich eines - sehr glücklich, leicht und begeisterungsfähig.
Das natürlich zieht sehr viele Menschen an, die ich bis heute als ja, Freunde! habe.
Bei dir kommt halt das angeblich 'Angeberische' an.
Dass man von sich spricht heißt mitnichten, man findet sich am Geilsten.
Aber ja, es heißt man findet sich gut, man hat was zu berichten, was einem Spaß macht, Fragen aufwirft, Gegebenheiten schafft. Und ganz ehrlich, wäre der Neid nicht, würdest du wissen, wie gut das ist und es jedem gönnen, der es gerade erlebt.
Liegt daran, dass du einen Fluß unterbrichst, bevor die Geschichte zu Ende gegangen ist.
Wenn jemand angefangen hat etwas zu erzählen, eine Einführung in das Thema und den Hauptteil zurückliegen, doch er kommt nicht zum Schluß, weil dein Geduldsfaden reißt und du nicht aufhören kannst Zeit und Inhalt haargenau aufzuteilen und auf deins zu lenken (weil du der Meinung bist, dass man Gespräche wie Kuchen aufteilen muss), dann ist es so, dass die Worte auf der Zunge stehen belieben und gesagt werden wollen. Die Person wartet dann geduldig deinen Einwurf ab, ohne auf ihn eingehen zu können, weil sie selbst noch nicht fertig ist und die ungesagte Worte ihr Kopf füllen, weil sie warten ausgesprochen zu werden. Du aber bist beldigt, dass sie nicht auf deienn Einwurf eingeht. Kann sie nicht, weil das was sie sagen will etwas komplett anders ist und du es unterbrochen hast.
Also ist dein unterbrechender Beitrag, dessen eigentlichen Ziel ist deine Rechten auf die Hälfte des Gesprächs zu sichern, ziemlich störend für den Fluß, in dem dein Gesprächspartner fließt. Für ihn ist er in diesem Moment sowohl irrlelevant, wie auch störend und mit Sichreheit wird er ihn inhaltlich nicht wirklich vernehmen, weil er selbst gerade in seiner eigenen Erzählung steckt. Die du mit aller Kraft unterbrechen willst, obwohl noch nicht zu Ende.
Wundere dich nicht, dass deine Worte als Unterbrechung (höflicherweise) übergangen werden, um den Abschluß des Ganzen zu finden. Sonst hängt das vorangegangene Gespräch so in der Luft, dass es keine Befreidigung verschafft und einen unschönen, desineterssierten, schon feindseligen Eindruck hinterlässt. Man geht auf diesem Menschen nicht ein zweites Mal ein und macht sich in seiner Offenheit nackig. Weil man die Zeichen versteht.
Also Zeit und Geduld musst du opfern, um jemanden zuzuhören.
Anderen zuhören ist für dich also ein Kraftagt?
Aber du bist ein guter Zuhörer?
Finde mal den Fehler bitte selbst.
Wenn die Zuhören Spaß macht, dann bist du ein guter Zuhörer.
Wenn nicht, bist du es halt nicht. Es gibt nicht gute Zuhörer nach Wunschthemen und wir sind auch nicht in der Schule, wo man Zuhören üben muss und dann kriegt man auch schon ne gute Note im Fach.
Wenn dich Menschen und ihre Geschichten nicht interessieren, bist du halt auch kein guter Zuhörer. Kannst du gar nicht sein. So einfach ist das.
Jaa, und ist so ein bisschen. So sorry.
Du bist zu streng, zu bemüht, du wertest und urteilst zu viel, du vertrittst gewisse Werte und denkst, das sind die einzigen auf der Welt. Warum? Weil es deine sind? Weil man dir beigebracht hat sich immer brav zurück zu nehmen und Gespräche nur auf die und die Art zu führen - willst du vorbildlich sein. Dasselbe erwartets du von allen adneern. Und gerade das ist der Fehler. Menscen leben nicht nach deine Regeön oder nach denen, die dir beigebracht wurden. Und was du schön und/oder vorbildlich findest, muss nicht für sie gelten.
Für dich ist jemand, der viel von sich redet ein empthieloser Egoist, für mich - der Eisbrecher, der mit seiner Offenheit anderen erlaubt sich ebeso zu öffnen. Aber das sieht man nur, wenn man hinsieht. Ein etrotzig-verurteilnde Hatunf dürfte dabei eher hinderlich sein...
Vielleicht nervt es dich einfach, dass du dich bemüst do vorbildlich und korrekt zu sein, andere sich einfach mal das nehmen, wonach ihnen gerade ist.
Jemand hat Sterss mit seinen Männern. Ja, dann kann sie halt mal dreiviertelstunde drüber reden. Wo ist da das Problem? Ich jedenfalls höre da sehr gern zu und lache mich meist schlapp oder ärger mich mit oder mach mir Sorgen und nein, mitnichten komme ich auf die Idee, es ginge ihr nicht um den Inhalt der Geschichte und der Gefühlen und Gedanken darin, sodnern darum sich selsbt in Szene zu setzen und die Bühne für sich zu beanspruchen.
Jemand hat was zu erzählen? Her damit! Ich liebe Geschichten! Auch wenn sie ne halbe Stunde dauern oder eine. Ich sage auch nicht dem Regisseur wie lang er sein Film machen soll oder dem Autor eines Romans welche Stilmitteln er verwenden soll, damit es mir gefällt. Ich finde gefallen an der Geschichte oder eben nicht. Wenn nicht, gehe ich und denk mit nichts dabei.
Aber also andere Menschen zu verurteilen weil sie ihrem Inneren Ausdruck verleihen, da wäre ich im Traum nicht drauf gekommen. Wenn ich nicht zuhören will, bin ich eben desinteressiert. Das ist total ok, da mache ich mir auch keinen Vorwurf daraus. Dem anderen aber auch nicht: Dass er nicht eine spannendere Geschichte gewählt hat oder dass er sie nicht in 8,5 sodnern in 14 Minuten erzählt hat...
Dicht macht es wütend, bzws. neidisch, dass jemand Zeit und Raum beansprucht, um von sich selbst zu sprechen. Du wertest das als sonstwas und erlaubst es dir sleber nicht. Dabei scheint dein ganzes Wesen geradewegs danach zu lechzen. Mache mal deine eigene Zügel locker und schau hin, ob du vielleicht nicht selbst ein bisschen mehr von dir Anderen erzählen willst. Und zwar an einem Stück und in deinen eigenen Fluß. Vielleicht kommst du ja auf den Geschmack und verstehst plötzlich wie gut es sich anfühlt sich mtzuteilen und sich Dinge von der Seele zu reden. Dann werden auch der Neid und die harten Urteilen ganz von alleine verschwinden. Wenn du den Sinn und das Gefühl hnter dem Ganzen erspürst. Gönn dir was. Erzähl du slebst was von dir. Ohne auf die Zeit zu schauen, ohne sich selbst zu verurteilen. Lass andere dir zuhören, lass es mal um dich gehen. Ist kein Verbrechen sowas!Geändert von KaoriNight (22.10.2017 um 18:22 Uhr)
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22.10.2017, 17:55Inaktiver User
AW: "Und der Nabel der Welt bin ich!"
Ja, das mache ich genauso. Es funktioniert.
Aber privat habe ich alle Quasselstrippen aussortiert. Es ist unangenehm und anstrengend, Schwallredner aktiv im Zaum halten zu müssen. Denn beim nächsten Gespräch haben sie alle Einsichten vergessen und reden erneut ohne Punkt und Komma.
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22.10.2017, 18:08
AW: "Und der Nabel der Welt bin ich!"
Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)


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Ich könnte mich echt beißen.
) unterbreche ich den Wortwasserfall konsequent (auch notfalls mehrmals hintereinander), irgendwann merkt das selbst der renitenteste Egozentriker.
