Und zum Grundthema- war es je anders?
Mal im Ernst- wann hat denn wer jemals in Ruhe zugehört und sich in aller Ruhe mit einem befasst??- außer Therapeuten
Haben sich die Menschen gar nicht verändert sondern womöglich nur die eigenen Redeinhalte??
Wann will ich denn über mich reden?
Was wollte ich denn sagen, als der andere zugetextet hat?
Was war da für eine Situation? vielleicht im Kaufhaus im Eingangsbereich?
Sind es blabla-Themen oder sprechen wir hier von Themen, die uns richtig wichtig sind?
Ich glaube, dass heutzutage gar nix anders ist.
Es gab schon immer die Leute, die jedes Wort nur als Startrampe für die eigenen Storys nahmen.
Heute ist weniger Zeit- alles wird im Trab gemacht........ja dann eben auch mal schnell loswerden, was grad ist- nutze den Moment!
Wenn jemand dauerhaft so redet, kann man durchaus fragen, wie der andere die Redeanteile erlebt-- ob jeder gleichviel redet oder wo der Schwerpunkt liegt.
Überraschend wird man erfahren, dass es immer mindestens hälftig istund DANN kann man gerne in ein "richtiges Gespräch" gehen
Da ich keine Bosheit unterstelle, wird ein Ansprechen (natürlich ohne Vorwurf oder Gemecker) ganz sicher ein gutes Gespräch und bestenfalls in Zukunft eine Besserung.
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Ergebnis 21 bis 30 von 55
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17.10.2017, 12:30Inaktiver User
AW: "Und der Nabel der Welt bin ich!"
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17.10.2017, 12:42Inaktiver User
AW: "Und der Nabel der Welt bin ich!"
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17.10.2017, 13:15
AW: "Und der Nabel der Welt bin ich!"
Aus Erfahrung kann ich berichte....ich hab mal heimlich gestoppt und wenn ich sicher war, wie ungleich die Redezeit verteilt war und ich zu dem Zeitpunkt noch gern mit dem Gegenüber im Kontakt bleiben wollte, ihn damit konfrontiert:
Er/sie hatte das Gefühl von Ausgewogenheit!
Glaube ich sofort, keiner wird von sich behaupten, Monologer zuseinEs wird Zeit für eine neue Signatur
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17.10.2017, 13:34
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17.10.2017, 14:31
AW: "Und der Nabel der Welt bin ich!"
Überzogene Selbstdarstellung ist eine Krankheit unserer Zeit. Siehe Selfies, Food-Blogger & Gesundheitswahn. Ersatzreligion. Versuch, die innere Leere zu füllen. Optik, Optik, Optik, garniert mit pornösen Strukturen.
Interessant wird es, wenn du beginnst, die Erfolge der Selbstdarsteller zu hinterfragen.
Bei ganz genauem Zuhören und Nachfragen stellen, wird dann oft klar: Der berühmt berüchtigte Erfolg, der da gefeiert wird, war wenig Eigenverdienst, sondern cleveres Vitamin-B-Management, der Superurlaub mit dem Supermegamann in Dubai ist nur das materielle Tackern auf ein bereits sinkendes Beziehungsschiff.
Man nennt das auch "Schönlügen". Oder die Leute sind schlicht naiv. Sie konstruieren sich da ein Leben hin, das ggf. so gar nicht existiert. Sie lügen sich ihre Wahrheit hin. Glauben es am Ende aber - und der Erfolg manifestiert sich.
Ja, menschlich.
Beispiel: Meine damalige Kollegin. Immer erfolgreich, happy, 1 der Geschäftsführung, verheiratet, früh ein Kind bekommen. Sie feierte sich selbst stets als "alles so gewollt und exakt so bekommen" grins.
Bei genauerem jahrelangem Zuhören ihrer selbstliebenden Monologe: Sie wurde schwanger vor der Uniprüfung. Und danach musste sie arbeiten gehen, weil Geldsorgen, ihr Freund nicht genug verdiente als Verwaltungsangstellter. Zumal alles ohne Berufserfahrung. Als sie mal vor mir angab mit ihrem ach so perfekten Hochzeitsalbum, grinste ich nur in mich hinein: Der Hochzeitstermin korrelierte doch auf sehr verdächtige Weise mit dem Geburtstermin ihres Kindes...Natüüüüüürlich war alllllles exakt soooo geplant.....ja, Schätzelein....
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17.10.2017, 14:51Inaktiver User
AW: "Und der Nabel der Welt bin ich!"
Ich kenne diese "Dubai-Fraktion" auch bestens (80 Leute "unter sich", beruflich Verantwortung für Millionen-Euro-Projekte, mehrere Häuser, teure Autos und Urlaubsziele, hochgradig harmonische Bilderbuchkleinfamilien, nobelpreisverdächtige Nachkommen, Riesenfreundeskreis, Feiern mit über 100 Gästen etc. - und wer dabei nicht mithalten kann, wird gönnerhaft behandelt). Ich kann es nicht fassen, dass solche Leute auch noch ständig im Mittelpunkt stehen und von anderen nicht durchschaut werden. Die meisten hofieren sie und bemühen sich sehr um ihre Gunst.Dabei reden diese Leute nur von sich und bauschen ihre Erfolge, egal in welchem Lebensbereich, auf. Misserfolge und Selbstzweifel kennen sie überhaupt nicht, höchstens Schicksalsschläge - und selbstverständlich sind die dann bei ihnen immer am dramatischsten und sie gehen am tapfersten damit um. Ausschließlich "ganz starke" Frauen und Männer sind das.
Was andere dagegen machen, daran wird kein Interesse gezeigt, es wird demonstrativ ignoriert oder sogar versucht, durch überkritische Nachfragen kleinzureden, den Gesprächspartner regelrecht in Verlegenheit zu bringen, so als ob er derjenige wäre, der angibt. Empathie und wirkliches Interesse an anderen Menschen gleich Null. Aber die anderen haben sich natürlich brennend für die Storys dieser Selbstdarsteller zu interessieren.
Von daher verstehe ich Trolll sehr gut.
Auch mich würde sehr interessieren, was ihr macht, wenn ihr solche Leute nicht komplett loswerden könnt, weil es sich um eure Schwägerinnen oder vergleichbare Verwandte handelt. Nur noch höflich, aber eher kühl eine Geburtstags- oder Weihnachtskarte schreiben, wie eine Userin hier vorschlägt? Oder Tacheles reden?Geändert von Inaktiver User (17.10.2017 um 18:21 Uhr)
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17.10.2017, 15:14Inaktiver User
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17.10.2017, 15:39
AW: "Und der Nabel der Welt bin ich!"
Selbstdarsteller sind auch häufig einfach nur Blender. Hier empfehle ich das Hochziehen des Theatervorhangs.
Echter Erfolg aber ist etwas sehr Tolles. Da kann ich mich gut mitfreuen. Denn ich gehe davon aus, dass die Person auch hart dafür gearbeitet hat.
Bei Menschen, die nur von sich erzählen und nie auch nur einmal sich nach dir erkundigen, da habe ich die Erfahrung gemacht: Sie sind meist innerlich einsam. Sie haben diesen hohen Mitteilungsdrang, weil sie niemand "Echtes" an ihrer Seite haben, der sie "hört".
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17.10.2017, 15:48
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17.10.2017, 18:04Inaktiver User




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