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  1. Inaktiver User

    AW: Frauen unter sich

    Du liebe Güte!

  2. Inaktiver User

    AW: Frauen unter sich

    @Blue: das Mentoring-Programm ist nichts super Spektakuläres; im Wesentlichen sind es Gesprächsabende, bei denen Studenten der höheren Semester im "Speed-Dating"-Verfahren mit drei verschiedenen "Mentoren" aus Industrie oder Wissenschaft sprechen können. Da mein ursprünglichesStudienfach recht frauenlastig war, habe ich auch immer viele Absolventinnen als Gesprächspartner. "Karriere" und auch "gläserne Decke" sind natürlich immer wieder Themen, und es wird durchaus mal gefragt, ob man denn als Frau in Betrieben mit höherem Frauenanteil bessere Karrierechancen habe. Das ist dann so der Punkt, wo wir auch über "Frustrationstoleranz", Konfliktverhalten und Fokussierung sprechen, also alles Themen, die im Kontext "Konflikte unter Frauen" hier auch benannt wurden. Ich habe nur eben den Eindruck, dass das eigentlich schon viel zu spät ist, weil viele Absolventinnen schon irgendwie zu festgefahren sind.

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    AW: Frauen unter sich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    weil viele Absolventinnen schon irgendwie zu festgefahren sind
    Was meinst du genau damit?
    Frustrationstoleranz ist eine der wichtigsten Begleiter im Job. Diese gewinnt man eher mit der Zeit, von Job zu Job und mit jahrelanger Erfahrung.
    Dennoch glaube ich, dass Männer anders mit Frust umgehen als Frauen. Ich sehe das bei meinem Mann. Der erzählt mir Sachen, da wird mir vom Zuhören schon heiß. Er aber sieht es gelassen, weil er es strategisch einzuordnen weiß. Und vieles eben nicht persönlich nimmt. Das geht aber nur, wenn du dir selbst deines Platzes und deiner eigenen Position sicher bist.

  4. Inaktiver User

    AW: Frauen unter sich

    Ausgrenzung kann auf ganz subtile Weise stattfinden. Ich berichtete schon über eine bestimmte Feier. Die beiden Lästerschwestern steckten, sobald Lästerschwester 2 aufgetaucht war, die Köpfe zusammen und tauschten sich erst einmal ausgiebig aus. Noch nicht mal über ein Lästerthema. Ich saß zwar unmittelbar neben den beiden, wurde aber trotz anfänglicher Bemühungen nicht in ihr Gespräch einbezogen. Ich habe mir meine Verärgerung darüber nicht anmerken lassen und mich mit einer anderen Frau unterhalten, die mir gegenüber saß.

    Es existieren auch Fotos von der Feier, die an alle versandt wurden. Bezeichnenderweise bin ich nur auf zwei Fotos zu sehen (oder besser gesagt, sogar nur ein Teil meines Kopfes im Halbprofil am Bildrand), die beiden Lästerschwestern aber auf wesentlich mehr Fotos und auch so, dass sie gut zur Geltung kommen. Bilder sprechen Bände und zeigen einem, welchen Stellenwert man in dieser Gruppe hat. Und dann wird wohl obendrein noch erwartet, dass man sich für die "schönen" Fotos bedankt. Leider war ich bisher so blöd, dass ich das auch noch getan habe, obwohl sich mir innerlich der Magen dabei umdreht. Ich hasse es, mich bei "bad vibrations" verstellen und heucheln zu müssen. Aber "muss" ich das wirklich?

    Ich fand den Rat, den eine Userin hier gegeben hat (sinngemäß, dass die "Busenfreundinnen" doch unter sich bleiben sollten) sehr hilfreich. Statt aus Höflichkeit auf irgendwelche WhatsApp-Nachrichten, die die beiden zu irgendwelchen Alltagsbanalitäten über die Gruppenfunktion versenden, zu reagieren, werde ich in Zukunft dazu einfach gar nichts mehr schreiben. Ich vermute sowieso, die schicken manches über die Gruppenfunktion, um mich zu provozieren und eine Reaktion von mir zu erhalten, über die sie dann in ihren Einzeladressfächern ordentlich ablästern können. Das einzige, was da hilft, ist, aus dem Kindergartenspielchen auszusteigen und sie sich selbst zu überlassen.

    Kürzlich erkundigten sie sich über die Gruppenfunktion (!) wieder sehr teilnahmsvoll nach dem gegenseitigen Befinden und schilderten, was sie am Wochenende unternahmen. Ich war mit meinem Partner an dem besagten Wochenende auf einer Kurzreise in ein anderes, weit entferntes Bundesland auf einer sehr schönen Familienfeier bei Verwandten meines Partners gewesen und befand mich auf der Rückfahrt, als ich die WhatsApp-Nachrichten erhielt. Mein Partner hatte auf der Feier etwas zur Unterhaltung beigetragen. Das schrieb ich den beiden Damen dann auch (in zwei kurzen Sätzen, also ohne mich groß darüber zu verbreiten) und wünschte ihnen außerdem für die von ihnen berichteten persönlichen Befindlichkeiten alles Gute. Keine Reaktion. Hätte eine der beiden Lästerschwestern Vergleichbares geschrieben, wäre von der anderen sofort in positivster Weise darauf eingegangen worden. Soviel steht fest.

    Das zeigt sehr deutlich, dass der Ausstieg aus dieser "Gruppe" der einzig richtige Weg ist, um mich nicht weiter zu ärgern. Natürlich könnte ich auch die ganze Gruppe auflösen (ich bin die Moderatorin). Das möchte ich aber nicht, weil es zu beleidigt wirkt. Dann sind die beiden erst recht schadenfroh. Ich denke, ich werde mich eher geräuschlos zurückziehen. Einfach gar nicht mehr auf ihre Mitteilungen reagieren. Wenn sie dann fragen sollten, warum ich nicht mehr reagiere, behalte ich mir allerdings den großen Knatsch vor. An solchen Frauen habe ich ja im Grunde nichts verloren. Der Kontakt ist sowieso nur noch unaufrichtig und heuchlerisch. Wenn ich ehrlich bin, interessieren mich ihre Themen auch nicht wirklich, jedenfalls nicht, wenn sie einen derartigen Raum einnehmen, und das merkt man mir wahrscheinlich auch an. Die beiden haben unter verschiedenen Aspekten mehr Gemeinsamkeiten miteinander als mit mir und stimmen auch in gewissen Ansichten mehr überein. Ich habe zu vielen Themen eine ganz andere Einstellung als sie. Zumindest ist es anstrengend, immer aus purer Höflichkeit Berichte zu bejubeln, obwohl man daran nichts Besonderes findet, und sich für Menschen zu interessieren, die man nicht mal persönlich kennt. Meine Themen wiederum interessieren sie ebenfalls nicht, also ist es besser, man geht sich aus dem Weg.
    Geändert von Inaktiver User (18.10.2017 um 09:04 Uhr)

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    AW: Frauen unter sich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zumindest ist es anstrengend, immer aus purer Höflichkeit Berichte zu bejubeln, obwohl man daran nichts Besonderes findet
    Warum um Himmels Willen ist es für dich derart wichtig, von diesen beiden Damen integriert zu werden?
    Wieso brauchst du es, dass sie deinen Kurzurlaub kommentieren? Wieso wirfst du ihnen eine Perle vor ihre Säuemäuler (wenn du doch tief drinnen weißt, es kommt eh nur Schweigen)?

    Und: In deinen Zeilen lese ich Abwertung, Beleidigtsein, Nase rümpfen. Da stimmt auch bei dir was nicht in deiner Einstellung....

  6. Inaktiver User

    AW: Frauen unter sich

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    In deinen Zeilen lese ich Abwertung, Beleidigtsein, Nase rümpfen. Da stimmt auch bei dir was nicht in deiner Einstellung....
    Das ist deine Interpretation. Ich sehe das anders. Nach meiner Wahrnehmung wird einem viel zu schnell Neid oder "die falsche Einstellung" unterstellt, wenn man Angeberei und Ausgrenzung beim Namen nennt. Offenbar aus Rat- oder Hilflosigkeit, weil kaum jemand eine Idee hat, wie man damit umgehen könnte. Daraus schließt man messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf.

    Und nur weil ich konstatiere, dass ich von zwei Damen ausgegrenzt werde, heißt das noch lange nicht, dass es mir wer weiß wie wichtig ist, von ihnen integriert zu werden. Ich habe lediglich eine Feststellung getroffen, ein Phänomen beschrieben und werde die Konsequenzen daraus ziehen.

    Andere auszugrenzen ist nämlich nie ein schöner Charakterzug, egal, ob jemand größeren oder geringeren Wert darauf legt, integriert zu werden. Und ich nehme es auch niemandem ab, der behauptet, es mache ihm absolut nichts aus, ausgegrenzt zu werden. Man spürt die Absicht, wird verstimmt und reagiert entsprechend.
    Geändert von Inaktiver User (19.10.2017 um 08:00 Uhr)

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    AW: Frauen unter sich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nach meiner Wahrnehmung wird einem viel zu schnell Neid oder "die falsche Einstellung" unterstellt, wenn man Angeberei und Ausgrenzung beim Namen nennt. Offenbar aus Rat- oder Hilflosigkeit
    Deine Bedenken und dein Wunsch nach Abgrenzung bei diesen beiden Frauen ist für mich sehr nachvollziehbar. Aber ich hatte dir keinen Neid unterstellt, sondern dich in Beitrag 137 dazu angeregt, mal über die Problematik von 3er-Konstellationen nachzudenken.

    Weil, schau: Unter "normalen" Umständen wärst du vielleicht vom Verhalten der beiden Damen irritiert gewesen. Hättest kurz die Stirn gerunzelt. Und dann drüber gegrinst, so nach dem Motto: "Wat fürn Kindergarten. Haben die sonst nix in ihrem Leben." Oder wärst kurz angesäuert gewesen - und gut is.
    Grins, next page, Gedanken woanders.
    Weil - kein Resonanzpunkt bei dir.

    Du aber britzelst. Bist angesäuert. Wütend. Da rumorts in dir. Und ich sehe da bei dir schon ein Nase rümpfen. Sprich: Du resonierst da emotional. Vollkommen ok! Vollkommen gesund (dich abgrenzen zu wollen, wenn jemand blöde wird). ABER: Du kommst an der Stelle vermutlich nur wirklich weiter, wenn du dich auseinandersetzt über die Frage: Wie können ein paar SMS in einer WA-Gruppe von zwei offensichtlich eher etwas einfältigeren Gemütern mich derart aus der Ruhe bringen?

    DA hättest du mehr von.

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    AW: Frauen unter sich

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    ABER: Du kommst an der Stelle vermutlich nur wirklich weiter, wenn du dich auseinandersetzt über die Frage: Wie können ein paar SMS in einer WA-Gruppe von zwei offensichtlich eher etwas einfältigeren Gemütern mich derart aus der Ruhe bringen?
    Blue, bist du dir ganz ganz sicher, dass dieses sich nie aus der Ruhe bringen lassen, was hier zulande scheinbar hach so geschätzt wird, auch wirklich hach so wichtig ist.
    Weil, ich - echt nicht.

    Sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen - hat hier (in dieser Männerwelt) einen hohen Wet.
    Ja, ich habe auch lange gepokert.
    Mann lässt nicht in seinen Karten schauen.
    Mann handelt verdeckt und nützt die vordergründige Ruhe, um sein Ding durchzuziehen.
    Typisch Mann (hierzulande). Aber nicht unbedingt typisch Frau.

    Vielleicht hast du Recht und Schalotte ist aus privaten Gründen an der Negativität der Situation gebunden. Mir scheint ja auch, sie fühlt sich machtlos.
    Aber es könnte doch sein und das versuchte ich paar Seiten früher hier zu erklären, dass ihre Gefühle nicht rein ihre eigene private Situation betreffen, sondern vielmehr eine Gesamterscheinung beleuchten und auf einen allgemeineren Wertsystem zeigen, das ihr bisher einfach unbekannt war, bzws. unbeachtet blieb.

    Jetzt wird sie mit einem solchen Fall konfrontiert und muss für sich lernen dazu Position zu beziehen.
    Kann auch sein, dass sie die zwei Frauen für eine Freundschaft besonders attraktiv findet.
    Kann sein, dass sie bis jetzt noch nie ausgeschloßen wurde. Und das erstmalig am eigenen Leib erfährt.
    Das irritiert ungemein und ist, besonders als neue Erfahrung, schon recht stark, würde ich meinen.

    Aus meiner Erfahrung kann ich bestätigen, dass die Lästertypen meist ganz besonders charismatisch und wie sagte hilfskontruktion dazu? - ja: besonders "herzlich" wirken.
    Wobei ich es wage das mal ganz stark zu bezweifeln. Zumindest was die Tiefe der Herzlichkeit anbetrifft.
    Dabei bei Außenstehenden (und wer ist bei ihnen das nicht?) das Gefühl wecken, dass in ihrem Leben und Umgebung ganz besonders viel geht. Nicht allzuschwer, wenn man sonstwelche Begebenehieten als so besonders ansieht, dass man sich drüber das Maul zerreißen oder sonst eine Wertung ablegen muss.

    Da hat man auch als ganz zufälliger Zeuge, geschweige denn als Teil der Vorgeschichte und der Konstellation das Gefühl, es ist sonstwie spannend bei den und das wiederum weckt den natürlichen Wunsch Teil an diesem Spaß zu haben. Was das Gefühl von Exklusivität der beiden und der Ausgeschloßenheit des Einzelnen (denn so fühlt es sich leider immer an) zusätzlich verstärk.

    Diese Mechanismen sind recht leicht zu begreifen, aber gefühlstechnisch muss das jeder für sich im Inneren aufbröseln und ja, dafür braucht es Zeit und Austausch. Und dieser ist, wenn vielleicht ein Zeichen der Schwäche und Exempel für "sich aus der (hach so wertvollen) (scheinbaren ) Ruhe bringen lassen" - einfach auch nur der Weg Geschehnisse zu verarbeiten und von ihnen für die Zukunft zu lernen.

    Das muss man nicht werten. Gib ihr Zeit. Es beschäftigt sie jetzt und daran ist doch absolut nix Schlimmes. Wenn man jeder Negativität so schnell wie möglich entgehen will, lernt man ja auch nix.
    Dann hast du deine Ruhe. Aber sonst nicht allzuviel.

    Best,
    Kaori

  9. Inaktiver User

    AW: Frauen unter sich

    Zitat Zitat von KaoriNight Beitrag anzeigen
    Kann auch sein, dass sie die zwei Frauen für eine Freundschaft besonders attraktiv findet.
    Langer Rede kurzer Sinn: ich bleib dabei dass ich mir in dem Fall überlegen würde, wieso ich Leute, die sich so verhalten, denn als attraktive Freunde empfinde, obwohl ich mich mit ihnen unwohl fühle und ihr Verhalten nicht in Ordnung finde.

  10. Inaktiver User

    AW: Frauen unter sich

    Meinem Eindruck nach werden hier gerade ganz viele Dinge vermischt. Bei den meisten der im Ausgangspost beschriebenen Situationen geht es zuallererst um Emotionen.

    Neid

    ist häufig eine Ursache für das Verurteilen anderer Lebensmodelle (wenn sie schon schön, jung und verheiratet ist, dann doch wenigstens eine Rabenmutter/dumme Hausfrau/usw). Man sieht dass jemand mehr hat und rechnet sich sein eigene Leben schön (der verdient mehr, hat aber viel mehr Stress).

    Unsicherheit

    erzeugt ein ähnliches Verhalten: man ist sich unsicher, das richtige zu machen und sucht daher nach Argumenten, dass der nicht gewählte Weg, den aber jemand anderer eingeschlagen hat, schlecht ist (so früh wieder arbeiten zu gehen hätte ich mir ja nicht vorstellen können, meinst Du das ist gut für Deine Kinder?).

    Bestätigung suchen/geben

    rührt aus der Unsicherheit. Immer wieder erstaunlich finde ich da das Verhalten innerhalb von Frauengruppen, auch in Foren, Netzwerken usw. Manchmal lässt sich dort beobachten, wie eine alteingesessene Gruppe auf Neulingen oder Andersdenkenden herumschlägt, oft aber auch ein Verhalten, wie die TE es unter ihren Kolleginnen beobachtet: jeder Pieps aus der Gruppe wird positiv kommentiert. Gelästert wird aber über die, die nicht zum Mainstream gehören. Dabei geht es überhaupt nicht um das Einholen von Meinungen oder Ratschlägen, auch wenn es vordergründig so aussieht (Findet Ihr, der neue Schrank steht so gut?), sondern oft nur um Betüddelung und Beweihräucherung (hach, der ist ja wunderschön, wo hast Du den denn gefunden?). Wenn da jemand käme, der schriebe "den würde ich doch weiter rechts aufstellen, dann geht die Tür noch auf", passte das nicht ins Konzept.

    Zitat Zitat von KaoriNight Beitrag anzeigen
    Aus meiner Erfahrung kann ich bestätigen, dass die Lästertypen meist ganz besonders charismatisch und wie sagte hilfskontruktion dazu? - ja: besonders "herzlich" wirken.
    Das hat ja alles soziale Funktionen. Das Lästern wie das übertrieben Herzliche stiften Zusammenhalt. Ich z.B. komme mit beidem nicht klar, schieße mich dadurch aber regelmäßig aus Gruppen raus, bei denen es ganz praktisch wäre, dazuzugehören.

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