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    AW: Frauen unter sich

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Wir sollen ja eigentlich keine "Gut/Schxxxe-Posts" posten, aber trotzdem einfach mal ein fuer Blue.
    Habe ich mal wieder Neuigeiten verpasst?
    Flau Blue

    Dennoch, ich finde nicht, dass sich Frauen in ihrer Art an den Männern (im Berufsleben und/oder privat) anpassen, sondern "einfach" mehr einbringen sollten.
    Was Männer da unter sich veranstalten war noch nie gut und das ist mit Sicherheit so gar kein Geheminis.
    Also das Erfolgsrezept für ein glückliches Leben und eine gerchte und soziale Gesellschaft haben sie mit Sicherheit nicht gepachtet, daher kann die Menschheit auch mal was anderes ausprobieren. Viel besch****r wird es wohl kaum..

    Und ja, auch Außenseiter und Lästerobjekte sind ja geradewegs das: Stabilisierung für eine Gruppe/Konstelation.
    Wenn man das einmal durchschaut hat, sieht man stets die Billigkeit im Zweck des Verhaltens und kann nicht umhin dieses und die daran hängenden Menschen zu verachten und zu meiden.

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    AW: Frauen unter sich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Tatsächlich schafft das Verbundenheit...Und es ist ein Ventil
    Die Frage ist, welche Art von Verbundenheit bei derlei innerbetrieblichen Lästereien entsteht und ob ich explizit Teil davon sein möchte. Was du nicht willst, was man dir tut, das füge auch keinem anderen zu.

    Erwische ich mich beim Lästern, denke ich immer: "Lästern macht hässlich."

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    AW: Frauen unter sich

    Zitat Zitat von KaoriNight Beitrag anzeigen
    Stabilisierung für eine Gruppe
    Wenn man das einmal durchschaut hat, sieht man stets die Billigkeit im Zweck des Verhaltens und kann nicht umhin dieses und die daran hängenden Menschen zu verachten und zu meiden.
    Lästert ein Mensch in meiner Nähe über einen anderen, fühle ich mich sofort unwohl. Und sogar peinlich berührt. Denn die Person überführt sich selbst. Denn realistisch betrachtet, werde auch ich vermutlich Opfer der Lästereien werden, sobald ich die Szenerie verlasse. Auch hier geht es um Ausgeschlossen-Sein. Sicher menschlich alles, ja. Aber auch doof.
    Hierauf mit Verachtung zu reagieren, finde ich gar nicht nötig. Es ist eher...ja, billig, das ist schon ein guter Ausdruck dafür.

    Erwische ich mich beim Lästern, macht mich das traurig. Lästern macht eine hässliche Fratze. Und ist nur Fingerzeig auf die eigene Unsicherheit.

    Lästern ist ansteckend. Nicht-Mitlästern aber Gottlob auch.

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    AW: Frauen unter sich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, mag sein.

    Aktuelles Beispiel: mein Chef hat ein (wie beide meinen) heimliches Verhältnis mit einer Kollegin.

    Beide drauf ansprechen? Schwierig. Ich geb zu, das ist grad intern ein beliebtes Lästerthema. Und ich hab nicht den Hauch eines schlechten Gewissens dabei.

    Tatsächlich schafft das Verbundenheit unter denen, die das auch unter aller Kanone finden. Und es ist ein Ventil, weil wir uns schon verarscht genug fühlen dadurch.
    Fühlt ihr euch verarscht, weil der Chef eine Affäre hat??
    Oder fühlt ihr euch bei der Arbeit von ihm verarscht.

    Was ich meine, dass du kein schlechtes Gewissen hast, kann ich gut nachvollziehen.
    Hätte ich auch nicht wirklich. Dem geht es ja auch sehr gut.
    Andererseits:
    a). weder trägst du zur Lösung deiner eigentlichen Probleme damit bei, noch setzst du dich mit ihnen auseinander.
    b). nimmst du eine private Angelegenheit, die auch dir oder jedem deiner Kollegen ähnlich "passieren" könnte zur Aufreger.
    c). Weisst du gar nicht (das würden dir hier viele sagen) wie es bei ihm zu Hause zugeht. Vielleicht hat er siene gute Gründe für eine Affäre. Siwe vielleicht auch. Vielleicht sind sie wirklich verliebt. Vielleicht trennen sie sich nie wieder und kriegen noch 4 Kinder. Vielleicht ist es die große Liebe. Man weiss es nicht.
    d). noch geht es der Kollegin gut, wei sie denkt, es sei alles geheim usw.
    Ich stelle es mir gar nicht so rosig vo, wenn etwas Zeit verstreicht. ich bin mir sicher, sie wird gut angefeindet und fertiggemacht. (Er natürlich nicht. Ist ja DER Chef. Aber um wem geht es eigentlich? Nur um ihn und um seinen unzufriedenen Mitarbeitern.) Dazu tragen die jetzigen Lästereien schon gewaltig bei. Es ist nur noch nicht umgeschlagen. Alles wirkt harmlos. Noch. Die Phase kenne ich, die gehört auch dazu. Noch kann man lachen...
    e). das eigene Selbstbild. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man sich sonderlich mag, wenn es einen so sehr befriedigt über anderen herzuziehen. Sei es 'gerechtfertigt' oder nicht. In der Haut des Anderen steckst du nicht. Also meinst du nur zu wissen. Am Ende beurteilst du nur. Und dein Urteil entspringt deiner Gedanken und deinem eigenen Selbstbild. Was du tust, spiegelt dich selbst. (Keine Ahnung jetzt wie verständlich das ist...)

    Muss los, schöner Strang, bye!
    Kaori

  5. Inaktiver User

    AW: Frauen unter sich

    Zitat Zitat von KaoriNight Beitrag anzeigen
    das eigene Selbstbild. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man sich sonderlich mag, wenn es einen so sehr befriedigt über anderen herzuziehen. Sei es 'gerechtfertigt' oder nicht. In der Haut des Anderen steckst du nicht. Also meinst du nur zu wissen. Am Ende beurteilst du nur. Und dein Urteil entspringt deiner Gedanken und deinem eigenen Selbstbild. Was du tust, spiegelt dich selbst. (Keine Ahnung jetzt wie verständlich das ist...)
    Ja, das seh ich auch so. Aber zu meinem Selbstbild gehört auch, dass ich manchmal neidisch bin, manches ungerecht finde oder einfach doof, damit bin ich versöhnt, solange das in Maßen vorkommt.

    Dann ist es wie gesagt tatsächlich manchmal Befriedigung, so nicht zu sein, oder Ventil, weil man machtlos ist oder eben die Bestätigung, dass man mit dem anderen auf einer Wellenlänge liegt der das auch so sieht. Ich finde das menschlich, und kann nicht wirklich glauben wenn mir jemand sagt, er wär komplett frei davon. Das hab ich einfach schon zu oft erlebt, dass auch das mit einer Selbsterhöhung einhergeht... auch damit bestätigt man sich ja, um wieviel besser man doch ist als die Lästerschwester. Oder nicht?

    Wenn ich mich entscheiden sollte zwischen Selbstbeweihräucherung und Lästern würd ich immer das Lästern wählen.

    Wenn ich die Schönheits OP einer Sophia Wollersheim bescheuert finde, dann lästere ich drüber, und ich fühl mich meiner Freundin verbunden, weil die es auch so sieht. Das tut niemand weh, und ob es hässlich macht, mei, dann hab ich Pech gehabt. Wieso ich also schweigend drüber wegsehen sollte und so tun, als fände ich das nicht weiter erwähnenswert, ich weiß nicht.

    Ich finde das menschlich, wenn man, wie gesagt, sich selbst genauso für manches durch den Kakao zieht. Alles nicht so ernst nehmen, ich kenn große Lästermäuler, die sehr warmherzige Menschen sind wenn's drauf ankommt.

  6. Inaktiver User

    AW: Frauen unter sich

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Im beruflichen Kontext gut zu beobachten:
    Frauen haben in den letzten Jahrzehnten noch nicht gelernt, Konkurrenz und Gerangel um die Hackordnung als sportliches Add-on des Berufs zu begreifen. Für Männer - eine ganz normale Sache. Männer nehmen Kritik weniger persönlich. Sie nehmen es sportlich. Und wenn es ihnen über die Grenze geht, schießen sie argumentativ zurück. Auch dieses Zurückschießen wird als normal empfunden. Schließlich will "man(n)" sich durchsetzen, sein Ziel erreichen, effektiv Lösungen formulieren.

    Auch normal bei Männern: Kleinkriege untereinander. Der und jener hat Position A erhalten. Zu Unrecht. Die wollte man selber. Man ist doch kompetenter und wurde übergangen. Dann spinnen auch Männer Intrigen - und dies gar nicht zu knapp!

    Für Männer ist das aber das normale Geschäft. Business. Sie können mittags im Konferenzraum rhetorisch messerscharf die Kreuzen klingen und abends sitzen sie locker beieinander und trinken ein Bier.

    Frauen machen sich häufig zu sehr abhängig von Anerkennung. Frauen klopfen sich selbst zu wenig auf die Schulter. Sie lassen sich zu sehr umtreiben von Neidgefühlen, die häufig passiv bleiben ohne Handlung.

    Frauen müssen lernen, mit Konkurrenz umzugehen.

    100% ige Zustimmung. Wobei sich mir dann die Frage stellt: an welchen Stellschrauben kann man z.B. in Schule und Familie drehen, um Mädchen und junge Frauen besser auf "das Leben da draußen" vorzubereiten? Ich nehme selbst an einem Mentoring-Programm für Hochschulabsolventen teil und versuche, diese Themen dort zu platzieren, aber die Reichweite ist natürlich gering, und in diesem Alter (Ende Studium) sind viele schon "vorgeformt".

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    AW: Frauen unter sich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich nehme selbst an einem Mentoring-Programm für Hochschulabsolventen teil und versuche, diese Themen dort zu platzieren, aber die Reichweite ist natürlich gering, und in diesem Alter (Ende Studium) sind viele schon "vorgeformt".
    Klingt spannend. Würdest du das näher ausführen?

  8. Moderation

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    AW: Frauen unter sich

    Zitat Zitat von KaoriNight Beitrag anzeigen
    Dennoch, ich finde nicht, dass sich Frauen in ihrer Art an den Männern (im Berufsleben und/oder privat) anpassen, sondern "einfach" mehr einbringen sollten.
    Was Männer da unter sich veranstalten war noch nie gut und das ist mit Sicherheit so gar kein Geheminis.
    Also das Erfolgsrezept für ein glückliches Leben und eine gerchte und soziale Gesellschaft haben sie mit Sicherheit nicht gepachtet, daher kann die Menschheit auch mal was anderes ausprobieren.
    Ja, da bin ich auch bei Dir.

    Ich kann verstehen und sehe das absolut auch so, dass Laestern mit Vorsicht zu geniessen ist.
    Aber ich gebe hilfskonstruktion auch darin Recht, dass nicht jede Art von Laesterei zum Leiden einer dritten Partie fuehren muss, dass es sozusagen harmlose Laesterei als soziales Bindemittel gibt. Dass Laesterei nicht immer so aggressives sein muss, wie manche hier das erlebt haben. Also ich denke schon, dass man da differenzieren kann.

    Das Ursprungsthema hier war ja auch nicht Laestern im weitesten Sinne, sondern eben das gezielte Ausschliessen von anderen, um die eigene Gruppenzugehoerigkeit zu betonen. Das hat doch eine etwas andere Qualitaet als sich mit der besten Freundin ueber die grottige Schauspielerei von Frau Ferres zu mockieren, jetzt nur mal als Beispiel.
    Und wie gesagt: Die "Laesterthemen" und der Ausdruck moegen zwischen Maennern und Frauen unterschiedlich sein. Aber Gruppengerangel gibt es bei beiden Geschlechtern und ist auch nicht irgendwie "nobler" unter Maennern.
    Geändert von Flau (17.10.2017 um 20:45 Uhr)
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    "Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".
    Maxi Gstettenbauer

  9. Inaktiver User

    AW: Frauen unter sich

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Das Ursprungsthema hier war ja auch nicht Laestern im weitesten Sinne, sondern eben das gezielte Ausschliessen von anderen, um die eigene Gruppenzugehoerigkeit zu betonen.
    Ja, stimmt.

    Ich bin jetzt nicht so ein Gruppenmensch, vielleicht kenn ich das daher nicht so.

    Im Privaten hab ich das tatsächlich mal erlebt mit zwei Bekannten, die dann echt tuschelnd die Köpfe zusammengesteckt haben, bis es mir zu blöd wurde. Das funktioniert ja nur, so lange man da mitmacht und noch Ambitionen hat, dazuzugehören. Kann man aber doch einfach auch bleiben lassen? Also mir wär das auf Dauer zu krampfig, sollen sie doch ihr Busenfreundinnen Ding ausleben, aber dann ohne mich.

  10. User Info Menu

    AW: Frauen unter sich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    die dann echt tuschelnd die Köpfe zusammengesteckt haben
    Das ganze Lästerthema hat sich für mich durch meine vorletzte Arbeitsstelle gewandelt.

    Meine damalige Chefin, Geschäftsführerin, war Vollblutcholerikerin. Ich im Zimmer mit der Kollegin, die die Nummer 1 der GF war.

    Im Alltag lief das für mich so ab: Chefin kommt rein, setzt sich zu uns ins Zimmer, der Nummer 1 zugewandt, mir den Rücken zu. Und dann wurde stundenlang munter über Mitarbeiter abgelästert. In allen Details. Hahaha. Einmal hat sich die Geschäftsführerin sogar herausgenommen, frank und frei zu berichten, ein ihr verhasster Mitarbeiter habe ihr anvertraut, er habe aus Krankheitsgründen Erektionsprobleme. Hahaha. Der kann ja eh nix. Hahaha. Kein Wunder, das Männchen. Hehehe und die und jene hat ja den Krankenschein nur gefakt, man kann doch locker mit Blasenentzündung arbeiten gehen. Und hähä, hast du gewusst, die Frau vom Geschäftsführer X, hehe, die sieht aus wie ein Besen.

    Täglich. Dieser Schwall an Negativität. Und immer das übertriebene, hexenartige Gelächter dabei. Und die Geschäftsführerin, die sich so stark vorkam. Inklusive ihrer Assistentin, die ich dann auch noch den ganzen Tag vor der Nase hatte.

    Ich konnte weder mitlachen noch mitlästern. SO war es NOCH lustiger für die beiden, über andere herzuziehen. Weil ich umso peinlicher berührt war. Weil ich mich für die geschämt habe. Weil es teilweise arbeitsrechtlich untragbar wurde. Die Art, wie ich dort ausgeschlossen wurde, hat mich geprägt.

    Seitdem bin ich bei Lästereien extrem hellhörig.

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