meist gibt es bei allem eine Phase von Anfängerglück, wo einem alles leicht von der Hand geht, und dann ein Plateau, wo man richtig Arbeit reinstecken muss, wo anscheinend nichts vorwärts geht - aber es braucht diese Phase eben doch.
Meine Tricks zur Selbstüberlistung
- ich sage mir "ich übe eine Stunde lang Gitarre" und nicht "ich kann dieses Stück fehlerfrei spielen" - eine Stunde üben, das kriege ich auf alle Fälle hin. Ein bestimmtes Ergebnis kann ich in der Zeit nicht garantieren, aber wer übt, wird besser, das passt schon.
- ich habe Freude am Ergebnis, auch wenn der Prozess bis dahin gelegentlich holprig und mühsam ist.
- wenn ich einen Impuls habe, etwas Konstruktives zu tun, so tue ich das, auch wenn es gerade nicht in meine Pläne passt. Rückenwind soll man nutzen, wenn er da ist! - und aktiv nach guten Gelegenheiten Ausschau halten, und sie ergreifen, wenn sie kommen - ist auch eine Form von Disziplin.
gruss, barbara
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Ergebnis 11 bis 20 von 55
Thema: Disziplin
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16.10.2017, 10:00
AW: Disziplin
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16.10.2017, 10:14
AW: Disziplin
hallo b_karma,
sei froh, dass du nur 31 jahre gebraucht hast, um das herauszufinden - manche brauchen ein lebenlang dafür. und so schlecht kann deine disziplin nicht sein, du hast mind. 2 dinge geschafft, die viele andere nicht schaffen: mit dem rauchen aufgehört und abi nachgemacht - darauf kannst du stolz sein.
ich bin ein fan von listen und routinen - alles, was ich in den alltag einbauen kann und irgendwann selbstverständlich wird, funktioniert gut. dinge, die viel aufwand erfordern und extreme planung - klappen wesentlich schlechter.
du hast ja eh schon einiges selbst rausgefunden: du brauchst scheinbar die bestätigung und den druck von außen - dann klappts auch und du darfst dich nach der ersten "niederlage" nicht aufgeben, sondern es wieder probieren. es hilft dir, wenn du weißt, welcher typ du bist und wenn du besser bist, wenn du angst hast, andere zu enttäuschen, dann nutzt das für deine zwecke. wenn du zb sportlicher werden willst, dann geh in eine laufgruppe, wo es andere enttäuschen würde, wenn du nicht auftauchst oder melde dich mit einer anderen person für eine laufveranstaltung an usw.
der spass faktor war bei mir nie die priorität, obwohl ich an den meisten dinge sehr viel freude habe, aber ich habe lebensziele, die wieder runterbrochen auf einen 5 jahresplan, wovon sich wieder meine jahres-, monatsziele ableiten und ich erledige die dinge, weil sie mich längerfristig an mein großes ziel bringen. ist aber eine typfrage und funktioniert bestimmt nicht für jeden so.Liebt Menschen und benutzt Dinge, weil das Gegenteil niemals funktioniert - The Minimalists
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16.10.2017, 10:36
AW: Disziplin
Ich persönlich halte ja von dem lebenslangen lernen nicht so viel. Ist es nicht schöner, was dann der Freude entspricht, das jemals Gelernte und dazu hat man viele Jahre verbracht, umzusetzen um damit was anfangen zu können. Abgesehen von den neuen Sachen, welche es so gibt.
Vermutlich muss man im Alter das einzige nur noch lernen, wie man am Besten in die Urne kommt und damit klar kommt.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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16.10.2017, 11:20Inaktiver User
AW: Disziplin
Nö, sehe ich nicht so, denn Lernen schliesst doch Tun mit ein. Der Kontinent wächst, während Du ihn eroberst.
by the way: That´s it!Geändert von Inaktiver User (16.10.2017 um 11:29 Uhr)
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16.10.2017, 12:01
AW: Disziplin
ja, stimmt zum teil sicher - aber mensch hat eben auch nur gewisse zeitliche ressourcen zur verfügung und dann kann man entweder in der freizeit klavierspielen, was man zb jahrelang gelernt hat und sich da verbessern und es genießen oder man lernt dann noch x andere musikinstrumente.
ebenso beim sport oder bei sprachen - interessieren würde mich da ja total viel, aber dann kann man vieles ein wenig können oder ein paar wenige dinge wirklich gut - je nachdem, was einem wichtiger ist.Liebt Menschen und benutzt Dinge, weil das Gegenteil niemals funktioniert - The Minimalists
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17.10.2017, 23:06Inaktiver User
AW: Disziplin
Naja, bei so was wie Musikinstrument lernen mag das ja stimmen, aber andere Dinge muss man halt einfach „nur“ machen - konsequent und immer wieder.
Es muss nicht immer der Weg das Ziel sein, es ist auch ok, wenn man sich „nur“ an dem Ziel orientiert.
Wer z. B. ernsthaft Wettkampfsport macht, wird feststellen, dass man mit Spaß einfach nur bedingt weit kommt; von Spaß alleine steht keiner auf dem Siegerpodest. Dazwischen stehen Anstrengung, Stress, mentale und körperliche Duechhänger , dröge Routine und meistens auch körperliche Schmerzen. Da muss man halt durch, wenn man den Adrenalinrausch des Sieges spüren will (Sieg über andere oder einfach nur über sich selbst). Das ist dann der Teil mit der Disziplin.Geändert von Inaktiver User (17.10.2017 um 23:39 Uhr)
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17.10.2017, 23:28
AW: Disziplin
Etwas richtig gut zu können braucht vor allem viel Zeit zum Üben. Man muss das noch nicht mal sehr intensiv machen; wenn man etwas während zehn Jahren lang pro Woche nur eine Stunde lang macht, kann man schon sehr sehr weit kommen. und eine Woche hat viele Stunden, und folglich Platz für viele unterschiedliche Dinge.
gruss, barbara
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18.10.2017, 09:02Inaktiver User
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18.10.2017, 09:10
AW: Disziplin
So ein bisschen Schmerz hin und wieder schadet überhaupt nicht.
Andere nennen das auch "aus der Komfortzone herausgehen", und wer Entwicklung will, in irgend einem Bereich, muss das immer wieder tun. Die Ergebnisse lohnen sich, meine ich. Aber bitte mit Vernunft: der Schmerz, der sagt "da liegt noch mehr drin, als der Kopf glauben mag" muss unterschieden werden vom Schmerz, der sagt "noch einen Schritt weiter und alles ist kaputt!" - ist offenbar nicht immer einfach, bei Marathons und ähnlichen Veranstaltungen gibt es ja auch immer wieder Leute, die tot umkippen, weil sie diesen zweiten Schmerz mit purer Willenskraft überspielt haben. 
Oft reicht auch gewöhnliche Beharrlichkeit, wenn ich diesen einen blöden Fehler, der sich in meinem Klavierstück eingeschlichen hat, einfach nicht rauskriege und er trotz ständigen Bearbeitens immer wieder kommt.... einfach weiter machen, und noch einmal, und noch einmal dran gehen. Irgendwann wird das Plateau vorüber gehen. Einfach noch einmal dran gehen.
Es ist auch toll, nach einigen Jahren in einer Disziplin langsam so richtig gut zu werden.
gruss, barbara
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18.10.2017, 09:13
AW: Disziplin
Hm, das Schöne ist ja, wenn man einen guten Beruf erlernt hat und der Job dann passt, MUSS man nicht mehr um jeden Preis was Neues/Anderes lernen. Wenn das Neue keinen Spaß bringt, lässt man es eben. Gilt natürlich nicht für Weiterbildungen auf dem Fachgebiet, aber für alles andere... Sich durchkämpfen nur um es anderen zu beweisen, dass man was schafft finde ich unnötig. Ein nicht abgeschlossener Fremdsprachenkurs z. B. ist ja auch nicht sinnlos gewesen, man hat ja was gelernt.
Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?



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