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Thema: umsorgen, betüddeln lassen?
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20.08.2017, 08:03
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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20.08.2017, 08:08
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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20.08.2017, 08:13
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
Für mich gibt es einen Unterschied zwischen umsorgen oder betüddeln. Für mich siond das zwei Begriffe mit jeweils verschiedenen Eigenschaften.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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20.08.2017, 08:23
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
Ein "muss" impliziert für mich eine Art Zwang.
Das meine ich aber nicht mit "es ist mir ein Bedürfnis".
Hier setzte ich "Bedürfnis" mit "Wunsch" gleich.
Wenn mir jemand seine Zeit, ggfs. seine Erfahrung oder seine Kompetenzen
zur Verfügung stellt, dann betrachte ich (!) dieses Entgegenkommen nicht als
Selbstverständlichkeit. Diesem Umstand möchte ich einfach Rechnung tragen,
indem ich ihn mit einer kleinen Aufmerksamkeit wertschätze.
Im Übrigen nimmt "Wertschätzung" auch in der sog. Bedürfnispyramide einen
Stellenwert ein. Sprich, auch ich freue mich einfach, wenn jemand mir mit einer
Kleinigkeit zu verstehen gibt, dass er das, was ich für ihn gemacht habe, auch
würdigt.
Auf die Motive des Gebenden habe ich ja keinen Einfluss.Und wenn ich - warum auch immer- "immer" (ich zitiere dich) im Auge behalte, was wer wann macht- dann- meine Meinung- hat das auch nichts mit erwartungsfreiem Geben zu tun.
Aber in meinem persönlichen Umfeld weiß ich, dass da keine Erwartungshaltung
dahinter steckt. Die Betreffenden tun etwas, weil ich sie darum bitte, weil sie es können
und weil sie es gerne tun. Wenn ich mich erkenntlich zeige, dann freuen sie sich.
Warum man da jetzt in meiner "zwanghaften Psyche" rumstochern will, verstehe
ich nicht ganz ;).
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20.08.2017, 09:31Inaktiver User
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
Wenn wir etwas für einen anderen Menschen "tun", dann führt das sofort zu einer Verbindung.
Einmal spüren wir uns selbst damit- wir kommen also mit uns selbst in Berührung- und ebenso mit dem anderen.
Dafür sorgen, dass es einem anderen gut geht- scheint sehr tief im Menschen "drin" zu stecken-- das kann man gut bei Kindern erkennen, die das auch ganz frei und gerne machen . (da gibts auch einiges an Studien zu). Der Hintergrund wird vermutlich wiederum sein, dass der Mensch ein soziales Wesen ist und die Gruppe "überlebenswichtig" benötigt (zumindest als wir noch rein in der Natur lebten).
Außerdem haben wir doch gelernt "geben ist seeliger denn nehmen".
Das mag nun - weil biblisch- überholt und alt klingen- es ist dennoch tief in uns drin.
Im Zweifel ist derjenige, der gibt immer noch besser als der, der nimmt......- tief (und erfolgreich
) kulturell eingegraben.
Fakt ist- man geht mit einem Menschen dadurch in Verbindung und stärkt diese.
Dabei wird nicht nur diese konkrete Beziehung intensiviert- gleichzeitig wird auch das eigene allgemeine Bedürfnis nach Verbindung und Zugehörigkeit "gefüttert".
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20.08.2017, 09:50
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20.08.2017, 09:55Inaktiver User
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
gerade kinder - oder auch pubertisten - sind ein gutes beispiel: sie betüddeln ihre opfer bis zur quälerei, sofern die opfer sich nicht wehren können. was der fall ist, wenn es sich um tiere handelt. grausam! und nicht wenige menschen toben sich auch als erwachsene noch an ihren tieren aus.Dafür sorgen, dass es einem anderen gut geht- scheint sehr tief im Menschen "drin" zu stecken-- das kann man gut bei Kindern erkennen, die das auch ganz frei und gerne machen . (da gibts auch einiges an Studien zu).
- ist letztlich eine begriffsfrage, viele hier verstehen unter betüddeln wohl eher umsorgen, wie akzent schrieb. oder verwöhnen.
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20.08.2017, 11:17
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
Kurzum "betüddeln" hat für mich nichts mit umsorgen zu tun. Deswegen ja meine Frage. Betüddeln ist meiner Meinung was aufdringliches, womit man sich im Umgang nicht soleicht tun kann, weil vielleicht der Betüddler abhängig ist von dem zu betüddelten. Es kann auch daran liegen, dass Betüddeler kein Konzept haben. Andere Frage: Gibt es Betüddeler noch?
So in dem Sinn , magst du das magst du dies oder doch was anderes. Willst du jenes doch viel lieber oder willst du gar nichts. Soll ich dir die Wäsche aufräumen oder machst du das selbst.Die Sprache der Betüddler macht wohl diesen betüddel-Effekt aus. So kenne ich es. (Aber nicht in meiner aktuellen Situation) Dann kommt es wahrscheinlich auch noch auf den Charakter des Betüddlers an, ist er liebevoll wie eine Oma, opa ja meist weniger, die nichts anderes mehr zu tun haben , oder ist es die Ehefrau welche dem MAnn auf die Nerven geht vor lauter Anteilnahme an den Bedürfnissen. Gilt auch umgekehrt, kommt aber wohl seltener vor.
Umsorgen ist z. B. dann doch etwas, wenn man darauf achtet, dass ein Umsorgender die Aufgaben übernimmt, welche ein anderer nicht kann. Damit sind wir doch eher bei der Aufgabenteilung zwischen Partnern. Um sich das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Hauptsache man macht sich keine Sorgen dabei.Das ist das wichtige dabei. Das versteh ich unter umsorgen.
So langsam wird das ein lustiges Thema.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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20.08.2017, 13:28Inaktiver User
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
Ich kann und konnte immer sehr gut geben. Auch ohne dafür eine Gegenleistung zu bekommen. In letzter Zeit aber bemerkte ich, dass ich dadurch die "falschen" menschen anzog. Menschen, die eher nehmen und selbst nicht so freigiebig sind.
Ich empfinde/empfand Genuß dabei, einem Menschen etwas zu verschaffen, was ihn für den Moment glücklicher macht. Eine Massage, die Kinderbetreuung zu übernehmen, etc. . Ich wünschte mir manchmal aber jemanden, der mich auch in dieser Weise "sieht" und verwöhnt.
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20.08.2017, 13:42Inaktiver User


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