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    AW: umsorgen, betüddeln lassen?

    xxx

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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    AW: umsorgen, betüddeln lassen?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Teilweise ist das wohl eine Altersfrage. Ein älterer Mensch gegenüber einem Baby kriegt wohl in den meisten Fällen Lust zum Betüddeln.


    gruss, barbara
    Wir sind doch hier Erwachsene Menschen und was steckt hier dahinter, wenn Erwachsene Menschen betüddeln, das meine ich. Kinder ja, da hat man einen anderen Umgang, selbst da würde ich allerdings nicht von betüddeln reden wollen.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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    AW: umsorgen, betüddeln lassen?

    Für mich gibt es einen Unterschied zwischen umsorgen oder betüddeln. Für mich siond das zwei Begriffe mit jeweils verschiedenen Eigenschaften.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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    AW: umsorgen, betüddeln lassen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das klingt doch sehr nach einem "muss"- und sei es eines, welches dir dein Inneres vorgibt.
    Ein "muss" impliziert für mich eine Art Zwang.
    Das meine ich aber nicht mit "es ist mir ein Bedürfnis".
    Hier setzte ich "Bedürfnis" mit "Wunsch" gleich.

    Wenn mir jemand seine Zeit, ggfs. seine Erfahrung oder seine Kompetenzen
    zur Verfügung stellt, dann betrachte ich (!) dieses Entgegenkommen nicht als
    Selbstverständlichkeit. Diesem Umstand möchte ich einfach Rechnung tragen,
    indem ich ihn mit einer kleinen Aufmerksamkeit wertschätze.

    Im Übrigen nimmt "Wertschätzung" auch in der sog. Bedürfnispyramide einen
    Stellenwert ein. Sprich, auch ich freue mich einfach, wenn jemand mir mit einer
    Kleinigkeit zu verstehen gibt, dass er das, was ich für ihn gemacht habe, auch
    würdigt.

    Und wenn ich - warum auch immer- "immer" (ich zitiere dich) im Auge behalte, was wer wann macht- dann- meine Meinung- hat das auch nichts mit erwartungsfreiem Geben zu tun.
    Auf die Motive des Gebenden habe ich ja keinen Einfluss.
    Aber in meinem persönlichen Umfeld weiß ich, dass da keine Erwartungshaltung
    dahinter steckt. Die Betreffenden tun etwas, weil ich sie darum bitte, weil sie es können
    und weil sie es gerne tun. Wenn ich mich erkenntlich zeige, dann freuen sie sich.

    Warum man da jetzt in meiner "zwanghaften Psyche" rumstochern will, verstehe
    ich nicht ganz ;).

  5. Inaktiver User

    AW: umsorgen, betüddeln lassen?

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Meine Frage ist, Wie wird man zum Betüddeler.
    Wenn wir etwas für einen anderen Menschen "tun", dann führt das sofort zu einer Verbindung.
    Einmal spüren wir uns selbst damit- wir kommen also mit uns selbst in Berührung- und ebenso mit dem anderen.

    Dafür sorgen, dass es einem anderen gut geht- scheint sehr tief im Menschen "drin" zu stecken-- das kann man gut bei Kindern erkennen, die das auch ganz frei und gerne machen . (da gibts auch einiges an Studien zu). Der Hintergrund wird vermutlich wiederum sein, dass der Mensch ein soziales Wesen ist und die Gruppe "überlebenswichtig" benötigt (zumindest als wir noch rein in der Natur lebten).

    Außerdem haben wir doch gelernt "geben ist seeliger denn nehmen".
    Das mag nun - weil biblisch- überholt und alt klingen- es ist dennoch tief in uns drin.
    Im Zweifel ist derjenige, der gibt immer noch besser als der, der nimmt......- tief (und erfolgreich) kulturell eingegraben.

    Fakt ist- man geht mit einem Menschen dadurch in Verbindung und stärkt diese.
    Dabei wird nicht nur diese konkrete Beziehung intensiviert- gleichzeitig wird auch das eigene allgemeine Bedürfnis nach Verbindung und Zugehörigkeit "gefüttert".

  6. Inaktiver User

    AW: umsorgen, betüddeln lassen?

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Für mich gibt es einen Unterschied zwischen umsorgen oder betüddeln. Für mich siond das zwei Begriffe mit jeweils verschiedenen Eigenschaften.

  7. Inaktiver User

    AW: umsorgen, betüddeln lassen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn wir etwas für einen anderen Menschen "tun", dann führt das sofort zu einer Verbindung.
    Einmal spüren wir uns selbst damit- wir kommen also mit uns selbst in Berührung- und ebenso mit dem anderen.

    danke für diese erklärung

    es erleichtert mir, meine aversionen gegen das betüdelt werden zu verstehen... denn so positiv wie du kann ich das nicht sehen.
    Dafür sorgen, dass es einem anderen gut geht- scheint sehr tief im Menschen "drin" zu stecken-- das kann man gut bei Kindern erkennen, die das auch ganz frei und gerne machen . (da gibts auch einiges an Studien zu).
    gerade kinder - oder auch pubertisten - sind ein gutes beispiel: sie betüddeln ihre opfer bis zur quälerei, sofern die opfer sich nicht wehren können. was der fall ist, wenn es sich um tiere handelt. grausam! und nicht wenige menschen toben sich auch als erwachsene noch an ihren tieren aus.

    - ist letztlich eine begriffsfrage, viele hier verstehen unter betüddeln wohl eher umsorgen, wie akzent schrieb. oder verwöhnen.

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    AW: umsorgen, betüddeln lassen?

    Kurzum "betüddeln" hat für mich nichts mit umsorgen zu tun. Deswegen ja meine Frage. Betüddeln ist meiner Meinung was aufdringliches, womit man sich im Umgang nicht soleicht tun kann, weil vielleicht der Betüddler abhängig ist von dem zu betüddelten. Es kann auch daran liegen, dass Betüddeler kein Konzept haben. Andere Frage: Gibt es Betüddeler noch?


    So in dem Sinn , magst du das magst du dies oder doch was anderes. Willst du jenes doch viel lieber oder willst du gar nichts. Soll ich dir die Wäsche aufräumen oder machst du das selbst.Die Sprache der Betüddler macht wohl diesen betüddel-Effekt aus. So kenne ich es. (Aber nicht in meiner aktuellen Situation) Dann kommt es wahrscheinlich auch noch auf den Charakter des Betüddlers an, ist er liebevoll wie eine Oma, opa ja meist weniger, die nichts anderes mehr zu tun haben , oder ist es die Ehefrau welche dem MAnn auf die Nerven geht vor lauter Anteilnahme an den Bedürfnissen. Gilt auch umgekehrt, kommt aber wohl seltener vor.

    Umsorgen ist z. B. dann doch etwas, wenn man darauf achtet, dass ein Umsorgender die Aufgaben übernimmt, welche ein anderer nicht kann. Damit sind wir doch eher bei der Aufgabenteilung zwischen Partnern. Um sich das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Hauptsache man macht sich keine Sorgen dabei.Das ist das wichtige dabei. Das versteh ich unter umsorgen.

    So langsam wird das ein lustiges Thema.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



  9. Inaktiver User

    AW: umsorgen, betüddeln lassen?

    Ich kann und konnte immer sehr gut geben. Auch ohne dafür eine Gegenleistung zu bekommen. In letzter Zeit aber bemerkte ich, dass ich dadurch die "falschen" menschen anzog. Menschen, die eher nehmen und selbst nicht so freigiebig sind.

    Ich empfinde/empfand Genuß dabei, einem Menschen etwas zu verschaffen, was ihn für den Moment glücklicher macht. Eine Massage, die Kinderbetreuung zu übernehmen, etc. . Ich wünschte mir manchmal aber jemanden, der mich auch in dieser Weise "sieht" und verwöhnt.

  10. Inaktiver User

    AW: umsorgen, betüddeln lassen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...
    könnt ihr es zulassen, dass sich ein anderer mensch um euch sorgt? euch betüddelt? oder ist es eher ein empfinden von: das geht mir zu nah an meine haut/ privatsphäre?

    ich persönlich habe mit umsorgen wunderschöne erfahrungen in meinem leben gemacht und gebe das auch gerne weiter. in absprache: was möchtest du jetzt? aber auch mit überraschungseffekt- wenn ich mir sicher bin, dass es auch positiv angenommen wird. ...
    Zitat von mir gekürzt

    Genauso liebe ich es. Auch noch mit 59 Jahren

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