Meine Eltern würden mir was husten, wenn ich sie über 400 km zum Möbel schleppen herzitieren würde. Und ich ihnen genauso. Dafür gibt es Dienstleister, die sich freuen, wenn sie was verdienen. Bei uns gibt es ein paar soziale Projekte, die so was anbieten - da haben doch alle was davon.
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Thema: umsorgen, betüddeln lassen?
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18.08.2017, 19:27Inaktiver User
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
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18.08.2017, 19:34Inaktiver User
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
Naja, bei meiner Schwägerin in Berlin schlagen wir auch nicht auf zum Möbel schleppen gg.
Aber dann muss ich dir sagen, hast du die Diskussion jetzt absichtlich ins Leere geführt. Wir hatten es von alltäglichen Situationen in 08/15 Familien und nicht Riesenaktionen bei großer Entfernung...
Naja, ich glaube für mich ist eh gesagt, was zum Thema helfen lassen/um Hilfe bitten bzw. helfen/Hilfe anbieten zu sagen ist.
Beides für mich kein Problem. Ich kann auch gut die Grenze ziehen, wenn jemand meint aus mir ne billige Arbeitskraft machen zu müssen. Und ich kann mich auch zurücknehmen bei denjenigen Menschen, die bei Stress/Kummer/Krankheit lieber bei sich und alleine sein wollen und muss nicht krampfhaft den Gutmenschen geben.
Merkwürdigerweise kenne ich bis auf wirklich ganz wenige Ausnahmen nur Menschen, die das ähnlich handeln.
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18.08.2017, 19:56Inaktiver User
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18.08.2017, 21:14
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
Übergriffig finde ich jetzt betüddeln nicht, man muss ja nur "Nein" oder "Ja" sagen, das kann sich allerdings abwechselnd reizen und aufziehen. Das könnte vielleicht nerven.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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18.08.2017, 21:35
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
kann mir mal bitte jemand die Freundin leihen, die immer den Ofen putzen kommt, meiner könnte es auch wieder mal gebrauchen. ^^
einander Gutes tun, ist doch was Schönes.
ich wehre mich nicht endlos, wenn mich jemand bedienen will. ich finde es aber auch schön, andere zu umsorgen.
gruss, barbara
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19.08.2017, 21:06
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
Für mich war und ist es immer schwierig, mich betüddeln zu lassen. Ich betüddel lieber selber. Aber nie ungefragt.
Ich kann das für mich einigermaßen gut aushalten, wenn es von Menschen kommt, denen ich auch etwas "geben" kann. Von Fremden geht das gar nicht.
Nun gibt es ja in meinem Leben leider jemanden, der mich förmlich "überrennt" mit Fürsorge, Hilfe, Zuwendungen. Der auch leider immer wieder genau spürt was ich grad brauche und dass mir ein "nein" grad schwer fällt. Der aber selber nix annimmt oder annehmen kann.
Da bin ich nur mäßig begeistert.'Every saint has a past, and every sinner has a future.'
— Oscar Wilde —
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19.08.2017, 22:12
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
Wie und welche Ambitionen hat jemand selbst oder welche Motive veranlassen eine(n) zum Betüddeler zu werden.Würde mich interessieren.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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20.08.2017, 07:22Inaktiver User
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
Hier werden uralte Strukturen angesprochen, die wir in uns tragen.
Einst waren wir Kinder und haben uns voller Vertrauen in die Hände anderer begeben. Das ist sozusagen der Ur-Grund, denn einem absolut abhängigen Wesen bleibt auch gar nichts anderes übrig
Gleichzeitig bedeutet es Schutz und Sicherheit, die dem Kind vermittelt wird (und gegeben).
Sind wir als Erwachsene in unserer ganzen Kraft, dann werden wir eher selten ein Betüddeln benötigen (oder auch angeboten bekommen).
Werden wir aber "schwächer"- durch Müdigkeit, Hunger, Krankheit, Belastung- dann sind wir nicht mehr so in unserer Kraft und das Unterstützen eines anderen Menschen tut gut.
Auch da lassen wir wieder los, überlassen einem anderen und vertrauen.
Gleichzeitig ist der Mensch ein soziales Wesen und die Unterstützung fördert das Gefühl von Verbindung und Nähe, was sich für jeden Menschen gut anfühlt.
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20.08.2017, 07:32
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
Du beschreibst jetzt die Sichtweise eines Betüddelten. Meine Frage ist, Wie wird man zum Betüddeler.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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20.08.2017, 07:59
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
Teilweise ist das wohl eine Altersfrage. Ein älterer Mensch gegenüber einem Baby kriegt wohl in den meisten Fällen Lust zum Betüddeln.
ich bin ein ziemlicher Spätzünder im Betüddeln, aber es ist einfach ein schönes Gefühl, andere Menschen glücklich machen zu können. Und oft braucht das gar nicht viel.
gruss, barbara



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