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    AW: umsorgen, betüddeln lassen?

    Hallo,

    betüddeln lassen ist bei uns absoluter Luxus. Das betrifft meinen Mann und mich. Betüddeln heißt für mich, sich verwöhnen lassen. Da wir ein anstrengendes autistisches Kind haben, wo man selten mal in Ruhe hinsetzen kann (außer beim Essen und wenn Kind abends schläft) oder zu Ruhe kommt, weil er dauernd irgendetwas anstellt.

    Verwöhnen lassen wir uns, wenn unser Kind in Kurzzeitpflege ist und wir dann ein paar Tage wegfahren können. In Ruhe
    schlafen, keine Betten machen, Frühstück wird für uns gemacht, man setzt sich an den gedeckten Tisch. Für meine Seite ist
    Massage oder Floating das absolute Verwöhnprogamm.

    LG Jedmeisterin

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    AW: umsorgen, betüddeln lassen?

    Seht ihr einen Unterschied zwischen Verwöhnen und Betüddeln?

  3. Inaktiver User

    AW: umsorgen, betüddeln lassen?

    in meinem sprachgebrauch ist es deckungsgleich.

  4. Inaktiver User

    AW: umsorgen, betüddeln lassen?

    So blöd das klingen mag - für mein Sprachgefühl (Süden hier) ist verwöhnen etwas zwischen "Gleichrangigen" und betüddeln hat ein Gefälle. Also beispielsweise als Mutter betüddle ich das Kind, auch mal das erwachsene Kind, aber ich verwöhne meinen Mann.

    Außerdem ist zwar beides per Definition "unnötig" (sonst wärs ja nicht verwöhnen gg) aber betüddeln hat mehr das "Übermutti"-Gschmäckle. Sorry, ich kriegs nicht besser formuliert gg.

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    AW: umsorgen, betüddeln lassen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    So blöd das klingen mag - für mein Sprachgefühl (Süden hier) ist verwöhnen etwas zwischen "Gleichrangigen" und betüddeln hat ein Gefälle. Also beispielsweise als Mutter betüddle ich das Kind, auch mal das erwachsene Kind, aber ich verwöhne meinen Mann.

    Außerdem ist zwar beides per Definition "unnötig" (sonst wärs ja nicht verwöhnen gg) aber betüddeln hat mehr das "Übermutti"-Gschmäckle. Sorry, ich kriegs nicht besser formuliert gg.
    So interpretiere ich das auch. Wenn es für brighid keinen Unterschied gibt, erklärt das ja einiges.

  6. Inaktiver User

    AW: umsorgen, betüddeln lassen?

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Von "muss" habe ich auch nichts geschrieben, und so denke ich auch nicht.
    Es ist mir einfach ein Bedürfnis. Und das impliziert sowohl Freiwilligkeit als
    auch die Tatsache, dass ich mich gerne und nicht aus Pflicht "revanchiere".

    Du brauchst mir die Worte nicht im Mund rumdrehen --- von wegen, was das
    mit offenem, liebevollem Geben zu tun hat.
    oha- leicht gereizt??

    es waren deine Worte
    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Für mich persönlich bedeutet Hilfe annehmen auch immer, dass ich
    mich erkenntlich zeige. Es ist mir ein Bedürfnis, dass die Waagschale nie
    kippt.
    Das klingt doch sehr nach einem "muss"- und sei es eines, welches dir dein Inneres vorgibt.

    Und wenn ich - warum auch immer- "immer" (ich zitiere dich) im Auge behalte, was wer wann macht- dann- meine Meinung- hat das auch nichts mit erwartungsfreiem Geben zu tun.

    Den Grundgedanken des Ausgleiches finde ich selbst sehr schön, wobei ich das nicht als 1:1 betrachte, denn manchmal gibt man eben nur um des Gebens Willen.

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    AW: umsorgen, betüddeln lassen?

    Da ich ja auch schon im anderen Strang eifrig mitdiskutiert habe

    Für mich besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen "Hilfe anbieten" und "Hilfe aufdrängen".
    Im anderen Strand habe ich es teilweise sehr als "aufdrängen" empfunden ("ich möchte aber helfen also muss sich der andere über Hilfe freuen").

    Beispiel:
    wenn eine Freundin mich besucht und fragt, ob sie Kuchen mitbringen soll weil ich gerade total im Stress bin oder wegen Krankheit nicht vors Haus kann - dann finde ich das sehr nett und nehme das gerne an.

    Wenn allerdings jemand ungefragt in meiner Küche hantiert ("Keine Widerrede, Du setzt Dich jetzt aufs Sofa und ich kümmere mich ums Essen"), mir das aber gar nicht recht ist, dann finde ich es übergriffig.
    Ganz zu schweigen von Besuch der ungefragt Backöfen putzt

    Ganz allgemein bin ich aber sicher nicht so der Betüddelungs-Fan und regle vieles lieber allein. Liegt aber sicher auch daran, dass ich sehr gut mit mir alleine klarkomme und mich bei Krankheit z. B. lieber zurückziehe und meine Ruhe habe, als dass ständig jemand um mich rumkramt. Klar, wenn mein Mann mir abends was leckeres zu essen macht und mir vielleicht noch meine Lieblingszeitschrift mitbringt, freue ich mich sehr aber tagsüber habe ich lieber meine Ruhe. Da will ich dann auch keinen Besuch und nicht telefonieren oder anderes "Bespaßungsprogramm", sondern einfach meine Ruhe.

    Ich kenne aber auch Freundinnen, die sich genau dann einen Anruf oder Besuch wünschen. Da melde ich mich dann auch gern. Die Kunst ist zu erkennen, wer was braucht

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    AW: umsorgen, betüddeln lassen?

    Das ist in der Tat eine hohe Kunst. Zumal wenn von einer Person nichts genaues kommt und man es auch selbst nicht weiß. Ich bin eine Freundin klarer Worte, mit meiner Intuition ist es offenbar nicht weit her.
    Ich bin froh für jeden klaren Hinweis was gebraucht wird. Also zum Beispiel, dass ich doch am besten zum Besuch Kuchen mitbringen könnte.

  9. Inaktiver User

    AW: umsorgen, betüddeln lassen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    hAber Möbel über Etagen zu schleppen - so bekloppt sind wir dann doch nicht. Also gabs zwei Anrufe, pro Sohn einen, und in zwei Anläufen war das erledigt.
    Da werden sich deine Söhne aber bestimmt gefreut haben 🙃.

  10. Inaktiver User

    AW: umsorgen, betüddeln lassen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da werden sich deine Söhne aber bestimmt gefreut haben ��.
    Das ist nicht Thema. Wir sind Familie. Und mein Mann und ich haben im letzten Jahr die neue Wohnung des Großen mit renoviert und dieses Frühjahr die neue Wohnung des Jüngeren. Da hätten wir an dem ein oder anderen Tag auch was Netteres tun können - so what?

    Habt ihr keinerlei familiären Rückhalt bei solchen Aktionen?? Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Bei uns wird miteinander geredet, gefeiert, gearbeitet und ja hin und wieder auch mal gestritten und getrauert - alles was Leben ist, halt....

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