Hallo,
betüddeln lassen ist bei uns absoluter Luxus. Das betrifft meinen Mann und mich. Betüddeln heißt für mich, sich verwöhnen lassen. Da wir ein anstrengendes autistisches Kind haben, wo man selten mal in Ruhe hinsetzen kann (außer beim Essen und wenn Kind abends schläft) oder zu Ruhe kommt, weil er dauernd irgendetwas anstellt.
Verwöhnen lassen wir uns, wenn unser Kind in Kurzzeitpflege ist und wir dann ein paar Tage wegfahren können. In Ruhe
schlafen, keine Betten machen, Frühstück wird für uns gemacht, man setzt sich an den gedeckten Tisch. Für meine Seite ist
Massage oder Floating das absolute Verwöhnprogamm.
LG Jedmeisterin
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Thema: umsorgen, betüddeln lassen?
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18.08.2017, 16:09
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
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18.08.2017, 16:32
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
Seht ihr einen Unterschied zwischen Verwöhnen und Betüddeln?
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18.08.2017, 16:36Inaktiver User
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
in meinem sprachgebrauch ist es deckungsgleich.
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18.08.2017, 16:58Inaktiver User
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
So blöd das klingen mag - für mein Sprachgefühl (Süden hier) ist verwöhnen etwas zwischen "Gleichrangigen" und betüddeln hat ein Gefälle. Also beispielsweise als Mutter betüddle ich das Kind, auch mal das erwachsene Kind, aber ich verwöhne meinen Mann.
Außerdem ist zwar beides per Definition "unnötig" (sonst wärs ja nicht verwöhnen gg) aber betüddeln hat mehr das "Übermutti"-Gschmäckle. Sorry, ich kriegs nicht besser formuliert gg.
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18.08.2017, 17:09
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18.08.2017, 17:40Inaktiver User
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
oha- leicht gereizt??
es waren deine Worte
Das klingt doch sehr nach einem "muss"- und sei es eines, welches dir dein Inneres vorgibt.
Und wenn ich - warum auch immer- "immer" (ich zitiere dich) im Auge behalte, was wer wann macht- dann- meine Meinung- hat das auch nichts mit erwartungsfreiem Geben zu tun.
Den Grundgedanken des Ausgleiches finde ich selbst sehr schön, wobei ich das nicht als 1:1 betrachte, denn manchmal gibt man eben nur um des Gebens Willen.
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18.08.2017, 17:56
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
Da ich ja auch schon im anderen Strang eifrig mitdiskutiert habe

Für mich besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen "Hilfe anbieten" und "Hilfe aufdrängen".
Im anderen Strand habe ich es teilweise sehr als "aufdrängen" empfunden ("ich möchte aber helfen also muss sich der andere über Hilfe freuen").
Beispiel:
wenn eine Freundin mich besucht und fragt, ob sie Kuchen mitbringen soll weil ich gerade total im Stress bin oder wegen Krankheit nicht vors Haus kann - dann finde ich das sehr nett und nehme das gerne an.
Wenn allerdings jemand ungefragt in meiner Küche hantiert ("Keine Widerrede, Du setzt Dich jetzt aufs Sofa und ich kümmere mich ums Essen"), mir das aber gar nicht recht ist, dann finde ich es übergriffig.
Ganz zu schweigen von Besuch der ungefragt Backöfen putzt
Ganz allgemein bin ich aber sicher nicht so der Betüddelungs-Fan und regle vieles lieber allein. Liegt aber sicher auch daran, dass ich sehr gut mit mir alleine klarkomme und mich bei Krankheit z. B. lieber zurückziehe und meine Ruhe habe, als dass ständig jemand um mich rumkramt. Klar, wenn mein Mann mir abends was leckeres zu essen macht und mir vielleicht noch meine Lieblingszeitschrift mitbringt, freue ich mich sehr aber tagsüber habe ich lieber meine Ruhe. Da will ich dann auch keinen Besuch und nicht telefonieren oder anderes "Bespaßungsprogramm", sondern einfach meine Ruhe.
Ich kenne aber auch Freundinnen, die sich genau dann einen Anruf oder Besuch wünschen. Da melde ich mich dann auch gern. Die Kunst ist zu erkennen, wer was braucht
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18.08.2017, 18:24
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
Das ist in der Tat eine hohe Kunst. Zumal wenn von einer Person nichts genaues kommt und man es auch selbst nicht weiß. Ich bin eine Freundin klarer Worte, mit meiner Intuition ist es offenbar nicht weit her.
Ich bin froh für jeden klaren Hinweis was gebraucht wird. Also zum Beispiel, dass ich doch am besten zum Besuch Kuchen mitbringen könnte.
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18.08.2017, 19:01Inaktiver User
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18.08.2017, 19:05Inaktiver User
AW: umsorgen, betüddeln lassen?
Das ist nicht Thema. Wir sind Familie. Und mein Mann und ich haben im letzten Jahr die neue Wohnung des Großen mit renoviert und dieses Frühjahr die neue Wohnung des Jüngeren. Da hätten wir an dem ein oder anderen Tag auch was Netteres tun können - so what?
Habt ihr keinerlei familiären Rückhalt bei solchen Aktionen?? Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Bei uns wird miteinander geredet, gefeiert, gearbeitet und ja hin und wieder auch mal gestritten und getrauert - alles was Leben ist, halt....


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