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Thema: Ersatzvater?

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    AW: Ersatzvater?

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Die Männer, die Dir Aufmerksamkeit schenken könnten, ohne dabei allzusehr ihren sexuellen Interessen nachzugehen (Mentoren, Therapeuten usw.) würden Dir nicht die Art Nähe (Kuscheln, Zärtlichkeit) geben können/dürfen, die Du Dir offenbat wünscht. Und die Männer, die Dir so nahe kommen könnten und wollten, wären daran vermutlich nur aufgrund sexueller Anziehung interessiert und kaum imstande bzw. altruistisch genug, ihre sexuellen Ambitionen dann zu unterdrücken.

    Das Vater-Tochter- bzw. Vater-Kind-Verhältnis allgemein ist in seiner Besonderheit vermutlich sehr schwer in Gänze zu simulieren, da es eben diese besondere nicht sexuell gefärbte Zuneigung beeinhaltet, auf der das gegenseitige Interesse sich gründet.
    Ich finde auch vor allem diese gewünschte Kombination aus "kein Sex und auch keine sexuelle Konnotation, aber Kuscheln und Zärtlichkeit" unrealistisch.

    "Väterlicher Freund" mit intensiven Gesprächen könnte ich mir dagegen vorstellen.

    Aber es klingt so, als würdest du es nicht schaffen, das Körperliche da ganz (auch in Gedanken) rauszuhalten.

    Mein Vorschlag bleibt: Komm' 'mal auf den Boden und lerne (von dir aus gesehen) ältere Menschen, Männer und Frauen, kennen.

  2. Inaktiver User

    AW: Ersatzvater?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Aber es klingt so, als würdest du es nicht schaffen, das Körperliche da ganz (auch in Gedanken) rauszuhalten.
    Es ist mir, um ehrlich zu sein, selbst ein Rätsel warum die körperliche Komponente überhaupt eine Rolle spielt in meinen Gedanken, wieso ich die Vorstellung, von diesem Mann auch umarmt und gehalten zu werden, so schön finde, obwohl es doch eine vorwiegend platonische Beziehung ist, die ich anstrebe...

    Mein Vorschlag bleibt: Komm' 'mal auf den Boden und lerne (von dir aus gesehen) ältere Menschen, Männer und Frauen, kennen.
    Findest du, ich fantasiere zu viel?

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    AW: Ersatzvater?

    Umarmt und Gehalten zu werden ist ja nicht notwendig etwas amourös oder sexuell Aufgeladenes oder ein Vorgang, der sehr viel Intimität voraussetzt.

    Auf diese Weise könnte ein Vater seiner Tochter sicher Schutz und Geborgenheit bieten und Verbundenheit zum Ausdruck bringen, wobei die emotionale Beteiligung sich auf Zuneigung ohne Bedürfnis zu weiterer körperlicher Nähe beschränken kann.
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

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    AW: Ersatzvater?

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Umarmt und Gehalten zu werden ist ja nicht notwendig etwas amourös oder sexuell Aufgeladenes oder ein Vorgang, der sehr viel Intimität voraussetzt.
    Ja, aber es wäre halt eine Gratwanderung - und es kann leicht etwas "verrutschen".

    Findest du, ich fantasiere zu viel?
    Ich mache mal einen Vergleich (der wie alle Vergleiche natürlich hinkt):
    Wenn hier ein junger Mann postet und fragt, wie er eine Freundin findet, sich dann aber herausstellt, dass er eigentlich keinen Freundes- und Bekanntenkreis hat und überhaupt Schwierigkeiten hat, Kontakte zu knüpfen - dann sagen wir auch nicht "Singlebörse xy ist die beste und da musst du abc ins Profil schreiben", sondern "fang mal damit an, Kontakte und Bekannte zu haben und das zu üben".

    Wenn der Mann verheiratet wäre - wie würdest du dir denn die Rolle seiner Frau vorstellen?
    Oder dein Verhältnis zu seinen Kindern?

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    AW: Ersatzvater?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mir mag halt nicht so recht einleuchten, warum Männer (egal welchen Alters) immer nur und ausschließlich an Sex interessiert sein sollten, oder daran, Macht auszuüben...das klingt so furchtbar opportunistisch, dass ich es gar nicht mit meinem Menschenbild in Einklag bringen kann
    So krass hatte ich das auch gar nicht gemeint.

    Du hattest gefragt ob Männer den Erfahrungsrückstand einer deutlich jüngeren Frau als lästig empfinden können, aber aufgrund sexueller Attraktion in kauf nehmen.

    Ich wollte sagen, dass es nach meiner Einschätzung nicht selten eher im Gegenteil so ist, dass sich die sexuellen Ambitionen von Männern bezüglich einer jüngeren Frau gerade durch ihren Erfahrungsrückstand noch verstärken können.
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

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    AW: Ersatzvater?

    Liebe Sophya,

    ich verstehe Dich in dieser Sehnsucht sehr, sehr gut. Allerdings denke ich auch, dass Du nicht mehr die eine Person finden wirst, die das alles mit Dir abdeckt. Kannst Du Dir vorstellen, diesen unerfüllten "Vateranteil" auf konkrete Bedürfnisse herunterzubrechen, und Dir für die einzelnen Bedürfnisse jeweils Gelegenheiten zu suchen, sie auszuleben? Wer weiß, was Dir dann so über den Weg läuft, was Du mit einer diffusen Bedürfnislage gar nicht so wahrnehmen würdest.

    Was ich Dir auch empfehlen kann, ist die Auseinandersetzung mit den Seelenanteilen wie Anima, Animus - die das widerspiegeln, was sich über eine gelungene Vater-Kind-Beziehung bestenfalls ausprägt. Da kannst Du Dir aber vieles auch selber geben.

    LG,
    Babette
    Zurück ist ein Ort, den es nicht gibt.

  7. Inaktiver User

    AW: Ersatzvater?

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Umarmt und Gehalten zu werden ist ja nicht notwendig etwas amourös oder sexuell Aufgeladenes ...
    Ja, eben.

    ...oder ein Vorgang, der sehr viel Intimität voraussetzt
    Es gibt zwar bestimmt Aktivitäten, die noch mehr Intimität zulassen (allerdings lasse ich die Sexualität in diesem Fall ja bewusst außen vor), trotzdem ist mein jetziger Freund der momentan einzige Mann in meinem Leben, von dem ich mich derart (innig) umarmen und halten lasse möchte. Bei allen anderen könnte ich mir das in der Form nicht vorstellen, trotz Sympathie.


    Auf diese Weise könnte ein Vater seiner Tochter sicher Schutz und Geborgenheit bieten und Verbundenheit zum Ausdruck bringen, wobei die emotionale Beteiligung sich auf Zuneigung ohne Bedürfnis zu weiterer körperlicher Nähe beschränken kann.
    Jetzt, da du es schreibst, springen mir die Parallelen ebenfalls ins Auge...so gesehen wäre es wohl wirklich äußerst unrealistisch, das mit einem Mann leben zu wollen, da dieser wohl primär immer eine attraktive Frau in mir sehen und körperliche Annäherungen folglich auch in dieser Weise interpretieren würde.

    Aber es fällt so schwer, von diesem Wunsch Abschied zu nehmen...teilweise schmerzt es mich so arg, dass mir unweigerlich die Tränen kommen.
    Und das ist auch nichts, was mir mein jetziger Partner geben könnte, weil er hierfür schlicht nicht die geeignete Adresse ist. Er ist toll, ich liebe ihn und da ist so viel, das uns verbindet. Doch die Nähe zu ihm, so schön und intensiv sie auch ist, so wenig ich sie gegenwärtig missen möchte, schmälert dieses Bedürfnis kein bisschen...es kommt immer wieder über mich, da kann ich noch so glücklich mit meinem sonstigen Leben sein. Es fehlt etwas...


    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    So krass hatte ich das auch gar nicht gemeint.
    Ok, dann hatte ich das wohl eindeutig zu drastisch aufgefasst. Danke für's Richtigstellen

    Ich wollte sagen, dass es nach meiner Einschätzung nicht selten eher im Gegenteil so ist, dass sich die sexuellen Ambitionen von Männern bezüglich einer jüngeren Frau gerade durch ihren Erfahrungsrückstand noch verstärken können.
    Das verwundert mich aber trotzdem ein bisschen und hatte ich bislang eher für ein längst überholtes Klissee gehalten. Gerade im Hinblick auf Sex...welche Rolle spielt es denn da, ob eine Frau lebenserfahren ist, oder nicht?

  8. Inaktiver User

    AW: Ersatzvater?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Ich mache mal einen Vergleich (der wie alle Vergleiche natürlich hinkt):
    Ich glaube zu verstehen, was du mir damit sagen willst und ich stimme auch mit dir überein, dass ich mit meinen Überlegungen und Wünschen teilweise den dritten Schritt vor dem ersten mache...und das liegt bestimmt auch daran, dass mir diese erste Hürde, das Kennenlernen, gleichzeitig auch als die größte erscheint. Aber nicht, weil es objektiv gesehen so unfassbar schwer wäre, einen solchen Kontakt herzustellen, sondern aufgrund meiner eigenen Blockaden...denn insgeheim denke ich ja, sollte ich mich erst einmal dazu enstschlossen haben, diesen Schritt wirklich wagen zu wollen, mit allen damit verbundenen Risiken, könnte ich den Stein schneller in's Rollen bringen, als mir momentan noch lieb ist.

    In gewisser Weise traue ich mir hinsichtlich meiner Beweggründe also selbst noch nicht ausreichend über den Weg und kann nicht ausschließen, dass meine bestehende Partnerschaft an dieser Suche zerbrechen könnte...

    Wenn der Mann verheiratet wäre - wie würdest du dir denn die Rolle seiner Frau vorstellen?
    Oder dein Verhältnis zu seinen Kindern?
    Mit einer Partnerin, oder auch Kindern, hätte ich aus jetziger Sicht überhaupt kein Problem. Im Gegenteil empfände ich es unter Umständen sogar als vorteilhaft, wenn diese Rolle (insbesondere die der Partnerin) in seinem Leben bereits besetzt ist und somit auch nicht mehr zur Disposition steht. Es würde die Sache natürlich insofern schwieriger machen, dass es in einem solchen Fall eben nicht mehr nur um ihn und mich ginge, sondern auch darum, wie mich seine Familienmitglieder finden, ob sie eine solche Freundschaft überhaupt akzeptieren und gutheißen könnten.

  9. Inaktiver User

    AW: Ersatzvater?

    Zitat Zitat von Dieclou Beitrag anzeigen
    Was ich Dir auch empfehlen kann, ist die Auseinandersetzung mit den Seelenanteilen wie Anima, Animus - die das widerspiegeln, was sich über eine gelungene Vater-Kind-Beziehung bestenfalls ausprägt. Da kannst Du Dir aber vieles auch selber geben.
    Liebe Babette,

    danke für diesen interessanten Hinweis! Und dass du mir diese spezielle Sehnsucht so gut nachfühlen kannst, bedeutet mir gerade eben auch sehr viel

    Nach einer vorerst nur sehr kurzen Internet-Recherche, bin ich auf einen Test gestoßen, der den prozentualen Anteil von Anima und Animus ermittelt. Und wie ich bereits vermutet hatte, dominiert bei mir der weibliche Anteil enorm. Ich glaube, das spiegelt sich sogar ziemlich deutlich in meinem Wesen wieder (zum Teil wohl auch in meiner bisherigen Biografie...).

    Ich würde sehr gerne mehr über diese Thematik erfahren, vor allem darüber, was genau das ist, womit ich meinen Animus selber stärken kann...und wie ich das am besten angehe.
    So wünsche ich mir bspw. schon seit längerem, meine Durchsetzungsfähigkeit zu verbessern, so wie generell ein bisschen mutiger zu werden...
    Geändert von Inaktiver User (08.08.2017 um 18:50 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Ersatzvater?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Jch ich diejenige, die sich irgendwann entgegen ihrer Vorsätze unsterblich verliebt und alles Bestehende über den Haufen wirft...(ich glaube, das war es, was Akzent mit "mangelnder Sicherheit" meinte, oder?)
    Ich fürchte nur, so etwas erfährt man immer erst dann, wenn es bereits zu spät ist...
    Wenn dir das bisher Vater-Tochter-Verhältnis bisher nicht möglich war, möchte ich sagen, dass es doch eine natürliche Bremse gibt und die Sexualität in dem Sinn doch ausgeschlossen ist und wird von beiden Seiten. Väter tragen dafür auch die Verantwortung sonst gerät man letztendlich schnell in eine Missbrauchssituation und das ist in einer Gesellschaft nicht tragbar und vereinbar. Für manche Männer in dem Zusammenhang leider vielleicht ein heisseres Thema als für Frauen.

    Bei allen anderen Verbindungen besteht immer die Möglichkeit, Sexualität leben zu können, wenn man sich in diese Situationen begibt. Dürfte ja unter Erwachsenen kein Problem sein, wenn man das will.

    Wenn man sich allem hingeben will, was einem so mental in den Sinn kommt, muss man logischerweise auch mit den Konsequenzen leben. Die Macht der Gedanken und Vorstellungen können unheimlich stark sein.

    Daher denke ich ist es in jeder Verbindung wichtig zu wissen, was man will und was man nicht will. In ungeklärten Verhältnissen manchmal wichtiger zu wissen,was was man nicht will.

    Begierden lassen sich vielleicht nicht immer steuern aber so unerfahren bist du ja auch nicht, als dass du aus einer Situation nicht mehr herausfinden könntest.

    Anima und Animus ist schon erwähnt worden, Begierden - Verlangen u. a. das weibliche im Mann das männliche Verhalten in der Frau- Ein Wechselspiel - Wie und wann begibt man sich in ein Verhältnis welches einen nicht mehr los lässt. Wie weit will man gehen, wann hört man auf - thats life - und betrifft jeden. Macht man manchmal Dinge weil man liebt oder weil es einem nutzt.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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