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  1. Inaktiver User

    AW: Spatzenmamas....

    Zitat Zitat von Himiko Beitrag anzeigen
    Was mich daran überrascht, ist, dass Du so absolut sicher zu sein scheinst, dass etwas, was für Dich schlecht ist, für Deine Kinder (die bei Dir sind und Dich jeden Tag erleben) gut sein kann.
    Das ist eine sehr interessante Frage, vielen Dank dafür. Ganz speziell habe ich jetzt die Trennung gemeint, die gut für mich war und schlecht für die Kinder - aus meinem Gefühl heraus. Das nur noch einmal zur Klarstellung, damit wir nicht von verschiedenen Dingen reden.

    Zitat Zitat von Himiko Beitrag anzeigen
    Aber für mich wäre das, glaube ich, ganz klar besser gewesen. Weil es ein Statement von ihr gewesen wäre: „Ich bin es wert. Und ich bin wichtig. Und es ist o.k., eine klare Grenze zu setzen, wenn sich jemand mir gegenüber inakzeptabel verhält.“ Dann wäre es für mich – trotz Trennungstrauma – viel einfacher gewesen, auch zu sagen: „Ich bin es wert. Und ich bin wichtig. Und es ist o.k., eine klare Grenze zu setzen, wenn sich jemand mir gegenüber inakzeptabel verhält.“ Aber wie kann ich es wagen, das zu sagen, wenn meine Mama das so unmoralisch findet, dass sie sich lieber missachten lässt?
    Das ist ein sehr guter Gedankengang, den ich offenbar unbewusst verfolgt habe, indem ich nicht um meine Ehe gekämpft habe und sogar schlußendlich glücklich darüber war.

    Ja, wenn man darüber nachdenkt, ist dies tatsächlich der bessere Weg. Es ist immer der bessere Weg, wenn man seinen Kindern vorlebt, dass niemand das Recht hat, einem anderen zu schaden und dass man selbst das Recht hat, für sein eigenes Wohlergehen einzustehen.

    Von allein wäre ich da aber nicht drauf gekommen und hätte diesen Weg auch nicht gewählt und solange ich in meiner Ehe war, habe ich vieles auch nicht so gesehen / sehen können.

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    AW: Spatzenmamas....

    Liebe Denise,
    vielen Dank für Deine Antwort!
    Das ist ja schön, dass Du meine Frage nicht nur nicht lästig, sondern sogar hilfreich fandest.

    Ich bin gerade erkältet und kann nicht so richtig gut denken, aber das wollte ich doch unbedingt noch schreiben.
    Schlaft alle schön!
    We are born to be happy, not perfect.

  3. Inaktiver User

    AW: Spatzenmamas....

    Zitat Zitat von Himiko Beitrag anzeigen
    Liebe Denise,
    vielen Dank für Deine Antwort!
    Das ist ja schön, dass Du meine Frage nicht nur nicht lästig, sondern sogar hilfreich fandest.
    Warum hätte ich deine Frage lästig finden sollen? Es ist doch schön, wenn Fragen zum nachdenken anregen. So soll es sein.
    Und wenn ich gerade keine Lust darauf habe mich unangenehmen Fragen zu stellen, dann blende ich die eben eine Weile aus bis ich Nerv darauf habe .

    Zitat Zitat von Himiko Beitrag anzeigen
    Ich bin gerade erkältet und kann nicht so richtig gut denken, aber das wollte ich doch unbedingt noch schreiben.
    Schlaft alle schön!
    Gute Besserung!

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    AW: Spatzenmamas....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Warum hätte ich deine Frage lästig finden sollen? Es ist doch schön, wenn Fragen zum nachdenken anregen. So soll es sein.
    Und wenn ich gerade keine Lust darauf habe mich unangenehmen Fragen zu stellen, dann blende ich die eben eine Weile aus bis ich Nerv darauf habe .
    Super, wenn Du das kannst!
    Fragen kann man ja immer, aber was ich persönlich schon nervend finde, ist, wenn Leute (ob nun hier oder im RL) meinen, sie hätten einen Anspruch darauf, dass man ihre Fragen auf jeden Fall beantwortet - als ob man ihnen Rechenschaft schuldig wäre. (Also es gibt natürlich Fälle, wo das schon so ist, z. B. wenn mich mein Mitbewohner fragt, ob ich Klopapier gekauft habe, hat er definitiv Anspruch auf eine Antwort , aber Du verstehst, was ich meine...)
    Und ich wollte kommunikativ absolut deutlich machen, dass ich diesen Anspruch nicht habe.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gute Besserung!
    Danke Dir! (Bin zwar schon länger wieder gesund, aber habe es da noch gelesen und mich gefreut. )

    @all: Nachdem ich die Erkältung glücklich hinter mich gebracht hatte, hat mich die Arbeit gleich wieder gekrallt - früher, als ich gedacht hätte...

    Falls sich hier was tun sollte, werde ich sicher mitlesen, aber hier im Forum längere Sachen schreiben, wird in absehbarer Zeit vermutlich leider nicht drin sein. Bzw. werde ich mir das nicht in grösserem Umfang erlauben können, selbst wenn ich gerne möchte. Denn wenn ich hier schreibe, schreibe ich dafür die Sachen nicht, die ich in nächster Zeit im RL aber unbedingt schreiben muss...

    Das Thema begleitet mich weiterhin, und ich habe durch unseren Strang nochmal eine etwas stärkere Aufmerksamkeit dafür entwickelt. Danke dafür! Ich finde es ohnehin nicht so schlimm, jetzt eine Schreibpause machen zu müssen - Veränderungen im RL brauchen bei mir Zeit und Pausen zwischendrin. Ich nehme aber an, dass ich hierher zurück kommen werde, wenn ich mal wieder mehr Zeit für mich habe und das Thema wieder stärker in mein Bewusstsein rückt.
    Ich habe neulich hier auch nochmal nachgelesen, als ich wieder einen „Ich- möchte-es-doch-so-gern-allen-recht-machen-und-bin-deprimiert-weil-es-nicht-geht“-Anfall hatte , und fand es echt tröstlich... Etwas rational zu verstehen, geht relativ schnell, doch Gefühlsmuster nachhaltig zu verändern, dauert eben.

    Es gibt allerdings einen Aspekt, den ich beim Durchlesen vermisst habe. Ich habe wie gesagt leider nicht die Zeit, um ausführlich drauf einzugehen, aber ich würde gerne wenigstens eine Notiz dazu hinterlassen, der Vollständigkeit halber, weil ich glaube, dass es manchmal zum „Krankheitsbild“ gehört und weil sich vielleicht der eine oder die andere darin wiederfinden wird.

    Wie diejenigen wissen, die hier schon mehr von mir gelesen haben, ist es mir immer wieder sehr schwer gefallen, mich von ehemaligen Liebespartnern emotional zu lösen, und es hat sehr lange gedauert. Im Außen habe ich alles „richtig“ gemacht, aber innerlich kam ich nicht los. Nach dem Ende meiner ersten großen Liebe habe ich 10 (ja: zehn) Jahre gebraucht, bevor (innerlich) der Ablösungsprozess überhaupt begann. In vielen anderen Punkten habe ich mich in diesen 10 Jahren sehr verändert und viel gelernt, doch in dieser Sache war keine Bewegung. (Und das lag nicht daran, dass ich nichts versucht hätte, glaubt mir...)
    Der Schlüssel war schließlich, mich damit einfach zu akzeptieren und mir selbst zu sagen: „Du darfst an ihm hängen, so lange Du willst, ich werde nicht mehr versuchen, an Dir herumzuverbessern, Dir keine Vorwürfe mehr machen und Dir nicht mehr erzählen, dass Du in Deinem eigenen Interesse endlich loslassen solltest, sondern Dich akzeptieren und lieben, wie Du bist, und versuchen, Dir das Leben damit so gut wie möglich zu gestalten.“ Rückblickend erkenne ich, dass in diesem Moment der Loslösungsprozess begann, der dann noch ca. ein Jahr dauerte. (Doch das wusste ich nicht vorher - und ich bin sicher, hätte ich diese bedingungslose Akzeptanz als Trick gemeint, hätte es nicht so funktioniert.)

    Im Nachhinein denke ich, dass ich deshalb solche Probleme damit hatte, loszulassen, weil das meine Art war, an meinem abgespaltenen Spatzenanteil festzuhalten. Und ich glaube, solange ich diesen Anteil nicht in mir wieder integrieren konnte bzw. kann, war bzw. ist es - entgegen dem, was die meisten Leute darüber denken würden - sogar eine ganz gesunde Reaktion, mich an jemandem im Außen zu klammern, der ihn für mich repräsentiert/e. Ihr erinnert Euch, was ich oben geschrieben habe:

    Zitat Zitat von Himiko Beitrag anzeigen
    Ich glaube, dass wir alle „ganz“ geboren werden. Wir haben in uns sowohl das Spatzenhafte: Genießen können, die eigenen Bedürfnisse äußern und geltend machen, sich selbst wahrnehmen und in den Mittelpunkt stellen wie auch das Spatzenmama-hafte: Sich auf andere einstellen, für sie sorgen, ihnen eine Freude machen, sie verwöhnen.... [...]

    Ich glaube, gesund ist, beide Anteile zu haben, sie zu entdecken und weiter zu entwickeln und je nach Situation den einen oder den anderen mehr zu betonen. Das ist bei Spatzenmamas bzw. Spatzen aber nicht möglich. Aufgrund der Umstände sind sie gezwungen, sich zu spalten und sich von einem Teil von sich loszusagen, den sie dann im Außen suchen.
    We are born to be happy, not perfect.

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    AW: Spatzenmamas....

    Im Rahmen der administrativen Aufräumarbeiten rette ich diesen Strang.
    Be a voice not an echo.

  6. Inaktiver User

    AW: Spatzenmamas....

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Im Rahmen der administrativen Aufräumarbeiten rette ich diesen Strang.
    Das finde ich total lieb von Dir. Die letzten Tage habe ich schon an diesen Strang gedacht und Dich wie Du Dich respektvoll zurückgehalten hast, als ich Dich darum bat, weil Du meiner Meinung nach auf der falschen Fährte warst.

    Ich müsste glatt nochmal nachlesen, ob ich das heute anders sehen würde. Auf jeden Fall vielen Dank für die Rettung. Ich werde mich nachher mal darin vertiefen.

  7. Inaktiver User

    AW: Spatzenmamas....

    Danke auch von mir @Blue.

    Ich selbst hatte den Strang noch nicht gerettet, weil ich mich dazu erst mit Denise und Himiko absprechen wollte, was wir mit diesem für uns doch sehr persönlichen Strang machen wollen.

    Wie verletztlich wir uns gemacht haben und wie wenig das leider zum Teil trotz der vorausgeschickten Bitte von einigen wenigen Nutzern berücksichtigt wurde, zeigte ja leider der Verlauf.

    Denise, Himiko und ich habe deshalb sozusagen hinter den Kulissen weitergemacht und haben uns noch tiefer in der Thematik gearbeitet und ich würde sagen, wir sind da jede für sich auch gut weitergekommen.

    Gleichzeitig haben Andere hier im Strang wiederum sehr mit ihren Gedanken, Blickwinkeln und Beiträgen geholfen und weitergebracht, ich denke da spontan z.B. an Stecher und Strolinka und auch Dir habe ich Deine PN dazu und einige Beiträge hier nie vergessen.

    Die Löschungen vieler beteiligter Nutzernamen von damals macht ein Nachvollziehen für jemanden, der ihn erstmals liest, wahrscheinlich vollkommen unmöglich, was schade ist und ein Grund, warum mir "inaktiver Nutzer" ungenügend erscheint.


    Heute mit dem Abstand einiger Jahre und vieler erwarteter und unvorhersehbarer Entwicklungen hätte ich noch einiges zum Thema zu schreiben und zu berichten.

    Da aber damals selbst die erbetenen, etwas besser geschützte Räume dann leider von Manchen nicht respektiert wurden, bringt das wohl leider eher nichts bzw. möchte ich mich dem, zumindest zur Zeit, nicht aussetzen.

    Was ich selbst schade finde, denn somit können Nur-Lesende oder Nutzer, die mit unserer Thematik etwas anfangen konnten oder noch anfangen könnten, die Entwicklung, neue Gedanken und Erfahrungen nicht weiterverfolgen und so ergibt sich auch nicht die Chance, daß es für Neunutzer oder die damaligen anderen Diskussionsbeteiligten nochmal interessant werden könnte.


    Aber daß Du auch sofort an ihn gedacht hast, zeigt mir, daß er auch Anderen etwas gegeben hast, was auch einige PNs zeigten und das ist schön.
    Wenn er nur einem Nutzer hilft, seine Mechanismen früher zu erkennen und daran zu arbeiten ist doch schon etwas gewonnen.

    Er wurde ja in den Jahren auch immer mal wieder von einigen Nutzern und mir in den Beziehungs- und Persönlichkeitsforen verlinkt, wenn in Beiträgen von TEs relativ deutlich wurde, daß ihr Thema oder Problem in dieselbe oder eine ähnliche Richtung gehen könnte.

    Ich grüße Euch beide.
    Geändert von Inaktiver User (20.02.2021 um 14:36 Uhr)

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