Solange Du die Spatzen noch als hilflos empfindest, bist Du noch drin, würde ich auch sagen.
Kannst Du der Vorstellung schon Freude abgewinnen, wenn Du hier liest, dass einige Spatzen inzwischen als abstossend empfinden und nach ihnen treten wollen? Nix hilflos, A.....loch!!! Macht das was mit Dir, wenn ich Dir das sage? Oder ist das blosse Theorie für Dich?
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Thema: Spatzenmamas....
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27.07.2017, 11:45
AW: Spatzenmamas....
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27.07.2017, 11:52
AW: Spatzenmamas....
Siehst Du, da ist n böser Wutteil in Dir, der ist sogar gross, den musst Du integrieren. Der ist schon ok, er ist nur so gross, weil Du ihn nicht integrierst und unterdrückst und immer nur im Verständnis und Liebe und Sanftheit zu sein versuchst.
Sobald Du integrierst, wirst Du ganzheitlicher. Und Dinge fliessen.
Wieso unterdrückst Du den?
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27.07.2017, 11:56Inaktiver User
AW: Spatzenmamas....
Ja, natürlich läuft dieses ganze Spatzenmama-Dings schief. Das ist ja der Grund für diesen Strang und nein, natürlich bin ich heute ganz anders, aber das war eben ein Lernprozess.
Mir ist schon bewusst, dass die alleinige Äußerung meiner Bedürfnisse den anderen nicht verletzt, aber meinen Ex-Mann haben meine Bedürfnisse einfach nicht interessiert. Für ein von mir geäußertes Bedürfnis hat er mehrere von ihm geäußerte Bedürfnisse gegenüber gestellt und mir so das Gefühl gegeben, es wäre unverschämt, dass ich es überhaupt wage, ein Bedürfnis anzumelden, wenn so viele Bedürfnisse von ihm unerfüllt geblieben sind. Dabei war es übrigens vollkommen unerheblich, ob das der Wahrheit entsprach oder nicht.
Heute bin ich ganz anders. Heute sage ich, was mir wichtig ist und ich hake nach, wenn ich merke, dass der andere das nicht so wichtig nimmt wie es mir ist bis es verstanden wurde. Aber das war und ist ein langer Lernprozess, den ich überhaupt nur mit Hilfe von sehr lieben Menschen durchleben konnte, bei denen ich mich fallen lassen und sagen konnte: ich habe keine Ahnung, was jetzt richtig oder falsch ist, aber was du gerade gemacht hast, fühlt sich furchtbar für mich an und das ist jetzt gerade mein Gefühl. Hilf mir da wieder raus. Und sie tun es. Sie verstehen es nicht immer, ziemlich oft sogar nicht, aber sie stellen es nicht in Frage, sondern nehmen mich so wie ich bin und das gibt mir Sicherheit, ein Gefühl von angenommen werden und dann können wir ganz in Ruhe darüber reden, warum wer was gemacht hat und warum das in wem welche Reaktion hervorgerufen hat.
So lernen wir beide. Ich, welche Reaktion "normal" wäre, weil das, was bei mir angekommen ist gar nicht das war, was gemeint war und der andere weiß, wo ich empfindlich bin und wo zukünftig vielleicht ein paar erklärende Worte mehr notwendig sind, damit ich besser verstehe, was wirklich gemeint ist und nicht meiner Interpretation überlassen bin, die im Zweifelsfalle vollkommen falsch ist.
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27.07.2017, 11:56
AW: Spatzenmamas....
Also für mich kann ich sagen, dass es definitiv so ist bzw. war (wobei ich das erst im Nachhinein durchschaue). Ich habe als Kind gespürt, dass ich nicht bekommen kann, was ich brauche: geliebt und geschützt zu werden, genau so wie ich bin und mich nach meiner eigenen Natur entwickeln zu dürfen, weil meine Eltern (jeder auf seine Art) selbst noch so bedürftig sind. Sie können mich nicht füttern, weil sie selbst noch gefüttert werden müssen. Und ich habe - ja eigentlich nicht gedacht, sondern gespürt: wenn ich sie füttere, dann sind sie irgendwann satt und können mich dann so füttern, wie ich das brauche. Und das Muster habe ich später wiederholt.
Weil es aber über das Gefühl ging, habe ich das nicht erkennen können. Denn ein Gefühl von mir von "Ich muss geliebt /versorgt werden" hat sich gewissermaßen direkt übersetzt in " Eltern müssen geliebt /versorgt werden". Das hat sich (erstmal) untrennbar verbunden. Daraus erkläre ich mir auch, dass ich es gar nicht aushalten konnte, wenn andere in meiner Gegenwart hungrig waren. Der Drang, sie zu füttern, war bei mir genau so stark wie der Drang eines hungrigen Babys, an der Brust seiner Mama zu trinken. Da hatte sich was verschoben, aber zu einem Zeitpunkt, wo mir das alles noch nicht bewusst sein konnte.
Ich kann mit Maryquitecontrarys Beschreibung da sehr viel anfangen:
Stimmt! Hatte ich mir seltsamerweise noch nie so konkret in Bezug auf meine Kindheit überlegt – obwohl ich das Thema an sich kenne und sehr bewusst damit umgehe.Bei mir kam ein weiteres Thema dazu, über dessen Existenz ich erst hier las:
Doublebinds.
Man muß als Kind zwangsläufig besser in Mimik, Körperhaltung und gesagten Worten und vor allem Schweigen lesen als andere Menschen, wenn ein wichtiger Mensch in der Kernfamilie so agiert.
We are born to be happy, not perfect.
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27.07.2017, 12:03Inaktiver User
AW: Spatzenmamas....
Das ist sehr lieb von dir, aber bei meinem Partner habe ich tatsächlich keine Angst (mehr) "ich" zu sein. Er gibt mir da sehr viel.
Diese Angst hatte ich bei einem Freund, der für mich sehr wertvoll ist und da muss ich offensichtlich in mir selbst noch sicherer werden, denn diese Angst ist scheinbar unbegründet.
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27.07.2017, 12:14Inaktiver User
AW: Spatzenmamas....
Da bin ich bei dir. Seine Strategie hat mein Ex-Mann auch nicht geändert und so wie es aussieht, lebt er weiter als Spatz nun bei einer anderen Spatzenmama. Mich hätte mal interessiert, ob er sich bei einer Nicht-Spatzenmama anders benommen hätte. Rein aus Neugier.
Punkt 4 habe ich hinter mir, Spatzen kommen mir nicht mehr in die Nähe. Dafür hat sich das irgendwie umgekehrt: In mir drin bin ich völlig verunsichert, immer mal wieder in Angst lebend, doch wieder einen Spatzen um mich zu haben und es nicht zu merken. Mich selbst stressend mit meiner ständigen Hab-Acht-Stellung, meinem Misstrauen, meiner Angst. Aber vielleicht muss das so sein. Manchmal wäre es mir lieb, wenn jemand von außen sagen würde: "Alles ist gut, das muss so sein." oder aber "Pass auf, du läufst da geradewegs in das nächste falsche Verhaltensmuster rein."
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27.07.2017, 12:17Inaktiver User
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27.07.2017, 12:19
AW: Spatzenmamas....
Ach wie gut ich mich darin wiedererkenne vor einigen Jahren! Immer misstrauisch, dass sich doch wieder ein Spatz reinschleicht in mein tolles Leben. Ich war Columbo, Sherlock Holmes, Miss Marple, um überall Spatzen aufzufinden, die bösen doofen Spatzen, ich find Euch schon... bis... ich gemerkt habe, ne, die sind gar nicht mehr in meinem Leben drin. Offenbar hab ich tatsächlich keine mehr reingelassen.
Das braucht etwas Zeit, bis Du Dir selbst in den neuen Mustern vertrauen kannst. Dein Misstrauen für eine gewisse Zeit ist normal, denn es ist noch neu. Irgendwann, mit mehr Routine, normalisiert sich das. Und dann wirst Du auch keine Wolkenkratzer mehr nach Spatzen werfen, die Du auf der anderen Strassenseite siehst.
Irgendwann wirst Du nur noch ab und zu kurz treten, so wie ich ich jetzt. Und irgendwann werde auch ich gar nicht mehr treten, sondern nur noch denken: Ah, ein Spatz. Hm, ok, fällt mir jetzt auch nix zu ein.
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27.07.2017, 12:24Inaktiver User
AW: Spatzenmamas....
Weil er zerstört. Ich kann nicht "ein bisschen wütend" sein. Das ist bei mir wie "ein bisschen schwanger sein". Es dauert, bis ich wütend werde, aber wenn ich dann wütend bin, dann gleicht das einem Vulkanausbruch, der alles irreparabel zerstört, was sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen kann. Also verhindere ich den Ausbruch, indem ich einen gigantischen Deckel drauf lege und dafür sorge, dass der Ausbruch im Inneren stattfindet.
Aber du hast im Prinzip natürlich vollkommen recht. Ich darf nur nicht warten bis ich wütend werde, sondern muss die Dinge zur Sprache bringen, solange sie mich "nur" stören.
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27.07.2017, 12:26Inaktiver User
AW: Spatzenmamas....
@stecher
Mit deinem heutigen Posting an mich hast du genau das getan, was die Skeptiker hier schon lange schreiben. Ungebeten und ohne nachzufragen, ob der Empfänger bereit und willens ist, hast du mit Ratschlägen/Coaching um dich geworfen.
QUED
Ich bin hier raus.



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