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  1. Inaktiver User

    AW: Spatzenmamas....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    .....

    Seine jetzige Frau "tickt" anders, und er tickt bei ihr auch anders. So weit ich das so mitbekomme. Von daher scheint das nicht alles in Stein gemeißelt zu sein. .....
    Spannend, oder?

    Das ist halt keine Einbahnstraße, es ist ein System dass sich gegenseitig beeinflußt und erhält.

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    AW: Spatzenmamas....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Seine jetzige Frau "tickt" anders, und er tickt bei ihr auch anders.
    Sie wird ihm bei seinem Schlumpelverhalten vermutlich jedes Mal die Abrissbirne übern Kopp gehauen haben. Ggggooonnnnggg.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    S - "Wenn Männer mauern" -
    Kenne das Buch. Es gräbt genau in diese Kerbe, enthält aber letztlich doch viele Allgemeinplatzierungen. Wenn ich sachlich richtig informiert bin, gibt es auch keine medizinische Indikation für "passiv-aggressiv".
    Ich wüsste nur nicht, wie man dieses Verhalten, Dinge "zu vergessen" und dann auch noch unschuldig zu tun, besser bezeichnen kann.
    Geändert von Blue2012 (26.07.2017 um 20:53 Uhr) Grund: Formatierung

  3. Inaktiver User

    AW: Spatzenmamas....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich sags mal so: diskutieren ist die Suche nach Verständnis und Konsens. Du wolltest ihn von deiner Strategie überzeugen, er hat es anders gesehen bzw. sich gar keinen Kopp darum gemacht.....
    Das hab ich leider viel zu spät gerafft. Denn wir haben ja eine einvernehmliche Abmachung getroffen, ich hab nicht die Liste erstellt und ihm gesagt, wir teilen uns das jetzt. Er hat die mit mir gemeinsam aufgestellt. Er hatte nur nie vor, diese auch einzuhalten! Und ja klar, er war dann das wehrlose Opfer meiner bösen Strategien. Was habe ich an mir gezweifelt! Ich wollte ihn nie überzeugen! Hätte er gesagt, Müll wegräumen find ich blöde, hätte es doch tausend andere Möglichkeiten gegeben. Aber am Ende stand ich immer als die Blöde da, die ihm irgendwas aufzwingt.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mein Eindruck ist: dieses sich abarbeiten an jemand, der nicht Willens oder in der Lage ist - dass ist es, was zermürbt. Und kein echtes Gefühl dafür zu haben, ob der Frust überhaupt berechtigt ist... ist man nur nicht locker genug?
    Könnte das sein?
    Das und noch das Gefühl, meiner eigenen Wahrnehmung nicht trauen zu können. Habe ich ihn wirklich gefragt, hat er wirklich ja gesagt? Aber das geht wohl schon weit über das Strangthema hinaus. Ich wollte ihm immer Gutes tun, ganz wie Sternenfliegerin es schrieb, dass man gemeinsam eben "mehr" ist als allein. Dass beide an einem Beziehungsgerüst, einem Heim arbeiten. Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass das nicht auch sein Ziel sein könnte. Bis zum Ende nicht.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dann kommt doch irgendwann der Moment.... sagen wir mal: du bist 3x zur Bar, er kein mal.... wo du denkst: hm....

    Was wird aus dem "hm...."?

    Ich sage mal was hoffentlich nicht zu provokantes: es hat AUCH mit dem Selbstbild zu tun: großzügig sein, nicht aufrechnen, hilfsbereit auch ohne Dank & Lohn.....
    Ja logisch. Ich wollte doch nicht so wie meine Mutter sein: "Du bist nur toll für mich, wenn Du etwas leistest". Ich hab ihn doch auch einfach so geliebt wie er war. Ich bin 2x zur Bar, und beim 3. Mal schaut er mich mit Rehaugen an, Du Schatz, es macht Dir doch nichts aus, mal eben noch die Getränke zu holen? Ich muss mal schnell ums Eck". Da sag ich halt nicht "nö, jetzt bist Du mal dran". Ich hab doch Verständnis. Nein falsch, ich HABE das nicht gesagt. Jetzt tu ich es schon. Und fühle mich - genau wie andere es hier beschrieben - dabei absurderweise scheiße.

    Mein Mantra ist jetzt: EINMAL mache ich es. Aber dann ist Schluss. Klappt so zu 75%. Wenn man mir schmeichelt, wie toll ich das doch mache, verfalle ich wieder und wieder in dieses "hey, der mag mich, weil ich so schön viel leiste". Gerade heute hab ich beruflich ein Kompliment gekriegt und war kurz davor, meine Hilfe anzubieten bei einem wirklich blöden Thema. Würde mir vermutlich sogar Reputation geben. Aber ich hab es nicht gemacht, weil das Thema halt wirklich blöd ist. Im Job kann ich das besser.

  4. gesperrt

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    AW: Spatzenmamas....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mit der Bezeichnung "Spatzenmama" bleibt euer Anliegen "verniedlicht" auf der kindlichen Ebene.
    Wenn man mal das Leben von Spatzen - also den Vögeln, nicht den Menschen - etwas genauer unter die Lupe nehmen würde, würder vermutlich nicht viel Niedliches übrig bleiben, sondern ein hammerharter Kampf ums Überleben, nehme ich an.

    Sprich, ich sehe darin nicht unbedingt und nur Niedlichkeit.


    Mit der Bezeichung Spatz holst Du Dein Gegenüber auf die kindliche Ebene und reagierst, Deinem Muster entsprechend selbst auf der kindlichen Ebene. Da ist aber ein erwachsener Mensch der ein Problem hat.
    Es gibt in der Tat Erwachsene, die schaffen es ganz alleine wunderbar, sich selbst auf die kindliche Ebene zu begeben. Inklusive kindlicher Gestik, kindlicher Stimme und allem Drumrum :-/


    Und was mich persönlich extrem daran stört ist die Opferrolle in die ihr euch begebt! Was ist so schwer daran Verantwortung für sein eigenes Leben, Gefühle zu übernehmen? Was ist so schwer gleichwohl die Verantwortung beim anderen Menschen zu lassen?
    Das ist SEHR schwer!

    Wie gehst du damit um, wenn ein geliebter Mensch leidet, und aus dem Leiden nicht rausfindet? Wenn er womöglich bei einem Gespräch über Probleme sagt "ja du hast recht, ich weiss", aber trotzdem nichts ändert, nichts ändern kann?

    ich erlebte da weniger einen skrupellosen Blutsauger, wie er auch schon hier beschrieben wurde im Thread, sondern tatsächlich ein echt hilfloses Wesen, in vieler Hinsicht. Tatsächlich hilflos. Nicht ein "stellt sich nur so an".

    ich habe relativ wenig "Spatzenmama" in mir, nur so ein bisschen; aber auch das Bisschen, das ich habe, hat genügt, um mir gute fünf Jahre meines Lebens zur einer Hölle zu machen, wo ich noch die längste Zeit glaubte, wenn ich mir nur ein bisschen mehr Mühe gebe, ein bisschen mehr anstrenge, nichts Falsches sage... dann geht's dann besser. Dann kann ich helfen.

    und die Erkenntnis: nein, ich kann nicht helfen - die dauerte. Und war bitter.

    Es tut immer noch weh zu sehen, wie ich geliebten Menschen nicht helfen kann, während ich beobachte, wie sie sich teils ganz allein in die Scheisse reiten. Ich kann das nicht gut wegstecken. ich mache es halt, ich zwinge mich dazu, weil ich gelernt habe, alles andere bringt nichts. Aber einfach ist es nicht.

    gruss, barbara

  5. gesperrt

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    AW: Spatzenmamas....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    same here.
    ach, was ich noch einwerfen wollte: ich erlebe dich als reflektiert und empathisch und nicht als rücksichtslos oder übergriffig. Auch in diesem Thread.

    mich würd's freuen, hier weiterhin von dir zu lesen.

    Dass mal etwas getriggert wird, kann ja bei einem so heiklen Thema immer vorkommen - ohne es absichtlich zu machen. Aber ich hoffe, wenn sowas passiert, kann man dann auch wieder aufeinander zugehen, die gemeinsame Basis suchen und finden, nicht das Spaltende.

    gruss, barbara
    Geändert von Bae (26.07.2017 um 21:12 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Spatzenmamas....

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    ach, was ich noch einwerfen wollte: ich erlebe dich als reflektiert und empathisch und nicht als rücksichtslos oder übergriffig. Auch in diesem Thread.

    mich würd's freuen, hier weiterhin von dir zu lesen.
    Danke liebe Barbara... Ich halte mich jetzt erst mal raus, bis ich was von der Sternenfliegerin lese...

  7. Inaktiver User

    AW: Spatzenmamas....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das hab ich leider viel zu spät gerafft. Denn wir haben ja eine einvernehmliche Abmachung getroffen, ich hab nicht die Liste erstellt und ihm gesagt, wir teilen uns das jetzt. Er hat die mit mir gemeinsam aufgestellt. Er hatte nur nie vor, diese auch einzuhalten! Und ja klar, er war dann das wehrlose Opfer meiner bösen Strategien. Was habe ich an mir gezweifelt! Ich wollte ihn nie überzeugen! Hätte er gesagt, Müll wegräumen find ich blöde, hätte es doch tausend andere Möglichkeiten gegeben. Aber am Ende stand ich immer als die Blöde da, die ihm irgendwas aufzwingt.
    Dann hat dich dein Zweifel auch in dem System gehalten, unter anderem.
    Während er wohl gar keine hatte....

    Mal ganz trocken formuliert: das hat dann gepasst bzw. es hat "funktioniert". Nicht in dem Sinne, dass es gut war - sondern es ist gelaufen, es hat keiner die Bremse reingehauen.


    Das und noch das Gefühl, meiner eigenen Wahrnehmung nicht trauen zu können. Habe ich ihn wirklich gefragt, hat er wirklich ja gesagt? Aber das geht wohl schon weit über das Strangthema hinaus. Ich wollte ihm immer Gutes tun, ganz wie Sternenfliegerin es schrieb, dass man gemeinsam eben "mehr" ist als allein. Dass beide an einem Beziehungsgerüst, einem Heim arbeiten. Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass das nicht auch sein Ziel sein könnte. Bis zum Ende nicht.
    Interessant. Dann hast du gar nicht gesehen, wie er war?
    Oder dachtest du, wenn du es ihm lange genug vorlebst, dann müsste er doch....?

    Ja logisch. Ich wollte doch nicht so wie meine Mutter sein: "Du bist nur toll für mich, wenn Du etwas leistest". Ich hab ihn doch auch einfach so geliebt wie er war. Ich bin 2x zur Bar, und beim 3. Mal schaut er mich mit Rehaugen an, Du Schatz, es macht Dir doch nichts aus, mal eben noch die Getränke zu holen? Ich muss mal schnell ums Eck". Da sag ich halt nicht "nö, jetzt bist Du mal dran". Ich hab doch Verständnis. Nein falsch, ich HABE das nicht gesagt. Jetzt tu ich es schon. Und fühle mich - genau wie andere es hier beschrieben - dabei absurderweise scheiße.
    Weil es noch ungewohnt ist. Neuland fühlt sich fremd an und fremd ist eben scheiße.

    Du kannst dich darauf freuen: wenn das mal gut eingeübt ist, dann wirst du gar nicht mehr oft mit Menschen zu tun haben, die dich in diese Verlegenheit bringen.

  8. Moderation

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    AW: Spatzenmamas....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und wenn ich mir so meine Patienten anschaue, die ich tagtäglich besuche, die mich in meiner Praxis beehren, dann weiss ich nicht, ob es - außer in Kriegsgebieten - noch größeres Leid geben kann. Wahrscheinlich schon. Aber es wird eher selten sein. DAS wollte ich nur gesagt haben. Und natürlich wiegen seelisches Leid, Kindheitstraumata etc. schwer... Wenn man allerdings meine Patienten in den letzten zwei Tagen erlebt hat, dann relativieren sich manche Dinge.

    Mir ist deine Art zu gradieren und zu werten eher fremd. Ich habe selbst früher in der Krebsmedizin gearbeitet und dort viele todkranke Patienten kennengelernt, dann in der Psychiatrie mit Erwachsenen gearbeitet, in der Akutpsychiatrie und mit Kindern. Es läge mir fern, Leiden und Schmerz gegeneinander aufzurechnen oder durch Begegnung mit "noch größerem Leid" zu relativieren.

    Ich sehe beruflich kleine Kinder, die durch traumatische Überlastung, Vernachlässigung und anderes für ihr Leben gezeichnet sind. Ich sehe die deutliche Linie, dass viele Patienten in der Psychiatrie solche ehemaligen Kinder sind.
    Das seelische Leid, das mir begegnet ist und das Lebensfreude wie -jahre raubt (ausschnittweise sei einmal wieder auf die ACE-Studie verwiesen), wiegt schwer. Man braucht es meiner Ansicht nach nicht mit anderem Unglück auszutarieren.
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

  9. Inaktiver User

    AW: Spatzenmamas....

    Ich hatte TT nicht so gelesen, dass sich das Leid relativieren lässt.

    Eher der Anlass des Leidens.

    Leid ist immer subjektiv und bei seelischen Verletzungen sowieso nicht vergleichbar: was der eine übersteht, vielleicht sogar daran wachsen kann, lässt den anderen verzweifeln.

  10. Inaktiver User

    AW: Spatzenmamas....

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Kenne das Buch. Es gräbt genau in diese Kerbe, enthält aber letztlich doch viele Allgemeinplatzierungen. Wenn ich sachlich richtig informiert bin, gibt es auch keine medizinische Indikation für "passiv-aggressiv".
    Ich wüsste nur nicht, wie man dieses Verhalten, Dinge "zu vergessen" und dann auch noch unschuldig zu tun, besser bezeichnen kann.
    Nenne es doch einfach Ausnutzen. Denn das ist es ja. Wenn ich weiß, wie meine Partnerin tickt (und wenn sie dann als letztendliche Instanz der Kümmerin auftritt), würde ich warten, um meine Macht zu zementieren. Funktioniert ja, wie ich lese. Sorry, das ist ein einfaches Spiel.

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