Es geht nicht um Höflichkeit, sondern um Empathie.
Darum, einen Betroffenen mit seinem Problem und den Gefühlen hinter seinem Problem zu sehen.
Das tust Du aber nicht, wenn Du hier meinst, beurteilen zu dürfen, welch eine Schwere hinter unseren Problemen steckt.
Diese ist Dir schlichtweg nicht bekannt, trotzdem maßt Du Dir ein Urteil dazu an.
Um das zu können, müßtest Du ein vollständiges Bild kennen, daß ich hier kaum zeichnen kann-
und ganz sicher auch in der Vollständigkeit nicht möchte, weil es noch verletzlicher machen würde und ich nicht das Gefühl habe, daß Du angemessen damit umgehen würdest.
Du ärgerst mich nicht, Du nimmst mich nicht ernst, ein feiner Unterschied.Interessant, dass du drauf anspringst auf meine Postings, immer wieder. Hm. Was mach ich denn mit dir? Außer dich zu ärgern? Und warum ärgert es dich überhaupt? Könntest mich doch ignorieren.
Und übrigens eine eklatante Grenzüberschreitung und Übergriffigkeit, die Du "Spatzenmüttern" ja auch vorgeworfen hast.
Was kann man als Betroffener mehr tun als wir im 2. Post getan und erbeten haben?
Austausch ist wunderbar, auch kritischer, ich scheue sowas nicht, dafür liest Du mich lange genug hier,
aber ich verwehre mich dagegen, daß Du, die Du rein gar nichts Wichtiges über mich weißt, Dir - von mir unkommentiert-
so eine Grenzüberschreitung leistest, mir (ich kann ja nur für mich sprechen) zu unterstellen, in meinem Schmerz zu übertreiben.
Wie war das noch mit den Schuhen, die man nicht kennt?
Ich sage Dir doch auch nicht, stell Dich nicht so an, Dein Höhlenmensch kommt ja sowieso wieder.
Nein, für Dich ist das erstmal ungut - und Du mußt(est) damit umgehen lernen.
Ich respekiere das!
Ich respektiere Dich damit!
Ganz genau so laß uns doch bitte hier, im von uns eröffneten Strang, selbst darüber entscheiden, ob das jetzt schmerzhaft für uns ist oder nicht und wie schmerzhaft das (bei Dir unbekannten Hintergründen) ist.
Genau das tust Du aber bisher nicht "ausreichend", wenn Du über die Thematik urteilst.
Wie oft denn noch.Ihr habt das Thema "Spatzenmama" genannt. Ich finde den Ausdruck - ja! - kindisch.
Auch hier kennst Du den Hintergrund dazu nicht, dazu gibt es eine Vorgeschichte- zumal auch hier Du nur wieder aus Deiner Perspektive urteilst.
Denn das Spatzenbild ist durchaus in Teilen passend, wenn Du biologisch an dieses Bild rangehst, dann kann der Mutterspatz wie jeder Vogel gar nicht anders, als den ihm präsentierten, weit aufgerissenen, bedürftigen Spatzenschnabel zu füttern.
Kuckucke haben daraus sogar ihre ganz eigene Strategie gemacht, werden sogar artfremd gefüttert, nur weil sie den Schnabel aufreißen,
aber das wäre dann nochmal ein anderer Strang.
Auch so wollten wir das Bild verstanden wissen, aber dazu müßte ein geneigter Leser und Mitschreiber bereit sein sich wirklich auf die Thematik einzulassen.
Wie wir es versuchen, denn uns betrifft sie.
Ich kann nicht nur Zähne zeigen, ich könnte auch herzhaft zubeißen, was aber für mich eigentlich nie Mittel der Wahl ist.Und ich find es toll, dass du mir die Zähne zeigst!![]()
Das ist z.B. auch so ein Ding, es wird allgemein unterstellt, daß Spatzenmenschen sich nicht gut wehren können.
Genau das ist oft der Punkt, wir könnten es extrem gut,
die meisten, die betroffen in der Thematik mitschreiben, sind ganz sicher verbal und rhetorisch den allermeisten Menschen überlegen (nicht auf diesen Strang bezogen, sondern auf das Umfeld).
Aber es ist eben nicht Mittel unserer Wahl, das auszuspielen,
weil wir es kennen, wie verletzend Worte sein können, sogar Blicke.
Ich behaupte, mir steht ein unglaubliches Repertoire an Kampfmitteln zur Verfügung,
sei es die Eloquenz, die Rhetorik, sei es die Intelligenz-
aber ich will andere einfach nicht verletzten um den Preis, daß es mir dadurch und nur dadurch besser geht.
Ich will andere Wege gehen.
Das ist auch Teil der Spatzenmensch-Problematik.
Antworten
Ergebnis 221 bis 230 von 417
Thema: Spatzenmamas....
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26.07.2017, 16:39Inaktiver User
AW: Spatzenmamas....
Geändert von Inaktiver User (26.07.2017 um 16:59 Uhr)
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26.07.2017, 16:44
AW: Spatzenmamas....
Vielleicht wäre heute ein Keks aus Strolinkas Sammlung genau das Richtige für dich...?
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Hier ist gerade voll Englisches Wetter, düster, Regengüsse. Schon den ganzen Tag lang. Vor meinem Fenster - grüne Wiese weit, ein herrlich Bäume bepflanzter Berg. Und richtig obercool: Auf der Lichtung stehen gerade Rehe (wir wohnen seit 2,5 Jahren im Allgäu, von daher keine Seltenheit). Es sind insgesamt 3, eine Rehmutter mit ihren zwei Kidz.
TT, das ist Leichtigkeit.
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26.07.2017, 17:09Inaktiver User
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26.07.2017, 18:35
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26.07.2017, 18:52
AW: Spatzenmamas....
@ThirdThought3: mich wundert dein für mich dichotomes Bild in bezug auf körperliches und seelisches Leid. Und ich dächte, das hättest du mindestens im Studium anders vermittelt bekommen. Rein inhaltlich ist das nicht mehr angemessen.
that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
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26.07.2017, 19:12Inaktiver User
AW: Spatzenmamas....
Tja, also sollte ich wieder antworten? Scheint so. Ich bekomme keine klare Ansage, es zu unterlassen... Also schreib ich mal das dazu, was mir in den Kopf schiesst...
Schon klar. Und woher willst du wissen, dass ich das nicht tue? Würde ich mir sonst die Mühe machen? Wahrscheinlich doch nicht, oder? So gut solltest du mich und meine Schreiben hier mittlerweile auch kennen.
Und glaub mir, ich verstehe den Mechanismus, über den Ihr hier schreibt, besser als du denkst.... Ich habe nur meine eigene Art und Weise, damit umzugehen... Und ich verstand es so, dass ihr auch solche Wege kennenlernen wollt? Nur ist das eben etwas, was ich schlecht in Worte fassen kann, das passiert mehr auf der emotionalen Ebene... Genau die Ebene, die dich so triggert an mir, wie ich mutmasse...
Noch mal, das weißt du nicht, wieviel ich - unempathisch wie du mich gerade hinstellst - erahnen oder erspüren kann. Und mein Urteil bilde ich mir nicht nur in diesem Strang, sondern aus vielen Postings, die ich vor allem von dir hier gelesen hab. Und ich finde deine Postings sehr einfühlsam, mitfühlend und für manche TE sehr hilfreich.
Allerdings hab ich mich schon desöfteren gefragt, ob du dir nicht zuviel zumutest, soviel wie du mitzuleiden scheinst. Was sich ja in diesem Strang - nicht zuletzt durch deine eigenen Worte - bestätigt hat. Du machst dir das Leid fremder Leute teilweise zu eigen. Und das ist einfach ungesund. Deshalb bist du eine "Spatzenmama" und ich bin es nicht (mehr!)...
Weil ich gelernt habe, das Leid fremder Leute, obwohl ich es mindestens genauso gut spüren kann wie du, dort zu lassen, wo es hingehört - bei den anderen. Und glaub mir, das Abperlen lassen ist anfangs fast genauso unangenehm, wie das Leid aufzusaugen... Und es hilft, das zu lernen. Sich selbst zu schützen vor Leid, das nicht notwendig ist im eigenen Leben. Weil es anderen Leuten gehört. Ja, auch das Leid von engen Freunden, von Partnern....
Wir haben nur dieses eigene Leben. Und wir können nicht alle retten. Leider. Niemand bedauert das mehr als ich. Aber ich habe gelernt. Und ich lasse es nicht mehr zu, dass andere Leute an mir zerren, von mir zehren. Dann wehre ich mich. Mit Zähnen und Klauen, wenn es sein muss. Ich weiss also sehr gut, wovon hier die Rede ist. Und masse mir deshalb auch mein Urteil an.
Verstehe ich völlig, dass du hier nur schemenhaft schreibst. Macht die Sache zwar nicht leichter, aber trotzdem verständlich. So handhabe ich das auch. Niemand hier weiss wirklich etwas von mir, und so wird es bleiben.
Deine Meinung. Und interessant, dass du das glaubst. Warum? Warum sollte ich hier schreiben? Weil ich so auf Krawall stehe? Nö.
Das empfindest du so. Und die Intention kennst du nicht. Es geht hier um kindliche Muster. Deutungen von Andeutungen, die durch so gut wie nix verifizierbar sind. Reine Spekulation. Ähnlich, wie ihr die "Spatzen" wahrnehmt. Ihr nehmt sie nicht ernst, meine Meinung. Ihr glaubt, zu wissen, was sie bräuchten. Ihr glaubt, sie durch genug Liebe, Zuwendung, Mitgefühl etc. "retten" zu können. Ein Irrglaube. Sie können sich nur selbst retten, so sie das denn wollen. Und sie werden nur fauler, "bedürftiger" und vielleicht auch aggressiver, je mehr ihr ihnen abnehmt, je mehr ihr "lieb" zu ihnen seid...
Klartext reden.
Siehe oben. Dein Schmerz ist dein Schmerz, den spreche ich dir in keinster Weise ab. Was du jedoch über deine Interaktion mit deinen persönlichen "Spatzen" schreibst, weckt meinen Widerspruchsgeist. Sorry for that. Das Gegenüber ist erwachsen. Und kann sich selbst helfen. Auch wenn es geliebt wird. Erst recht, wenn man es liebt, sollte man sich zurück halten und wirklich fragen, ob und falls tatsächlich ja, welche Art der Hilfe gewünscht ist. So hat der andere eine Wahl, passiert keine Bevormundung. Und so fühlt sich der "Spatzenmensch" letztlich weniger ausgenutzt. Denn auch darum geht es ja.
So, liebe Sternenfliegerin. Jetzt mal Butter bei die Fische. Ich nehme diesen Strang hier sehr ernst. Sonst würde ich nicht schreiben. Es geht um kindliche Verhaltensmuster. Ihr seid alle erwachsen. Wehrt euch! Gegen "Spatzen" aller Art. Gegen Blutsauger, das Bild scheint mir viel passender, nach dem, was ich hier gelesen hab. Diese Leute sind emotionale Wurmlöcher. Da könnt ihr Liebe reinschütten, wie ihr nur wollt, die werden nicht heil. Die wissen meist nicht mal, dass sie kaputt sind. Die jammern vielleicht und schauen mit großen Teddyaugen in ein warmes Spatzenmutterherz. Aber das tun sie nur, weil sie dann eure Wärme, eure Energie und eure Liebe absaugen. Bis ihr leer seid. Und dann ziehen sie weiter. Und lassen euch verwundet, blutleer und heartbroken am Wegesrand liegen, suchen sich eine neue Energietankstelle und vergessen euch in dem Moment, wo sie die letzte Liebe ausgezutzelt haben aus euch.
Aus welcher Perspektive soll ich denn sonst urteilen? Ich hab nur meine. Ich bin nur in meinen Schuhen gelaufen. Und ich werd in diesem Leben auch nicht in anderen Schuhen laufen können, auch wenn ich mich noch so sehr anstrengen würde. Was ich nicht (mehr) tue. Weil es einen auffrisst. Weil es zum Burnout führt. Weil es keinen Dank zeitigt. Jeder ist sich selbst der Nächste. Traurig aber wahr. Und trotzdem versuche ich - mit meinen bescheidenen Möglichkeiten - in meinem Umfeld die Welt ein wenig schöner und leichter zu machen, ohne dabei vor die Hunde zu gehen. Lieber allein, als auch nur noch ein Blutsauger an meinen Wadln.
Ich finde es trotzdem kein passendes Bild. Siehe oben. Blutsauger passt besser. Vielleicht hilft es ja, dass die, die ihr für Spatzen haltet, eigentlich verkappte blutsaugende Kuckucke sind... Wenn ihr den Impuls habt, den weit aufgerissenen Schnabel zu stopfen, erst mal schauen, ob da nicht ein Blutsauger im Schlund steckt...
Warum tust du es nicht? Darf ein liebes Mädchen nicht zubeissen?
Tja und lassen sich doch ausnutzen. Keine gute Strategie, find ich. Ich beisse dann lieber zu als ausgesaugt irgendwo liegengelassen zu werden.
Blicke können nicht verletzen. Im Mittelalter wurden alle Hexen mit dem bösen Blick verbrannt. Die Verletzung passiert nur im Kopf des Angeschauten. Weil er es sich nicht den Buckel runter rutschen lässt. Weil er rumspekuliert, was wohl der Guckende mit diesem Blick wieder gemeint haben könnte. Weil kein Klartext geredet wird.
Das heisst, du leidest lieber selbst bis zur Selbstaufgabe, nur um niemand anderen zu verletzen?
Welche?Geändert von Inaktiver User (26.07.2017 um 19:22 Uhr)
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26.07.2017, 19:37Inaktiver User
AW: Spatzenmamas....
Bis jetzt habe ich nur fasziniert mitgelesen, aber jetzt frag ich doch nach, das ist ein spannender Punkt....
Dann kannst du dich doch eben nicht wehren, oder?
Weil du es ablehnst, die Verletzung deines Gegenübers zu riskieren.
Das zu riskieren bedeutet nicht, es zu wollen oder gar eine Befriedigung daraus zu ziehen.
Sondern in einer emotionalen Krisensituation das eigene Wohl an erster Stelle zu sehen.
Das ist es glaube ich, was dir und anderen Schwierigkeiten bereitet.
Mir auch - aber ich lerne das seit einiger Zeit.
Das überraschende dabei: da entsteht meist gar nicht so viel Verletzung.
Und wenn, dann empfinde ich es auch meist als heilsamen Schnitt oder den berühmten Tritt in den A*, der einen weiter bringt, oder halt auch mal den anderen. Meistens beide, hängt vom Grad der Selbstreflexion der Beteiligten ab.
Mich würde auch interessieren, welche anderen Wege du gehen willst.
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26.07.2017, 19:53Inaktiver User
AW: Spatzenmamas....
Mein allererstes Streitgespräch, wo heftig die Fetzen flogen, vor gefühlten 1000 Jahren... Ich war vollkommen überzeugt von meiner Meinung und sah zum ersten Mal überhaupt nicht ein, dass das Gegenüber mit seiner verqueren Weltsicht auch nur ansatzweise im Recht sein könnte. Es war richtig spannend. Die Fetzen flogen und ich dachte, der schaut mich niiiiiiiiiie wieder an. Pustekuchen. Ich bin in seiner Achtung mehrere Meter auf der Leiter nach oben gestiegen. Wobei ich mir während des Streites fast in die Hosen gemacht hätte. Seither finde ich das extrem heilsam, hilfreich und luftreinigend - Tacheles. Nein sagen. Seine Meinung vertreten. Gut fürs Seelenheil. Das eigene. Und die Anderen sind robuster als man denkt.
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26.07.2017, 19:53
AW: Spatzenmamas....
Unterlasse es. Bitte.
Klartext genug?
Zweite Option: Du lässt mal selbst exemplarisch die Hosen herunter und berichtest konkret von eigenen, kleinen Erfahrungen in deinem Leben. Und versuchst, deine Haltung: "Jeder ist sich selbst der nächste" grundlegend zu überdenken (den Job sogar mal abgezogen und da bist du ja als Ärztin umso mehr ethisch-moralischen Grundlagen verpflichtet - siehe Beziehungsleben etc. pp.)
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26.07.2017, 19:53Inaktiver User
AW: Spatzenmamas....
doppelt






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