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    AW: Schlechte Angewohnheiten, Lethargie

    Liebe Patty,
    Also ich kann deine Unzufriedenheit verstehen. Weniger kritisch sehe ich dass du freie Zeit nur für dich selbst brauchst... Die solltest du dir ohne schlechtes Gewissen gönnen. Aber deine kostbare Zeit im Internet zu verdaddeln, halte ich für kontraproduktiv und auch nicht für wirklich entspannend und ausgleichend. Klar dass dich hier in einem internetforum die meisten User dahingehend beruhigen werden-haben doch viele selbst ein Problem mit dieser Sucht.
    Und was das unkontrollierte Essen angeht... Noch magst du eine normale Figur haben aber wenn du so weitermachst, bestimmt nicht mehr lange.
    Viel besser fände ich als Ausgleich Sport oder nur Spazieren gehen für dich ganz alleine... Oder irgendetwas, bei dem du wirklich Energie tanken kannst.

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    AW: Schlechte Angewohnheiten, Lethargie

    Das Problem ist nicht das Nudeln essen und Daddeln sondern das Maß und der Umstand, dass Du Dich damit unwohl fühlst.
    Du brauchst ein bisschen mehr Struktur in Deinem Vormittag.
    Hättest Du Lust auf einen zusätzlichen Termin pro Woche? Einen Vormittagskurs im Fitnesstudio? Oder bei der VHS? Leserin in der nächsten Grundschule? Instrumentalunterricht? Gesangsunterricht? Walkingrunde?
    Vielleicht hättest Du dann an den übrigen Tagen ein besseres Gewissen; )

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    AW: Schlechte Angewohnheiten, Lethargie

    wie oft kommt denn dieses verhalten vor? jede woche? mehrmals jede woche?

    ich finds weder schlimm, mal zu viele nudeln zu essen, noch zeit auf der couch zu verplempern, wenn es nicht zum dauerzustand und zur normalität wird.

    und dass du es heimlich machst, würde mich am meisten sorgen - warum machst du daraus ein geheimnis? was denkst du, würde dein mann dazu sagen?

    vielleicht willst du auch in der zeit mit deiner familie alles zu perfekt machen und holst es deswegen in deiner alleinzeit nach? gönnst du dir unter bei familienessen auch mal ungesundes? verbringst du mit deinen mann auch mal zeit unnützt auf der couch?

    gerade mit kleinen kindern ist man ja oft geschafft und gestresst - ich würde was suchen, was dir sowohl entspannung bringt, dich aber auch geistig oder körperlich etwas fordert und ich würde nichts mehr heimlich machen. wenn du abends lust auf nudeln hast, mach dir eine portion und iss sie vor deinen mann, dann wirst du keine großen mengen mehr heimlich essen wollen.
    Liebt Menschen und benutzt Dinge, weil das Gegenteil niemals funktioniert - The Minimalists

  4. Inaktiver User

    AW: Schlechte Angewohnheiten, Lethargie

    Mir hilft die "gar nicht erst hinsetzen"-Methode, zumindest an 2-3 Tagen unter der Woche. Ich esse dann z.B. schon auf dem Weg nach Hause etwas , damit ich gar nicht erst die Ausrede habe, zuhause am Esstisch zu "vergammeln". An diesen 2-3 Tagen erledige ich bis 23 Uhr alle Hausarbeit und Orgakram, der anfällt. Ab 23 Uhr gönne ich mir dann die Nachrichten im Fernsehen, und erst dann gehts wieder aufs Sofa. Handy, Laptop und iPad werden in der Hausarbeitszeit nicht in die Hand genommen. Das klappt bei mir ganz gut.

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    AW: Schlechte Angewohnheiten, Lethargie

    Geht mir manchmal auch so. Meine Strategie: Ich "erlaube" mir meine täglichen Auszeiten vor dem Fernseher oder surfend im Netz und hab dann auch kein schlechtes Gefühl, aber ich nehme mir immer vor, vorher noch wenigsten eine kleine Sache zu erledigen.

    Zum Beispiel: Bevor ich mich aufs Sofa setze, bringe ich wenigstens den Müll runter und leg die Wäsche zusammen. Oder wenn schon auf dem Sofa hocken, dann nebenbei die alten Zeitschriften aussortieren oder mein Unterlagenordner durchgehen und ausmisten. Oder nebenbei etwas Sport machen, z.B. ein paar Situps oder Hantelübungen.

    Wenn ich dann mal so einen Tag habe, wo ich gefühlt vom Fernseher oder vom Laptop gar nicht mehr wegkomme, nutze ich die Werbepausen oder stelle mir einen Wecker, sodass ich alle 30-45 Min. unterbreche und kleine Arbeiten erledige oder einmal um den Block gehe.

    Ich hab auch so viele Sachen, die ich mir immer wieder vornehme: Endlich mal ernsthaft Gitarrenakkorde üben, wieder anfangen mit Zeichnen, irgendwas kreatives machen. Meist scheitere ich daran, dass ich dann denke, fürs Malen brauch ich eine aufgeräumte und geordnete Umgebung. Also steht erst Ausmisten, Aufräumen und putzen an. Und dann wird das wieder nix. Aber ich arbeite daran.
    LG Blueberry82

    mit Mini-Blue seit dem 27.05.2020




    Die Welt besteht aus Optimisten und Pessimisten - letztlich liegen beide falsch, aber der Optimist lebt glücklicher

    Wer etwas will, was er noch nie hatte, muss tun, was er noch nie getan hat.

    Die reinste Form des Wahnsinn ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert (Albert Einstein)

  6. gesperrt

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    AW: Schlechte Angewohnheiten, Lethargie

    Zitat Zitat von patty_b Beitrag anzeigen
    Ich schäme mich dafür und schäme mich, das zu schreiben, es ist ja wirklich nicht besonders attraktiv, deshalb mache ich es heimlich. Früher, alleine in der Wohnung, hat es ja keinen interessiert.

    Ich bin natürlich nicht zufrieden mit diesem Teil meiner Selbst.
    Ich habe Dein Posting sehr gern gelesen, weil es so schön schlicht und erdig war.

    Wieso schämst Du Dich für Dein Verhalten?

    Es gibt sehr viele Menschen, die Ruhe und Alleinsein nicht geniessen können, es mit sich selbst nicht aushalten und immer eine Kompensation in anderen für ihre Rastlosigkeit suchen. Ich finde, Du hast da eine sehr schöne Qualität in Dir.

    Ich weiss, Du hast geschrieben, Du möchtest etwas ändern... Ich wollte Dir nur sagen, ich finde an Deinem Verhalten nichts Schlimmes, selbst wenn jeder freie Tag nebst Kindern und Teilzeitjob und Beziehung so ablaufen würde. Du hast kein Übergewicht, Dein Körper ist nicht krank, offenbar brauchst Du einfach viele Ruhe, Auftanken mit Dir selbst.

    Ich vermute, der Weg etwas zu ändern, wenn Du das wirklich möchtest, könnte darüber gehen, die Scham zu verlieren und Dich gern zu haben für Deine Fähigkeiten, so schön zu Ruhe zu kommen. Wenn Du das lieben kannst, dann kannst Du es auch einfacher ändern. Wenn Du es nicht liebst, verwürgst, unterdrückst und mit Scham belegst, dann wird es doch schwierig?

    Ich konnte meist dann Dinge ändern, wenn ich sie akzeptiert habe. Klingt widersprüchlich, war aber so - meist, wenn ich akzeptiert habe, dass es ist, wie es ist, und mich damit versöhnt habe, dann konnte ich etwas ändern, mit Leichtigkeit.


    Ich könnte ja viel Schöneres tun. Es fehlt mir ein Hobby, ich habe in all den Jahren kein richtiges gefunden. Bisschen Sport ja, viel Austausch mit Freundinnen, früher viel Musik gehört, auf Konzerte gegangen. Aber irgendwie ist alles passiv.

    Und früher oder später suhle ich mich dann doch wieder in meiner irgendwie tröstlichen Lethargie und versumpfe auf dem Sofa.

    Ich wäre gern eine bessere Version von mir.

    Was meint ihr?
    Ich finde diese "tröstliche" Lethargie nebst allem, was Du tust, was Schönes und wenn Du aufhörst, nach einer besseren Version von Dir zu suchen, sondern einfach ab und zu neugierig nach einer anderen Version von Dir, dann gelingt es Dir vielleicht auch besser, ab und zu etwas anderes zu machen als in der Ruhe zu sein. Ich würde Dir also raten, den Fokus zu verändern: Such nicht schamhaft nach etwas Besserem an Dir, sondern such neugierig und ohne Zwang nach anderen Seiten an Dir.

    Ein Hobby muss Mensch zwingend nicht haben, finde ich, wenn er wach interessiert liest und schaut und an der Welt teilnimmt. Deine Lust würde Dir schon anzeigen, wenn es etwas gibt, was Du gerne machen möchtest?

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